Startschuss für den Rail Campus: Die Zukunft der Bahn wird in Minden entwickelt Monika Jäger Minden. Mitten in Minden soll ein Projekt entstehen, das nicht nur maßgeblich die Zukunft des Bahnverkehrs beeinflussen wird, sondern das die Stadt zum einzigartigen Standort für ganz besonderes Technologie-Knowhow machen kann. Hier soll der Rail-Campus OWL als „einzigartiges Innovationsnetzwerk für die Bahntechnologie der Zukunft" entwickelt werden – ein ambitioniertes Projekt, das Wirtschaft, Bahn und Hochschulen seit längerer Zeit erarbeitet haben. Jetzt gibt es Konkretes, und das stellten die Beteiligten am Dienstagabend vor. Dass sie es alle ernst meinen mit ihrem Engagement, bestätigen sie mit einem „Memorandum of Understanding". Bund und Land sind ebenfalls beteiligt, da der Rail Campus auch eine Außenstelle des Deutschen Zentrums Mobilität der Zukunft wird. 20 Millionen Euro helfen beim Start. Zudem ist das Projekt ein Kandidat für die Regionale 2022. Ob und wann das zum Auftakt am Dienstag beschworene „neue technologische Zeitalter im Schienenverkehr" beginnt, hängt allerdings wesentlich von den Akteuren ab. Neben den regionalen Hochschulen, dem Kreis Minden-Lübbecke und der Stadt Minden sind die Deutsche Bahn mit der DB Systemtechnik – deren größter europäischer Standort in Minden ist – und DB Cargo dabei, ebenso die in Minden ansässigen Weltfirmen Harting und Wago. Geplant sind unter anderem neue Studiengänge, geforscht werden soll unter anderem an autonomen und automatisiertem Fahren und der Digitalisierung der Schiene. Dazu werden auch neue Verfahren der Wartung gehören. Mindens historischer Bahnhof wird dabei eines der Kernstücke des Campus, der ansonsten auch das Gelände der DB Systemtechnik und das Fort B mit einbezieht. Leitfrage dort: Wie können Güter und Reisende mit Leitsystemen künftig bestmöglich durch Bahnhöfe gelenkt werden? Im alten Bahnhofsgebäude sollen dafür Co-Working-Plätze und Möglichkeiten zur Präsentation der Forschung und Entwicklung entstehen. Das Fort B wird zentrales Gebäude und Gesicht des neuen Campus. „Unsere Stadt wird sich dadurch zu einem Anziehungspunkt für moderne Bahntechnik entwickeln", sagte Mindens Bürgermeister Michael Jäcke. Er betonte besonders, dass der Rail Campus auch ein Signal für die Entwicklung des Stadtbezirks Rechtes Weserufer ist und zudem durch das Studienangebot den wissenschaftlichen Nachwuchs sichert.

Startschuss für den Rail Campus: Die Zukunft der Bahn wird in Minden entwickelt

Ins mächtige Gebäude des ehemaligen Fort B in Minden sollen künftig die Studierenden des Rail Campus NRW einziehen. Foto: 

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Minden. Mitten in Minden soll ein Projekt entstehen, das nicht nur maßgeblich die Zukunft des Bahnverkehrs beeinflussen wird, sondern das die Stadt zum einzigartigen Standort für ganz besonderes Technologie-Knowhow machen kann. Hier soll der Rail-Campus OWL als „einzigartiges Innovationsnetzwerk für die Bahntechnologie der Zukunft" entwickelt werden – ein ambitioniertes Projekt, das Wirtschaft, Bahn und Hochschulen seit längerer Zeit erarbeitet haben. Jetzt gibt es Konkretes, und das stellten die Beteiligten am Dienstagabend vor. Dass sie es alle ernst meinen mit ihrem Engagement, bestätigen sie mit einem „Memorandum of Understanding".

Bund und Land sind ebenfalls beteiligt, da der Rail Campus auch eine Außenstelle des Deutschen Zentrums Mobilität der Zukunft wird. 20 Millionen Euro helfen beim Start. Zudem ist das Projekt ein Kandidat für die Regionale 2022.

Ob und wann das zum Auftakt am Dienstag beschworene „neue technologische Zeitalter im Schienenverkehr" beginnt, hängt allerdings wesentlich von den Akteuren ab. Neben den regionalen Hochschulen, dem Kreis Minden-Lübbecke und der Stadt Minden sind die Deutsche Bahn mit der DB Systemtechnik – deren größter europäischer Standort in Minden ist – und DB Cargo dabei, ebenso die in Minden ansässigen Weltfirmen Harting und Wago. Geplant sind unter anderem neue Studiengänge, geforscht werden soll unter anderem an autonomen und automatisiertem Fahren und der Digitalisierung der Schiene. Dazu werden auch neue Verfahren der Wartung gehören.

Mindens historischer Bahnhof wird dabei eines der Kernstücke des Campus, der ansonsten auch das Gelände der DB Systemtechnik und das Fort B mit einbezieht. Leitfrage dort: Wie können Güter und Reisende mit Leitsystemen künftig bestmöglich durch Bahnhöfe gelenkt werden? Im alten Bahnhofsgebäude sollen dafür Co-Working-Plätze und Möglichkeiten zur Präsentation der Forschung und Entwicklung entstehen. Das Fort B wird zentrales Gebäude und Gesicht des neuen Campus.

„Unsere Stadt wird sich dadurch zu einem Anziehungspunkt für moderne Bahntechnik entwickeln", sagte Mindens Bürgermeister Michael Jäcke. Er betonte besonders, dass der Rail Campus auch ein Signal für die Entwicklung des Stadtbezirks Rechtes Weserufer ist und zudem durch das Studienangebot den wissenschaftlichen Nachwuchs sichert.

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