Städte namens Minden gibt es in Amerika dutzendfach: Die Einwohner wählen wahrscheinlich Trump Jürgen Langenkämper Minden. Dürften die Bewohner von Minden allein den nächsten US-Präsidenten bestimmen, er hieße mit großer Sicherheit wohl Donald Trump! Denn in jenem knappen Dutzend Orten dieses Namens, die auf der Landkarte der Vereinigten Staaten von Amerika in verschiedenen Schreibweisen zu finden sind, lag der Republikaner vor vier Jahren allermeist uneinholbar vorn – so weit, dass sich an den Machtverhältnissen bei der bevorstehenden Präsidentenwahl kaum etwas ändern dürfte. Es sei denn: Die Corona-Pandemie verschöbe fundamental die politischen Präferenzen der Bevölkerung jener Landstriche, die bei Präsidentenwahlen in den USA traditionell rot – der Farbe der konservativ ausgerichteten Republikaner – eingefärbt sind. Und Corona hat jene ländlichen Regionen im Mittleren Westen, auf den Prärien und in den Südstaaten derzeit mit Warnwerten im Griff, die hierzulande alle Alarmglocken schrillen ließen und eine Erwähnung in den Abendnachrichten bescherten. Das Mindener Tageblatt versucht, anhand vorliegender Daten, zumeist zu finden in der New York Times, einen Überblick über die aktuelle Lage in Minden, Minden City, New Minden, Mindenmines & Co. zu geben. Am lautesten sollten die Warnglocken in Nebraska klingeln. In Kearney County, dessen Kreisstadt Minden heißt, haben sich bislang 236 der 6.489 Einwohner mit Covid-19 angesteckt, davon 34 in den letzten sieben Tagen. Was sich wenig anhört, ergäbe, hochgerechnet auf 100.000 Einwohner, einen Vergleichswert von 3.634 Infizierten, der im gesamten US-Bundesstaat – und wohl darüber hinaus – mit an der Spitze liegt. Der Sieben-Tage-Inzidenzwert von 523 lässt nichts Gutes für die nähere Zukunft ahnen. Dass die „Mindenites", die Einwohner Mindens, jetzt nicht gleich in Panik verfallen, hängt sicher mit der amerikanischen Mentalität in Notlagen zusammen und mit einem erfreulichen Effekt: Es gab bislang keinen einzigen Corona-Toten. Kearney County war 2016 für Trump eine sichere Bank: 2.531 Stimmen – 77 Prozent. 247 der 550 Stimmen für Hillary Clinton kamen allerdings aus Minden selbst. Die Bürger der Kreisstadt wählten also etwas liberaler als das Umland. Sein bestes Ergebnis in allen hier verglichenen Gebieten erzielte der Nachfahre eines deutschen Einwanderers aber im von vielen Deutschstämmigen besiedelten Missouri. In Barton County entfielen vor vier Jahren 83 Prozent der Stimmen auf Trump, noch einmal gut neun Prozentpunkte mehr als 2008 für John McCain im Wahlkampf gegen Barack Obama. In der Kleinstadt Mindenmines, die mit einem Medianhaushaltseinkommen von 22.125 US-Dollar (im Jahr 2000) am unteren Ende der Skala lag, fiel die Begeisterung nicht ganz so groß aus. 194 der 365 Einwohner gaben Trump ihre Stimme (71 Prozent), 71 votierten für Clinton (26 Prozent). Gegenwärtig dürfte die Corona-Lage wohl auf die Stimmung drücken. Lag Barton County mit einem Vergleichswert von 3.361 Infizierten pro 100.000 (bei 395 tatsächlich Infizierten seit Ausbruch der Pandemie) schon recht hoch, bescheren dem Kreis 77 Neuinfizierte einen Inzidenzwert von 655 und damit einen der vorderen Plätze im Bundesstaat. Zum Glück gab es in den vergangenen sieben Tagen keine Toten und erst zwei insgesamt. Der Vergleichswert für 100.000 Einwohner läge bei 17 Toten gegenüber 43 in ganz Missouri und 66,2 für die USA niedrig – im Kreis Minden-Lübbecke liegt er bei 4,8. Zu den in der Frühphase am härtesten getroffenen US-Bundesstaaten gehörte Louisiana. 5.750 Menschen erlagen dort seither dem Virus – 124 pro 100.000 Einwohner. In Webster Parish, dessen Kreisstadt auch Minden heißt und mit etwas mehr als 13.000 Einwohnern der größte aller Orte außerhalb des westfälischen Namenspaten ist, starben bislang 37 Menschen – 97 pro 100.000. Besorgniserregend ist dort vor allem eines. Jüngst gab es sechs neue Tote – 15,6 pro 100.000 allein in den vergangenen sieben Tagen. In Minden – wenn auch nicht im ganzen Parish, wie dort Counties heißen – ist Trumps Mehrheit ernsthaft in Gefahr. 2016 erhielt er 1974 Stimmen, lediglich zwei mehr als Hillary Clinton. Vielleicht lag es daran, dass der Bevölkerungsanteil der Weißen lediglich 46 Prozent ausmacht, der der Afroamerikaner aber 52 Prozent. In drei Stimmbezirken entschieden sich nur sechs Wähler für den Republikaner – von 570. Auf Kreisebene lag er trotzdem mit 64 Prozent weit vorn. Die Liste der Trump zugeneigten Orte und Örtchen ließe sich fortsetzen: Minden, New York: 66 Prozent pro Trump, Sieben-Tage-Inzidenz 18 Fälle pro 100.000 (jeweils auf County-Ebene); neun Tote bislang (18 – hochgerechnet auf pro 100.000 Einwohner). Minden, Texas: 84 Prozent, Inzidenz: 46; 20 Tote (37) – ein Toter in den vergangenen sieben Tagen. Minden Township, Minnesota: 75 Prozent, Inzidenz: 330, 5 Tote (12) – ein Toter in den letzten sieben Tagen. Minden Township, Michigan: 68 Prozent, Inzidenz: 12; 7 Tote (17). New Minden, Illinois: 76 Prozent, Inzidenz: 151; ein Toter (7). Minden, Iowa: 71 Prozent, Inzidenz: 307; 44 Tote (47) – ein Toter in den letzten sieben Tagen. Minden, West Virginia: 65 Prozent, Inzidenz: 59; 20 Tote (47) – 2 Tote in den letzten sieben Tagen. Minden, Nevada: 59 Prozent, Inzidenz: 57; ein Toter (2). In Minden, Nevada, machte der US-Präsident auf einer Reise zu den Waldbränden in Kalifornien und auf Wahlkampftour durch Nevada und Arizona kurz Station. Auf dem Flughafen Minden-Tahoe kündigte er am 11. September an, dass es „vor Ende des Jahres oder möglicherweise früher" einen Impfstoff gegen das Virus geben werde – ein Versprechen, an dem er sich in diesen Wochen messen lassen muss. Der geplante große Auftritt an dieser Stelle wurde übrigens nichts. Statt der geplanten mehreren tausend Anhänger waren behördlicherseits bei Versammlungen nur 50 Leute erlaubt. Pech für den Präsidenten. Die Menschen in Minden, West Virginia, einem Bundesstaat mit vielen Bergarbeitern, die große Hoffnungen in Trumps Politik setzten, sind von ganz anderen Sorgen als Politik und Corona geplagt: Krebs! Medien berichteten von dem 250-Seelen-Ort– 1905 nach dem Herkunftsort der Mutter des Bergwerksbesitzers umbenannt – als der „toxischsten Stadt" in den Staaten. In jeder Familie soll jemand an Krebs erkrankt oder schon gestorben sein. Der Bergbau hat PCB hinterlassen – ein vergiftetes Erbe. X-Fach Minden: Einwanderer aus dem östlichen Westfalen benannten im 19. Jahrhundert vielfach neu gegründete Orte nach ihrer Herkunftsregion, dem preußischen Regierungsbezirk Minden, um Landsleute zur Ansiedlung anzuziehen. Meist blieben die Orte klein, wenige wurden regionale Zentren, etliche verschwanden. Ein chronologischer Überblick – ohne Gewähr für Vollständigkeit: Minden, Kreis Minden-Lübbecke, NRW: um 800 Gründung des Bistums, rund 84.000 Einwohner. Minden (Sauer), Eifelkreis Bitburg-Prüm, Rheinland-Pfalz: 12. Jahrhundert, 250 Einw. 1Minden, Montgomery County, New York: 1802-1903 Post Office, 4.297 Einw. Erste Siedler aus der Pfalz. Medianhaushaltseinkommen (50 Prozent drüber, 50 Prozent drunter): 28.333 $.2Minden, Webster Parish, Louisiana: 1836 Gründung durch Charles Peeter, Kreisstadt, 13.082 Einw., 24.175 $.3Minden, Rusk County, Texas: 1850 Post Office, Name von H. W. Watson aus Minden, LA, vorgeschlagen, 350 Einw., 32.898 $.KMinden Hills, Haliburton County, Ontario/Kanada: 1858 Umbenennung in Minden (zuvor Gull River) 2001 Gemeindereform, Kreisstadt, 6.088 Einw., 58.935 $.4Minden Township, Benton County, Minnesota: 1858 organisiert, 1.664 Einw., 58.854 $ (dort auch Minden, 1869-71 Post Office, Geisterstadt).5Minden, Lawrence County, Missouri: 1860-73 Post Office, Geisterstadt.6Minden City, Sanilac County, Michigan: 1862 Post Office, 197 Einw., 24.375 $ (in Minden Township, 633 Einw., 30.227 $).7New Minden, Washington County, Illinois: 1868-1976 Post Office, 215 Einw., 41.875 $.8Minden, Pottawattamie County, Iowa: 1875 Post Office, 599 Einw., 42.054 $.9Minden, Kearney County, Nebraska: 1876 Post Office, Kreisstadt, 2.923 Einw., 40.092 $.10Minden, Calhoun County, Alabama: 1878/79 Post Office, Geisterstadt.Minden, Queensland/Australien: 1879 Umbenennung auf Wunsch deutscher Siedler (zuvor Back Plains), 1916-1930 Umbenennung in Frenchton, 1.093 Einw. 11Mindenmines, Barton County, Missouri: 1883 Gründung als Tusconia, 1884 Umbenennung in Minden Mines, 1895 in Mindenmines, 365 Einw., 22.125 $.12Minden, Chesterfield County, South Carolina, 1891-1908 Post Office, Geisterstadt.13Minden, Meagher County, Montana: 1896-1903 Post Office, Geisterstadt.14Minden, Kemper County, Mississippi: 1898-1915 Post Office, Geisterstadt.15Minden, Warren County, Missouri: 1899 Post Office, Geisterstadt.16Minden, Fayette County, West Virginia: 1905 Post Office, 250 Einw. (2015 Eingemeindung nach Oak Hill, 7.980 Einw., 24.792 $).17Minden, Douglas County, Nevada: 1906 Post Office, 3.001 Einw., 56.795 $. (Quelle: Wikipedia)

Städte namens Minden gibt es in Amerika dutzendfach: Die Einwohner wählen wahrscheinlich Trump

Bei den amerikanischen Mindenern ist der jetzige Präsident beliebt. © Foto: Pixabay

Minden. Dürften die Bewohner von Minden allein den nächsten US-Präsidenten bestimmen, er hieße mit großer Sicherheit wohl Donald Trump! Denn in jenem knappen Dutzend Orten dieses Namens, die auf der Landkarte der Vereinigten Staaten von Amerika in verschiedenen Schreibweisen zu finden sind, lag der Republikaner vor vier Jahren allermeist uneinholbar vorn – so weit, dass sich an den Machtverhältnissen bei der bevorstehenden Präsidentenwahl kaum etwas ändern dürfte. Es sei denn: Die Corona-Pandemie verschöbe fundamental die politischen Präferenzen der Bevölkerung jener Landstriche, die bei Präsidentenwahlen in den USA traditionell rot – der Farbe der konservativ ausgerichteten Republikaner – eingefärbt sind.

Und Corona hat jene ländlichen Regionen im Mittleren Westen, auf den Prärien und in den Südstaaten derzeit mit Warnwerten im Griff, die hierzulande alle Alarmglocken schrillen ließen und eine Erwähnung in den Abendnachrichten bescherten. Das Mindener Tageblatt versucht, anhand vorliegender Daten, zumeist zu finden in der New York Times, einen Überblick über die aktuelle Lage in Minden, Minden City, New Minden, Mindenmines & Co. zu geben.

Am lautesten sollten die Warnglocken in Nebraska klingeln. In Kearney County, dessen Kreisstadt Minden heißt, haben sich bislang 236 der 6.489 Einwohner mit Covid-19 angesteckt, davon 34 in den letzten sieben Tagen. Was sich wenig anhört, ergäbe, hochgerechnet auf 100.000 Einwohner, einen Vergleichswert von 3.634 Infizierten, der im gesamten US-Bundesstaat – und wohl darüber hinaus – mit an der Spitze liegt. Der Sieben-Tage-Inzidenzwert von 523 lässt nichts Gutes für die nähere Zukunft ahnen. Dass die „Mindenites", die Einwohner Mindens, jetzt nicht gleich in Panik verfallen, hängt sicher mit der amerikanischen Mentalität in Notlagen zusammen und mit einem erfreulichen Effekt: Es gab bislang keinen einzigen Corona-Toten.

Kearney County war 2016 für Trump eine sichere Bank: 2.531 Stimmen – 77 Prozent. 247 der 550 Stimmen für Hillary Clinton kamen allerdings aus Minden selbst. Die Bürger der Kreisstadt wählten also etwas liberaler als das Umland.

Sein bestes Ergebnis in allen hier verglichenen Gebieten erzielte der Nachfahre eines deutschen Einwanderers aber im von vielen Deutschstämmigen besiedelten Missouri. In Barton County entfielen vor vier Jahren 83 Prozent der Stimmen auf Trump, noch einmal gut neun Prozentpunkte mehr als 2008 für John McCain im Wahlkampf gegen Barack Obama. In der Kleinstadt Mindenmines, die mit einem Medianhaushaltseinkommen von 22.125 US-Dollar (im Jahr 2000) am unteren Ende der Skala lag, fiel die Begeisterung nicht ganz so groß aus. 194 der 365 Einwohner gaben Trump ihre Stimme (71 Prozent), 71 votierten für Clinton (26 Prozent).

Gegenwärtig dürfte die Corona-Lage wohl auf die Stimmung drücken. Lag Barton County mit einem Vergleichswert von 3.361 Infizierten pro 100.000 (bei 395 tatsächlich Infizierten seit Ausbruch der Pandemie) schon recht hoch, bescheren dem Kreis 77 Neuinfizierte einen Inzidenzwert von 655 und damit einen der vorderen Plätze im Bundesstaat. Zum Glück gab es in den vergangenen sieben Tagen keine Toten und erst zwei insgesamt. Der Vergleichswert für 100.000 Einwohner läge bei 17 Toten gegenüber 43 in ganz Missouri und 66,2 für die USA niedrig – im Kreis Minden-Lübbecke liegt er bei 4,8.

Zu den in der Frühphase am härtesten getroffenen US-Bundesstaaten gehörte Louisiana. 5.750 Menschen erlagen dort seither dem Virus – 124 pro 100.000 Einwohner. In Webster Parish, dessen Kreisstadt auch Minden heißt und mit etwas mehr als 13.000 Einwohnern der größte aller Orte außerhalb des westfälischen Namenspaten ist, starben bislang 37 Menschen – 97 pro 100.000. Besorgniserregend ist dort vor allem eines. Jüngst gab es sechs neue Tote – 15,6 pro 100.000 allein in den vergangenen sieben Tagen.

In Minden – wenn auch nicht im ganzen Parish, wie dort Counties heißen – ist Trumps Mehrheit ernsthaft in Gefahr. 2016 erhielt er 1974 Stimmen, lediglich zwei mehr als Hillary Clinton. Vielleicht lag es daran, dass der Bevölkerungsanteil der Weißen lediglich 46 Prozent ausmacht, der der Afroamerikaner aber 52 Prozent. In drei Stimmbezirken entschieden sich nur sechs Wähler für den Republikaner – von 570. Auf Kreisebene lag er trotzdem mit 64 Prozent weit vorn.

Die Liste der Trump zugeneigten Orte und Örtchen ließe sich fortsetzen: Minden, New York: 66 Prozent pro Trump, Sieben-Tage-Inzidenz 18 Fälle pro 100.000 (jeweils auf County-Ebene); neun Tote bislang (18 – hochgerechnet auf pro 100.000 Einwohner).

Minden, Texas: 84 Prozent, Inzidenz: 46; 20 Tote (37) – ein Toter in den vergangenen sieben Tagen.

Minden Township, Minnesota: 75 Prozent, Inzidenz: 330, 5 Tote (12) – ein Toter in den letzten sieben Tagen.

Minden Township, Michigan: 68 Prozent, Inzidenz: 12; 7 Tote (17).

New Minden, Illinois: 76 Prozent, Inzidenz: 151; ein Toter (7).

Minden, Iowa: 71 Prozent, Inzidenz: 307; 44 Tote (47) – ein Toter in den letzten sieben Tagen.

Minden, West Virginia: 65 Prozent, Inzidenz: 59; 20 Tote (47) – 2 Tote in den letzten sieben Tagen.

Minden, Nevada: 59 Prozent, Inzidenz: 57; ein Toter (2).

In Minden, Nevada, machte der US-Präsident auf einer Reise zu den Waldbränden in Kalifornien und auf Wahlkampftour durch Nevada und Arizona kurz Station. Auf dem Flughafen Minden-Tahoe kündigte er am 11. September an, dass es „vor Ende des Jahres oder möglicherweise früher" einen Impfstoff gegen das Virus geben werde – ein Versprechen, an dem er sich in diesen Wochen messen lassen muss. Der geplante große Auftritt an dieser Stelle wurde übrigens nichts. Statt der geplanten mehreren tausend Anhänger waren behördlicherseits bei Versammlungen nur 50 Leute erlaubt. Pech für den Präsidenten.

Die Menschen in Minden, West Virginia, einem Bundesstaat mit vielen Bergarbeitern, die große Hoffnungen in Trumps Politik setzten, sind von ganz anderen Sorgen als Politik und Corona geplagt: Krebs! Medien berichteten von dem 250-Seelen-Ort– 1905 nach dem Herkunftsort der Mutter des Bergwerksbesitzers umbenannt – als der „toxischsten Stadt" in den Staaten. In jeder Familie soll jemand an Krebs erkrankt oder schon gestorben sein. Der Bergbau hat PCB hinterlassen – ein vergiftetes Erbe.

X-Fach Minden:

Einwanderer aus dem östlichen Westfalen benannten im 19. Jahrhundert vielfach neu gegründete Orte nach ihrer Herkunftsregion, dem preußischen Regierungsbezirk Minden, um Landsleute zur Ansiedlung anzuziehen. Meist blieben die Orte klein, wenige wurden regionale Zentren, etliche verschwanden. Ein chronologischer Überblick – ohne Gewähr für Vollständigkeit:

Minden, Kreis Minden-Lübbecke, NRW: um 800 Gründung des Bistums, rund 84.000 Einwohner. Minden (Sauer), Eifelkreis Bitburg-Prüm, Rheinland-Pfalz: 12. Jahrhundert, 250 Einw. 1Minden, Montgomery County, New York: 1802-1903 Post Office, 4.297 Einw. Erste Siedler aus der Pfalz. Medianhaushaltseinkommen (50 Prozent drüber, 50 Prozent drunter): 28.333 $.2Minden, Webster Parish, Louisiana: 1836 Gründung durch Charles Peeter, Kreisstadt, 13.082 Einw., 24.175 $.3Minden, Rusk County, Texas: 1850 Post Office, Name von H. W. Watson aus Minden, LA, vorgeschlagen, 350 Einw., 32.898 $.KMinden Hills, Haliburton County, Ontario/Kanada: 1858 Umbenennung in Minden (zuvor Gull River) 2001 Gemeindereform, Kreisstadt, 6.088 Einw., 58.935 $.4Minden Township, Benton County, Minnesota: 1858 organisiert, 1.664 Einw., 58.854 $ (dort auch Minden, 1869-71 Post Office, Geisterstadt).5Minden, Lawrence County, Missouri: 1860-73 Post Office, Geisterstadt.6Minden City, Sanilac County, Michigan: 1862 Post Office, 197 Einw., 24.375 $ (in Minden Township, 633 Einw., 30.227 $).7New Minden, Washington County, Illinois: 1868-1976 Post Office, 215 Einw., 41.875 $.8Minden, Pottawattamie County, Iowa: 1875 Post Office, 599 Einw., 42.054 $.9Minden, Kearney County, Nebraska: 1876 Post Office, Kreisstadt, 2.923 Einw., 40.092 $.10Minden, Calhoun County, Alabama: 1878/79 Post Office, Geisterstadt.Minden, Queensland/Australien: 1879 Umbenennung auf Wunsch deutscher Siedler (zuvor Back Plains), 1916-1930 Umbenennung in Frenchton, 1.093 Einw. 11Mindenmines, Barton County, Missouri: 1883 Gründung als Tusconia, 1884 Umbenennung in Minden Mines, 1895 in Mindenmines, 365 Einw., 22.125 $.12Minden, Chesterfield County, South Carolina, 1891-1908 Post Office, Geisterstadt.13Minden, Meagher County, Montana: 1896-1903 Post Office, Geisterstadt.14Minden, Kemper County, Mississippi: 1898-1915 Post Office, Geisterstadt.15Minden, Warren County, Missouri: 1899 Post Office, Geisterstadt.16Minden, Fayette County, West Virginia: 1905 Post Office, 250 Einw. (2015 Eingemeindung nach Oak Hill, 7.980 Einw., 24.792 $).17Minden, Douglas County, Nevada: 1906 Post Office, 3.001 Einw., 56.795 $. (Quelle: Wikipedia)

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