Stadt soll die „Juxbude“ retten Verein muss sich von der Trägerschaft des Interkulturellen Begegnungszentrums trennen Von Stefan Koch Minden (mt). Das Interkulturelle Begegnungszentrum „Juxbude“ (IBZ) soll die Stadt Minden als neuen Träger erhalten. Der Jugendhilfeausschuss der Stadt Minden beauftragte in seiner Sitzung am Mittwoch die Verwaltung, entsprechende Schritte in die Wege zu leiten. Seit 1974 gibt es das IBZ. Es ist als gemeinnütziger Verein ein freier Träger der Jugendhilfe und bietet mit seiner Juxbude stadtteilorientierte Kinder- und Jugendarbeit an. 1984 zog sie zu ihrem Standort am Weingarten. In den vergangenen Monaten schien die Existenz der Einrichtung gefährdet zu sein.Wie der Zweite Vorsitzende Wolfgang Lüpke erklärte, gebe es seit einem Jahr im Verein Überlegungen, neue Strukturen für den Fortbestand zu finden. Es gebe nur um die zehn Mitglieder, wobei lediglich der erweiterte Vorstand aktiv sei. Viele seien bereits zwischen 60 und 70 Jahre alt. Die langjährige Vorsitzende Ingrid Gänsicke habe zudem signalisiert, mittelfristig das Amt aus Altersgründen niederlegen zu wollen. Ein Nachfolger sei nicht in Sicht. Schließlich beantragte Anfang April der Verein die Übernahme der Trägerschaft durch die Stadt.Auch um die finanzielle und räumliche Situation der Juxbude ist es nicht zum Besten bestellt. So müssen die Aktivitäten in zwei getrennten Räumen stattfinden. Im vergangenen Jahr wurden 10 000 Euro zusätzlich gebraucht, um die Arbeit fortzusetzen. Außerdem zahlt die Stadt einen jährlichen Betriebskostenzuschuss in Höhe von rund 67 000 Euro.Wie Daniela Thoring, Koordinatorin Jugendarbeit/Jugendschutz, als Berichterstatterin im Jugendhilfeausschuss erklärte, begrüße die Stadt den Trägerwechsel. „Wir können uns vorstellen, die Juxbude in ein ganzheitliches städtisches Konzept aufzunehmen.“ Denkbar sei, dass dabei der Verein weiterhin inhaltlich und konzeptionell die Arbeit begleite – beispielsweise in Form eines Beirates. Neben der besseren Nutzung gemeinsamer Ressourcen sei auch die Einbindung eines Streetworkers möglich.Sozialarbeiterin beschäftigtDas IBZ beschäftigte bislang eine Sozialarbeiterin als Leitung in Vollzeit und eine Erzieherin mit einem Stellenumfang von 19,5 Stunden für die offene Kinder- und Jugendarbeit. Zudem sind Honorarkräfte und geringfügig Beschäftigte aktiv. Um weitere Aufgaben wie die Personalverwaltung kümmern sich die Vorstandsmitglieder ehrenamtlich. Auch die Personalsituation erwies sich nach Wechseln und krankheitsbedingten Ausfällen als schwierig.Derzeit verbringt die Spätgruppe des offenen Ganztags der Eine-Welt-Schule zweimal wöchentlich einen Nachmittag in der Juxbude. Täglich kommen dort bis zu 30 Kinder und Jugendliche zu Freizeitaktivitäten vorbei. Es gibt ein Tonstudio für Kreative und Fußball in der Turnhalle der Eine-Welt-Schule. Zudem versucht das Team, Tanz-, Koch- und Backgruppen zu initiieren.

Stadt soll die „Juxbude“ retten

Die Juxbude am Weingarten steht vor Veränderungen. Die Stadt soll die Trägerschaft der Einrichtung übernehmen. © MT-Foto: Manfred Otto

Minden (mt). Das Interkulturelle Begegnungszentrum „Juxbude“ (IBZ) soll die Stadt Minden als neuen Träger erhalten. Der Jugendhilfeausschuss der Stadt Minden beauftragte in seiner Sitzung am Mittwoch die Verwaltung, entsprechende Schritte in die Wege zu leiten.

Seit 1974 gibt es das IBZ. Es ist als gemeinnütziger Verein ein freier Träger der Jugendhilfe und bietet mit seiner Juxbude stadtteilorientierte Kinder- und Jugendarbeit an. 1984 zog sie zu ihrem Standort am Weingarten. In den vergangenen Monaten schien die Existenz der Einrichtung gefährdet zu sein.

Wie der Zweite Vorsitzende Wolfgang Lüpke erklärte, gebe es seit einem Jahr im Verein Überlegungen, neue Strukturen für den Fortbestand zu finden. Es gebe nur um die zehn Mitglieder, wobei lediglich der erweiterte Vorstand aktiv sei. Viele seien bereits zwischen 60 und 70 Jahre alt. Die langjährige Vorsitzende Ingrid Gänsicke habe zudem signalisiert, mittelfristig das Amt aus Altersgründen niederlegen zu wollen. Ein Nachfolger sei nicht in Sicht. Schließlich beantragte Anfang April der Verein die Übernahme der Trägerschaft durch die Stadt.

Auch um die finanzielle und räumliche Situation der Juxbude ist es nicht zum Besten bestellt. So müssen die Aktivitäten in zwei getrennten Räumen stattfinden. Im vergangenen Jahr wurden 10 000 Euro zusätzlich gebraucht, um die Arbeit fortzusetzen. Außerdem zahlt die Stadt einen jährlichen Betriebskostenzuschuss in Höhe von rund 67 000 Euro.

Wie Daniela Thoring, Koordinatorin Jugendarbeit/Jugendschutz, als Berichterstatterin im Jugendhilfeausschuss erklärte, begrüße die Stadt den Trägerwechsel. „Wir können uns vorstellen, die Juxbude in ein ganzheitliches städtisches Konzept aufzunehmen.“ Denkbar sei, dass dabei der Verein weiterhin inhaltlich und konzeptionell die Arbeit begleite – beispielsweise in Form eines Beirates. Neben der besseren Nutzung gemeinsamer Ressourcen sei auch die Einbindung eines Streetworkers möglich.

Sozialarbeiterin beschäftigt

Das IBZ beschäftigte bislang eine Sozialarbeiterin als Leitung in Vollzeit und eine Erzieherin mit einem Stellenumfang von 19,5 Stunden für die offene Kinder- und Jugendarbeit. Zudem sind Honorarkräfte und geringfügig Beschäftigte aktiv. Um weitere Aufgaben wie die Personalverwaltung kümmern sich die Vorstandsmitglieder ehrenamtlich. Auch die Personalsituation erwies sich nach Wechseln und krankheitsbedingten Ausfällen als schwierig.

Derzeit verbringt die Spätgruppe des offenen Ganztags der Eine-Welt-Schule zweimal wöchentlich einen Nachmittag in der Juxbude. Täglich kommen dort bis zu 30 Kinder und Jugendliche zu Freizeitaktivitäten vorbei. Es gibt ein Tonstudio für Kreative und Fußball in der Turnhalle der Eine-Welt-Schule. Zudem versucht das Team, Tanz-, Koch- und Backgruppen zu initiieren.

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