Stadt kauft Grundstücke in der Oberen Altstadt - Bordellbetrieb am Rampenloch fällt weg Minden (mt/nas). Die Stadt Minden hat in ihrer Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am Donnerstag den Erwerb von Grundstücken im Bereich Rampenloch und Königswall beschlossen. Die Grundstücke liegen innerhalb eines Geltungsbereiches für den momentan der Rahmenplan "Obere Altstadt - Quartier Königswall-Kampstraße-Pöttcherstraße" entwickelt wird, teilt die Stadt Minden mit. Er soll die künftige städtebauliche und gestalterische Entwicklung des Quartiers abbilden. Mit dem Kauf der Grundstücke fällt dann auch der Bordellbetrieb in der Straße Rampenloch weg. Ein Ziel des Planes könnte unter anderem ein Wohnkonzept mit dem Schwerpunkt urbanes Wohnen für unterschiedliche Bevölkerungsgruppen sein, berichtet die Stadt. "Der Grundstückskauf ist ein entscheidender Baustein zur Verwirklichung des Rahmenplanes. Wir haben jetzt die Chance das Quartier durch den Kauf dieser Schlüsselgrundstücke weiter nach vorne zu bringen," sagt Beigeordneter Lars Bursian. Außerdem soll gleichzeitig ein Nutzerkonflikt - Wohnen und der Bordellbetrieb - aufgelöst werden. Die Stadt Minden geht mit dem Kauf von mehreren, zusammenhängenden Grundstücken, wie mit dem Handlungskonzept Wohnen als Methode beschlossen, in den Zwischenerwerb. Das Vorgehen wurde bereits bei den Grundstücken am Deichhof - hier setzt die Grundstücksgesellschaft RS Stiftungshaus Deichhof GbR das Projekt Familienhaus um - und in Dützen, das für Wohngrundstücke erschlossen wird, angewandt. Die Grundstücke sollen nach Abschluss der Rahmenplanung dem Markt zugänglich gemacht werden, so die Stadt. Nachdem die Stadt mit dem Rahmenplan eigene Vorstellungen und Ziele entwickelt hat, sollen potenzielle Käufer bauliche und inhaltliche Konzepte vorlegen, die miteinander im Wettbewerb stehen. "Wir wollen hier eine hochwertige Lösung für neues Wohnen in der Altstadt erreichen. Und steuern können wir das vor allem wenn wir selbst als Grundstücksverkäuferin auftreten", sagt Lars Bursian. Dass der Bereich Entwicklungspotenzial hat, wurde beim Bürger-Workshop Anfang Februar deutlich. Wohnbebauung konnten sich viele Teilnehmer in dem Bereich gut vorstellen (wir berichteten: Bürgerworkshop Obere Altstadt: Neue Ideen für ein Quartier der Vielfalt).

Stadt kauft Grundstücke in der Oberen Altstadt - Bordellbetrieb am Rampenloch fällt weg

© Foto: Stadt Minden

Minden (mt/nas). Die Stadt Minden hat in ihrer Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am Donnerstag den Erwerb von Grundstücken im Bereich Rampenloch und Königswall beschlossen. Die Grundstücke liegen innerhalb eines Geltungsbereiches für den momentan der Rahmenplan "Obere Altstadt - Quartier Königswall-Kampstraße-Pöttcherstraße" entwickelt wird, teilt die Stadt Minden mit. Er soll die künftige städtebauliche und gestalterische Entwicklung des Quartiers abbilden. Mit dem Kauf der Grundstücke fällt dann auch der Bordellbetrieb in der Straße Rampenloch weg.

Ein Ziel des Planes könnte unter anderem ein Wohnkonzept mit dem Schwerpunkt urbanes Wohnen für unterschiedliche Bevölkerungsgruppen sein, berichtet die Stadt. "Der Grundstückskauf ist ein entscheidender Baustein zur Verwirklichung des Rahmenplanes. Wir haben jetzt die Chance das Quartier durch den Kauf dieser Schlüsselgrundstücke weiter nach vorne zu bringen," sagt Beigeordneter Lars Bursian. Außerdem soll gleichzeitig ein Nutzerkonflikt - Wohnen und der Bordellbetrieb - aufgelöst werden.

Die Stadt Minden geht mit dem Kauf von mehreren, zusammenhängenden Grundstücken, wie mit dem Handlungskonzept Wohnen als Methode beschlossen, in den Zwischenerwerb. Das Vorgehen wurde bereits bei den Grundstücken am Deichhof - hier setzt die Grundstücksgesellschaft RS Stiftungshaus Deichhof GbR das Projekt Familienhaus um - und in Dützen, das für Wohngrundstücke erschlossen wird, angewandt.

Die Grundstücke sollen nach Abschluss der Rahmenplanung dem Markt zugänglich gemacht werden, so die Stadt. Nachdem die Stadt mit dem Rahmenplan eigene Vorstellungen und Ziele entwickelt hat, sollen potenzielle Käufer bauliche und inhaltliche Konzepte vorlegen, die miteinander im Wettbewerb stehen. "Wir wollen hier eine hochwertige Lösung für neues Wohnen in der Altstadt erreichen. Und steuern können wir das vor allem wenn wir selbst als Grundstücksverkäuferin auftreten", sagt Lars Bursian.

Dass der Bereich Entwicklungspotenzial hat, wurde beim Bürger-Workshop Anfang Februar deutlich. Wohnbebauung konnten sich viele Teilnehmer in dem Bereich gut vorstellen (wir berichteten: Bürgerworkshop Obere Altstadt: Neue Ideen für ein Quartier der Vielfalt).

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