Spaß und Entspannung beim gemeinsamen Quilten in der VHS Ulrike Mißbach Minden (mt). Die Krabbeldecke für ihren Sohn sollte besonders schön werden. Da die alleinerziehende Mutter jedoch nicht sehr viel Geld hatte, entwarf sie eine Unterlage aus verschiedenen Stoffresten. „Das war meine erste Patchwork-Arbeit“, erinnert sich Sabine Frielinghaus.30 Jahre später liebt sie immer noch farbenfrohe Decken. Ihre Technik beim Zusammennähen der einzelnen Schichten - Patchworkdecken bestehen in der Regel aus drei Lagen - hat sie im Laufe der Jahre weiter verfeinert.Quilten heißt die neue Leidenschaft. Beim Quilten (Steppen) werden die drei verschiedenen Textilschichten mit möglichst kleinen Stichen zusammengenäht, um ein Verschieben insbesondere des Vlies zu verhindern. Bei unterschiedlichen Aktionen hat Sabine Frielinghaus ihr Hobby Interessenten gezeigt. Wer einmal von dem Virus erfasst sei, komme so schnell nicht wieder davon los, schmunzelt sie.Erstmals hat die Volkshochschule Minden einen Kurs „Quilting“ mit Sabine Frielinghaus angeboten. „Ich war anfangs sehr skeptisch“, gesteht Sonja Kruse von der VHS. Da jedoch entsprechende Angebote in Bad Oeynhausen bereits seit geraumer Zeit erfolgreich laufen, wagte sie den Versuch. Binnen kürzester Zeit meldeten sich sieben Teilnehmerinnen, die während der zurückliegenden Wochen in der Roten Schule an der Alten Kirchstraße fleißig genäht und gequilt haben.„Ich hätte nie gedacht, wie entspannend diese Arbeit sein kann“, erzählt Teilnehmerin Julia Krull. Natürlich habe sie sich mehrfach an der Nähnadel gestochen, aber dafür gebe es ja Pflaster. Die kleinen schwarzen von einem schwedischen Möbelhaus seien besonders gut, lacht sie.Beim Quilten von Hand - das einzig wahre Quilten, so Sabine Frielinghaus - wird eine kurze, dünne Nadel benutzt, deren Stärke sich nach den verarbeiteten Stoffen richtet. Die Näherin muss damit durch alle drei Schichten was bei festen Stoffen etwas Kraft bedarf. Der ein oder andere Stich in den Finger lässt sich dabei nicht vermeiden.Einmal gelernt, sei das Quilten jedoch nicht sonderlich kompliziert, so Sabine Frielinghaus. „Es ist daher eine sehr meditative Arbeit, bei der man wunderbar entspannen kann.“ Außerdem könne die Decke überall hin mitgenommen werden, sodass auch sehr schön in der Gemeinschaft gequilt werden könne.Die Technik des Patchworks sei bereits lange vor Christi Geburt im Orient und in Zentralasien bekannt, erklärt Sabine Frielinghaus. Das älteste bekannte Stück sei ein Bahrtuch, das 1000 v. Chr. in Ägypten gefertigt wurde.Neben den klassischen Decken lassen sich auch Kissen, Topflappen und Wandbehänge quilten. Beim steppen können nicht nur gerade Linien, sondern auch unterschiedlichste Muster in die Decken eingearbeitet werden. Der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt.

Spaß und Entspannung beim gemeinsamen Quilten in der VHS

Beim VHS-Kurs Quilten hatten die Teilnehmerinnen um Sabine Frielinghaus (stehend) sehr viel Spaß. MT- © Foto: Ulrike Mißbach

Minden (mt). Die Krabbeldecke für ihren Sohn sollte besonders schön werden. Da die alleinerziehende Mutter jedoch nicht sehr viel Geld hatte, entwarf sie eine Unterlage aus verschiedenen Stoffresten. „Das war meine erste Patchwork-Arbeit“, erinnert sich Sabine Frielinghaus.

30 Jahre später liebt sie immer noch farbenfrohe Decken. Ihre Technik beim Zusammennähen der einzelnen Schichten - Patchworkdecken bestehen in der Regel aus drei Lagen - hat sie im Laufe der Jahre weiter verfeinert.

Quilten heißt die neue Leidenschaft. Beim Quilten (Steppen) werden die drei verschiedenen Textilschichten mit möglichst kleinen Stichen zusammengenäht, um ein Verschieben insbesondere des Vlies zu verhindern. Bei unterschiedlichen Aktionen hat Sabine Frielinghaus ihr Hobby Interessenten gezeigt. Wer einmal von dem Virus erfasst sei, komme so schnell nicht wieder davon los, schmunzelt sie.

Erstmals hat die Volkshochschule Minden einen Kurs „Quilting“ mit Sabine Frielinghaus angeboten. „Ich war anfangs sehr skeptisch“, gesteht Sonja Kruse von der VHS. Da jedoch entsprechende Angebote in Bad Oeynhausen bereits seit geraumer Zeit erfolgreich laufen, wagte sie den Versuch. Binnen kürzester Zeit meldeten sich sieben Teilnehmerinnen, die während der zurückliegenden Wochen in der Roten Schule an der Alten Kirchstraße fleißig genäht und gequilt haben.

„Ich hätte nie gedacht, wie entspannend diese Arbeit sein kann“, erzählt Teilnehmerin Julia Krull. Natürlich habe sie sich mehrfach an der Nähnadel gestochen, aber dafür gebe es ja Pflaster. Die kleinen schwarzen von einem schwedischen Möbelhaus seien besonders gut, lacht sie.

Beim Quilten von Hand - das einzig wahre Quilten, so Sabine Frielinghaus - wird eine kurze, dünne Nadel benutzt, deren Stärke sich nach den verarbeiteten Stoffen richtet. Die Näherin muss damit durch alle drei Schichten was bei festen Stoffen etwas Kraft bedarf. Der ein oder andere Stich in den Finger lässt sich dabei nicht vermeiden.

Einmal gelernt, sei das Quilten jedoch nicht sonderlich kompliziert, so Sabine Frielinghaus. „Es ist daher eine sehr meditative Arbeit, bei der man wunderbar entspannen kann.“ Außerdem könne die Decke überall hin mitgenommen werden, sodass auch sehr schön in der Gemeinschaft gequilt werden könne.

Die Technik des Patchworks sei bereits lange vor Christi Geburt im Orient und in Zentralasien bekannt, erklärt Sabine Frielinghaus. Das älteste bekannte Stück sei ein Bahrtuch, das 1000 v. Chr. in Ägypten gefertigt wurde.

Neben den klassischen Decken lassen sich auch Kissen, Topflappen und Wandbehänge quilten. Beim steppen können nicht nur gerade Linien, sondern auch unterschiedlichste Muster in die Decken eingearbeitet werden. Der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt.

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