Sieben-Tage-Inzidenz steigt erneut leicht an - Kreis verabschiedet Soldaten Minden (mt/mre). Die Sieben-Tage-Inzidenz im Kreis Minden-Lübbecke ist im Vergleich zu den Vortagen erneut leicht gestiegen und liegt nach MT-Berechnungen jetzt bei 8,4. Am Vortag hatte sie bei 7,1 gelegen, noch vor zehn Tagen bei 1. Die vom MT errechneten Zahlen sind ein Vorgriff auf die morgen gültige amtliche Inzidenz des Robert-Koch-Institut, die für den heutigen Donnerstag bei 7,1 liegt. Der Anstieg kommt zustande, da am Mittwoch fünf Neuinfektionen gemeldet wurden - vier mehr als am vergangenen Mittwoch. Dennoch liegt der Kreis weiterhin unterhalb der neuen Inzidenzstufe 0. Mit Negativtests und Hygienekonzept sind nun schon ab Freitag viele Öffnungen zu, die bisher erst für den 27. August vorgesehen gewesen waren. Erlaubt sind nun wieder Diskotheken, Sportveranstaltungen, Musikfestivals und Volksfeste. Die Stufe greift, sobald Kreise oder kreisfreie Städte an fünf Tagen hintereinander höchstens zehn Neuinfektionen gerechnet auf 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen aufweisen. Wird die Marke 10 an acht aufeinanderfolgenden Tagen überschritten, greifen wieder die strengeren Beschränkungen der höheren Inzidenzstufen. Die Zahl der Patientinnen und Patienten, die wegen einer Corona-Erkrankung in Kliniken im Kreisgebiet behandelt werden, ist weiterhin niedrig: Wie Kreis-Pressesprecherin Sabine Ohnesorge berichtet, wird im Johannes Wesling Klinikum Minden ein Corona-Patient auf der Intensivstation behandelt, der künstlich beatmet wird. Im Herz- und Diabeteszentrum NRW, Bad Oeynhausen, werden derzeit zwei Patienten auf der Intensivstation versorgt. Aktuelle Zahlen zu den geimpften Personen im Kreis Minden-Lübbecke gibt es hier. Landrätin verabschiedet Soldaten Nach rund sieben Monaten hat Landrätin Anna Katharina Bölling und der Krisenstab die Soldaten verabschiedet, die zur Unterstützung im Gesundheitsamt eingesetzt wurden. Es war der Beginn der zweiten Corona-Welle im Mühlenkreis und der Tag, an dem Landrätin Anna Katharina Bölling zusammen mit Kreisdirektorin Cornelia Schöder zehn Soldaten der Bundeswehr zur Unterstützung im Gesundheitsamt begrüßen durfte. 113 Covid-Neuinfektionen zählte das Gesundheitsamt des Kreises Minden-Lübbecke am 4. November 2020. Sieben Monate später ist die Situation heute glücklicherweise eine andere: Die Zahl der Neuinfektionen liegt meist im einstelligen Bereich und der Kreis verabschiedet sich nun von den Soldaten. „Die helfenden Hände der Bundeswehr konnten wir gut gebrauchen", sagte Anna Katharina Bölling. „War die Unterstützung zunächst nur für wenige Wochen geplant, wurden die Soldaten mit den steigenden Fallzahlen zu einer unerlässlichen Stütze im Kampf gegen die Pandemie", so die Landrätin. „Ohne die Amtshilfe der Bundeswehr hätten wir die Kontaktnachverfolgung auf dem Höhepunkt der zweiten und dritten Welle nicht mehr durchgehend gewährleisten können. Wir blicken mit großem Dank auf die letzten Monate zurück. Die Motivation und Einsatzbereitschaft der Soldaten war immer vorbildlich." Insgesamt haben rund 30 Soldaten abwechselnd und verteilt über die Zeit im Gesundheitsamt des Mühlenkreises gearbeitet. Sie setzten sich je zur Hälfte aus aktiven Soldat*innen der Herzog-von Braunschweig-Kaserne in Minden (PzPiBtl 130) und Reservisten aus dem heimischen Raum zusammen. Nach der Schulung und Einweisung in den Aufgabenbereichen unterstützten sie das Gesundheitsamt vor allem bei der Kontaktpersonennachverfolgung. „Weit mehr als 70 Personen waren bei uns zu Spitzenzeiten wie im März allein mit der Kontaktnachverfolgung beschäftigt", erklärt die Leiterin des Gesundheitsamtes Dr. Elke Lustfeld. „Die Soldaten waren uns dabei eine sehr große Hilfe. Sie waren sieben Tage die Woche auch über Weihnachten und Ostern im Einsatz im Gesundheitsamt und haben sich gut in die Aufgaben eingearbeitet." Erfreulicherweise konnten die Soldat*innen bei rückläufigen Infektionszahlen nach und nach wieder zu ihren Bundeswehraufgaben zurückkehren. Krisenstab und Gesundheitsamt hoffen, dass sich die positive Entwicklung der vergangenen Wochen fortsetzt und es weiter zu einer spürbaren Entlastung kommt.

Sieben-Tage-Inzidenz steigt erneut leicht an - Kreis verabschiedet Soldaten

Fünf Neuinfektionen meldet der Kreis Minden-Lübbecke am Mittwoch. © Pixabay

Minden (mt/mre). Die Sieben-Tage-Inzidenz im Kreis Minden-Lübbecke ist im Vergleich zu den Vortagen erneut leicht gestiegen und liegt nach MT-Berechnungen jetzt bei 8,4. Am Vortag hatte sie bei 7,1 gelegen, noch vor zehn Tagen bei 1. Die vom MT errechneten Zahlen sind ein Vorgriff auf die morgen gültige amtliche Inzidenz des Robert-Koch-Institut, die für den heutigen Donnerstag bei 7,1 liegt. Der Anstieg kommt zustande, da am Mittwoch fünf Neuinfektionen gemeldet wurden - vier mehr als am vergangenen Mittwoch. Dennoch liegt der Kreis weiterhin unterhalb der neuen Inzidenzstufe 0.

Mit Negativtests und Hygienekonzept sind nun schon ab Freitag viele Öffnungen zu, die bisher erst für den 27. August vorgesehen gewesen waren. Erlaubt sind nun wieder Diskotheken, Sportveranstaltungen, Musikfestivals und Volksfeste. Die Stufe greift, sobald Kreise oder kreisfreie Städte an fünf Tagen hintereinander höchstens zehn Neuinfektionen gerechnet auf 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen aufweisen. Wird die Marke 10 an acht aufeinanderfolgenden Tagen überschritten, greifen wieder die strengeren Beschränkungen der höheren Inzidenzstufen.


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Die Zahl der Patientinnen und Patienten, die wegen einer Corona-Erkrankung in Kliniken im Kreisgebiet behandelt werden, ist weiterhin niedrig: Wie Kreis-Pressesprecherin Sabine Ohnesorge berichtet, wird im Johannes Wesling Klinikum Minden ein Corona-Patient auf der Intensivstation behandelt, der künstlich beatmet wird. Im Herz- und Diabeteszentrum NRW, Bad Oeynhausen, werden derzeit zwei Patienten auf der Intensivstation versorgt.

Aktuelle Zahlen zu den geimpften Personen im Kreis Minden-Lübbecke gibt es hier.

Landrätin verabschiedet Soldaten

Nach rund sieben Monaten hat Landrätin Anna Katharina Bölling und der Krisenstab die Soldaten verabschiedet, die zur Unterstützung im Gesundheitsamt eingesetzt wurden. Es war der Beginn der zweiten Corona-Welle im Mühlenkreis und der Tag, an dem Landrätin Anna Katharina Bölling zusammen mit Kreisdirektorin Cornelia Schöder zehn Soldaten der Bundeswehr zur Unterstützung im Gesundheitsamt begrüßen durfte. 113 Covid-Neuinfektionen zählte das Gesundheitsamt des Kreises Minden-Lübbecke am 4. November 2020.

Landrätin Anna Katharina Bölling und Dezernent Hans-Joerg Deichholz haben die Soldaten verabschiedet, die das Gesundheitsamt unterstützt haben. - © Sabine Ohnesorge
Landrätin Anna Katharina Bölling und Dezernent Hans-Joerg Deichholz haben die Soldaten verabschiedet, die das Gesundheitsamt unterstützt haben. - © Sabine Ohnesorge

Sieben Monate später ist die Situation heute glücklicherweise eine andere: Die Zahl der Neuinfektionen liegt meist im einstelligen Bereich und der Kreis verabschiedet sich nun von den Soldaten. „Die helfenden Hände der Bundeswehr konnten wir gut gebrauchen", sagte Anna Katharina Bölling. „War die Unterstützung zunächst nur für wenige Wochen geplant, wurden die Soldaten mit den steigenden Fallzahlen zu einer unerlässlichen Stütze im Kampf gegen die Pandemie", so die Landrätin. „Ohne die Amtshilfe der Bundeswehr hätten wir die Kontaktnachverfolgung auf dem Höhepunkt der zweiten und dritten Welle nicht mehr durchgehend gewährleisten können. Wir blicken mit großem Dank auf die letzten Monate zurück. Die Motivation und Einsatzbereitschaft der Soldaten war immer vorbildlich."

Insgesamt haben rund 30 Soldaten abwechselnd und verteilt über die Zeit im Gesundheitsamt des Mühlenkreises gearbeitet. Sie setzten sich je zur Hälfte aus aktiven Soldat*innen der Herzog-von Braunschweig-Kaserne in Minden (PzPiBtl 130) und Reservisten aus dem heimischen Raum zusammen. Nach der Schulung und Einweisung in den Aufgabenbereichen unterstützten sie das Gesundheitsamt vor allem bei der Kontaktpersonennachverfolgung. „Weit mehr als 70 Personen waren bei uns zu Spitzenzeiten wie im März allein mit der Kontaktnachverfolgung beschäftigt", erklärt die Leiterin des Gesundheitsamtes Dr. Elke Lustfeld. „Die Soldaten waren uns dabei eine sehr große Hilfe. Sie waren sieben Tage die Woche auch über Weihnachten und Ostern im Einsatz im Gesundheitsamt und haben sich gut in die Aufgaben eingearbeitet." Erfreulicherweise konnten die Soldat*innen bei rückläufigen Infektionszahlen nach und nach wieder zu ihren Bundeswehraufgaben zurückkehren. Krisenstab und Gesundheitsamt hoffen, dass sich die positive Entwicklung der vergangenen Wochen fortsetzt und es weiter zu einer spürbaren Entlastung kommt.

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