Sichtbare Folgen des Klimawandels - GEOportal des Kreises bietet Karten zu möglichen Auswirkungen von Hitze, Dürre, Hochwasser oder Starkregen Minden (mt). Welche Orte sind wie vom Klimawandel betroffen? Hierzu sind jetzt Grundlagenkarten zu den Bereichen Hitze, Dürre, Flusshochwasser und Starkregen im GEOportal des Kreises unter der Themenkarte „Klimafolgen“ einsehbar. Das teilt die Pressestelle des Kreises Minden-Lübbecke mit. Der Mühlenkreis ist eine von acht Regionen im Kooperationsprojekt Evolving Regions. Das Projekt befasst sich mit der Anpassung an die Folgen des Klimawandels auf regionaler und kommunaler Ebene, zu denen unter anderem zunehmende Extremwetterereignisse gehören. Ein wichtiger Baustein im Projekt ist diese kartographische Darstellung von Klimafolgen. „Ich bin froh, dass wir als Kreis beim Projekt Evolving Regions dabei sind – das hilft uns und unseren Kommunen in vielen Punkten, uns stabil aufzustellen für die Folgen des Klimawandels, seien es Starkregen, Hitze oder Trockenheit“, sagt Landrätin Anna Katharina Bölling. „Von den Erkenntnissen des Projekts profitieren viele Bereiche von der Land- und Forstwirtschaft, der Stadtplanung bis zum Bevölkerungsschutz, die wir heute schon aktiv mit einbeziehen – denn auf eine Herausforderung wie diese können wir nur gemeinsam Antworten finden.“Das Projekt arbeitet mit Daten, die NRW-weit vorliegen und frei nutzbar sind. Um die klimatischen Einflüsse zu veranschaulichen, wird beispielsweise auf Daten des Deutschen Wetterdienstes (DWD) und des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (LANUV) sowie des Umweltministeriums NRW und des Bundesamts für Kartographie und Geodäsie (BKG) zurückgegriffen. „Dank der engagierten Arbeit der Kolleginnen und Kollegen, die das Projekt Evolving Regions im Umweltamt betreuen und ebenso eng mit dem Katasteramt für das GEOportal zusammenarbeiten, sind wir jetzt in der Lage, die neuen Daten und Erkenntnisse für die Arbeit innerhalb der Kreisverwaltung ebenso wie im gesamten Kreisgebiet zu nutzen“, sagt Dezernent Lutz Freiberg.Wo schlägt zum Beispiel im Sommer die Hitze besonders zu? Interessierte Bürgerinnen und Bürger können sich auf Basis der Klimamodellierungen des LANUV anzeigen lassen, wo es im Kreis eine höhere Hitzebelastung gibt. Auch die Dürreempfindlichkeit forstlicher Standorte kann in den Karten eingesehen werden.Nach den zurückliegenden Hitzesommern waren in diesem Jahr vor allem Starkregenereignisse ein großes Thema. Die Starkregengefahrenhinweiskarte NRW zeigt im GEOportal, wo besondere Gefahrenbereiche für Überflutungen in den kreisangehörigen Kommunen liegen. Die vom Bundesamt für Kartographie und Geodäsie veröffentlichten Modellierungen stellen die überfluteten Flächen, die Wassertiefen und Fließgeschwindigkeiten im Kreis Minden-Lübbecke dar – und dies für zwei Arten: für ein seltenes, 100-jährliches, sowie für ein extremes Starkregenereignis.Für Hochwasser an Fließgewässern gibt es außerdem schon seit vielen Jahren die Hochwasser-Gefahrenkarten. „Für uns sind die zusätzlichen Starkregen-Gefahrenkarten wichtiges Datenmaterial, um auch für diesen Bereich Schutzmaßnahmen für die Bürgerinnen und Bürger in jeder einzelnen Kommune des Kreises planen zu können“, sagt Kreisdirektorin Cornelia Schöder. Zu ihrem Dezernat gehören Bevölkerungsschutz und Rettungswesen, gleichzeitig ist sie im Fall eines Großschadensereignisses Leiterin des Krisenstabes. Die Karten stehen allen Gemeinden zur Verfügung, um auch auf kommunaler Ebene Vorkehrungen treffen zu können. Der Kreis stehe mit allen elf Kommunen in engem Austausch. Online abrufbar: Die Klimafolgenkarten sind unter: https://www.minden-luebbecke.de/Service/GEOportal/ (Themenkarte Klimafolgen) abrufbar. Zukünftig werden kreisweite Verschneidungen der klimatischen Grundlagen mit räumlichen Sensitivitäten (z.B. Wohnbevölkerung, Gebäude oder soziale/technische Infrastrukturen) vorgenommen. So wird die Klimawirkung im Kreis noch deutlicher und es können besser passgenaue Maßnahmen entwickelt werden.

Sichtbare Folgen des Klimawandels - GEOportal des Kreises bietet Karten zu möglichen Auswirkungen von Hitze, Dürre, Hochwasser oder Starkregen

Was ein Rekordniedrigwasser der Weser für den Kreis bedeutet, lässt sich an der Themenkarte „Klimafolgen“ im GEOportal ablesen. MT-Foto (Archiv): Alex Lehn

Minden (mt). Welche Orte sind wie vom Klimawandel betroffen? Hierzu sind jetzt Grundlagenkarten zu den Bereichen Hitze, Dürre, Flusshochwasser und Starkregen im GEOportal des Kreises unter der Themenkarte „Klimafolgen“ einsehbar. Das teilt die Pressestelle des Kreises Minden-Lübbecke mit.

Der Mühlenkreis ist eine von acht Regionen im Kooperationsprojekt Evolving Regions. Das Projekt befasst sich mit der Anpassung an die Folgen des Klimawandels auf regionaler und kommunaler Ebene, zu denen unter anderem zunehmende Extremwetterereignisse gehören. Ein wichtiger Baustein im Projekt ist diese kartographische Darstellung von Klimafolgen.

„Ich bin froh, dass wir als Kreis beim Projekt Evolving Regions dabei sind – das hilft uns und unseren Kommunen in vielen Punkten, uns stabil aufzustellen für die Folgen des Klimawandels, seien es Starkregen, Hitze oder Trockenheit“, sagt Landrätin Anna Katharina Bölling. „Von den Erkenntnissen des Projekts profitieren viele Bereiche von der Land- und Forstwirtschaft, der Stadtplanung bis zum Bevölkerungsschutz, die wir heute schon aktiv mit einbeziehen – denn auf eine Herausforderung wie diese können wir nur gemeinsam Antworten finden.“

Das Projekt arbeitet mit Daten, die NRW-weit vorliegen und frei nutzbar sind. Um die klimatischen Einflüsse zu veranschaulichen, wird beispielsweise auf Daten des Deutschen Wetterdienstes (DWD) und des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (LANUV) sowie des Umweltministeriums NRW und des Bundesamts für Kartographie und Geodäsie (BKG) zurückgegriffen. „Dank der engagierten Arbeit der Kolleginnen und Kollegen, die das Projekt Evolving Regions im Umweltamt betreuen und ebenso eng mit dem Katasteramt für das GEOportal zusammenarbeiten, sind wir jetzt in der Lage, die neuen Daten und Erkenntnisse für die Arbeit innerhalb der Kreisverwaltung ebenso wie im gesamten Kreisgebiet zu nutzen“, sagt Dezernent Lutz Freiberg.

Wo schlägt zum Beispiel im Sommer die Hitze besonders zu? Interessierte Bürgerinnen und Bürger können sich auf Basis der Klimamodellierungen des LANUV anzeigen lassen, wo es im Kreis eine höhere Hitzebelastung gibt. Auch die Dürreempfindlichkeit forstlicher Standorte kann in den Karten eingesehen werden.

Nach den zurückliegenden Hitzesommern waren in diesem Jahr vor allem Starkregenereignisse ein großes Thema. Die Starkregengefahrenhinweiskarte NRW zeigt im GEOportal, wo besondere Gefahrenbereiche für Überflutungen in den kreisangehörigen Kommunen liegen. Die vom Bundesamt für Kartographie und Geodäsie veröffentlichten Modellierungen stellen die überfluteten Flächen, die Wassertiefen und Fließgeschwindigkeiten im Kreis Minden-Lübbecke dar – und dies für zwei Arten: für ein seltenes, 100-jährliches, sowie für ein extremes Starkregenereignis.

Für Hochwasser an Fließgewässern gibt es außerdem schon seit vielen Jahren die Hochwasser-Gefahrenkarten. „Für uns sind die zusätzlichen Starkregen-Gefahrenkarten wichtiges Datenmaterial, um auch für diesen Bereich Schutzmaßnahmen für die Bürgerinnen und Bürger in jeder einzelnen Kommune des Kreises planen zu können“, sagt Kreisdirektorin Cornelia Schöder. Zu ihrem Dezernat gehören Bevölkerungsschutz und Rettungswesen, gleichzeitig ist sie im Fall eines Großschadensereignisses Leiterin des Krisenstabes. Die Karten stehen allen Gemeinden zur Verfügung, um auch auf kommunaler Ebene Vorkehrungen treffen zu können. Der Kreis stehe mit allen elf Kommunen in engem Austausch.

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Patrick Schwemmling

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Die Klimafolgenkarten sind unter: https://www.minden-luebbecke.de/Service/GEOportal/ (Themenkarte Klimafolgen) abrufbar. Zukünftig werden kreisweite Verschneidungen der klimatischen Grundlagen mit räumlichen Sensitivitäten (z.B. Wohnbevölkerung, Gebäude oder soziale/technische Infrastrukturen) vorgenommen. So wird die Klimawirkung im Kreis noch deutlicher und es können besser passgenaue Maßnahmen entwickelt werden.

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