Seit April keine Corona-Ansteckungen bei Mitarbeitern der Mühlenkreiskliniken Sebastian Radermacher Minden. Medizinisches Fachpersonal in Krankenhäusern ist durch die Corona-Pandemie besonders gefährdet. Das bekamen auch die Mühlenkreiskliniken (MKK) im März zu spüren, als die Infektionszahlen in Minden-Lübbecke stark zunahmen und 14 Mitarbeiter innerhalb kurzer Zeit an Covid-19 erkrankten. Einige Angestellte, die mit nachweislich Corona-infizierten Kolleginnen und Kollegen kurzfristig zusammengearbeitet hatten, klagten anschließend über grippale Symptome. Sie wurden getestet und zu Hause isoliert. Zwischenzeitlich war mehr als jeder zehnte nachgewiesene Corona-Infizierte im Mühlenkreis ein MKK-Mitarbeiter. Wie hat sich die Situation an den Standorten der Mühlenkreiskliniken seitdem entwickelt? Infizieren sich nach wie vor Mitarbeiter? Gab es in den vergangenen Monaten größere Ausbrüche? Die MKK-Pressestelle zieht auf MT-Anfrage eine positive Bilanz. Im April seien für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine Mund-Nasen-Schutz-Pflicht sowie für neu aufgenommene Patienten verpflichtende SARS-CoV-2-Abstriche eingeführt worden, teilt Sprecherin Ramona Schulze nach Rücksprache mit dem MKK-Krankenhaushygieniker Dr. Peter Witte mit. Diese Maßnahmen seien erfolgreich gewesen: „Seither hat es keine Fälle gegeben, bei denen sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Mühlenkreiskliniken angesteckt haben.“ Eine 100-prozentige Garantie gibt es aber nicht. Denn wie Witte zuletzt auf MT-Anfrage bereits verdeutlicht hatte, sei auffällig, dass mittlerweile ein großer Teil der positiv Getesteten geringe oder keine Symptome aufweise. Es gibt also weiterhin eine Dunkelziffer. Werden denn die Mitarbeiter – zum Beispiel vom Johannes-Wesling-Klinikum – regelmäßig auf Corona getestet? Gibt es feste Vorgaben? Ist das freiwillig möglich? Regelmäßige Corona-Tests aller Mitarbeiter der Mühlenkreiskliniken gibt es nicht, erklärt Schulze. Jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter ohne Symptome hätten aber die Möglichkeit, jederzeit freiwillig im Testzentrum vor dem Mindener Klinikum einen Corona-Abstrich machen zu lassen. Bei Symptomen würde das Personal sofort aus dem Dienst genommen und auf Corona getestet, erklärt Schulze. Bis das Ergebnis vorliege, würden die Mitarbeitenden vom Dienst freigestellt. Außerdem würden alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Kontakt zu einem Covid-Fall hatten, zum Beispiel bei Neuaufnahmen, sofort auf Corona getestet. Um auf Nummer sicher zu gehen, folgt ein zweiter Test mit Abstand von einer Woche. Bei einem positiven Testergebnis dürfe man nicht arbeiten. Wie alle anderen Personen erhalten auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Mühlenkreiskliniken vom Gesundheitsamt des Kreises in diesen Fällen eine Isolierungsanordnung. „Erst wenn das Gesundheitsamt diese aufhebt, dürfen symptomfreie Mitarbeitende ihre Tätigkeit wieder aufnehmen“, sagt Ramona Schulze.

Seit April keine Corona-Ansteckungen bei Mitarbeitern der Mühlenkreiskliniken

Die MKK haben Maßnahmen ergriffen, um eine Ausbreitung des Corona-Virus zu verhindern. © MT-Archivfoto: Otto

Minden. Medizinisches Fachpersonal in Krankenhäusern ist durch die Corona-Pandemie besonders gefährdet. Das bekamen auch die Mühlenkreiskliniken (MKK) im März zu spüren, als die Infektionszahlen in Minden-Lübbecke stark zunahmen und 14 Mitarbeiter innerhalb kurzer Zeit an Covid-19 erkrankten. Einige Angestellte, die mit nachweislich Corona-infizierten Kolleginnen und Kollegen kurzfristig zusammengearbeitet hatten, klagten anschließend über grippale Symptome. Sie wurden getestet und zu Hause isoliert. Zwischenzeitlich war mehr als jeder zehnte nachgewiesene Corona-Infizierte im Mühlenkreis ein MKK-Mitarbeiter.

Wie hat sich die Situation an den Standorten der Mühlenkreiskliniken seitdem entwickelt? Infizieren sich nach wie vor Mitarbeiter? Gab es in den vergangenen Monaten größere Ausbrüche? Die MKK-Pressestelle zieht auf MT-Anfrage eine positive Bilanz. Im April seien für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine Mund-Nasen-Schutz-Pflicht sowie für neu aufgenommene Patienten verpflichtende SARS-CoV-2-Abstriche eingeführt worden, teilt Sprecherin Ramona Schulze nach Rücksprache mit dem MKK-Krankenhaushygieniker Dr. Peter Witte mit. Diese Maßnahmen seien erfolgreich gewesen: „Seither hat es keine Fälle gegeben, bei denen sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Mühlenkreiskliniken angesteckt haben.“ Eine 100-prozentige Garantie gibt es aber nicht. Denn wie Witte zuletzt auf MT-Anfrage bereits verdeutlicht hatte, sei auffällig, dass mittlerweile ein großer Teil der positiv Getesteten geringe oder keine Symptome aufweise. Es gibt also weiterhin eine Dunkelziffer.

Werden denn die Mitarbeiter – zum Beispiel vom Johannes-Wesling-Klinikum – regelmäßig auf Corona getestet? Gibt es feste Vorgaben? Ist das freiwillig möglich? Regelmäßige Corona-Tests aller Mitarbeiter der Mühlenkreiskliniken gibt es nicht, erklärt Schulze. Jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter ohne Symptome hätten aber die Möglichkeit, jederzeit freiwillig im Testzentrum vor dem Mindener Klinikum einen Corona-Abstrich machen zu lassen.

Bei Symptomen würde das Personal sofort aus dem Dienst genommen und auf Corona getestet, erklärt Schulze. Bis das Ergebnis vorliege, würden die Mitarbeitenden vom Dienst freigestellt. Außerdem würden alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Kontakt zu einem Covid-Fall hatten, zum Beispiel bei Neuaufnahmen, sofort auf Corona getestet. Um auf Nummer sicher zu gehen, folgt ein zweiter Test mit Abstand von einer Woche.

Bei einem positiven Testergebnis dürfe man nicht arbeiten. Wie alle anderen Personen erhalten auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Mühlenkreiskliniken vom Gesundheitsamt des Kreises in diesen Fällen eine Isolierungsanordnung. „Erst wenn das Gesundheitsamt diese aufhebt, dürfen symptomfreie Mitarbeitende ihre Tätigkeit wieder aufnehmen“, sagt Ramona Schulze.

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