„Sehr seltener Fund“ Ursula Koch Minden/Münster (mt). „Schwertfunde in dieser Kategorie und in diesem Erhaltungszustand sind sehr selten“, sagt Prof. Michael Rind, Direktor der LWL-Archäologie für Westfalen. Bei dem neuen Fundstück handele es sich um ein Griffplattenschwert aus der Bronzezeit, vermutlich aus dem 12. bis 14. Jahrhundert vor Christus. Er habe das Stück allerdings selber noch nicht gesehen, berichtet der Fachmann.„Der Befund wird heute freipräpariert. Wenn das erledigt ist, entscheiden wir, wie es mit den Untersuchungen weitergeht“, sagte Rind am Montag. Er vermutet, dass an diesem Ort noch mehr im Boden steckt. Auch in den Akten des LWL müsse nun noch einmal nach früheren Funden recherchiert werden. Vergleichbar seien die beiden Kurzschwerter, die vor knapp zehn Jahren in Barkhausen entdeckt wurden. Sie stammten aus der späten Bronzezeit.Der Finder habe sich genau so verhalten, wie es für private Sondengänger vorgeschrieben sei. Oberstes Gebot: Den Fund nicht ausgraben, damit der Kontext nicht zerstört wird. Denn der kann den Fachleuten wichtige Hinweise geben. „Er hat für den LWL schon eine Menge spektakuläre Dinge entdeckt“, berichtet der oberste Archäologe für Westfalen.Jeder Sondengänger braucht eine Genehmigung, erläutert Rind. Im Zusammenhang damit kläre der LWL über Risiken (Waffen und Munition) auf, darüber, wo überhaupt gesucht werden darf und was im Falle eines Fundes zu tun sei. Funde wie dieser fielen unter das Schatzregal und gehörten dem Land. Der Finder erhalte eine Belohnung, deren Höhe von der wissenschaftlichen Bedeutung abhänge. In Westfalen haben 350 Sondengänger eine Lizenz, berichtet Rind.

„Sehr seltener Fund“

Das Schwert aus der Bronzezeit wurde von Archäologen am Sonntag geborgen. © Foto: Daniel Bake

Minden/Münster (mt). „Schwertfunde in dieser Kategorie und in diesem Erhaltungszustand sind sehr selten“, sagt Prof. Michael Rind, Direktor der LWL-Archäologie für Westfalen. Bei dem neuen Fundstück handele es sich um ein Griffplattenschwert aus der Bronzezeit, vermutlich aus dem 12. bis 14. Jahrhundert vor Christus. Er habe das Stück allerdings selber noch nicht gesehen, berichtet der Fachmann.

„Der Befund wird heute freipräpariert. Wenn das erledigt ist, entscheiden wir, wie es mit den Untersuchungen weitergeht“, sagte Rind am Montag. Er vermutet, dass an diesem Ort noch mehr im Boden steckt. Auch in den Akten des LWL müsse nun noch einmal nach früheren Funden recherchiert werden. Vergleichbar seien die beiden Kurzschwerter, die vor knapp zehn Jahren in Barkhausen entdeckt wurden. Sie stammten aus der späten Bronzezeit.

Der Finder habe sich genau so verhalten, wie es für private Sondengänger vorgeschrieben sei. Oberstes Gebot: Den Fund nicht ausgraben, damit der Kontext nicht zerstört wird. Denn der kann den Fachleuten wichtige Hinweise geben. „Er hat für den LWL schon eine Menge spektakuläre Dinge entdeckt“, berichtet der oberste Archäologe für Westfalen.

Jeder Sondengänger braucht eine Genehmigung, erläutert Rind. Im Zusammenhang damit kläre der LWL über Risiken (Waffen und Munition) auf, darüber, wo überhaupt gesucht werden darf und was im Falle eines Fundes zu tun sei. Funde wie dieser fielen unter das Schatzregal und gehörten dem Land. Der Finder erhalte eine Belohnung, deren Höhe von der wissenschaftlichen Bedeutung abhänge. In Westfalen haben 350 Sondengänger eine Lizenz, berichtet Rind.

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