Schwert aus der Bronzezeit in Minden gefunden Stefan Koch Minden (mt). „Das ist bislang einer der größten Funde, die ich gemacht habe“, sagt Daniel Bake aus Ahnsen. Am Sonntag stieß der Hobby-Archäologe auf Mindener Stadtgebiet auf ein Schwert aus der Bronzezeit - ein Zeitraum von 2200 bis 800 vor Christus. Zurzeit wird das rund 60 Zentimeter lange Objekt in der Bielefelder Außenstelle der LWL-Archäologie für Westfalen aufbewahrt. Es hatte nur wenige Zentimeter unter der Erde die Jahrtausende überdauert.Bake meint, dass die Waffe zu Lebzeiten ihres Eigentümers stark beansprucht worden sei, da die Klinge erhebliche Abnutzungsspuren aufweise. Vermutlich sei dieser nach seinem Tod verbrannt worden, weil sich nur 40 Zentimeter neben der Fundstelle des Schwertes Brandreste im Boden befunden hätten.Neben der Waffe als mutmaßlicher Grabbeigabe seien auch Knochenreste, ein Trinkbecher aus Keramik sowie ein weiteres Gefäß im Boden gewesen, meint Bake. Des Weiteren sei Goldschmuck gefunden worden. „Vermutlich gibt es noch mehr Gräber aus der Bronzezeit in der Nähe des Fundortes“, meint der Hobby-Archäologe.Hauptberuflich verdient der 30-Jährige als Anlagenmechaniker sein Geld. Seit 2012 ist er für die Archäologie des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe als freier Mitarbeiter tätig. Im Auftrag der Behörde erkundet er mögliche Bodendenkmäler per Augenschein oder dem Einsatz von Sonden. Als er am Sonntagmittag Boden abtrug und dabei auf das Schwert stieß, ließ er die Fundstelle ruhen und verständigte den Bereitschaftsdienst des LWL, der unverzüglich den Bodenfund und andere Hinweise auf eine frühe Besiedelung sicherte.Nicht zum ersten Mal ist Daniel Bake auf ein spektakuläres Objekt gestoßen. Als er auf einen Halsring - ebenfalls aus der Bronzezeit - stieß, war dies ein für das Bundesland Nordrhein-Westfalen einmaliger Fund. Auch eine Goldmünze aus der Zeit der Spätantike grub er aus. Daneben fanden sich Pfeilspitzen aus der Zeit der Trichterbecherkultur - ein Abschnitt der Jungsteinzeit von 4200 bis 2800 vor Christus. Ebenfalls entdeckte der Hobby-Archäologe drei Steinbeile aus der Steinzeit, Fibeln aus der Römerzeit und Münzen.Warum er in seiner Freizeit auf die Suche geht? „Ich habe ein Interesse an Geschichte, dabei steht die Rettung der Objekte im Vordergrund.“Nicht ohne Weiteres dürfen sich Privatpersonen so wie Bake auf die Suche mit einem Metalldetektor begeben. Der 30-Jährige hatte zuvor eine Genehmigung bei der Oberen Denkmalbehörde mit Sitz in Detmold beantragt. Auch einen Nachweis über die ehrenamtliche Mitarbeit beim LWL sollten Hobbyarchäologen in der Tasche haben. Wer auf eigene Faust mit Spaten und Sonde unterwegs ist, muss mit einer Ahndung seines Handelns rechnen. Ohnehin bereiten illegale Schatzsucher den LWL-Archäologen Sorgen, weil sie Fundstellen heimsuchen und Bodendenkmäler zerstören. Aus diesem Grund ist im MT-Artikel der genaue Fundort des Schwertes auf Mindener Stadtgebiet nicht genannt. Vor Ort war von der Grabungsleitung zu erfahren, dass mit Pressemitteilungen erst nach einer Bearbeitung des Bodendenkmals zu rechnen sei. Ein Zeitpunkt wurde am Montag noch nicht genannt.Geregelt ist auch, in welcher Form die herrenlosen archäologischen Objekte im Eigentum des Finders verbleiben. Grundsätzlich meldet Bake jeden Fund an den LWL. Die Archäologen entscheiden, ob er die Stücke behalten kann oder ob sie Eigentum des Landes werden.

Schwert aus der Bronzezeit in Minden gefunden

Der Bereich um die Fundstelle des Schwertes wurde bereits am Sonntag freigelegt. MT- © Foto: Stefan Koch

Minden (mt). „Das ist bislang einer der größten Funde, die ich gemacht habe“, sagt Daniel Bake aus Ahnsen. Am Sonntag stieß der Hobby-Archäologe auf Mindener Stadtgebiet auf ein Schwert aus der Bronzezeit - ein Zeitraum von 2200 bis 800 vor Christus. Zurzeit wird das rund 60 Zentimeter lange Objekt in der Bielefelder Außenstelle der LWL-Archäologie für Westfalen aufbewahrt. Es hatte nur wenige Zentimeter unter der Erde die Jahrtausende überdauert.

Bake meint, dass die Waffe zu Lebzeiten ihres Eigentümers stark beansprucht worden sei, da die Klinge erhebliche Abnutzungsspuren aufweise. Vermutlich sei dieser nach seinem Tod verbrannt worden, weil sich nur 40 Zentimeter neben der Fundstelle des Schwertes Brandreste im Boden befunden hätten.

Neben der Waffe als mutmaßlicher Grabbeigabe seien auch Knochenreste, ein Trinkbecher aus Keramik sowie ein weiteres Gefäß im Boden gewesen, meint Bake. Des Weiteren sei Goldschmuck gefunden worden. „Vermutlich gibt es noch mehr Gräber aus der Bronzezeit in der Nähe des Fundortes“, meint der Hobby-Archäologe.

Daniel Bake ist als ehrenamtlicher Mitarbeiter der LWL-Archäologen oft auf Mindener Stadtgebiet unterwegs. MT- - © Foto: Alex Lehn
Daniel Bake ist als ehrenamtlicher Mitarbeiter der LWL-Archäologen oft auf Mindener Stadtgebiet unterwegs. MT- - © Foto: Alex Lehn

Hauptberuflich verdient der 30-Jährige als Anlagenmechaniker sein Geld. Seit 2012 ist er für die Archäologie des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe als freier Mitarbeiter tätig. Im Auftrag der Behörde erkundet er mögliche Bodendenkmäler per Augenschein oder dem Einsatz von Sonden. Als er am Sonntagmittag Boden abtrug und dabei auf das Schwert stieß, ließ er die Fundstelle ruhen und verständigte den Bereitschaftsdienst des LWL, der unverzüglich den Bodenfund und andere Hinweise auf eine frühe Besiedelung sicherte.

Nicht zum ersten Mal ist Daniel Bake auf ein spektakuläres Objekt gestoßen. Als er auf einen Halsring - ebenfalls aus der Bronzezeit - stieß, war dies ein für das Bundesland Nordrhein-Westfalen einmaliger Fund. Auch eine Goldmünze aus der Zeit der Spätantike grub er aus. Daneben fanden sich Pfeilspitzen aus der Zeit der Trichterbecherkultur - ein Abschnitt der Jungsteinzeit von 4200 bis 2800 vor Christus. Ebenfalls entdeckte der Hobby-Archäologe drei Steinbeile aus der Steinzeit, Fibeln aus der Römerzeit und Münzen.

Warum er in seiner Freizeit auf die Suche geht? „Ich habe ein Interesse an Geschichte, dabei steht die Rettung der Objekte im Vordergrund.“

Nicht ohne Weiteres dürfen sich Privatpersonen so wie Bake auf die Suche mit einem Metalldetektor begeben. Der 30-Jährige hatte zuvor eine Genehmigung bei der Oberen Denkmalbehörde mit Sitz in Detmold beantragt. Auch einen Nachweis über die ehrenamtliche Mitarbeit beim LWL sollten Hobbyarchäologen in der Tasche haben. Wer auf eigene Faust mit Spaten und Sonde unterwegs ist, muss mit einer Ahndung seines Handelns rechnen. Ohnehin bereiten illegale Schatzsucher den LWL-Archäologen Sorgen, weil sie Fundstellen heimsuchen und Bodendenkmäler zerstören. Aus diesem Grund ist im MT-Artikel der genaue Fundort des Schwertes auf Mindener Stadtgebiet nicht genannt. Vor Ort war von der Grabungsleitung zu erfahren, dass mit Pressemitteilungen erst nach einer Bearbeitung des Bodendenkmals zu rechnen sei. Ein Zeitpunkt wurde am Montag noch nicht genannt.

Geregelt ist auch, in welcher Form die herrenlosen archäologischen Objekte im Eigentum des Finders verbleiben. Grundsätzlich meldet Bake jeden Fund an den LWL. Die Archäologen entscheiden, ob er die Stücke behalten kann oder ob sie Eigentum des Landes werden.

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