Schulgemeinde trauert um Mechthild Schröer Anerkannte und beliebte Schulleiterin wollte mit großem Elan neue Akzente für Michael-Ende-Schule setzen Von Jürgen Langenkämper Minden (mt). Schockiert und mit großer Trauer reagieren Lehrer, Eltern und Schüler der Michael-Ende-Schule auf den unfassbaren gewaltsamen Tod von Mechthild Schröer. Die Schulleiterin war am Sonntagabend auf offener Straße in San Francisco durch einen Schuss tödlich verletzt worden. Bereits am Montagabend kamen Vertreter des Kollegiums und der Elternschaft in der Schule in Hahlen zusammen. "Es war mir wichtig, dass die Schulgemeinde die Nachricht nicht aus den Medien erfährt", sagte Schulrätin Doris Dockhorn am Dienstag. Selbst jahrelang Rektorin der Grundschule Rodenbeck und damit Vorvorgängerin von Mechthild Schröer, kannte sie die 50-Jährige seit 1995 und schätzte ihre pädagogische Arbeit. "Dank ihrer Montessori-Ausbildung hatte sie einen Blick für alle Kinder."Als ihr Dockhorn im Februar eigenhändig die Ernennungsurkunde überreichte, schien die gebürtige Paderbornerin die Idealbesetzung für die Grundschule mit dem Konzept jahrgangsgemischter Klassen. Für das neue Schuljahr hatte sich Mechthild Schröer viel vorgenommen. "Mit großem Elan wollte sie nach der Sommerpause starten und neue Akzente setzen", berichtete Ulrich Stadtmann, Vorsitzender des Offenen Ganztags an der MES. Stattdessen könnten die bis zu 50 Mitarbeiter im Offenen Ganztag mit der seelischen Verarbeitung des Geschehens konfrontiert werden."Es wird eine erforderliche Begleitung geben", kündigte die Schulrätin an. Schon jetzt könnten Eltern sich an ausgebildete Notfallpsychologen bei der regionalen Schulberatungsstelle des Kreises wenden. Vorplanungen für die Zeit des Schulbeginns sind seit gestern im Gang. "Das muss vorbereitet und auf den Bedarf der Schule abgestimmt werden", sagte Doris Dockhorn, die die erst vor Kurzem ernannte stellvertretende Schulleiterin Katja Jansen auf deren Rückreise aus dem Urlaub von der schrecklichen Tat in Kenntnis setzte.Vor ein ganz besonderes Problem sah sich Anke Buttgereit, stellvertretende Vorsitzende des Offenen Ganztags, gestellt, deren achtjährige Tochter in die Klasse Mechthild Schröers ging. "Wir haben jetzt keine Klassenlehrerin mehr", sagte die Mutter. Ob ihre Tochter den Tod ihrer Lehrer wirklich realisieren könne, glaubte sie nicht.Google Street ViewGrößere KartenansichtDie Nachricht vom Tod der beliebten Pädagogin hatte unglaublich schnell die Runde gemacht. "Sie war eine fachlich exzellente und menschlich unglaublich angenehme Klassenlehrerin", sagte der ehemalige VHS-Direktor und neue Bielefelder Dezernent für Schule und Kultur Dr. Udo Witthaus, dessen Sohn drei Jahre in die Klasse Mechthild Schröers ging. "Mich hat sie in Gesprächen immer begeistert mit ihren pädagogischen Idealen. Sie wird der Michael-Ende-Schule und den Kindern dort sowie der Mindener Schullandschaft unglaublich fehlen.""Für die Stadt Minden ist ein Moment des Innehaltens und der Trauer", reagierte der Erste Beigeordnete Peter Kienzle als Stellvertreter des Bürgermeisters. "Wir sind fassungslos über das tragische Verbrechen." Mechthild Schröer seine eine anerkannte und beliebte Schulleiterin."Wir sind in diesen schweren Tagen mit unseren Gedanken bei ihrem Mann und ihrer Familie", sagte der Stellvertreter von Bürgermeister Michael Buhre weiter. Die Stadt will nach Angaben von Pressesprecherin Susann Lewerenz in den nächsten Tagen ein Kondolenzschreiben an die Angehörigen versenden.

Schulgemeinde trauert um Mechthild Schröer

Minden (mt). Schockiert und mit großer Trauer reagieren Lehrer, Eltern und Schüler der Michael-Ende-Schule auf den unfassbaren gewaltsamen Tod von Mechthild Schröer. Die Schulleiterin war am Sonntagabend auf offener Straße in San Francisco durch einen Schuss tödlich verletzt worden.

Zeichen der Trauer: Das Kollegium der Michael-Ende-Schule war am Montagabend über den Tod Mechthild Schröers informiert worden und reagierte spontan. - © Foto: Alex Lehn
Zeichen der Trauer: Das Kollegium der Michael-Ende-Schule war am Montagabend über den Tod Mechthild Schröers informiert worden und reagierte spontan. - © Foto: Alex Lehn

Bereits am Montagabend kamen Vertreter des Kollegiums und der Elternschaft in der Schule in Hahlen zusammen. "Es war mir wichtig, dass die Schulgemeinde die Nachricht nicht aus den Medien erfährt", sagte Schulrätin Doris Dockhorn am Dienstag. Selbst jahrelang Rektorin der Grundschule Rodenbeck und damit Vorvorgängerin von Mechthild Schröer, kannte sie die 50-Jährige seit 1995 und schätzte ihre pädagogische Arbeit. "Dank ihrer Montessori-Ausbildung hatte sie einen Blick für alle Kinder."

Als ihr Dockhorn im Februar eigenhändig die Ernennungsurkunde überreichte, schien die gebürtige Paderbornerin die Idealbesetzung für die Grundschule mit dem Konzept jahrgangsgemischter Klassen. Für das neue Schuljahr hatte sich Mechthild Schröer viel vorgenommen. "Mit großem Elan wollte sie nach der Sommerpause starten und neue Akzente setzen", berichtete Ulrich Stadtmann, Vorsitzender des Offenen Ganztags an der MES. Stattdessen könnten die bis zu 50 Mitarbeiter im Offenen Ganztag mit der seelischen Verarbeitung des Geschehens konfrontiert werden.

"Es wird eine erforderliche Begleitung geben", kündigte die Schulrätin an. Schon jetzt könnten Eltern sich an ausgebildete Notfallpsychologen bei der regionalen Schulberatungsstelle des Kreises wenden. Vorplanungen für die Zeit des Schulbeginns sind seit gestern im Gang. "Das muss vorbereitet und auf den Bedarf der Schule abgestimmt werden", sagte Doris Dockhorn, die die erst vor Kurzem ernannte stellvertretende Schulleiterin Katja Jansen auf deren Rückreise aus dem Urlaub von der schrecklichen Tat in Kenntnis setzte.

Vor ein ganz besonderes Problem sah sich Anke Buttgereit, stellvertretende Vorsitzende des Offenen Ganztags, gestellt, deren achtjährige Tochter in die Klasse Mechthild Schröers ging. "Wir haben jetzt keine Klassenlehrerin mehr", sagte die Mutter. Ob ihre Tochter den Tod ihrer Lehrer wirklich realisieren könne, glaubte sie nicht.

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Die Nachricht vom Tod der beliebten Pädagogin hatte unglaublich schnell die Runde gemacht. "Sie war eine fachlich exzellente und menschlich unglaublich angenehme Klassenlehrerin", sagte der ehemalige VHS-Direktor und neue Bielefelder Dezernent für Schule und Kultur Dr. Udo Witthaus, dessen Sohn drei Jahre in die Klasse Mechthild Schröers ging. "Mich hat sie in Gesprächen immer begeistert mit ihren pädagogischen Idealen. Sie wird der Michael-Ende-Schule und den Kindern dort sowie der Mindener Schullandschaft unglaublich fehlen."


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"Für die Stadt Minden ist ein Moment des Innehaltens und der Trauer", reagierte der Erste Beigeordnete Peter Kienzle als Stellvertreter des Bürgermeisters. "Wir sind fassungslos über das tragische Verbrechen." Mechthild Schröer seine eine anerkannte und beliebte Schulleiterin.

"Wir sind in diesen schweren Tagen mit unseren Gedanken bei ihrem Mann und ihrer Familie", sagte der Stellvertreter von Bürgermeister Michael Buhre weiter. Die Stadt will nach Angaben von Pressesprecherin Susann Lewerenz in den nächsten Tagen ein Kondolenzschreiben an die Angehörigen versenden.

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