Update: Ein Überblick zum Schnelltest-Zentrum und der Link für Termine Minden. Das Schnelltest-Zentrum auf Kanzlers Weide in Minden wird am Montag um 13 Uhr in Betrieb genommen. Das Zentrum in Lübbecke geht am Mittwoch zur gleichen Zeit an den Start. Das teilten die Mühlenkreiskliniken (MKK) am Freitag mit. Ab sofort ist es möglich, online Termine für die Drive-In-Schalter zu buchen.Bis kommenden Sonntag stehen alleine auf Kanzlers Weide mehr als 21.000 Termine zur Verfügung. Das MT beantwortet die wichtigsten Fragen zum Thema. Wer kann sich testen lassen? Die geplanten Antigen-Schnelltests auf das Corona-Virus sollen nach dem Beschluss der Bund-Länder-Konferenz einmal in der Woche für jeden Bundesbürger kostenfrei zur Verfügung stehen. Tests erfolgen nach vorheriger Anmeldung. Neben den Schnelltests sind vor Ort auch „kostenfreie PCR-Tests nach einem positiven Selbst- oder Schnelltest sowie kostenpflichtige freiwillige PCR-Tests möglich", schreiben die Mühlenkreiskliniken. Das Angebot gelte insbesondere auch für alle Erzieher, Lehrer und Mitarbeitende von Unternehmen für Mitarbeiter-Screenings. Wo kann ich mich anmelden? Die Mühlenkreiskliniken haben für Terminbuchung ein Online-Portal  freigeschaltet. Dort können sich Bürger einfach und schnell registrieren und eine Zeit auswählen. Sie bekommen dann einen QR-Code zugeschickt, den sie entweder auf dem Handy oder als Ausdruck mitbringen. Vor Ort wird der QR-Code gescannt, ein Abstrich gemacht und Getestete können spätestens 45 Minuten später das Ergebnis auf dem Smartphone abfragen. Ziel sei es, vor Ort keine Wartezeiten zu haben und einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten, so MKK-Sprecher Christian Busse. Wer zum Test komme, müsse einen Personalausweis oder ein anderes Foto-Dokument bereithalten. „Sollte keine Anmeldung möglich sein, ist in Ausnahmefällen ein Test ohne möglich. Die Wartezeit kann sich dadurch aber deutlich verlängern", so Busse weiter. Er weist außerdem darauf hin, dass sich niemand Sorgen um einen Termin machen muss. „Jeder kommt dran, auch wenn er sich später anmeldet." Bei Fragen rund um die Anmeldung oder das Ergebnis stehe die Hotline (0571) 7 90 56 78 von montags bis freitags von 7 bis 21 Uhr und am Wochenende von 9 bis 15 Uhr zur Verfügung. Muss ich trotz Registrierung für eine Uhrzeit warten? Dazu kann es leider kommen. Die Anmeldezeiten dienen dazu, eine möglichst gleichmäßige Auslastung zu erreichen.„Wir versuchen die Kapazitäten so zu steuern, dass Wartezeiten so gering wie möglich gehalten werden können", heißt es seitens der MKK. Wann sind die Zentren geöffnet? Die Testzentren in Minden und Lübbecke sollen täglich von 6 bis 21 Uhr geöffnet sein. Die stationären Corona-Test-Zentren am Johannes-Wesling-Klinikum in Minden sowie in Herford bleiben bestehen. Das bisherige Test-Zentrum in Rahden wird geschlossen, teilen die MKK mit. Kann ich auch zu Fuß oder mit dem Fahrrad kommen? Selbstverständlich ist es auch möglich, sich als Fußgänger oder Radfahrer testen zu lassen. Die Mühlenkreiskliniken wollen dafür zunächst eine gesonderte Spur einrichten und testen, ob diese angenommen wird. Wie läuft die Logistik am Zentrum? Die Zufahrt soll über die Einfahrt von der Hausberger Straße erfolgen, eine Beschilderung dafür wird eingerichtet. Im großen Bogen würden die Autos dann in die vier Fahrspuren geleitet, so die Minden Marketing, die das Gelände erstmal bis Ende März an den Kreis abgegeben hat. Auf dem Gelände stehen zwei große Zelte, in denen die Tests ausgewertet werden. Geplant sind mehrere tausend am Tag. „Wir gucken, was an Tests zur Verfügung steht und wie das Zentrum angenommen wird und fahren dann langsam hoch oder passen den Ablauf an", so Busse. In Lübbecke erfolge die Anfahrt über die B65. Wie zuverlässig sind die Antigen-Schnelltests? Antigentests sind ungenauer als PCR-Tests, dafür liefern sie aber deutlich schnellere Ergebnisse. Die Schnelltests werden laut Mühlenkreiskliniken innerhalb von 45 Minuten ausgewertet. Der mehrsprachige und datierte Befund per Handy diene als anerkannte Dokumentation des Corona-Status. Ein PCR-Ergebnis stehe in der Regel nach 24 Stunden, in den meisten Fällen aber taggleich digital zur Verfügung. Das Robert-Koch-Institut geht bei den eingesetzten Antigen-Schnelltests von einer Sensitivität von etwa 80 Prozent und von einer Spezifität von 98 Prozent aus. Das entspricht in etwa dem Mittel, was die Hersteller für ihre Tests angeben. Die Sensitivität beschreibt dabei den Anteil der Personen mit positivem Testergebnis unter den Infizierten – kurz gesagt: 80 Prozent der Infizierten erhalten auch ein positives Ergebnis. Die Spezifität ist der Anteil der Personen mit negativem Testergebnis unter den Nicht-Infizierten – kurz: 98 Prozent der Nicht-Infizierten werden negativ getestet. Was tue ich bei einem positiven Antigen-Schnelltest? „Ein negativer Antigen-Schnelltest ist lediglich eine Momentaufnahme. Das Ergebnis hat keine Aussagekraft für die Zukunft, auch nicht für wenige Tage", sagt Dr. Elke Lustfeld, Leiterin des Kreis-Gesundheitsamtes. Ein positiver Schnelltest zeige, dass Eiweißstrukturen des Virus nachgewiesen wurden. Die betroffenen Personen und auch die Haushaltsangehörigen müssten sich unmittelbar in Quarantäne begeben. Wer diese für sich und seine Angehörigen beenden wolle, könne dies mit einem negativen PCR-Test vom Hausarzt oder einem Testzentrum. Wer keinen negativen Nachweis liefert, muss ebenso wie die Haushaltsangehörigen eine zehntägige Quarantäne einhalten, so Lustfeld. Positive Schnelltests würden dem Gesundheitsamt ebenso gemeldet wie positive PCR-Tests. Sind die Testzentren kindgerecht? Ja, auch Kinder ab etwa drei Jahren können abgestrichen werden. Der Abstrich als solches ist auch für Kinder schmerzfrei, aber unangenehm. Um ein aussagekräftiges Ergebnis zu erhalten, muss der Abstrich genauso durchgeführt werden wie bei Erwachsenen (Rachen und Nase). Zum Abschluss gibt es eine kleine Überraschung.

Update: Ein Überblick zum Schnelltest-Zentrum und der Link für Termine

Das Testzentrum wurde bereits Mittwoch und Donnerstag auf Kanzlers Weide aufgebaut. © Nina Könemann(MT)

Minden. Das Schnelltest-Zentrum auf Kanzlers Weide in Minden wird am Montag um 13 Uhr in Betrieb genommen. Das Zentrum in Lübbecke geht am Mittwoch zur gleichen Zeit an den Start. Das teilten die Mühlenkreiskliniken (MKK) am Freitag mit. Ab sofort ist es möglich, online Termine für die Drive-In-Schalter zu buchen.Bis kommenden Sonntag stehen alleine auf Kanzlers Weide mehr als 21.000 Termine zur Verfügung. Das MT beantwortet die wichtigsten Fragen zum Thema.

Wer kann sich testen lassen?

Die geplanten Antigen-Schnelltests auf das Corona-Virus sollen nach dem Beschluss der Bund-Länder-Konferenz einmal in der Woche für jeden Bundesbürger kostenfrei zur Verfügung stehen. Tests erfolgen nach vorheriger Anmeldung. Neben den Schnelltests sind vor Ort auch „kostenfreie PCR-Tests nach einem positiven Selbst- oder Schnelltest sowie kostenpflichtige freiwillige PCR-Tests möglich", schreiben die Mühlenkreiskliniken. Das Angebot gelte insbesondere auch für alle Erzieher, Lehrer und Mitarbeitende von Unternehmen für Mitarbeiter-Screenings.

Wo kann ich mich anmelden?

Die Mühlenkreiskliniken haben für Terminbuchung ein Online-Portal  freigeschaltet. Dort können sich Bürger einfach und schnell registrieren und eine Zeit auswählen. Sie bekommen dann einen QR-Code zugeschickt, den sie entweder auf dem Handy oder als Ausdruck mitbringen. Vor Ort wird der QR-Code gescannt, ein Abstrich gemacht und Getestete können spätestens 45 Minuten später das Ergebnis auf dem Smartphone abfragen. Ziel sei es, vor Ort keine Wartezeiten zu haben und einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten, so MKK-Sprecher Christian Busse. Wer zum Test komme, müsse einen Personalausweis oder ein anderes Foto-Dokument bereithalten. „Sollte keine Anmeldung möglich sein, ist in Ausnahmefällen ein Test ohne möglich. Die Wartezeit kann sich dadurch aber deutlich verlängern", so Busse weiter. Er weist außerdem darauf hin, dass sich niemand Sorgen um einen Termin machen muss. „Jeder kommt dran, auch wenn er sich später anmeldet." Bei Fragen rund um die Anmeldung oder das Ergebnis stehe die Hotline (0571) 7 90 56 78 von montags bis freitags von 7 bis 21 Uhr und am Wochenende von 9 bis 15 Uhr zur Verfügung.

Muss ich trotz Registrierung für eine Uhrzeit warten?

Dazu kann es leider kommen. Die Anmeldezeiten dienen dazu, eine möglichst gleichmäßige Auslastung zu erreichen.Wir versuchen die Kapazitäten so zu steuern, dass Wartezeiten so gering wie möglich gehalten werden können", heißt es seitens der MKK.

Wann sind die Zentren geöffnet?

Die Testzentren in Minden und Lübbecke sollen täglich von 6 bis 21 Uhr geöffnet sein. Die stationären Corona-Test-Zentren am Johannes-Wesling-Klinikum in Minden sowie in Herford bleiben bestehen. Das bisherige Test-Zentrum in Rahden wird geschlossen, teilen die MKK mit.

Kann ich auch zu Fuß oder mit dem Fahrrad kommen?

Selbstverständlich ist es auch möglich, sich als Fußgänger oder Radfahrer testen zu lassen. Die Mühlenkreiskliniken wollen dafür zunächst eine gesonderte Spur einrichten und testen, ob diese angenommen wird.

Wie läuft die Logistik am Zentrum?

Die Zufahrt soll über die Einfahrt von der Hausberger Straße erfolgen, eine Beschilderung dafür wird eingerichtet. Im großen Bogen würden die Autos dann in die vier Fahrspuren geleitet, so die Minden Marketing, die das Gelände erstmal bis Ende März an den Kreis abgegeben hat. Auf dem Gelände stehen zwei große Zelte, in denen die Tests ausgewertet werden. Geplant sind mehrere tausend am Tag. „Wir gucken, was an Tests zur Verfügung steht und wie das Zentrum angenommen wird und fahren dann langsam hoch oder passen den Ablauf an", so Busse. In Lübbecke erfolge die Anfahrt über die B65.

Wie zuverlässig sind die Antigen-Schnelltests?

Antigentests sind ungenauer als PCR-Tests, dafür liefern sie aber deutlich schnellere Ergebnisse. Die Schnelltests werden laut Mühlenkreiskliniken innerhalb von 45 Minuten ausgewertet. Der mehrsprachige und datierte Befund per Handy diene als anerkannte Dokumentation des Corona-Status. Ein PCR-Ergebnis stehe in der Regel nach 24 Stunden, in den meisten Fällen aber taggleich digital zur Verfügung. Das Robert-Koch-Institut geht bei den eingesetzten Antigen-Schnelltests von einer Sensitivität von etwa 80 Prozent und von einer Spezifität von 98 Prozent aus. Das entspricht in etwa dem Mittel, was die Hersteller für ihre Tests angeben. Die Sensitivität beschreibt dabei den Anteil der Personen mit positivem Testergebnis unter den Infizierten – kurz gesagt: 80 Prozent der Infizierten erhalten auch ein positives Ergebnis. Die Spezifität ist der Anteil der Personen mit negativem Testergebnis unter den Nicht-Infizierten – kurz: 98 Prozent der Nicht-Infizierten werden negativ getestet.

Was tue ich bei einem positiven Antigen-Schnelltest?

„Ein negativer Antigen-Schnelltest ist lediglich eine Momentaufnahme. Das Ergebnis hat keine Aussagekraft für die Zukunft, auch nicht für wenige Tage", sagt Dr. Elke Lustfeld, Leiterin des Kreis-Gesundheitsamtes. Ein positiver Schnelltest zeige, dass Eiweißstrukturen des Virus nachgewiesen wurden. Die betroffenen Personen und auch die Haushaltsangehörigen müssten sich unmittelbar in Quarantäne begeben. Wer diese für sich und seine Angehörigen beenden wolle, könne dies mit einem negativen PCR-Test vom Hausarzt oder einem Testzentrum. Wer keinen negativen Nachweis liefert, muss ebenso wie die Haushaltsangehörigen eine zehntägige Quarantäne einhalten, so Lustfeld. Positive Schnelltests würden dem Gesundheitsamt ebenso gemeldet wie positive PCR-Tests.

Sind die Testzentren kindgerecht?

Ja, auch Kinder ab etwa drei Jahren können abgestrichen werden. Der Abstrich als solches ist auch für Kinder schmerzfrei, aber unangenehm. Um ein aussagekräftiges Ergebnis zu erhalten, muss der Abstrich genauso durchgeführt werden wie bei Erwachsenen (Rachen und Nase). Zum Abschluss gibt es eine kleine Überraschung.

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