„Sargnagel“ für das Preußen-Museum Minden Minden (mt/plö).  Als „geradezu unverantwortlich“ hat die Mindener Initiative (MI) die Haltung des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) zum Preußen-Museum in Minden bezeichnet.Die Entscheidung des LWL, dem Kulturausschuss der Landschaftsversammlung erst im Frühjahr 2015 Überlegungen zur Beratung auf den Tisch zu legen, wie der Fortbestand des Museums am Simeonsplatz gesichert werden könne (MT berichtete), sei fatal. „Jeder Monat der Unsicherheit bedeutet, dass das Preußen-Museum in Minden weiter aus dem Fokus des Interesses rückt“, warnt die stellvertretende Fraktionsvorsitzende und kulturpolitische Sprecherin der Unabhängigen Wählervereinigung MI, Edith von Wrisberg.Die Stadtverordnete, die stellvertretendes Mitglied im Stiftungsrat des Museums ist, blickt dabei vor allem auch auf infrastrukturelle Probleme, die sich durch das ständige Herausschieben von klaren Entscheidungen ergäben. Denn Beratungsvorschläge bedeuteten, dass weitere Wochen und Monate diskutiert werde und keine Beschlüsse gefasst werden könnten. Im Umkehrschluss heiße das, weitere Unsicherheiten für Personal und Planungsmöglichkeiten in dieser aus Sicht der MI wichtigen Kultureinrichtung, so Edith von Wrisberg.Als Beispiel nannte die Mindener Kulturpolitikerin Veranstaltungen wie die Ausstellung „Tausendschön“ Ende des vergangenen Monats im Preußen-Museum und die vielen Konzerte, die im Ständersaal stattfinden. „Veranstalter müssen frühzeitig Termine vereinbaren. Sowohl was den Ort der Veranstaltung als auch teilnehmende Aussteller und Künstler angeht.“Bestehe Unsicherheit wie beim Museum am Simeonsplatz, ob der potenzielle Veranstaltungsort überhaupt noch zur Verfügung stehe, bedeute das aus Sicht der Veranstalter den Verzicht auf diesen Präsentationsort. „Ein weiterer Sargnagel für das Preußen-Museum.“Der Landschaftsverband aber auch die Landesregierung seien daher aufgefordert, zügig realistische Möglichkeiten für die Zukunft dieser Einrichtung vorzulegen, die einen wesentlichen und wichtigen Teil deutscher Geschichte selbst in der vorhandenen museumsdidaktischen Form widerspiegele, sagt von Wrisberg. Dabei gelte es auch, den Standort Minden des Preußen-Museums zu stärken. „Viel zu lange ist die Ausstellung in der Defensionskaserne Anhängsel des Museums-Pendants in Wesel gewesen, was letztlich auch zur Schwächung des Preußen-Museums Minden beigetragen hat.“Aber auch die Stadt Minden sei gefragt. Die MI erwarte, dass die 35 000 Euro Zuschuss aus dem Beitrag für die sonst angebotene Museumspädagogik im Preußen-Museum von der Kommune auch jetzt aufgebracht werden.

„Sargnagel“ für das Preußen-Museum Minden

Minden (mt/plö).  Als „geradezu unverantwortlich“ hat die Mindener Initiative (MI) die Haltung des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) zum Preußen-Museum in Minden bezeichnet.

Die Entscheidung des LWL, dem Kulturausschuss der Landschaftsversammlung erst im Frühjahr 2015 Überlegungen zur Beratung auf den Tisch zu legen, wie der Fortbestand des Museums am Simeonsplatz gesichert werden könne (MT berichtete), sei fatal. „Jeder Monat der Unsicherheit bedeutet, dass das Preußen-Museum in Minden weiter aus dem Fokus des Interesses rückt“, warnt die stellvertretende Fraktionsvorsitzende und kulturpolitische Sprecherin der Unabhängigen Wählervereinigung MI, Edith von Wrisberg.

Die Stadtverordnete, die stellvertretendes Mitglied im Stiftungsrat des Museums ist, blickt dabei vor allem auch auf infrastrukturelle Probleme, die sich durch das ständige Herausschieben von klaren Entscheidungen ergäben. Denn Beratungsvorschläge bedeuteten, dass weitere Wochen und Monate diskutiert werde und keine Beschlüsse gefasst werden könnten. Im Umkehrschluss heiße das, weitere Unsicherheiten für Personal und Planungsmöglichkeiten in dieser aus Sicht der MI wichtigen Kultureinrichtung, so Edith von Wrisberg.

Als Beispiel nannte die Mindener Kulturpolitikerin Veranstaltungen wie die Ausstellung „Tausendschön“ Ende des vergangenen Monats im Preußen-Museum und die vielen Konzerte, die im Ständersaal stattfinden. „Veranstalter müssen frühzeitig Termine vereinbaren. Sowohl was den Ort der Veranstaltung als auch teilnehmende Aussteller und Künstler angeht.“

Bestehe Unsicherheit wie beim Museum am Simeonsplatz, ob der potenzielle Veranstaltungsort überhaupt noch zur Verfügung stehe, bedeute das aus Sicht der Veranstalter den Verzicht auf diesen Präsentationsort. „Ein weiterer Sargnagel für das Preußen-Museum.“

Der Landschaftsverband aber auch die Landesregierung seien daher aufgefordert, zügig realistische Möglichkeiten für die Zukunft dieser Einrichtung vorzulegen, die einen wesentlichen und wichtigen Teil deutscher Geschichte selbst in der vorhandenen museumsdidaktischen Form widerspiegele, sagt von Wrisberg. Dabei gelte es auch, den Standort Minden des Preußen-Museums zu stärken. „Viel zu lange ist die Ausstellung in der Defensionskaserne Anhängsel des Museums-Pendants in Wesel gewesen, was letztlich auch zur Schwächung des Preußen-Museums Minden beigetragen hat.“

Aber auch die Stadt Minden sei gefragt. Die MI erwarte, dass die 35 000 Euro Zuschuss aus dem Beitrag für die sonst angebotene Museumspädagogik im Preußen-Museum von der Kommune auch jetzt aufgebracht werden.

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