Minden ist mit einem Trampolinpark um eine Attraktion reicher Leonie Meyer,Patrick Schwemling Minden. Ein Meer aus Trampolinen, ein Ninja-Warrior-Parcours oder auch digitale Spiele auf dem Trampolin mit Bildschirm – all das ist im neuen Trampolinpark „Hi-Jump" zu finden, der gestern im Gesellenweg eröffnet hat. Während am Vormittag die ersten Schulklassen zu Besuch waren, strömten ab 14 Uhr zahlreiche Kinder und Jugendliche mit ihren Eltern in das unscheinbare Gebäude am Rande des Gewerbegebiets. Für das Ende des Jahres kündigt sich übrigens ein weiterer Park dieser Art an – auf dem Gelände des ehemaligen Sportzentrums Falke. „Wir freuen uns, dass wir jetzt endlich eröffnen können", sagt Geschäftsführer Chidozie Tim Okwuosa – und berichtet von einem alles andere als reibungslosen Weg, der hinter ihm liegt. Denn die Vorbereitungen und Planungen für den Trampolinpark begannen bereits 2019, als sich Okwuosa auf die Suche nach einer passenden Immobilie begeben hat. „Im Herbst bin ich dann fündig geworden." Nach den ersten Gesprächen mit dem Bauamt im Herbst folgten schnell Bauarbeiten, die bis zum Beginn der Pandemie vor 15 Monaten gut voran schritten. „Auch mit den damit verbundenen Einschränkungen lagen wir gut im Zeitplan. Mitte November vergangenen Jahres stand dann alles", erinnert sich der Inhaber. Er habe nur auf das „Go" für die Eröffnung gewartet, ehe ihm der zweite Lockdown zum Jahresende einen Strich durch die Rechnung machte. Nun konnten aber die letzten Sprungfedern angezogen werden, so dass gestern die ersten Besucher spektakuläre Salti und Schrauben schlugen. „Wir waren die ersten Besucher, die hier heute auf der Matte standen", sagt der 24-jährige Mindener David Gühlke, während sein Freund Carlos Guhl von Trampolin zu Trampolin springt. Neben den beiden jungen Erwachsenen hat sich auch eine Familie aus Flensburg in den Trampolinpark verirrt. „Wir machen hier Urlaub und haben wegen des schlechten Wetters geguckt, was man machen kann", erklärt die Mutter. Ihre beiden Söhne Thilo und Lebe haben in der Zwischenzeit sichtlich Spaß und duellieren sich auf einem Schwebebalken mit überdimensionalen Schaumstoff-Schlägern. „Alle Altersklassen kommen hier auf ihre Kosten. Es gibt verschiedene Sprung-Disziplinen, einen Ninja-Warrior-Parcours, interaktive Spiele oder auch eine Kletterwand", ist sich der Geschäftsführer, der den Trampolinpark als Familienbetrieb beschreibt, sicher. Sein jetziges Team besteht aus sechs Vollzeitkräften. Auf acht möchte er bis zum Herbst kommen, auch Teilzeitkräfte habe er in Sicht. Doch wie ist er überhaupt auf die Idee gekommen, einen Trampolinpark in Minden zu eröffnen? „In unserer Region gibt es solch eine Art von Indoor-Sportparks kaum. Minden hat sich also als Standort für uns gut geeignet", erklärt Okwousa. Er hat 17 Jahre lang in Großbritannien gearbeitet und dort einem Bekannten geholfen, einen Trampolinpark aufzubauen, als diese noch nicht bekannt gewesen seien. So kam der gelernte Ingenieur zu den ersten Berührungen in einem anderen Berufsfeld. „Ich habe meinem Bekannten über die Schulter geschaut, Kontakte geknüpft und viel gelernt." Aus diesem Grund kommen die Sportgeräte im Trampolinpark aus Großbritannien, die digitale Gaming-Möglichkeit „Valo Jump" stammt aus Finnland. „Beim Aufbau haben wir aber auf lokale Unternehmen und Handwerker gesetzt", gibt er einen Einblick in die Entstehung. Mit der großen Eröffnung zeigte sich der Geschäftsführer dann mehr als zufrieden – besonders die Rückmeldungen der Schulklassen haben ihn gefreut. „Alle waren sehr begeistert und hatten unheimlich viel Spaß", freute sich Okwousa, in dessen Park Kinder ab sechs Jahren drei verschiedene Tarife zur Auswahl haben. So lassen sich Zeitspannen von 60, 90 oder 120 Minuten buchen. Die Preise starten ab 12,50 Euro. Darüber hinaus gibt es spezielle Tarife für Familien, Geburtstage und Schul- und Kita-Ausflüge. Aktuell lassen sich Termine über die Website hi-jump.eu buchen. Aufgrund der niedrigen Inzidenz sei auch kein negatives Testergebnis vorzuweisen, jedoch solle man das Hygienekonzept beachten. Unterdessen kündigte der Steyerberger Sven Mußmann an, dass im letzten Quartal des Jahres ein ähnlicher, wenngleich deutlich größerer Park in Rodenbeck öffnen werde. Ursprünglich sei dies mal für das erste oder zweite Qurtal 2021 geplant gewesen, doch wegen Corona habe es Verzögerungen gegeben. „Wir machen natürlich weiter", sagte der Steyerberger angesprochen auf die nun vorhandene Konkurrenz. „Ich wusste das natürlich und habe mich etwas über die Standortwahl gewundert", gibt er zu – wenngleich er sein Projekt als anders ansieht, auch mit einer anderen Zielgruppe. „Wir sprechen mit einem großen Indoor-Spielplatz auch schon jüngere Kinder ab drei Jahren an", erklärt Mußmann, dessen Park sich über ein Areal von mehr als 4.500 Quadratmetern erstrecken wird.

Minden ist mit einem Trampolinpark um eine Attraktion reicher

In dem Trampolinpark "Hi Jump" können die Gäste auch in überdimensionalen Gummibällen über das Gelände hüpfen. MT-Foto: © Patrick Schwemling

Minden. Ein Meer aus Trampolinen, ein Ninja-Warrior-Parcours oder auch digitale Spiele auf dem Trampolin mit Bildschirm – all das ist im neuen Trampolinpark „Hi-Jump" zu finden, der gestern im Gesellenweg eröffnet hat. Während am Vormittag die ersten Schulklassen zu Besuch waren, strömten ab 14 Uhr zahlreiche Kinder und Jugendliche mit ihren Eltern in das unscheinbare Gebäude am Rande des Gewerbegebiets. Für das Ende des Jahres kündigt sich übrigens ein weiterer Park dieser Art an – auf dem Gelände des ehemaligen Sportzentrums Falke.

„Wir freuen uns, dass wir jetzt endlich eröffnen können", sagt Geschäftsführer Chidozie Tim Okwuosa – und berichtet von einem alles andere als reibungslosen Weg, der hinter ihm liegt. Denn die Vorbereitungen und Planungen für den Trampolinpark begannen bereits 2019, als sich Okwuosa auf die Suche nach einer passenden Immobilie begeben hat. „Im Herbst bin ich dann fündig geworden."

Neben etlichen Trampolinen gibt es auch verschiedene Parcours-Möglichkeiten. MT-Foto: - © Leonie Meyer
Neben etlichen Trampolinen gibt es auch verschiedene Parcours-Möglichkeiten. MT-Foto: - © Leonie Meyer

Nach den ersten Gesprächen mit dem Bauamt im Herbst folgten schnell Bauarbeiten, die bis zum Beginn der Pandemie vor 15 Monaten gut voran schritten. „Auch mit den damit verbundenen Einschränkungen lagen wir gut im Zeitplan. Mitte November vergangenen Jahres stand dann alles", erinnert sich der Inhaber. Er habe nur auf das „Go" für die Eröffnung gewartet, ehe ihm der zweite Lockdown zum Jahresende einen Strich durch die Rechnung machte. Nun konnten aber die letzten Sprungfedern angezogen werden, so dass gestern die ersten Besucher spektakuläre Salti und Schrauben schlugen.


Die beiden Mindener Carlos Guhl und David Gühlke (von links) absolvieren einen Teil des Ninja-Warrior-Parcours. MT-Foto: - © Patrick Schwemling
Die beiden Mindener Carlos Guhl und David Gühlke (von links) absolvieren einen Teil des Ninja-Warrior-Parcours. MT-Foto: - © Patrick Schwemling

„Wir waren die ersten Besucher, die hier heute auf der Matte standen", sagt der 24-jährige Mindener David Gühlke, während sein Freund Carlos Guhl von Trampolin zu Trampolin springt. Neben den beiden jungen Erwachsenen hat sich auch eine Familie aus Flensburg in den Trampolinpark verirrt. „Wir machen hier Urlaub und haben wegen des schlechten Wetters geguckt, was man machen kann", erklärt die Mutter. Ihre beiden Söhne Thilo und Lebe haben in der Zwischenzeit sichtlich Spaß und duellieren sich auf einem Schwebebalken mit überdimensionalen Schaumstoff-Schlägern.

„Alle Altersklassen kommen hier auf ihre Kosten. Es gibt verschiedene Sprung-Disziplinen, einen Ninja-Warrior-Parcours, interaktive Spiele oder auch eine Kletterwand", ist sich der Geschäftsführer, der den Trampolinpark als Familienbetrieb beschreibt, sicher. Sein jetziges Team besteht aus sechs Vollzeitkräften. Auf acht möchte er bis zum Herbst kommen, auch Teilzeitkräfte habe er in Sicht.

Spektakuläre Sprünge, Salti und Schrauben zeigt hier der 18-jährige Mindener Carlos Guhl. MT-Foto: - © Patrick Schwemling
Spektakuläre Sprünge, Salti und Schrauben zeigt hier der 18-jährige Mindener Carlos Guhl. MT-Foto: - © Patrick Schwemling

Doch wie ist er überhaupt auf die Idee gekommen, einen Trampolinpark in Minden zu eröffnen? „In unserer Region gibt es solch eine Art von Indoor-Sportparks kaum. Minden hat sich also als Standort für uns gut geeignet", erklärt Okwousa. Er hat 17 Jahre lang in Großbritannien gearbeitet und dort einem Bekannten geholfen, einen Trampolinpark aufzubauen, als diese noch nicht bekannt gewesen seien. So kam der gelernte Ingenieur zu den ersten Berührungen in einem anderen Berufsfeld. „Ich habe meinem Bekannten über die Schulter geschaut, Kontakte geknüpft und viel gelernt."

Aus diesem Grund kommen die Sportgeräte im Trampolinpark aus Großbritannien, die digitale Gaming-Möglichkeit „Valo Jump" stammt aus Finnland. „Beim Aufbau haben wir aber auf lokale Unternehmen und Handwerker gesetzt", gibt er einen Einblick in die Entstehung.

Auch für die Kleinsten gibt es Attraktionen: So duelliert sich hier der kleine Thilo mit seiner Mutter. Sie kommen aus Flensburg und haben die Eröffnung rein zufällig im Rahmen eines Urlaubs mitbekommen. MT-Foto: - © Patrick Schwemling
Auch für die Kleinsten gibt es Attraktionen: So duelliert sich hier der kleine Thilo mit seiner Mutter. Sie kommen aus Flensburg und haben die Eröffnung rein zufällig im Rahmen eines Urlaubs mitbekommen. MT-Foto: - © Patrick Schwemling

Mit der großen Eröffnung zeigte sich der Geschäftsführer dann mehr als zufrieden – besonders die Rückmeldungen der Schulklassen haben ihn gefreut. „Alle waren sehr begeistert und hatten unheimlich viel Spaß", freute sich Okwousa, in dessen Park Kinder ab sechs Jahren drei verschiedene Tarife zur Auswahl haben. So lassen sich Zeitspannen von 60, 90 oder 120 Minuten buchen. Die Preise starten ab 12,50 Euro. Darüber hinaus gibt es spezielle Tarife für Familien, Geburtstage und Schul- und Kita-Ausflüge.

Aktuell lassen sich Termine über die Website hi-jump.eu buchen. Aufgrund der niedrigen Inzidenz sei auch kein negatives Testergebnis vorzuweisen, jedoch solle man das Hygienekonzept beachten.

Unterdessen kündigte der Steyerberger Sven Mußmann an, dass im letzten Quartal des Jahres ein ähnlicher, wenngleich deutlich größerer Park in Rodenbeck öffnen werde. Ursprünglich sei dies mal für das erste oder zweite Qurtal 2021 geplant gewesen, doch wegen Corona habe es Verzögerungen gegeben. „Wir machen natürlich weiter", sagte der Steyerberger angesprochen auf die nun vorhandene Konkurrenz. „Ich wusste das natürlich und habe mich etwas über die Standortwahl gewundert", gibt er zu – wenngleich er sein Projekt als anders ansieht, auch mit einer anderen Zielgruppe.

„Wir sprechen mit einem großen Indoor-Spielplatz auch schon jüngere Kinder ab drei Jahren an", erklärt Mußmann, dessen Park sich über ein Areal von mehr als 4.500 Quadratmetern erstrecken wird.

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