SEK-Einsatz, Geldstrafen und AWO: Das waren die Top-Themen der Woche auf MT.de Lea Oetjen Minden. Wieder einmal liegt eine ereignisreiche Woche hinter der MT-Redaktion. An dieser Stelle blicken wir wie immer auf die Themen der Woche zurück. Einer der wohl ungewöhnlichsten Justizfälle der vergangenen Monate geht zu Ende - und das nicht mit einem Prozess. Im Herbst vergangenen Jahres sind Vorwürfe gegen die Kita Meißen öffentlich geworden, wonach Erzieherinnen mehrere Kinder einer Gruppe beim Mittagessen fixiert haben sollen. Die Mädchen und Jungen hatten davon ihren Eltern erzählt, die wiederum eine Anzeige erstatteten. Die Staatsanwaltschaft ermittelte wegen Nötigung und Freiheitsberaubung. MT-Redakteurin Doris Christoph hat den Fall monatelang mit sehr viel Fingerspitzengefühl begleitet und hat im Gespräch mit der zuständigen Staatsanwältin jetzt herausgefunden, dass das Verfahren gegen Zahlung von Geldbußen eingestellt werden soll. Für ähnliche Aufregung hat in den vergangenen Tagen die Nachricht gesorgt, dass der Bezirksverband OWL der Arbeiterwohlfahrt (AWO) unter anderem das Frauenschutzzentrum in Minden schließen will. Grund: etliche Sparmaßnahmen. Der Wohlfahrtsverband müsse hohe Eigenmittel aufbringen, die in der Vergangenheit zugenommen hätten. „Wir können nicht alles finanzieren", betonte eine Sprecherin. MT-Chefredakteur Benjamin Piel hat dazu einen Standpunkt verfasst. Er kritisiert die folgenschwere Entscheidung und schreibt: „Es sind kaum Worte zu finden, die angemessen ausdrücken, wie falsch es ist, dass die bedrohtesten Frauen dieser Stadt weniger Hilfe bekommen werden." Derweil hat ein 45-jähriger Mann aus Porta Westfalica einen SEK-Einsatz ausgelöst. Mehrere Straßen mussten abgesperrt werden, eine große Zahl an Einsatzkräften, Streifenwagen und Zivilfahrzeugen waren vor Ort. Spezialisten einer Verhandlungsgruppe konnten den Verdächtigen auffordern, sein Haus zu verlassen, wo ihn Kräfte eines Spezialeinsatzkommandos widerstandslos festnahmen. Wie sich im Laufe des Tages herausgestellt hat, soll der Mann aber nicht - wie zunächst gedacht - mit einer Pistole geschossen haben - sondern mit einer Zwille. Übrigens: Am morgigen Montag geht das Kraftwerk Heyden in Petershagen-Lahde wieder ans Netz. Wie Betreiber Uniper erklärte, soll es bis Ende April 2023 an den Markt zurückkehren. Seit dem 14. Juli erlaubt eine Verordnung, dass Steinkohlekraftwerke aus der sogenannten Netzreserve wieder in Betrieb gehen können, um Gas einzusparen. Noch nicht am Netz ist hingegen ein Anwohner vom Perlhuhnweg aus Rodenbeck, der sich in seiner Wut ans MT gewendet hat. Er möchte vom schnellen Internet profitieren. Doch der High-Speed-Anschluss scheitert – und der Kunde hängt Monate in der Luft. Verschaffen auch Sie sich gerne einen kleinen Überblick und lesen in Ruhe noch einmal nach, was Sie vielleicht verpasst haben. Wenn Sie dieses wöchentliche Update als Newsletter bekommen möchten, können Sie sich hier kostenlos dafür registrieren.
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SEK-Einsatz, Geldstrafen und AWO: Das waren die Top-Themen der Woche auf MT.de

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Minden. Wieder einmal liegt eine ereignisreiche Woche hinter der MT-Redaktion. An dieser Stelle blicken wir wie immer auf die Themen der Woche zurück.

Einer der wohl ungewöhnlichsten Justizfälle der vergangenen Monate geht zu Ende - und das nicht mit einem Prozess. Im Herbst vergangenen Jahres sind Vorwürfe gegen die Kita Meißen öffentlich geworden, wonach Erzieherinnen mehrere Kinder einer Gruppe beim Mittagessen fixiert haben sollen. Die Mädchen und Jungen hatten davon ihren Eltern erzählt, die wiederum eine Anzeige erstatteten. Die Staatsanwaltschaft ermittelte wegen Nötigung und Freiheitsberaubung. MT-Redakteurin Doris Christoph hat den Fall monatelang mit sehr viel Fingerspitzengefühl begleitet und hat im Gespräch mit der zuständigen Staatsanwältin jetzt herausgefunden, dass das Verfahren gegen Zahlung von Geldbußen eingestellt werden soll.

Für ähnliche Aufregung hat in den vergangenen Tagen die Nachricht gesorgt, dass der Bezirksverband OWL der Arbeiterwohlfahrt (AWO) unter anderem das Frauenschutzzentrum in Minden schließen will. Grund: etliche Sparmaßnahmen. Der Wohlfahrtsverband müsse hohe Eigenmittel aufbringen, die in der Vergangenheit zugenommen hätten. „Wir können nicht alles finanzieren", betonte eine Sprecherin. MT-Chefredakteur Benjamin Piel hat dazu einen Standpunkt verfasst. Er kritisiert die folgenschwere Entscheidung und schreibt: „Es sind kaum Worte zu finden, die angemessen ausdrücken, wie falsch es ist, dass die bedrohtesten Frauen dieser Stadt weniger Hilfe bekommen werden."

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Derweil hat ein 45-jähriger Mann aus Porta Westfalica einen SEK-Einsatz ausgelöst. Mehrere Straßen mussten abgesperrt werden, eine große Zahl an Einsatzkräften, Streifenwagen und Zivilfahrzeugen waren vor Ort. Spezialisten einer Verhandlungsgruppe konnten den Verdächtigen auffordern, sein Haus zu verlassen, wo ihn Kräfte eines Spezialeinsatzkommandos widerstandslos festnahmen. Wie sich im Laufe des Tages herausgestellt hat, soll der Mann aber nicht - wie zunächst gedacht - mit einer Pistole geschossen haben - sondern mit einer Zwille.

Übrigens: Am morgigen Montag geht das Kraftwerk Heyden in Petershagen-Lahde wieder ans Netz. Wie Betreiber Uniper erklärte, soll es bis Ende April 2023 an den Markt zurückkehren. Seit dem 14. Juli erlaubt eine Verordnung, dass Steinkohlekraftwerke aus der sogenannten Netzreserve wieder in Betrieb gehen können, um Gas einzusparen.

Noch nicht am Netz ist hingegen ein Anwohner vom Perlhuhnweg aus Rodenbeck, der sich in seiner Wut ans MT gewendet hat. Er möchte vom schnellen Internet profitieren. Doch der High-Speed-Anschluss scheitert – und der Kunde hängt Monate in der Luft.

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