Rote Ampeln, aber kein Zug: Wieder Verkehrsprobleme an der Kreuzung Marienstraße/Ringstraße Patrick Schwemling,Thomas Lieske Minden. Am frühen Dienstagmorgen hat es gegen 7.50 Uhr wieder einmal größere Verkehrsprobleme an der Kreuzung Marienstraße/Ringstraße gegeben. Mitten im Berufsverkehr gab es dort mutmaßlich eine Signalstörung an der Bahnampel. Nach MT-Informationen leuchteten dort für ungefähr zehn Minuten sämtliche Ampeln "Rot", doch es rollte kein Zug über den Bahnübergang. Dadurch staute sich der Verkehr in alle Richtungen, auch die Ausfahrt der anliegenden Feuer- und Rettungswache wurde dadurch behindert. Die Mindener Kreisbahnen (MKB) konnten sich zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht zu der technischen Störung äußern. Zunächst schien an der Kreuzung alles den gewohnten Weg zu gehen: wegen eines Zugs, der gegen 7.47 Uhr vom Oberstadtbahnhof in Richtung Hermannstraße unterwegs war, mussten alle Verkehrsteilnehmer an den zu diesem Zeitpunkt roten Ampeln warten. Nachdem der Zug die Kreuzung passiert hatte, waren die Ampeln zunächst aus - jedoch lediglich für wenige Sekunden. Danach sprang das Lichtzeichen zurück auf Rot, so dass alle Verkehrsteilnehmer etwa zehn Minuten warten mussten, ohne dass ein weiterer Zug den Bahnübergang überquerte. Dadurch kam es nicht nur zu den Verkehrsbehinderungen, sondern auch dazu, dass die ersten Autofahrer ungeduldig wurden und es in der Mindener Nordstadt zu einem kurzen Hupkonzert kam. Polizei-Pressesprecher Ralf Steinmeyer konnte zu dem konkreten Fall nichts sagen, hat jedoch schon "hin und wieder" exakt dieselbe Störung aus seinem Büro an der Mindener Polizeiwache beobachten können. "Das ist natürlich ärgerlich, wenn dann keine Bahn kommt. Das sind unnötige Verzögerungen", sagt der Beamte und fügt an: "So ewas trägt allgemein sicherlich nicht zur Verkehrssicherheit bei. Ampelanlagen müssen funktionieren." So habe er bereits beobachtet, dass gerade Fußgänger und Radfahrer trotz roter Ampel die Wege dort überqueren würden, weil eben kein Zug käme. "Wenn das erste Auto auch einfach losfährt, fahren die anderen hinterher", ist er sich sicher, hat dies aber zum Glück noch nicht beobachten können. Allerdings habe er Sorge, dass die Moral durch solche Störungen im Allgemeinen leiden könnte. "Wer dort bei Rot geht oder fährt, wird bei der nächsten, funktionierenden Ampel vielleicht unvorsichtiger. Und das sollte nicht sein." Die Technik am Bahnübergang stammt aus den 1970er-Jahren und entspricht laut Auskunft der MKB nicht mehr dem Standard. Deswegen soll der Übergang künftig mit Lichtzeichen und sogenannten Halbschranken – diese reichen im heruntergelassenen Zustand nur bis zur Straßenmitte – gesichert werden. Diese neue Anlage muss mit der Ampel der Kreuzung verknüpft werden.

Rote Ampeln, aber kein Zug: Wieder Verkehrsprobleme an der Kreuzung Marienstraße/Ringstraße

Stau an der Kreuzung Marienstraße/Ringstraße: Wegen einer mutmaßlichen Signalstörung der Bahnampel kam es dort wieder mal zu Verkehrsproblemen. MT-Foto: © Thomas Lieske

Minden. Am frühen Dienstagmorgen hat es gegen 7.50 Uhr wieder einmal größere Verkehrsprobleme an der Kreuzung Marienstraße/Ringstraße gegeben. Mitten im Berufsverkehr gab es dort mutmaßlich eine Signalstörung an der Bahnampel. Nach MT-Informationen leuchteten dort für ungefähr zehn Minuten sämtliche Ampeln "Rot", doch es rollte kein Zug über den Bahnübergang. Dadurch staute sich der Verkehr in alle Richtungen, auch die Ausfahrt der anliegenden Feuer- und Rettungswache wurde dadurch behindert. Die Mindener Kreisbahnen (MKB) konnten sich zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht zu der technischen Störung äußern.

Zunächst schien an der Kreuzung alles den gewohnten Weg zu gehen: wegen eines Zugs, der gegen 7.47 Uhr vom Oberstadtbahnhof in Richtung Hermannstraße unterwegs war, mussten alle Verkehrsteilnehmer an den zu diesem Zeitpunkt roten Ampeln warten. Nachdem der Zug die Kreuzung passiert hatte, waren die Ampeln zunächst aus - jedoch lediglich für wenige Sekunden. Danach sprang das Lichtzeichen zurück auf Rot, so dass alle Verkehrsteilnehmer etwa zehn Minuten warten mussten, ohne dass ein weiterer Zug den Bahnübergang überquerte. Dadurch kam es nicht nur zu den Verkehrsbehinderungen, sondern auch dazu, dass die ersten Autofahrer ungeduldig wurden und es in der Mindener Nordstadt zu einem kurzen Hupkonzert kam.

Polizei-Pressesprecher Ralf Steinmeyer konnte zu dem konkreten Fall nichts sagen, hat jedoch schon "hin und wieder" exakt dieselbe Störung aus seinem Büro an der Mindener Polizeiwache beobachten können. "Das ist natürlich ärgerlich, wenn dann keine Bahn kommt. Das sind unnötige Verzögerungen", sagt der Beamte und fügt an: "So ewas trägt allgemein sicherlich nicht zur Verkehrssicherheit bei. Ampelanlagen müssen funktionieren." So habe er bereits beobachtet, dass gerade Fußgänger und Radfahrer trotz roter Ampel die Wege dort überqueren würden, weil eben kein Zug käme. "Wenn das erste Auto auch einfach losfährt, fahren die anderen hinterher", ist er sich sicher, hat dies aber zum Glück noch nicht beobachten können. Allerdings habe er Sorge, dass die Moral durch solche Störungen im Allgemeinen leiden könnte. "Wer dort bei Rot geht oder fährt, wird bei der nächsten, funktionierenden Ampel vielleicht unvorsichtiger. Und das sollte nicht sein."

Die Technik am Bahnübergang stammt aus den 1970er-Jahren und entspricht laut Auskunft der MKB nicht mehr dem Standard. Deswegen soll der Übergang künftig mit Lichtzeichen und sogenannten Halbschranken – diese reichen im heruntergelassenen Zustand nur bis zur Straßenmitte – gesichert werden. Diese neue Anlage muss mit der Ampel der Kreuzung verknüpft werden.

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