Rockmusical, handgemacht: Proben zu „Spring Awakening“ Ursula Koch Minden (mt). Glattes Parkett, eine Wand mit Spiegeln, damit die Tänzer ihre Bewegungen kontrollieren können - ideale Bedingungen für das Einstudieren von Tanzszenen. Die Schüler des Herder Gymnasiums finden in der Tanzschule am Ring ideale Bedingungen und das Regieteam Andrea Krauledat und Viola Schneider in Raymund Reimann eine ideale Unterstützung. Der Profitänzer und Tanzlehrer ist als letzter Produktionspartner hinzugekommen.Reimann ermutigt die Schüler, die Lieder mitzusingen, während sie tanzen. Denn das ist die besondere Anforderung im Musical. „Wir haben nicht so viel Erfahrung mit Musical-Choreografie“, geben Theaterintendantin Andrea Krauledat und Theaterpädagogin Viola Schneider unumwunden zu. Bislang haben sie mit wechselnden Schulen spannende Schauspiel-Produktionen realisiert: „Romeo und Julia“ mit der Tucholsky-Gesamtschule oder zuletzt mit dem Ratsgymnasium Schillers „Die Räuber“, bei denen auch schon Bigband und Schulorchester mitgewirkt haben.„Spring Awakening“ geht jetzt noch einen Schritt weiter: Der Grund ist der Partner, das Herder-Gymnasium. „Wir wollen die Stärken der Schule nutzen“, sagt Andrea Krauledat. Dort unterrichtet die Musiklehrerin Nina Doormann, die mit den Schülern die Gesangspassagen einstudiert und ihr Fachkollege Matthias Heinze, der die Band für die Bühne fit macht. Auf der musikalischen Einstudierung lag ein ganzes Schulhalbjahr lang das Hauptaugenmerk. Ideale Voraussetzungen also. Nur die Tanzpassagen fehlten bis zu den Sommerferien noch.Bis Nina Doormann den Kontakt zur Tanzschule am Ring herstellte. „Herr Reimann ist eine Riesenhilfe für uns“, sagt Viola Schneider. Er arbeite sehr schnell und sehr effektiv mit den Schülern. Der Salsa-Schritt sitzt bereits, lediglich bei der einen oder anderen Armbewegung oder Drehung sind noch Unsicherheiten zu erkennen. Reimann gestaltet die Gruppenchoreografien. Die Jungs lässt er in einer Szene sitzend tanzen, mit stampfenden Füßen und einer Steigerung bis zu beeindruckenden Sprüngen.Seit drei Wochen ist Reimann erst im Team. Er begibt sich damit auf ein für ihn neues Feld. Er hat seine Tanzlehrerausbildung in Polen und Deutschland absolviert. Der Tanzlehrer und Trainer für Tanzsport ist fit in Ballett, Jazzdance und Formationstanz, tanzt selber Standard- und Lateinamerikanisch. Mit seiner Ehefrau ist er mehrfacher niedersächsischer Meister. Das Paar war mehrmals im Finale bei deutschen Meisterschaften und ist zwei Mal bei Weltmeisterschaften bis in die Endrunde gekommen. „Slow-Fox ist aktuell unser Favorit“, sagt Raymund Reimann, der mit seiner Frau die Tanzschule am Ring 2003 übernommen hat. Nur als Choreograf für ein Musical war er bislang noch nicht tätig. Doch das sieht man seiner Arbeit mit den Schülern nicht an.An der Produktion „Spring Awakening“ sind insgesamt knapp 40 Schüler beteiligt, mehr als die Hälfte davon muss auf der Bühne auch tanzen. Als Projektassistentin vervollständigt Meike Messal das Lehrerteam.Das Musical erzählt nicht nur eine „wunderbare Liebesgeschichte“, sondern auch von sehr aktuellen Problemen wie Mobbing, Gewalt, Missbrauch, ungewollter Schwangerschaft, berichtet Andrea Krauledat. Aber das werde mit ungeheurem Drive und viel Optimismus kombiniert. „Dazu haben wir eine tolle Besetzung in den Hauptrollen.“„Spring Awakening“ feiert am Donnerstag, 9. November, um 20 Uhr im Stadttheater Minden Premiere und ist dort in drei weiteren Aufführungen zu sehen. Es ist außerdem der Showteil der Charity-Gala der Bildungspartner am 11. November. Karten für die Aufführungen gibt es im Vorverkauf bei Express-Ticketservice.

Rockmusical, handgemacht: Proben zu „Spring Awakening“

Die Tanzschule am Ring ist eine Probebühne für das Musical „Spring Awakening“, das Andrea Krauledat und Viola Schneider mit Schülern des Herdergymnasiums einstudieren. MT- © Foto: Alex Lehn

Minden (mt). Glattes Parkett, eine Wand mit Spiegeln, damit die Tänzer ihre Bewegungen kontrollieren können - ideale Bedingungen für das Einstudieren von Tanzszenen. Die Schüler des Herder Gymnasiums finden in der Tanzschule am Ring ideale Bedingungen und das Regieteam Andrea Krauledat und Viola Schneider in Raymund Reimann eine ideale Unterstützung. Der Profitänzer und Tanzlehrer ist als letzter Produktionspartner hinzugekommen.

Reimann ermutigt die Schüler, die Lieder mitzusingen, während sie tanzen. Denn das ist die besondere Anforderung im Musical. „Wir haben nicht so viel Erfahrung mit Musical-Choreografie“, geben Theaterintendantin Andrea Krauledat und Theaterpädagogin Viola Schneider unumwunden zu. Bislang haben sie mit wechselnden Schulen spannende Schauspiel-Produktionen realisiert: „Romeo und Julia“ mit der Tucholsky-Gesamtschule oder zuletzt mit dem Ratsgymnasium Schillers „Die Räuber“, bei denen auch schon Bigband und Schulorchester mitgewirkt haben.

„Spring Awakening“ geht jetzt noch einen Schritt weiter: Der Grund ist der Partner, das Herder-Gymnasium. „Wir wollen die Stärken der Schule nutzen“, sagt Andrea Krauledat. Dort unterrichtet die Musiklehrerin Nina Doormann, die mit den Schülern die Gesangspassagen einstudiert und ihr Fachkollege Matthias Heinze, der die Band für die Bühne fit macht. Auf der musikalischen Einstudierung lag ein ganzes Schulhalbjahr lang das Hauptaugenmerk. Ideale Voraussetzungen also. Nur die Tanzpassagen fehlten bis zu den Sommerferien noch.

Bis Nina Doormann den Kontakt zur Tanzschule am Ring herstellte. „Herr Reimann ist eine Riesenhilfe für uns“, sagt Viola Schneider. Er arbeite sehr schnell und sehr effektiv mit den Schülern. Der Salsa-Schritt sitzt bereits, lediglich bei der einen oder anderen Armbewegung oder Drehung sind noch Unsicherheiten zu erkennen. Reimann gestaltet die Gruppenchoreografien. Die Jungs lässt er in einer Szene sitzend tanzen, mit stampfenden Füßen und einer Steigerung bis zu beeindruckenden Sprüngen.

Seit drei Wochen ist Reimann erst im Team. Er begibt sich damit auf ein für ihn neues Feld. Er hat seine Tanzlehrerausbildung in Polen und Deutschland absolviert. Der Tanzlehrer und Trainer für Tanzsport ist fit in Ballett, Jazzdance und Formationstanz, tanzt selber Standard- und Lateinamerikanisch. Mit seiner Ehefrau ist er mehrfacher niedersächsischer Meister. Das Paar war mehrmals im Finale bei deutschen Meisterschaften und ist zwei Mal bei Weltmeisterschaften bis in die Endrunde gekommen. „Slow-Fox ist aktuell unser Favorit“, sagt Raymund Reimann, der mit seiner Frau die Tanzschule am Ring 2003 übernommen hat. Nur als Choreograf für ein Musical war er bislang noch nicht tätig. Doch das sieht man seiner Arbeit mit den Schülern nicht an.

An der Produktion „Spring Awakening“ sind insgesamt knapp 40 Schüler beteiligt, mehr als die Hälfte davon muss auf der Bühne auch tanzen. Als Projektassistentin vervollständigt Meike Messal das Lehrerteam.

Das Musical erzählt nicht nur eine „wunderbare Liebesgeschichte“, sondern auch von sehr aktuellen Problemen wie Mobbing, Gewalt, Missbrauch, ungewollter Schwangerschaft, berichtet Andrea Krauledat. Aber das werde mit ungeheurem Drive und viel Optimismus kombiniert. „Dazu haben wir eine tolle Besetzung in den Hauptrollen.“

„Spring Awakening“ feiert am Donnerstag, 9. November, um 20 Uhr im Stadttheater Minden Premiere und ist dort in drei weiteren Aufführungen zu sehen. Es ist außerdem der Showteil der Charity-Gala der Bildungspartner am 11. November. Karten für die Aufführungen gibt es im Vorverkauf bei Express-Ticketservice.

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