Reiserückkehrer aus Südafrika: Labor der Mühlenkreiskliniken weist Omikron-Variante nach Patrick Schwemling Minden/Hannover. In Niedersachsen ist der erste Fall der neuen Omikron-Variante des Coronavirus durch das Landesgesundheitsamt (NLGA) nachgewiesen worden. Eine Sequenzierung nach einem Verdachtsfall habe ergeben, dass es sich um eine Infektion mit der Omikron-Variante B.1.1.529 handele, teilte die Behörde am Freitag in Hannover mit. Nach Informationen des Mindener Tageblatts wurde die Sequenzierung der Probe im Labor der Mühlenkreiskliniken (MKK) vorgenommen. MKK-Pressesprecher Christian Busse bestätigte dies auf MT-Anfrage nicht, dementierte die Sequenzierung allerdings auch nicht.Wie die Mühlenkreiskliniken auf ihrer Homepage erklären, würden die fünf offiziellen Testzentren der Kassenärztlichen Vereinigung in Niedersachsens die Corona-Abstriche mittlerweile in Minden untersuchen lassen. "Unter anderem wird auch das Testzentrum am Flughafen Hannover vom Mindener Labor aus betreut", heißt es von Seiten der MKK. Nach einem Aufenthalt in Südafrika bestand laut Gesundheitsministerium bei einem Mann aus dem Landkreis Wolfenbüttel der begründete Verdacht, dass er mit dieser Variante infiziert sein könnte. Nach der Afrika-Reise traten demnach in der vergangenen Woche bei dem Mann Erkältungssymptome auf. Sowohl ein Schnelltest als auch ein PCR-Test hatte den Angaben zufolge zuvor eine Infektion mit SarsCov 2 bestätigt. Die zuerst im südlichen Afrika nachgewiesene Variante B.1.1.529 wurde von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als "besorgniserregend" eingestuft. Die EU-Gesundheitsbehörde ECDC spricht von ernsthaften Sorgen, dass die Variante die Wirksamkeit der Corona-Impfstoffe erheblich verringern und das Risiko von Reinfektionen erhöhen könnte. Welche genauen Auswirkungen die Variante hat, steht aber noch nicht fest. Seit Mittwoch gibt es in Niedersachsen zudem einen weiteren Omikron-Verdachtsfall. Bei einer Frau - ebenfalls aus dem Landkreis Wolfenbüttel - bestehe der Verdacht, dass sie mit dieser Variante infiziert sein könnte, teilte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums dazu mit. Zuvor hatte sich die Frau demnach auch in Südafrika aufgehalten. Die Probe des zweiten Verdachtsfalls werde ebenfalls am NLGA sequenziert. Anfang der kommenden Woche rechne man mit einem Ergebnis. Mittlerweile sind in etlichen Ländern - darunter auch Deutschland - Fälle der Variante aufgetaucht. Omikron sei in Deutschland angekommen und könne noch ansteckender sein als die Delta-Variante und auch Geimpfte und bereits Genesene leichter infizieren, sagte der Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI) Lothar Wieler am Freitag in Berlin. Mit Material von der dpa

Reiserückkehrer aus Südafrika: Labor der Mühlenkreiskliniken weist Omikron-Variante nach

Ein Reiserückkehrer aus dem Landkreis Wolfenbüttel hat sich mit der Omikron-Variante des Corona-Virus infiziert. Dies ergab nach MT-Informationen eine Sequenzierung im Labor der Mühlenkreiskliniken. Symbolfoto: © imago images/Eibner

Minden/Hannover. In Niedersachsen ist der erste Fall der neuen Omikron-Variante des Coronavirus durch das Landesgesundheitsamt (NLGA) nachgewiesen worden. Eine Sequenzierung nach einem Verdachtsfall habe ergeben, dass es sich um eine Infektion mit der Omikron-Variante B.1.1.529 handele, teilte die Behörde am Freitag in Hannover mit. Nach Informationen des Mindener Tageblatts wurde die Sequenzierung der Probe im Labor der Mühlenkreiskliniken (MKK) vorgenommen. MKK-Pressesprecher Christian Busse bestätigte dies auf MT-Anfrage nicht, dementierte die Sequenzierung allerdings auch nicht.

Wie die Mühlenkreiskliniken auf ihrer Homepage erklären, würden die fünf offiziellen Testzentren der Kassenärztlichen Vereinigung in Niedersachsens die Corona-Abstriche mittlerweile in Minden untersuchen lassen. "Unter anderem wird auch das Testzentrum am Flughafen Hannover vom Mindener Labor aus betreut", heißt es von Seiten der MKK.

Nach einem Aufenthalt in Südafrika bestand laut Gesundheitsministerium bei einem Mann aus dem Landkreis Wolfenbüttel der begründete Verdacht, dass er mit dieser Variante infiziert sein könnte. Nach der Afrika-Reise traten demnach in der vergangenen Woche bei dem Mann Erkältungssymptome auf. Sowohl ein Schnelltest als auch ein PCR-Test hatte den Angaben zufolge zuvor eine Infektion mit SarsCov 2 bestätigt.

Die zuerst im südlichen Afrika nachgewiesene Variante B.1.1.529 wurde von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als "besorgniserregend" eingestuft. Die EU-Gesundheitsbehörde ECDC spricht von ernsthaften Sorgen, dass die Variante die Wirksamkeit der Corona-Impfstoffe erheblich verringern und das Risiko von Reinfektionen erhöhen könnte. Welche genauen Auswirkungen die Variante hat, steht aber noch nicht fest.

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Seit Mittwoch gibt es in Niedersachsen zudem einen weiteren Omikron-Verdachtsfall. Bei einer Frau - ebenfalls aus dem Landkreis Wolfenbüttel - bestehe der Verdacht, dass sie mit dieser Variante infiziert sein könnte, teilte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums dazu mit. Zuvor hatte sich die Frau demnach auch in Südafrika aufgehalten. Die Probe des zweiten Verdachtsfalls werde ebenfalls am NLGA sequenziert. Anfang der kommenden Woche rechne man mit einem Ergebnis.

Mittlerweile sind in etlichen Ländern - darunter auch Deutschland - Fälle der Variante aufgetaucht. Omikron sei in Deutschland angekommen und könne noch ansteckender sein als die Delta-Variante und auch Geimpfte und bereits Genesene leichter infizieren, sagte der Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI) Lothar Wieler am Freitag in Berlin.

Mit Material von der dpa

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