"Querdenker" fahren im Autokorso durch die Stadt Jan Henning Rogge Minden. "Querdenker" haben am frühen Samstagabend versucht, mit einem Autokorso auf ihren Protest gegen die Corona-Politik der Regierung aufmerksam zu machen. Nach Angaben der Polizei vor Ort waren 37 Autos an der Aktion beteiligt. Gut die Hälfte der Fahrzeuge hatte Kennzeichen aus benachbarten Landkreisen oder weiter entfernten Kreisen. Der Korso hatte um 16 Uhr von Kanzlers Weide aus starten sollen, verzögerte sich jedoch, weil die Besatzung des vorausfahrenden Fahrzeugs Probleme mit einer Lautsprecheranlage im Kofferraum hatte, über die Musik abgespielt wurde. Auf Wortbeiträge verzichteten die Veranstalter jedoch. Gegen 16.30 Uhr setzten sich die Fahrzeuge dann in Bewegung, der Korso wurde jedoch bereits an der Kreuzung mit der Hausberger Straße und dann an der Kreuzung Kaiserstraße durch den Verkehrsfluss und die Ampelschaltung unterbrochen. Die Teilnehmer der angemeldeten Demonstration waren dann für etwa zwei Stunden auf einer von der Polizei genehmigten Route durch die Stadt unterwegs, wobei sie auch durch einige Wohngebiete fuhren. Etwa eine Stunde nach Beginn der Aktion waren in der Hardenbergstraße allerdings nur noch etwa fünfzehn Autos zusammenhängend unterwegs, einzelne Fahrzeuge folgten. Auch der AfD-Landtagsabgeordnete Thomas Röckemann und weitere heimische AfD-Politiker nahmen an der Aktion teil. Bei Passanten auf Kanzlers Weide und in der Innenstadt sorgte die Aktion für Unverständnis, da nicht ersichtlich war, weshalb hupende Autos durch die Stadt fuhren. Angemeldet war die Demonstration für bis zu 100 Fahrzeuge. Nach MT-Informationen hatten die Veranstalter zunächst einen Demonstrationsmarsch geplant, wegen der Maskenpflicht jedoch darauf verzichtet und sich für den Autokorso entschieden. Als "Querdenker" bezeichnen sich verschiedene Gruppierungen, die gegen die Corona-Politik der Landes- und Bundesregierung protestieren. Die Gruppen zeichnen sich dadurch aus, dass sie die Corona-Pandemie als Erfindung bezeichnen, mit der sie in ihrer Freiheit unterdrückt werden sollen. Auf "Querdenker"-Veranstaltungen werden zudem immer wieder Verschwörungstheorien rund um das Impfen allgemein, den Microsoft-Gründer Bill Gates und die QAnon-Bewegung verbreitet, die unter anderem behauptet, eine einflussreiche und weltweit agierende satanistische Elite entführe Kinder und halte sie gefangen, um aus ihrem Blut eine Verjüngungsdroge zu gewinnen. Auch esoterische, monarchistische und rechtsextreme Gruppen und Parteien schließen sich den Protesten an. Lesen Sie zum Thema Corona auch: "Als hätte mich ein Bus überrollt": Drei Corona-Patienten berichten und: MT-Interview: Wie GWD-Profi Juri Knorr seine Corona-Infektion erlebt

"Querdenker" fahren im Autokorso durch die Stadt

Die Teilnehmer der "Querdenker"-Demonstration sammelten sich auf Kanzlers Weide. MT-Foto: Jan Henning Rogge © jhrogge

Minden. "Querdenker" haben am frühen Samstagabend versucht, mit einem Autokorso auf ihren Protest gegen die Corona-Politik der Regierung aufmerksam zu machen. Nach Angaben der Polizei vor Ort waren 37 Autos an der Aktion beteiligt. Gut die Hälfte der Fahrzeuge hatte Kennzeichen aus benachbarten Landkreisen oder weiter entfernten Kreisen.

Der Korso hatte um 16 Uhr von Kanzlers Weide aus starten sollen, verzögerte sich jedoch, weil die Besatzung des vorausfahrenden Fahrzeugs Probleme mit einer Lautsprecheranlage im Kofferraum hatte, über die Musik abgespielt wurde. Auf Wortbeiträge verzichteten die Veranstalter jedoch. Gegen 16.30 Uhr setzten sich die Fahrzeuge dann in Bewegung, der Korso wurde jedoch bereits an der Kreuzung mit der Hausberger Straße und dann an der Kreuzung Kaiserstraße durch den Verkehrsfluss und die Ampelschaltung unterbrochen.

Die Teilnehmer der angemeldeten Demonstration waren dann für etwa zwei Stunden auf einer von der Polizei genehmigten Route durch die Stadt unterwegs, wobei sie auch durch einige Wohngebiete fuhren. Etwa eine Stunde nach Beginn der Aktion waren in der Hardenbergstraße allerdings nur noch etwa fünfzehn Autos zusammenhängend unterwegs, einzelne Fahrzeuge folgten. Auch der AfD-Landtagsabgeordnete Thomas Röckemann und weitere heimische AfD-Politiker nahmen an der Aktion teil.

Bei Passanten auf Kanzlers Weide und in der Innenstadt sorgte die Aktion für Unverständnis, da nicht ersichtlich war, weshalb hupende Autos durch die Stadt fuhren. Angemeldet war die Demonstration für bis zu 100 Fahrzeuge. Nach MT-Informationen hatten die Veranstalter zunächst einen Demonstrationsmarsch geplant, wegen der Maskenpflicht jedoch darauf verzichtet und sich für den Autokorso entschieden.

Als "Querdenker" bezeichnen sich verschiedene Gruppierungen, die gegen die Corona-Politik der Landes- und Bundesregierung protestieren. Die Gruppen zeichnen sich dadurch aus, dass sie die Corona-Pandemie als Erfindung bezeichnen, mit der sie in ihrer Freiheit unterdrückt werden sollen.

Auf "Querdenker"-Veranstaltungen werden zudem immer wieder Verschwörungstheorien rund um das Impfen allgemein, den Microsoft-Gründer Bill Gates und die QAnon-Bewegung verbreitet, die unter anderem behauptet, eine einflussreiche und weltweit agierende satanistische Elite entführe Kinder und halte sie gefangen, um aus ihrem Blut eine Verjüngungsdroge zu gewinnen. Auch esoterische, monarchistische und rechtsextreme Gruppen und Parteien schließen sich den Protesten an.

Lesen Sie zum Thema Corona auch: "Als hätte mich ein Bus überrollt": Drei Corona-Patienten berichten

und: MT-Interview: Wie GWD-Profi Juri Knorr seine Corona-Infektion erlebt

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