Programmvielfalt und Sommer-Party-Stimmung Etwa 5000 Besucher sorgen am Weserlieder-Samstag für neuen Rekord / Le Fly animieren zum Tanzen / Wacken-Gefühl bei Queen of Smoke Von Rolf Graff Minden (rgr). Nachdem am ersten Tag des Festivals „Weserlieder“ auch Engländer auf der Bühne am Mindener Amphitheater standen, waren am zweiten Abend die Musiker aus Ostwestfalen-Lippe und Schaumburg in der Mehrheit. Das bedeutete allerdings ganz und gar nicht, dass sich Provinzialität breit machte. Schon die erste Band Jabba´s Cortex aus dem benachbarten Schaumburg besticht mit zeitlosem Hardrock, der sich nicht mit Klischees aufhält, sondern Kreativität und solides Gitarren-Handwerk zeigt und vor der Bühne schon für Bewegung sorgte. Die nächste Band, Bartosz aus Lemgo, hätte uns fast beim diesjährigen Eurovision Song Contest vertreten, aber dann wäre vielleicht das Publikum an der Weser nicht in den Genuss ihrer feinen musikalischen Mixtur aus Folk, Pop und mehr gekommen. Das Quartett muss nicht immer Vollgas fahren, sondern kann auch mit berührenden Balladen aufwarten und ist immer melodiös. Die einfallsreichen Songs werden mit markanter Stimme gesungen und von klugen Arrangements getragen. Queen of Smoke ist ein neues heimisches Rock-Gewächs und dafür, dass die vier Herren erst seit etwa einem Jahr zusammenspielen, wissen sie schon gut, wie das Publikum zu rocken ist. Die „Königin des Rauchs“ beherrscht ihr metallisches Metier mit allem, was dazugehört und experimentiert nicht mit Eigenständigem, sodass der Fan dieser Musik weiß, was er erwarten kann. Am Bühnenrand kommt fast ein wenig Wacken-Feeling auf. Inzwischen ist es eng geworden auf dem Gelände, was der guten Stimmung aber nicht schadet. Die Organisatoren schätzen die Gäste auf 5000 und das ist ein neuer Besucherrekord, der teilweise auch dem durchgehend guten Wetter zu verdanken ist. Südstaaten-Stimmung zum Abschluss Mit Le Fly kommt dann endgültig Leben in die Tanzbeine. St. Pauli Tanzmusik nennen die Hamburger ihre Mixtur aus Reggae, Rock, Disco und Hip-Hop und wie viele Musiker aus der Hansestadt, wissen auch sie, wie dies auch wunderbar mit deutschen Texten klappt, die zudem meist originell sind. Die Gruppe erweist sich als Partyband, die am Ende auch ein wenig Mallorca-Flair verbreitet und mit Maskeraden und Bewegungsspielen die Zuhörer animiert - eine neue Facette der Weserlieder. Mit Rock im Zeichen der Rose schließen die Weserlieder mit DeVille and his Guys. Willi Weper, heimisches Rock-Urgestein, präsentiert, den Mikrofonständer wie immer mit der dornigen Blume drapiert, die Songs von Willy DeVille. Begleitet wird er dabei von den erfahrensten heimischen Musikern und gemeinsam gelingt es ihnen wieder diesen einmaligen Südstaaten-Ton, mit seiner Mischung aus Soul, Tex-Mex,  Blues und Rock zu treffen. Stimmungsvoll endet so das Festival und die durchgehend positive Resonanz des Publikums entschädigt das große Team ehrenamtlicher Helfer für ihre geleistete Arbeit.

Programmvielfalt und Sommer-Party-Stimmung

Minden (rgr). Nachdem am ersten Tag des Festivals „Weserlieder“ auch Engländer auf der Bühne am Mindener Amphitheater standen, waren am zweiten Abend die Musiker aus Ostwestfalen-Lippe und Schaumburg in der Mehrheit. Das bedeutete allerdings ganz und gar nicht, dass sich Provinzialität breit machte.

Schon die erste Band Jabba´s Cortex aus dem benachbarten Schaumburg besticht mit zeitlosem Hardrock, der sich nicht mit Klischees aufhält, sondern Kreativität und solides Gitarren-Handwerk zeigt und vor der Bühne schon für Bewegung sorgte.

Die nächste Band, Bartosz aus Lemgo, hätte uns fast beim diesjährigen Eurovision Song Contest vertreten, aber dann wäre vielleicht das Publikum an der Weser nicht in den Genuss ihrer feinen musikalischen Mixtur aus Folk, Pop und mehr gekommen. Das Quartett muss nicht immer Vollgas fahren, sondern kann auch mit berührenden Balladen aufwarten und ist immer melodiös. Die einfallsreichen Songs werden mit markanter Stimme gesungen und von klugen Arrangements getragen.
Queen of Smoke ist ein neues heimisches Rock-Gewächs und dafür, dass die vier Herren erst seit etwa einem Jahr zusammenspielen, wissen sie schon gut, wie das Publikum zu rocken ist. Die „Königin des Rauchs“ beherrscht ihr metallisches Metier mit allem, was dazugehört und experimentiert nicht mit Eigenständigem, sodass der Fan dieser Musik weiß, was er erwarten kann. Am Bühnenrand kommt fast ein wenig Wacken-Feeling auf.
Inzwischen ist es eng geworden auf dem Gelände, was der guten Stimmung aber nicht schadet. Die Organisatoren schätzen die Gäste auf 5000 und das ist ein neuer Besucherrekord, der teilweise auch dem durchgehend guten Wetter zu verdanken ist.
Südstaaten-Stimmung zum Abschluss
Mit Le Fly kommt dann endgültig Leben in die Tanzbeine. St. Pauli Tanzmusik nennen die Hamburger ihre Mixtur aus Reggae, Rock, Disco und Hip-Hop und wie viele Musiker aus der Hansestadt, wissen auch sie, wie dies auch wunderbar mit deutschen Texten klappt, die zudem meist originell sind. Die Gruppe erweist sich als Partyband, die am Ende auch ein wenig Mallorca-Flair verbreitet und mit Maskeraden und Bewegungsspielen die Zuhörer animiert - eine neue Facette der Weserlieder.
Mit Rock im Zeichen der Rose schließen die Weserlieder mit DeVille and his Guys. Willi Weper, heimisches Rock-Urgestein, präsentiert, den Mikrofonständer wie immer mit der dornigen Blume drapiert, die Songs von Willy DeVille. Begleitet wird er dabei von den erfahrensten heimischen Musikern und gemeinsam gelingt es ihnen wieder diesen einmaligen Südstaaten-Ton, mit seiner Mischung aus Soul, Tex-Mex, 
Blues und Rock zu treffen. Stimmungsvoll endet so das Festival und die durchgehend positive Resonanz des Publikums entschädigt das große Team ehrenamtlicher Helfer für ihre geleistete Arbeit.

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