Preisexplosion: Der Bau des mobilen Klassenzimmers auf der Pohlschen Heide verzögert sich Sebastian Radermacher Hille. Der außerschulische Lernstandort auf der Pohlschen Heide kann nicht wie ursprünglich geplant Ende dieses Jahres offiziell an den Start gehen. Das teilte Sarah Golcher, Projektleiterin des Kreises, der Politik im jüngsten Betriebsausschuss mit. Der Grund: Die Ausschreibung für den Bau der Klassenräume in Modulbauweise endete ohne Vergabe. Die Preise seien in den vergangenen Monaten derart in die Höhe geschnellt, was sich auch in den Angeboten gezeigt hätte. Eine Umsetzung wäre nicht wirtschaftlich gewesen, erklärte Golcher. In Abstimmung mit der Bezirksregierung in Detmold sei die Projektlaufzeit bis Ende September 2022 verlängert worden. So kann der Kreis eine neue Ausschreibung auf den Weg bringen. Sarah Golcher ist optimistisch, dass das nächste Ergebnis wirtschaftlich sein wird. „Unser Ziel ist, den außerschulischen Lernstandort bis zum Mai 2022 fertigzustellen.“ Die Entwicklung der Pohlschen Heide hin zu einer „Smart Recycling Factory“ ist Teil des Strukturförderprogramms „Regionale 2022“. Das Millionen-Projekt setzt sich aus einzelnen Bausteinen zusammen, unter anderem aus dem beschriebenen Lernstandort, einem Innovations- und Kompetenzzentrum für Recycling und Kreislaufwirtschaft oder auch aus der Deponie als Rohstoffquelle. Das mobile Klassenzimmer mit angrenzendem Labor ist das erste Teilprojekt, das sich in der Umsetzung befindet. Der Kreis will mit diesem neuen Angebot Kinder und Jugendliche aller Schulformen ansprechen, sie für Müll, Recycling und Co. begeistern und das Lernen und Forschen rund ums Thema Abfallwirtschaft attraktiv machen. Auch wenn die Containermodule erst im kommenden Jahr aufgestellt werden können, soll die inhaltliche Arbeit in den nächsten Monaten wie geplant weitergehen, betonte Golcher. So könnten Workshops und Treffen weiterhin stattfinden, zum Beispiel in den Räumen der Kreisabfallverwertungsgesellschaft (KAVG). Der „Lernriegel“ für Schüler soll zunächst auf einer Freifläche hinter dem Verwaltungsgebäude im Eingangsbereich der Pohlschen Heide errichtet werden. Langfristig gesehen soll das kleine „Bildungsquartier“ auf der Deponie platziert werden, wo sich die Schülerinnen und Schüler dann mit dem Thema auseinandersetzen können. Was Sarah Golcher besonders hervorheben möchte: An der Entwicklung der mobilen Lernräume sind auch Schülerinnen und Schüler direkt beteiligt, und zwar im Rahmen einer Kooperation mit dem Leo-Sympher-Berufskolleg. Die Schüler hätten das nachhaltige Design einer sogenannten Kerf-Wall gestaltet. Das ist eine Wand, die in den Klassenräumen multifunktional genutzt werden kann – mit Regalen, Haken oder herausklappbaren Tischen.

Preisexplosion: Der Bau des mobilen Klassenzimmers auf der Pohlschen Heide verzögert sich

In dem mobilen Klassenzimmer mit angrenzendem Labor sollen Schüler in Zukunft gemeinsam lernen und forschen können. Entwurf: Architekturbüro Lindstedt GmbH © Architekturbüro Lindstedt GmbH

Hille. Der außerschulische Lernstandort auf der Pohlschen Heide kann nicht wie ursprünglich geplant Ende dieses Jahres offiziell an den Start gehen. Das teilte Sarah Golcher, Projektleiterin des Kreises, der Politik im jüngsten Betriebsausschuss mit.

Der Grund: Die Ausschreibung für den Bau der Klassenräume in Modulbauweise endete ohne Vergabe. Die Preise seien in den vergangenen Monaten derart in die Höhe geschnellt, was sich auch in den Angeboten gezeigt hätte. Eine Umsetzung wäre nicht wirtschaftlich gewesen, erklärte Golcher.

In Abstimmung mit der Bezirksregierung in Detmold sei die Projektlaufzeit bis Ende September 2022 verlängert worden. So kann der Kreis eine neue Ausschreibung auf den Weg bringen. Sarah Golcher ist optimistisch, dass das nächste Ergebnis wirtschaftlich sein wird. „Unser Ziel ist, den außerschulischen Lernstandort bis zum Mai 2022 fertigzustellen.“


Die Entwicklung der Pohlschen Heide hin zu einer „Smart Recycling Factory“ ist Teil des Strukturförderprogramms „Regionale 2022“. Das Millionen-Projekt setzt sich aus einzelnen Bausteinen zusammen, unter anderem aus dem beschriebenen Lernstandort, einem Innovations- und Kompetenzzentrum für Recycling und Kreislaufwirtschaft oder auch aus der Deponie als Rohstoffquelle.

Das mobile Klassenzimmer mit angrenzendem Labor ist das erste Teilprojekt, das sich in der Umsetzung befindet. Der Kreis will mit diesem neuen Angebot Kinder und Jugendliche aller Schulformen ansprechen, sie für Müll, Recycling und Co. begeistern und das Lernen und Forschen rund ums Thema Abfallwirtschaft attraktiv machen.

Auch wenn die Containermodule erst im kommenden Jahr aufgestellt werden können, soll die inhaltliche Arbeit in den nächsten Monaten wie geplant weitergehen, betonte Golcher. So könnten Workshops und Treffen weiterhin stattfinden, zum Beispiel in den Räumen der Kreisabfallverwertungsgesellschaft (KAVG).

Der „Lernriegel“ für Schüler soll zunächst auf einer Freifläche hinter dem Verwaltungsgebäude im Eingangsbereich der Pohlschen Heide errichtet werden. Langfristig gesehen soll das kleine „Bildungsquartier“ auf der Deponie platziert werden, wo sich die Schülerinnen und Schüler dann mit dem Thema auseinandersetzen können.

Was Sarah Golcher besonders hervorheben möchte: An der Entwicklung der mobilen Lernräume sind auch Schülerinnen und Schüler direkt beteiligt, und zwar im Rahmen einer Kooperation mit dem Leo-Sympher-Berufskolleg. Die Schüler hätten das nachhaltige Design einer sogenannten Kerf-Wall gestaltet. Das ist eine Wand, die in den Klassenräumen multifunktional genutzt werden kann – mit Regalen, Haken oder herausklappbaren Tischen.

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