„Pola" verlässt Radio Westfalica und wechselt zur Gemeinde Stemwede Jan Henning Rogge Minden/Stemwede. Bereits seit einigen Wochen ist Radio-Westfalica-Moderator Jan-Philipp Ehlers – vielen Hörern besser bekannt unter seinem Spitznamen „Pola“ – nicht mehr im Radio zu hören. Mit dem Monatsende endet nun auch seine Zeit beim Lokalsender. Im Mai wechselt er in den Bereich Öffentlichkeitsarbeit der Gemeinde Stemwede. Für die meisten Hörer war es eine Überraschung, manche dachten gar an einen Aprilscherz, als der Sender am 1. April über die sozialen Netzwerke mitteilte, dass Ehlers seinen Hut nimmt. Als Teil des beliebten Morgenteams „Die vier von hier“, gehörte er gemeinsam mit Nadine Hofmeier, Boris Tegtmeier und Oliver Rose zu den bekanntesten Moderatoren von Radio Westfalica. „Als wir bekannt gegeben haben, dass ich bei Radio Westfalica aufhöre, stand in den ersten Tagen mein Telefon nicht mehr still“, sagt Ehlers. „Aber nach 20 Jahren beim Radio habe ich Lust auf etwas Neues und möchte auch gerne morgens länger schlafen.“ Denn das frühe Aufstehen habe dem zweifachen Vater schon zu schaffen gemacht. „Um 3.30 Uhr klingelt der Wecker, dann kommt der lange Weg zur Arbeit dazu“, sagt der Moderator, der in Stemwede wohnt. „Je älter man wird, desto öfter fragt man sich, wie lange man das noch schafft. Und die Familie kommt auch oft zu kurz.“ Zwar ist das Team seit März überwiegend im Homeoffice und moderiere von dort, „einer ist aber immer im Studio.“ Genau diese Situation habe dem Team zu schaffen gemacht. „Das funktioniert zwar auch auf Distanz, wir sind ja jetzt seit gut zehn Jahren in dieser Konstellation zusammen – aber es fehlt einfach der Blickkontakt. Man kennt sich und weiß auch oft, was die anderen gerade denken – es ist aber einfach anders als im Studio.“ Das regelmäßige frühe Aufstehen und das damit verbundene frühe Ins- Bett-gehen gehören künftig der Vergangenheit an, „sehr zur Freude meiner Familie.“ In der Gemeindeverwaltung Stemwede übernimmt er die Bereiche Gemeindemarketing und Wirtschaftsförderung, Social Media, Homepage, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und er wird für die Redaktion des Amtsblatts der Gemeinde zuständig sein. Leicht fällt ihm der Wechsel aber nicht. „Radio Westfalica war für mich immer eine Herzensangelegenheit. Ich habe die Morning-Show mitentwickelt, die Kollegen sind Freunde und gehören eigentlich schon zur Familie – das ist schon komisch, da nicht mehr involviert zu sein.“ Im April 2001 hatte er als Praktikant beim Sender angefangen, war dann mehrere Jahre als freier Mitarbeiter und Moderator tätig. „2010 bin ich dann in die Morning-Show reingerutscht.“ Ob Berichte von der Seitenlinie beim Handball-Derby oder Einsätze bei der Morgenwette, die ihn unter anderem dazu brachten, barfuß durch die Eishalle in Herford zu laufen oder in einem Wettschwimmen gegen einen Bundeswehr-Pionier die Weser zu queren, „man erlebt einfach viele Dinge, die andere nicht erleben. Dazu gehören auch bekloppte Aktionen, wie ein Stockcar-Rennen, bei dem sich mein Kollege Olli dann eine Rippe gebrochen hat." Klar ist: „Pola“ wird seine Arbeit fehlen. Nicht zuletzt deshalb hat er sich fest vorgenommen: „Auf dem Weg zur Arbeit bleibt das Autoradio aus. Zumindest an den ersten Tagen.“

„Pola" verlässt Radio Westfalica und wechselt zur Gemeinde Stemwede

Jan-Philipp Ehlers, genannt Pola, verlässt Radio Westfalica und fängt bei der Gemeinde Stemwede an. Foto: Radio Westfalica © steffi behrmann

Minden/Stemwede. Bereits seit einigen Wochen ist Radio-Westfalica-Moderator Jan-Philipp Ehlers – vielen Hörern besser bekannt unter seinem Spitznamen „Pola“ – nicht mehr im Radio zu hören. Mit dem Monatsende endet nun auch seine Zeit beim Lokalsender. Im Mai wechselt er in den Bereich Öffentlichkeitsarbeit der Gemeinde Stemwede.

Für die meisten Hörer war es eine Überraschung, manche dachten gar an einen Aprilscherz, als der Sender am 1. April über die sozialen Netzwerke mitteilte, dass Ehlers seinen Hut nimmt. Als Teil des beliebten Morgenteams „Die vier von hier“, gehörte er gemeinsam mit Nadine Hofmeier, Boris Tegtmeier und Oliver Rose zu den bekanntesten Moderatoren von Radio Westfalica.

„Als wir bekannt gegeben haben, dass ich bei Radio Westfalica aufhöre, stand in den ersten Tagen mein Telefon nicht mehr still“, sagt Ehlers. „Aber nach 20 Jahren beim Radio habe ich Lust auf etwas Neues und möchte auch gerne morgens länger schlafen.“ Denn das frühe Aufstehen habe dem zweifachen Vater schon zu schaffen gemacht. „Um 3.30 Uhr klingelt der Wecker, dann kommt der lange Weg zur Arbeit dazu“, sagt der Moderator, der in Stemwede wohnt. „Je älter man wird, desto öfter fragt man sich, wie lange man das noch schafft. Und die Familie kommt auch oft zu kurz.“

Zwar ist das Team seit März überwiegend im Homeoffice und moderiere von dort, „einer ist aber immer im Studio.“ Genau diese Situation habe dem Team zu schaffen gemacht. „Das funktioniert zwar auch auf Distanz, wir sind ja jetzt seit gut zehn Jahren in dieser Konstellation zusammen – aber es fehlt einfach der Blickkontakt. Man kennt sich und weiß auch oft, was die anderen gerade denken – es ist aber einfach anders als im Studio.“

Das regelmäßige frühe Aufstehen und das damit verbundene frühe Ins- Bett-gehen gehören künftig der Vergangenheit an, „sehr zur Freude meiner Familie.“ In der Gemeindeverwaltung Stemwede übernimmt er die Bereiche Gemeindemarketing und Wirtschaftsförderung, Social Media, Homepage, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und er wird für die Redaktion des Amtsblatts der Gemeinde zuständig sein.

Leicht fällt ihm der Wechsel aber nicht. „Radio Westfalica war für mich immer eine Herzensangelegenheit. Ich habe die Morning-Show mitentwickelt, die Kollegen sind Freunde und gehören eigentlich schon zur Familie – das ist schon komisch, da nicht mehr involviert zu sein.“

Im April 2001 hatte er als Praktikant beim Sender angefangen, war dann mehrere Jahre als freier Mitarbeiter und Moderator tätig. „2010 bin ich dann in die Morning-Show reingerutscht.“ Ob Berichte von der Seitenlinie beim Handball-Derby oder Einsätze bei der Morgenwette, die ihn unter anderem dazu brachten, barfuß durch die Eishalle in Herford zu laufen oder in einem Wettschwimmen gegen einen Bundeswehr-Pionier die Weser zu queren, „man erlebt einfach viele Dinge, die andere nicht erleben. Dazu gehören auch bekloppte Aktionen, wie ein Stockcar-Rennen, bei dem sich mein Kollege Olli dann eine Rippe gebrochen hat."

Klar ist: „Pola“ wird seine Arbeit fehlen. Nicht zuletzt deshalb hat er sich fest vorgenommen: „Auf dem Weg zur Arbeit bleibt das Autoradio aus. Zumindest an den ersten Tagen.“

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