Pioniere bauen Feldlager südlich von Mazar-i-Sharif Ausbildung afghanischer Soldaten und erstmals Führungsaufgaben / Sicherheitslage "zurzeit stabil, aber nicht ruhig" Von Stefan Koch Minden (mt). Mindener Pioniere werden erstmals die Führung eines Lagers der Bundeswehr in Afghanistan übernehmen. Das erklärte gestern Marcus Wöhrmann, Pressesprecher des schweren Pionierbataillons 130 auf MT-Anfrage. Wie berichtet, brechen demnächst 60 Soldaten zu dieser Aufgabe auf.Während in der Vergangenheit Pioniere aus Minden nur vereinzelt in Afghanistan zum Einsatz kamen, wird erstmals ein größeres Kontingent in das Krisengebiet verlegt. Die 60 Soldaten werden in den kommenden Maiwochen zu verschiedenen Abflugterminen in ihr neues Einsatzgebiet gelangen. 100 Kilometer südöstlich von Mazar-i-Sharif soll ein neues Lager der Bundeswehr unter Führung der Mindener Pioniere entstehen.Wie Wöhrmann erklärte, dauere der Kontingenteinsatz bis Februar kommenden Jahres. Während dieser Zeit werde das Personal in Afghanistan ausgewechselt. Die 60 Soldaten in Dienstgraden vom Hauptgefreiten bis zum Oberleutnant seien zunächst damit beauftragt, den neuen Standort einzurichten. Dazu gehörten unter anderem auch Befestigungs- und Schanzarbeiten, wozu pioniertechnisches Gerät vor Ort transportiert worden sei und Weiteres nachgeführt werde. Zuvor hätten die Angehörigen des schweren Pionierbataillons 130 eine sogenannte "Zweitrollenbefähigung" erhalten. Das bedeute, dass sie neben dem Pionierdienst auf Kampfaufgaben vorbereitet worden seien, um sich gegebenenfalls selbst verteidigen oder Hilfe leisten zu können. Auch Patrouillenfahrten könnten möglich werden.Nach Einschätzung Wöhrmanns sei die Sicherheitslage in dem Gebiet "zurzeit stabil aber nicht ruhig". Keineswegs sei die Gefahrenlage aber so hoch wie beispielsweise in Kunduz, wo die Bundeswehr ebenfalls stationiert ist.Nicht nur die Mindener Pioniere, sondern auch Angehörige anderer Kampftruppen werden in dem neuen Lager untergebracht. Neben Sicherheitsaufgaben ist auch die Ausbildung afghanischer Soldaten ein Ziel des Einsatzes. Seite 4

Pioniere bauen Feldlager südlich von Mazar-i-Sharif

Minden (mt). Mindener Pioniere werden erstmals die Führung eines Lagers der Bundeswehr in Afghanistan übernehmen. Das erklärte gestern Marcus Wöhrmann, Pressesprecher des schweren Pionierbataillons 130 auf MT-Anfrage.

Wie berichtet, brechen demnächst 60 Soldaten zu dieser Aufgabe auf.

Während in der Vergangenheit Pioniere aus Minden nur vereinzelt in Afghanistan zum Einsatz kamen, wird erstmals ein größeres Kontingent in das Krisengebiet verlegt. Die 60 Soldaten werden in den kommenden Maiwochen zu verschiedenen Abflugterminen in ihr neues Einsatzgebiet gelangen. 100 Kilometer südöstlich von Mazar-i-Sharif soll ein neues Lager der Bundeswehr unter Führung der Mindener Pioniere entstehen.

Wie Wöhrmann erklärte, dauere der Kontingenteinsatz bis Februar kommenden Jahres. Während dieser Zeit werde das Personal in Afghanistan ausgewechselt. Die 60 Soldaten in Dienstgraden vom Hauptgefreiten bis zum Oberleutnant seien zunächst damit beauftragt, den neuen Standort einzurichten. Dazu gehörten unter anderem auch Befestigungs- und Schanzarbeiten, wozu pioniertechnisches Gerät vor Ort transportiert worden sei und Weiteres nachgeführt werde. Zuvor hätten die Angehörigen des schweren Pionierbataillons 130 eine sogenannte "Zweitrollenbefähigung" erhalten. Das bedeute, dass sie neben dem Pionierdienst auf Kampfaufgaben vorbereitet worden seien, um sich gegebenenfalls selbst verteidigen oder Hilfe leisten zu können. Auch Patrouillenfahrten könnten möglich werden.

Nach Einschätzung Wöhrmanns sei die Sicherheitslage in dem Gebiet "zurzeit stabil aber nicht ruhig". Keineswegs sei die Gefahrenlage aber so hoch wie beispielsweise in Kunduz, wo die Bundeswehr ebenfalls stationiert ist.

Nicht nur die Mindener Pioniere, sondern auch Angehörige anderer Kampftruppen werden in dem neuen Lager untergebracht. Neben Sicherheitsaufgaben ist auch die Ausbildung afghanischer Soldaten ein Ziel des Einsatzes. Seite 4

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