Pilotprojekt „Schülerticket Westfalen“: Kostenlos Bus und Bahn fahren Sebastian Radermacher Minden. Ein Ausflug mit der Bahn nach Münster? Ein Wochenendtrip in Dortmund? Für die Schülerinnen und Schüler der kreiseigenen Berufskollegs sollen solche Fahrten mit dem Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) ab Februar 2022 kostenfrei möglich werden. Der Kreis Minden-Lübbecke wird sich nämlich am Pilotprojekt „Schülerticket Westfalen“ beteiligen und allen Schülerinnen und Schülern, die das Leo-Sympher, Freiherr-vom-Stein oder das Berufskolleg Lübbecke in Vollzeit besuchen, ein solches Ticket zur Verfügung stellen. Das beschloss der Bildungsausschuss am Dienstag einstimmig. Der Kreisausschuss muss die Entscheidung am kommenden Montag noch einmal final absegnen. Insgesamt neun Kommunen des Mühlenkreises (alle bis auf Rahden und Hüllhorst) nehmen bereits an dem Pilotprojekt teil beziehungsweise werden das Schülerticket zum 1. Februar 2022 einführen. Wie die Kommunen hat sich auch der Kreis für die Teilnahme im „Solidarmodell“ entschieden. Das bedeutet: Alle Schülerinnen und Schüler der kreiseigenen Berufskollegs erhalten das Ticket, unabhängig davon, ob sie Anspruch auf kostenlose Busfahrten zur und von der Schule haben. Für Letzteres ist die Entfernung des Wohnsitzes zur Schule entscheidend. Jetzt werden alle Schüler gleichgestellt. Es handelt sich um ein persönliches, nicht freiverkäufliches Monatsticket, mit dem die jungen Leute im gesamten Raum des Westfalen-Tarifs das ganze Jahr kostenfrei Bus und Bahn fahren können. Nicht nur auf dem Schulweg, sondern auch in der Freizeit, an Wochenenden, Feiertagen oder in den Ferien. Die Kreisverwaltung wird über die Einführung einen Vertrag mit der Minden-Herforder Verkehrsgesellschaft (mhv) schließen. Insgesamt rund 2.500 Schüler der Berufskollegs werden ein Ticket vom Kreis erhalten. Mit dem neuen Schülerticket soll ein Beitrag zum Klimaschutz geleistet und vor allem die Akzeptanz des ÖPNV verbessert werden. Bus und Bahn sollen für Kinder und Jugendliche zur umweltfreundlichen Alternative zum eigenen Mofa, Moped, Motorrad oder Auto werden. Zudem erhoffen sich die Beteiligten, dass sich dadurch auch die Zahl der „Eltern-Taxis“ verringern wird. Auch Fahrten zum Praktikum, in der Projektwoche oder Schulausflüge können mit dem neuen Ticket abgedeckt werden. Für den Kreis entstehen mit der Einführung Kosten von rund 250.000 Euro pro Jahr. Diese Summe müsse nach dem Beschluss im Kreisausschuss noch in den Haushalt 2022 eingestellt werden, sagte Kreisdirektorin Cornelia Schöder im Bildungsausschuss. Das Pilotprojekt läuft bis zum Ende des Schuljahres 2023/24. Sven Öpping (CDU) forderte eine Auswertung zum Abschluss der Testphase, wie häufig das Ticket tatsächlich genutzt wurde. Es werde eine Evaluation geben, versicherte Hans-Herbert Bents (mhv).

Pilotprojekt „Schülerticket Westfalen“: Kostenlos Bus und Bahn fahren

Auch Schülerinnen und Schüler der Berufskollegs sollen das kostenlose Ticket erhalten. MT-Archivfoto: Lehn © Lehn Alexander

Minden. Ein Ausflug mit der Bahn nach Münster? Ein Wochenendtrip in Dortmund? Für die Schülerinnen und Schüler der kreiseigenen Berufskollegs sollen solche Fahrten mit dem Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) ab Februar 2022 kostenfrei möglich werden.

Der Kreis Minden-Lübbecke wird sich nämlich am Pilotprojekt „Schülerticket Westfalen“ beteiligen und allen Schülerinnen und Schülern, die das Leo-Sympher, Freiherr-vom-Stein oder das Berufskolleg Lübbecke in Vollzeit besuchen, ein solches Ticket zur Verfügung stellen. Das beschloss der Bildungsausschuss am Dienstag einstimmig. Der Kreisausschuss muss die Entscheidung am kommenden Montag noch einmal final absegnen.

Malina Reckordt

Gendern bei MT - überflüssig oder überfällig?

Nehmen Sie jetzt an der Umfrage zum Thema Gendern teil

Insgesamt neun Kommunen des Mühlenkreises (alle bis auf Rahden und Hüllhorst) nehmen bereits an dem Pilotprojekt teil beziehungsweise werden das Schülerticket zum 1. Februar 2022 einführen. Wie die Kommunen hat sich auch der Kreis für die Teilnahme im „Solidarmodell“ entschieden. Das bedeutet: Alle Schülerinnen und Schüler der kreiseigenen Berufskollegs erhalten das Ticket, unabhängig davon, ob sie Anspruch auf kostenlose Busfahrten zur und von der Schule haben. Für Letzteres ist die Entfernung des Wohnsitzes zur Schule entscheidend. Jetzt werden alle Schüler gleichgestellt.

Es handelt sich um ein persönliches, nicht freiverkäufliches Monatsticket, mit dem die jungen Leute im gesamten Raum des Westfalen-Tarifs das ganze Jahr kostenfrei Bus und Bahn fahren können. Nicht nur auf dem Schulweg, sondern auch in der Freizeit, an Wochenenden, Feiertagen oder in den Ferien. Die Kreisverwaltung wird über die Einführung einen Vertrag mit der Minden-Herforder Verkehrsgesellschaft (mhv) schließen. Insgesamt rund 2.500 Schüler der Berufskollegs werden ein Ticket vom Kreis erhalten.

Mit dem neuen Schülerticket soll ein Beitrag zum Klimaschutz geleistet und vor allem die Akzeptanz des ÖPNV verbessert werden. Bus und Bahn sollen für Kinder und Jugendliche zur umweltfreundlichen Alternative zum eigenen Mofa, Moped, Motorrad oder Auto werden. Zudem erhoffen sich die Beteiligten, dass sich dadurch auch die Zahl der „Eltern-Taxis“ verringern wird. Auch Fahrten zum Praktikum, in der Projektwoche oder Schulausflüge können mit dem neuen Ticket abgedeckt werden.

Für den Kreis entstehen mit der Einführung Kosten von rund 250.000 Euro pro Jahr. Diese Summe müsse nach dem Beschluss im Kreisausschuss noch in den Haushalt 2022 eingestellt werden, sagte Kreisdirektorin Cornelia Schöder im Bildungsausschuss. Das Pilotprojekt läuft bis zum Ende des Schuljahres 2023/24. Sven Öpping (CDU) forderte eine Auswertung zum Abschluss der Testphase, wie häufig das Ticket tatsächlich genutzt wurde. Es werde eine Evaluation geben, versicherte Hans-Herbert Bents (mhv).

Copyright © Mindener Tageblatt 2021
Texte und Fotos von MT.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.
Weiterlesen in Minden