Partner gesucht: Neue Klärschlammgesellschaft bereitet Ausschreibung vor Minden (mt/rad). Jetzt ist die Zusammenarbeit offiziell: Die 47 Gesellschafter der Klärschlammverwertung OWL GmbH haben ihre Gründungsversammlung durchgeführt. Sie vertreten 78 Gemeinden, Städte, Kreise, Wasser- und Zweckverbände, bei denen jährlich etwa 186.000 Tonnen Klärschlamm anfallen und die künftig bei der Verwertung gemeinsame Sache machen. „Eine derartige große Kooperation zur Bewältigung einer kommunalen Aufgabe der Daseinsvorsorge ist deutschlandweit einmalig und wird sich bezüglich Nachhaltigkeit und Gebühren für alle Bürger in der Region auszahlen“, heißt es in einer Mitteilung der neuen Gesellschaft. Die Gesellschaft forciert nun die europaweite Suche nach einem strategischen Partner, der über ein geeignetes Grundstück für die Errichtung einer Klärschlammverbrennungsanlage verfügen oder eine solche Anlage haben muss, die von der Kooperation dann genutzt werden kann. Die gemeinsame Entsorgung beginnt 2024. Die neue Gesellschaft will in im Herbst den Startschuss für die Ausschreibung geben. Die Grünen in OWL betonen, dass neben dem Preis auch das Thema Nachhaltigkeit eine große Rolle spiele müsse. Dazu gehöre, dass der Klärschlamm nicht über lange Strecken mit Lastwagen quer durch Deutschland gefahren werden dürfe. Und dass die Emissionswerte der Anlage den im Moment bestmöglichen technischen Standard erfüllen müsse, heißt es in einer Stellungnahme der Grünen. In OWL werden rund 100 Kläranlagen betrieben, die mittelbar oder unmittelbar in kommunaler Hand liegen. Der bei der Abwasseraufbereitung anfallende Klärschlamm enthält viele wertvolle Pflanzennährstoffe. In der Vergangenheit konnten rund zwei Drittel als Dünger auf den Feldern der Region genutzt werden, durch neue Verordnungen und Gesetze ist die landwirtschaftliche Verwertung aber eingeschränkt worden. Deshalb bündeln nun viele Beteiligte ihre Aktivitäten.

Partner gesucht: Neue Klärschlammgesellschaft bereitet Ausschreibung vor

Klärschlamm im Klärwerk Leteln. MT-Foto: Thomas Lieske © Lieske Thomas

Minden (mt/rad). Jetzt ist die Zusammenarbeit offiziell: Die 47 Gesellschafter der Klärschlammverwertung OWL GmbH haben ihre Gründungsversammlung durchgeführt. Sie vertreten 78 Gemeinden, Städte, Kreise, Wasser- und Zweckverbände, bei denen jährlich etwa 186.000 Tonnen Klärschlamm anfallen und die künftig bei der Verwertung gemeinsame Sache machen.

„Eine derartige große Kooperation zur Bewältigung einer kommunalen Aufgabe der Daseinsvorsorge ist deutschlandweit einmalig und wird sich bezüglich Nachhaltigkeit und Gebühren für alle Bürger in der Region auszahlen“, heißt es in einer Mitteilung der neuen Gesellschaft.

Die Gesellschaft forciert nun die europaweite Suche nach einem strategischen Partner, der über ein geeignetes Grundstück für die Errichtung einer Klärschlammverbrennungsanlage verfügen oder eine solche Anlage haben muss, die von der Kooperation dann genutzt werden kann. Die gemeinsame Entsorgung beginnt 2024. Die neue Gesellschaft will in im Herbst den Startschuss für die Ausschreibung geben.

Die Grünen in OWL betonen, dass neben dem Preis auch das Thema Nachhaltigkeit eine große Rolle spiele müsse. Dazu gehöre, dass der Klärschlamm nicht über lange Strecken mit Lastwagen quer durch Deutschland gefahren werden dürfe. Und dass die Emissionswerte der Anlage den im Moment bestmöglichen technischen Standard erfüllen müsse, heißt es in einer Stellungnahme der Grünen.

In OWL werden rund 100 Kläranlagen betrieben, die mittelbar oder unmittelbar in kommunaler Hand liegen. Der bei der Abwasseraufbereitung anfallende Klärschlamm enthält viele wertvolle Pflanzennährstoffe. In der Vergangenheit konnten rund zwei Drittel als Dünger auf den Feldern der Region genutzt werden, durch neue Verordnungen und Gesetze ist die landwirtschaftliche Verwertung aber eingeschränkt worden. Deshalb bündeln nun viele Beteiligte ihre Aktivitäten.

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