Ola Onabulé zeigt beim dritten Konzert im Jazz Club Minden seine wahre Klasse Von den Begleitern in ungeahnte Höhen getragen / Überwältigende Ausdruckskraft Von Kerstin Rickert Minden (kr). Für Soul-Sänger, die künftig im Jazz Club Minden ein Konzert geben wollen, liegt die Messlatte seit Samstag ziemlich hoch: Mit seiner brillanten Stimme, die von einer hervorragenden Band in ungeahnte Höhen getragen wurde, riss der Brite Ola Onabulé ein restlos begeistertes Publikum förmlich von den Stühlen. Davon, dass der britische Sänger mit nigerianischen Wurzeln eine Stimme von bemerkenswerter Ausdruckskraft besitzt, konnten sich die Besucher seiner Konzerte im Jazz Club Minden zuvor schon zweimal überzeugen. Zu welcher Größe Ola Onabulé stimmlich allerdings tatsächlich erwachsen kann, das wurde am Samstag erstmals richtig deutlich. Denn: Ein gutes Konzert lebt vom Können jedes einzelnen Mitspielers. Und: Ein Sänger ist immer nur so gut wie sein Team.Mit der Zusammenstellung seiner Begleitband hatte der Ausnahme-Sänger diesmal alles richtig gemacht. Die im Raum München beheimateten Musiker Nick Flade (Piano, Rhodes), Martin Scales (Gitarre), Patrick Scales (Bass) und Christian Lettner (Drums) verliehen dem in seiner Heimat gefeierten „Gentleman des Soul“ regelrecht Flügel. Und der Brite fühlte sich im Kreise der Musiker, die zur deutschen Topliga der Jazz-Szene gehören, sichtlich wohl. Beste Bedingungen also für ein gutes Konzert.Tatsächlich wurde es zu einem überragenden, sämtliche Erwartungen übertreffenden Erlebnis. Ola Onabulé ist mit einer Stimme von enormer Bandbreite und überwältigender Ausdruckskraft gesegnet. Das Besondere: Wenn er singt, dann lebt er jeden Ton aus tiefster Seele. Seine Mimik und die Bewegungen seiner Hände verraten: Er ist immer ganz und gar bei sich. Seine Songs sind wie intime Offenbarungen seiner Gefühlswelt. Mit ihnen drückt er aus, was er empfindet und in der Art, wie er sie singt, lässt er sein Publikum mitfühlen.Die Situationen, die ihn dazu inspirieren, sich etwas von der Seele zu schreiben, können ganz unterschiedlich sein: Der schmerzhafte Verlust eines geliebten Menschen in der herzergreifenden Ballade „He‘s gone“ etwa oder Gedanken eines Teenagers in „How“, einem Song, der das Publikum auf eine vokalistisch brillante Achterbahnfahrt mitnimmt. Ola Onabulés stimmliche Bandbreite vom tiefen Bass bis ins obere Register und seine Ausdrucksvielfalt von zart bis kraftvoll sind enorm, das Timbre seiner Stimme gleicht einem Meer aus unterschiedlichsten Klangfarben und dynamischen Veränderungen.Dabei geben ihm die Musiker an seiner Seite jederzeit die Sicherheit, die er braucht, um sich ganz in seiner Musik fallen lassen zu können. Großartig wie sie ihn durch funkige Up-Tempo-Nummern treiben und ihm in gefühlvollen Balladen perfekt den Rücken stärken. Und: Wie viel Spaß sie alle miteinander versprühen.Das Publikum ist restlos begeistert und hat auch nach der heftig herbei applaudierten Zugabe nicht genug. Mit einer grandiosen Solo-Performance setzt Ola Onabulé den krönenden Abschluss. Unfassbar, diese Stimme!Am Samstag, 17. Mai, ist die Sängerin Caroline Lacaze mit der Band „The Mighty Mocambos“ im Jazz Club Minden zu Gast.

Ola Onabulé zeigt beim dritten Konzert im Jazz Club Minden seine wahre Klasse

Minden (kr). Für Soul-Sänger, die künftig im Jazz Club Minden ein Konzert geben wollen, liegt die Messlatte seit Samstag ziemlich hoch: Mit seiner brillanten Stimme, die von einer hervorragenden Band in ungeahnte Höhen getragen wurde, riss der Brite Ola Onabulé ein restlos begeistertes Publikum förmlich von den Stühlen.

Davon, dass der britische Sänger mit nigerianischen Wurzeln eine Stimme von bemerkenswerter Ausdruckskraft besitzt, konnten sich die Besucher seiner Konzerte im Jazz Club Minden zuvor schon zweimal überzeugen. Zu welcher Größe Ola Onabulé stimmlich allerdings tatsächlich erwachsen kann, das wurde am Samstag erstmals richtig deutlich. Denn: Ein gutes Konzert lebt vom Können jedes einzelnen Mitspielers. Und: Ein Sänger ist immer nur so gut wie sein Team.

Von zart bis kraftvoll reichen die Ausdrucksmöglichkeiten von Ola Onabulé. - © Foto: Kerstin Rickert
Von zart bis kraftvoll reichen die Ausdrucksmöglichkeiten von Ola Onabulé. - © Foto: Kerstin Rickert

Mit der Zusammenstellung seiner Begleitband hatte der Ausnahme-Sänger diesmal alles richtig gemacht. Die im Raum München beheimateten Musiker Nick Flade (Piano, Rhodes), Martin Scales (Gitarre), Patrick Scales (Bass) und Christian Lettner (Drums) verliehen dem in seiner Heimat gefeierten „Gentleman des Soul“ regelrecht Flügel. Und der Brite fühlte sich im Kreise der Musiker, die zur deutschen Topliga der Jazz-Szene gehören, sichtlich wohl. Beste Bedingungen also für ein gutes Konzert.

Tatsächlich wurde es zu einem überragenden, sämtliche Erwartungen übertreffenden Erlebnis. Ola Onabulé ist mit einer Stimme von enormer Bandbreite und überwältigender Ausdruckskraft gesegnet. Das Besondere: Wenn er singt, dann lebt er jeden Ton aus tiefster Seele. Seine Mimik und die Bewegungen seiner Hände verraten: Er ist immer ganz und gar bei sich. Seine Songs sind wie intime Offenbarungen seiner Gefühlswelt. Mit ihnen drückt er aus, was er empfindet und in der Art, wie er sie singt, lässt er sein Publikum mitfühlen.

Die Situationen, die ihn dazu inspirieren, sich etwas von der Seele zu schreiben, können ganz unterschiedlich sein: Der schmerzhafte Verlust eines geliebten Menschen in der herzergreifenden Ballade „He‘s gone“ etwa oder Gedanken eines Teenagers in „How“, einem Song, der das Publikum auf eine vokalistisch brillante Achterbahnfahrt mitnimmt. Ola Onabulés stimmliche Bandbreite vom tiefen Bass bis ins obere Register und seine Ausdrucksvielfalt von zart bis kraftvoll sind enorm, das Timbre seiner Stimme gleicht einem Meer aus unterschiedlichsten Klangfarben und dynamischen Veränderungen.

Dabei geben ihm die Musiker an seiner Seite jederzeit die Sicherheit, die er braucht, um sich ganz in seiner Musik fallen lassen zu können. Großartig wie sie ihn durch funkige Up-Tempo-Nummern treiben und ihm in gefühlvollen Balladen perfekt den Rücken stärken. Und: Wie viel Spaß sie alle miteinander versprühen.

Das Publikum ist restlos begeistert und hat auch nach der heftig herbei applaudierten Zugabe nicht genug. Mit einer grandiosen Solo-Performance setzt Ola Onabulé den krönenden Abschluss. Unfassbar, diese Stimme!

Am Samstag, 17. Mai, ist die Sängerin Caroline Lacaze mit der Band „The Mighty Mocambos“ im Jazz Club Minden zu Gast.

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