Obermarktpassage: Botschaft per Werbevideo Monika Jäger Minden. Für Robert Maier ist klar: Mit dem MT mag er so lange nicht reden, bis er sicher ist, eine aus seiner Sicht angemessene Berichterstattung zu erhalten. Dafür hat er sich Interviews von einer Firma für Gewerbefilme produzieren lassen, die jetzt auf der neuen Internetseite www.aim-c.de und unter diesem Artikel zu sehen sind. Darin spricht der Unternehmer aus Bayern über seine Pläne. Die sind umfassend und ambitioniert. So könnten hier ein Hotel mit Restaurant und Tagungsbereich entstehen, ebenso Freizeitangebote wie eine Bowlinganlage, eine Sportsbar und ein Fitness-Studio mit Rehabereich. Darüber hinaus spricht Maier von Studentenwohnen und einer Stadt-Kita. Der bisherige Einzelhandelsbereich werde „zu einem guten Teil reduziert". Ein Nahversorger allerdings wäre hier gut angesiedelt. Dass die Hoffnung auf einen Lebensmittelmarkt an dieser Stelle nicht unbegründet ist, bestätigt im MT-Gespräch Mindens Bau-Beigeordneter Lars Bursian. Er hat gemeinsam mit Bürgermeister Michael Jäcke (SPD) mehrfach mit Maier gesprochen. Und er sagt: „Es haben sich Betreiber bei uns gemeldet, die Interesse hätten." Und: „Wir sehen es genauso, dass es nicht mehr bei 100 Prozent oder Schwerpunkt Einzelhandel liegen kann, finden es gut und richtig, andere Dinge mit hinzu zu nehmen." Dass Maier die Entwicklungen mit Tempo vorantreibt, begrüßt die Stadt Minden. „Wir sind gespannt, wie es weitergeht und freuen uns auf die weiteren Gespräche." Maier sagt in beiden Videos deutlich, dass es schnell weitergehen soll. So arbeiten er und sein Team aktuell am Konzept, damit dann Genehmigungen, Statik, Brandschutz, Vermietungen folgen können. Die Vermarktung kleinerer Flächen hat die Mindener Firma FM Immobilien übernommen, größere bringt Maiers Firma AIM Center aus Passau an den Markt. Maier sagt, dass er bereit ist, Wohnungen zu kaufen. Bisher habe er einige erworben und so zusammen mit dem gewerblichen Bereich etwa 80 Prozent der Passage in seinem Besitz. Die Kosten für anstehende Renovierungen an Hülle, Fenstern, Glasdach und anderem schätzt er auf fünf Millionen Euro. Und natürlich sei es angenehm, wenn da weitere Eigentümer seien, die diese Kosten mittragen. Andererseits könne es auch Eigentümer geben, die „ein bisschen Eigenkapital aufgewendet haben, um die Wohnung zu kaufen", die aber keine Lust hätten, „nochmal das Doppelte oder Dreifache an Eigenkapital aufzuwenden, um eine Sonderzahlung hier auf Reparaturstau oder Investitionsstau zu leisten" – dann könnte sich seine Firma vorstellen, diese Wohnung zu fairen Konditionen zu erwerben, und der Bewohner bleibe zur Miete wohnen. Was genau gemacht werde, müsse natürlich jeweils in der Eigentümerversammlung abgestimmt werden, so Bursian. Die Stadt als Eigentümerin der Stadthalle mache sich aktuell keine Sorgen um einen möglichen Anteil an Reparaturkosten, auch wenn Maier bisher diesen Bereich in seiner Konzeption nicht aufgenommen habe. „Wir haben dem Mehrheitseigentümer die Stadthalle angeboten, denn wir wollen dort eine gute, vernünftige Nutzung sehen." Am Ende werde das ja auch politisch zu entscheiden sein. Der Verkauf der Stadthalle hänge weiterhin von einem guten Konzept ab. „Ich glaube, es ist entscheidend, dass man die Stadthalle entwickelt." Die Baugenehmigung für die Passage und der Verkauf der Stadthalle seien aber zwei ganz verschiedene Dinge, betont Bursian. Und es sei auch ganz üblich, zunächst eine allgemeine Baugenehmigung zu erteilen und dann konkrete Mieter und ihre Ausbauplanungen jeweils nachzugenehmigen. Maier sieht ein Kino kritisch – gerade angesichts der Veränderungen durch die Corona-Krise, will sich das laut Video in einigen Monaten aber nochmals ansehen. Zudem plane er ein Batteriespeicherkraftwerk, mit dem er am Energieregelmarkt teilnehmen möchte und durch das sich vielleicht eine günstigere Energieversorgung für das Haus ergeben könnte. Das Konzept soll, sobald es weiter gediehen ist, der Politik vorgestellt werden. Maier möchte nach eigenen Aussagen in sechs Monaten mit den Arbeiten beginnen und erwartet die Baugenehmigung in einem Jahr. Das, so Bursian, sei denkbar, hänge aber von vielen Faktoren ab, die derzeit geprüft werden. Das müsse man sich insgesamt ansehen, und auch, was in Sachen Brandschutz zu machen sei, müsse zunächst geprüft werden: „Dafür muss aber auch erst das Nutzungskonzept stehen." Die Tiefgarage könnte aber vorher öffnen – auch das werde zurzeit geprüft. Maier hatte hierzu gesagt, dass er die Zahl der Plätze (500) möglicherweise um 100 zurückbauen wolle. Gestern machte der neue Besitzer der Passage dann nochmals deutlich: Direkt mit dem MT wird er vorerst nicht reden.

Obermarktpassage: Botschaft per Werbevideo

Robert Maier (r.) bei den Aufnahmen in der Obermarktpassage. © Foto: MT

Minden. Für Robert Maier ist klar: Mit dem MT mag er so lange nicht reden, bis er sicher ist, eine aus seiner Sicht angemessene Berichterstattung zu erhalten. Dafür hat er sich Interviews von einer Firma für Gewerbefilme produzieren lassen, die jetzt auf der neuen Internetseite www.aim-c.de und unter diesem Artikel zu sehen sind. Darin spricht der Unternehmer aus Bayern über seine Pläne. Die sind umfassend und ambitioniert.

So könnten hier ein Hotel mit Restaurant und Tagungsbereich entstehen, ebenso Freizeitangebote wie eine Bowlinganlage, eine Sportsbar und ein Fitness-Studio mit Rehabereich. Darüber hinaus spricht Maier von Studentenwohnen und einer Stadt-Kita. Der bisherige Einzelhandelsbereich werde „zu einem guten Teil reduziert". Ein Nahversorger allerdings wäre hier gut angesiedelt.

Dass die Hoffnung auf einen Lebensmittelmarkt an dieser Stelle nicht unbegründet ist, bestätigt im MT-Gespräch Mindens Bau-Beigeordneter Lars Bursian. Er hat gemeinsam mit Bürgermeister Michael Jäcke (SPD) mehrfach mit Maier gesprochen. Und er sagt: „Es haben sich Betreiber bei uns gemeldet, die Interesse hätten." Und: „Wir sehen es genauso, dass es nicht mehr bei 100 Prozent oder Schwerpunkt Einzelhandel liegen kann, finden es gut und richtig, andere Dinge mit hinzu zu nehmen."

Dass Maier die Entwicklungen mit Tempo vorantreibt, begrüßt die Stadt Minden. „Wir sind gespannt, wie es weitergeht und freuen uns auf die weiteren Gespräche." Maier sagt in beiden Videos deutlich, dass es schnell weitergehen soll. So arbeiten er und sein Team aktuell am Konzept, damit dann Genehmigungen, Statik, Brandschutz, Vermietungen folgen können. Die Vermarktung kleinerer Flächen hat die Mindener Firma FM Immobilien übernommen, größere bringt Maiers Firma AIM Center aus Passau an den Markt.

Maier sagt, dass er bereit ist, Wohnungen zu kaufen. Bisher habe er einige erworben und so zusammen mit dem gewerblichen Bereich etwa 80 Prozent der Passage in seinem Besitz. Die Kosten für anstehende Renovierungen an Hülle, Fenstern, Glasdach und anderem schätzt er auf fünf Millionen Euro. Und natürlich sei es angenehm, wenn da weitere Eigentümer seien, die diese Kosten mittragen. Andererseits könne es auch Eigentümer geben, die „ein bisschen Eigenkapital aufgewendet haben, um die Wohnung zu kaufen", die aber keine Lust hätten, „nochmal das Doppelte oder Dreifache an Eigenkapital aufzuwenden, um eine Sonderzahlung hier auf Reparaturstau oder Investitionsstau zu leisten" – dann könnte sich seine Firma vorstellen, diese Wohnung zu fairen Konditionen zu erwerben, und der Bewohner bleibe zur Miete wohnen.

Was genau gemacht werde, müsse natürlich jeweils in der Eigentümerversammlung abgestimmt werden, so Bursian. Die Stadt als Eigentümerin der Stadthalle mache sich aktuell keine Sorgen um einen möglichen Anteil an Reparaturkosten, auch wenn Maier bisher diesen Bereich in seiner Konzeption nicht aufgenommen habe. „Wir haben dem Mehrheitseigentümer die Stadthalle angeboten, denn wir wollen dort eine gute, vernünftige Nutzung sehen." Am Ende werde das ja auch politisch zu entscheiden sein. Der Verkauf der Stadthalle hänge weiterhin von einem guten Konzept ab. „Ich glaube, es ist entscheidend, dass man die Stadthalle entwickelt."

Die Baugenehmigung für die Passage und der Verkauf der Stadthalle seien aber zwei ganz verschiedene Dinge, betont Bursian. Und es sei auch ganz üblich, zunächst eine allgemeine Baugenehmigung zu erteilen und dann konkrete Mieter und ihre Ausbauplanungen jeweils nachzugenehmigen.

Maier sieht ein Kino kritisch – gerade angesichts der Veränderungen durch die Corona-Krise, will sich das laut Video in einigen Monaten aber nochmals ansehen. Zudem plane er ein Batteriespeicherkraftwerk, mit dem er am Energieregelmarkt teilnehmen möchte und durch das sich vielleicht eine günstigere Energieversorgung für das Haus ergeben könnte.

Das Konzept soll, sobald es weiter gediehen ist, der Politik vorgestellt werden. Maier möchte nach eigenen Aussagen in sechs Monaten mit den Arbeiten beginnen und erwartet die Baugenehmigung in einem Jahr.

Das, so Bursian, sei denkbar, hänge aber von vielen Faktoren ab, die derzeit geprüft werden. Das müsse man sich insgesamt ansehen, und auch, was in Sachen Brandschutz zu machen sei, müsse zunächst geprüft werden: „Dafür muss aber auch erst das Nutzungskonzept stehen." Die Tiefgarage könnte aber vorher öffnen – auch das werde zurzeit geprüft. Maier hatte hierzu gesagt, dass er die Zahl der Plätze (500) möglicherweise um 100 zurückbauen wolle.

Gestern machte der neue Besitzer der Passage dann nochmals deutlich: Direkt mit dem MT wird er vorerst nicht reden.

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