Nur Buch war gestern: In der Stadtbibliothek kann man auch gebrauchte Dinge ausleihen Christine Riechmann Minden. Es gibt Dinge im Leben, die benötigt man plötzlich ziemlich dringend – dafür aber sehr selten. Schafft man sich zum Beispiel eine Lochzange an, um ein Loch in den Gürtel zu stanzen, wird das Gerät die meiste Zeit unbenutzt im Regal liegen und Staub ansetzen. Und seit das Bewusstsein für nachhaltige Lebens- und Wirtschaftsweise in der Gesellschaft immer größer wird, wächst der Trend, sich Dinge auszuleihen. Eine „Bibliothek der Dinge“ gibt es seit einiger Zeit auch in der Mindener Stadtbibliothek. „Viele Menschen können oder wollen sich bestimmte Geräte nicht sofort kaufen, benötigen diese nur einmal oder eher selten und/oder wollen sie vor dem Kauf erst einmal ausprobieren und testen“, berichtet Barbara Brockamp, Leiterin der Stadtbibliothek. Und so gebe es in vielen Bibliotheken mittlerweile das Angebot, sich nicht nur Bücher, CDs, DVDs, Zeitschriften und Spiele auszuleihen, sondern auch Angebote aus dem technischen oder kreativen Bereich. Etwa 40 Dinge umfasst der Katalog in Minden aktuell und reicht vom Dia-Projektor über den Tip Toi Stift, die Toniebox, das Tischtennis-Set, die Sofortbildkamera, die Revolverlochzange, den Kamishibai-Rahmen, die Kindergeburtstagskisten bis zum LÜK-Kasten (eine spielerische Lernhilfe). Die Auswahl der Dinge kommt ganz unterschiedlich zustande. „Natürlich schauen wir auch bei anderen Bibliotheken ab, was die so anbieten“, beschreibt Barbara Brockamp. Und dann überlegten sie und ihr Team, was in Minden sinnvoll sein könnte. „Das ist ja auch eine Kostenfrage“, macht die Bibliotheks-Leiterin deutlich. Ihre Mitarbeiterinnen würden ständig nach Angeboten Ausschau halten und manche Dinge würden auch gebraucht angeschafft. Immer ginge es um nützliche Sachen: „Was uns eben so auffällt.“ Angefangen habe das Projekt bereits vor fast zehn Jahren mit Energiespargeräten, die die Stadtbibliothek schon damals verliehen habe. Mittlerweile wachse das Thema und werde immer größer. Und so solle auch der Katalog weiter ausgebaut werden. Barbara Brockamp kann sich zum Beispiel noch eine Bohrmaschine für den Fundus vorstellen. Und auch im Bereich Sport und Spiel fallen ihr noch viele Dinge ein, die Menschen gut ausleihen könnten, genauso, wie Musikinstrumente ein Thema seien. Ausbauen möchte sie auch den Bereich rund um Fotografie und mobile Fotostudios. „Die Liste ist lang“, sinniert die Leiterin. Das Problem sei, dass irgendwann die Frage der Lagerung aufkomme. Im Moment befinden sich die Dinge in einer Vitrine. „Aber die ist bald voll“, befürchtet Barbara Brockamp.

Nur Buch war gestern: In der Stadtbibliothek kann man auch gebrauchte Dinge ausleihen

Zum Fundus der „Bibliothek der Dinge“ in der Stadtbiobliothek gehört auch eine Lochzange. Insgesamt umfasst der Katalog aktuell etwa 40 Dinge des nicht alltäglichen Bedarfs. MT-Foto: Christine Riechmann © Christine Riechmann

Minden. Es gibt Dinge im Leben, die benötigt man plötzlich ziemlich dringend – dafür aber sehr selten. Schafft man sich zum Beispiel eine Lochzange an, um ein Loch in den Gürtel zu stanzen, wird das Gerät die meiste Zeit unbenutzt im Regal liegen und Staub ansetzen. Und seit das Bewusstsein für nachhaltige Lebens- und Wirtschaftsweise in der Gesellschaft immer größer wird, wächst der Trend, sich Dinge auszuleihen.

Eine „Bibliothek der Dinge“ gibt es seit einiger Zeit auch in der Mindener Stadtbibliothek. „Viele Menschen können oder wollen sich bestimmte Geräte nicht sofort kaufen, benötigen diese nur einmal oder eher selten und/oder wollen sie vor dem Kauf erst einmal ausprobieren und testen“, berichtet Barbara Brockamp, Leiterin der Stadtbibliothek. Und so gebe es in vielen Bibliotheken mittlerweile das Angebot, sich nicht nur Bücher, CDs, DVDs, Zeitschriften und Spiele auszuleihen, sondern auch Angebote aus dem technischen oder kreativen Bereich.

Etwa 40 Dinge umfasst der Katalog in Minden aktuell und reicht vom Dia-Projektor über den Tip Toi Stift, die Toniebox, das Tischtennis-Set, die Sofortbildkamera, die Revolverlochzange, den Kamishibai-Rahmen, die Kindergeburtstagskisten bis zum LÜK-Kasten (eine spielerische Lernhilfe). Die Auswahl der Dinge kommt ganz unterschiedlich zustande. „Natürlich schauen wir auch bei anderen Bibliotheken ab, was die so anbieten“, beschreibt Barbara Brockamp. Und dann überlegten sie und ihr Team, was in Minden sinnvoll sein könnte. „Das ist ja auch eine Kostenfrage“, macht die Bibliotheks-Leiterin deutlich. Ihre Mitarbeiterinnen würden ständig nach Angeboten Ausschau halten und manche Dinge würden auch gebraucht angeschafft. Immer ginge es um nützliche Sachen: „Was uns eben so auffällt.“


Angefangen habe das Projekt bereits vor fast zehn Jahren mit Energiespargeräten, die die Stadtbibliothek schon damals verliehen habe. Mittlerweile wachse das Thema und werde immer größer. Und so solle auch der Katalog weiter ausgebaut werden. Barbara Brockamp kann sich zum Beispiel noch eine Bohrmaschine für den Fundus vorstellen. Und auch im Bereich Sport und Spiel fallen ihr noch viele Dinge ein, die Menschen gut ausleihen könnten, genauso, wie Musikinstrumente ein Thema seien. Ausbauen möchte sie auch den Bereich rund um Fotografie und mobile Fotostudios.

„Die Liste ist lang“, sinniert die Leiterin. Das Problem sei, dass irgendwann die Frage der Lagerung aufkomme. Im Moment befinden sich die Dinge in einer Vitrine. „Aber die ist bald voll“, befürchtet Barbara Brockamp.

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