Noch keine Statistik über Nutzen von Rauchmeldern Stefan Koch Minden (mt). Obwohl der Einbau von Rauchwarnmeldern seit mehr als einem Jahr Pflicht ist, weiß bislang niemand, in welchem Umfang Schaden durch diese Geräte abgewendet wurde. Jetzt beginnt die Mindener Feuerwehr, derartige Daten statistisch zu erfassen. Erst am Mittwoch vergangener Woche hatte einer der Batterie betriebenen Piepser Schlimmeres verhindert. Wie die Wohnhaus Minden mitteilt, hatte in der Bugenhagenstraße in einem ihrer Gebäude ein Mieter vergessen, den Herd nach dem Kochen wieder abzustellen. Nach kurzer Zeit fing ein Topf Feuer. In der verqualmten Wohnung sprang der Rauchwarnmelder an und die Nachbarn alarmierten die Feuerwehr. „Durch die schnelle Reaktion konnte die Ursache zeitnah lokalisiert und die Gefahr gebannt werden“, so Sarah Freier von der Wohnhaus Minden. Dadurch sei es bei geringfügigem Sachschaden geblieben und niemand sei verletzt worden. Kein Einzelfall, wie Lutz Kölling, stellvertretender Leiter der Mindener Feuerwehr, mitteilt. Nicht nur bei Küchenbränden, sondern auch bei entflammter Hauselektrik oder Weihnachtsbaumbränden hätten Rauchwarnmelder nach Erkenntnissen der Feuerwehr in Minden gute Dienste geleistet. „Ein solcher Fall wird natürlich in dem Einsatzbericht erwähnt“, so der Brandschützer. Allerdings ginge die Feuerwehr erst jetzt dazu über, derartige Vorfälle statistisch zu erfassen, um dem Land Nordrhein-Westfalen Datenmaterial zur weiteren Bewertung der Schutzsysteme zur Verfügung zu stellen. Bereits 2013 hatte der Landtag NRW als Ergänzung der Landesbauordnung die Einführung von Rauchwarnmeldern beschlossen. Danach mussten bis spätestens zum 31. Dezember 2016 in allen Wohnungen die Schlafräume und Kinderzimmer sowie Flure, über die Rettungswege von Aufenthaltsräumen führen, mit mindestens einem Rauchwarnmelder ausgestattet sein. Mit der Zunahme der Geräte in den Wohnungen stieg auch die Zahl der Fehlalarme, worüber es in Nordrhein-Westfalen ebenfalls keine Statistik gibt. Unter anderem kommt es zu unerwünschten Signaltönen, wenn die Batterie zur Neige geht. Nach einigen Jahren gelangen Staubpartikel in die Rauchkammer mit dem Sensor des Gerätes und lösen Alarm aus. Kölling weist darauf hin, dass in vielen Betriebsanleitungen der Hinweis enthalten ist, dieses Bauteil mit einem Staubsauger abzusaugen. Weitere technische Defekte können durch krabbelnde Insekten, Dunst oder Temperaturschwankungen auftreten. Wie Kölling erklärt, habe sich die Zahl der Einsätze der Feuerwehr auch wegen der Fehlalarme von Rauchwarnmeldern erhöht. Dies geschehe aber nicht in einem solchen Umfang, dass der Betriebsablauf der Feuerwehr beeinträchtigt werde. Übrigens: Wer auf einen Fehlalarm eines Rauchmelders reagiert und die Feuerwehr alarmiert, muss für den Einsatz nicht aufkommen.

Noch keine Statistik über Nutzen von Rauchmeldern

Rauchwarnmelder sind seit mehr als einem Jahr in Nordrhein-Westfalen Pflicht. © Martin Gerten/DPA

Minden (mt). Obwohl der Einbau von Rauchwarnmeldern seit mehr als einem Jahr Pflicht ist, weiß bislang niemand, in welchem Umfang Schaden durch diese Geräte abgewendet wurde. Jetzt beginnt die Mindener Feuerwehr, derartige Daten statistisch zu erfassen.

Erst am Mittwoch vergangener Woche hatte einer der Batterie betriebenen Piepser Schlimmeres verhindert. Wie die Wohnhaus Minden mitteilt, hatte in der Bugenhagenstraße in einem ihrer Gebäude ein Mieter vergessen, den Herd nach dem Kochen wieder abzustellen. Nach kurzer Zeit fing ein Topf Feuer. In der verqualmten Wohnung sprang der Rauchwarnmelder an und die Nachbarn alarmierten die Feuerwehr. „Durch die schnelle Reaktion konnte die Ursache zeitnah lokalisiert und die Gefahr gebannt werden“, so Sarah Freier von der Wohnhaus Minden. Dadurch sei es bei geringfügigem Sachschaden geblieben und niemand sei verletzt worden.

Kein Einzelfall, wie Lutz Kölling, stellvertretender Leiter der Mindener Feuerwehr, mitteilt. Nicht nur bei Küchenbränden, sondern auch bei entflammter Hauselektrik oder Weihnachtsbaumbränden hätten Rauchwarnmelder nach Erkenntnissen der Feuerwehr in Minden gute Dienste geleistet. „Ein solcher Fall wird natürlich in dem Einsatzbericht erwähnt“, so der Brandschützer. Allerdings ginge die Feuerwehr erst jetzt dazu über, derartige Vorfälle statistisch zu erfassen, um dem Land Nordrhein-Westfalen Datenmaterial zur weiteren Bewertung der Schutzsysteme zur Verfügung zu stellen.

Bereits 2013 hatte der Landtag NRW als Ergänzung der Landesbauordnung die Einführung von Rauchwarnmeldern beschlossen. Danach mussten bis spätestens zum 31. Dezember 2016 in allen Wohnungen die Schlafräume und Kinderzimmer sowie Flure, über die Rettungswege von Aufenthaltsräumen führen, mit mindestens einem Rauchwarnmelder ausgestattet sein. Mit der Zunahme der Geräte in den Wohnungen stieg auch die Zahl der Fehlalarme, worüber es in Nordrhein-Westfalen ebenfalls keine Statistik gibt. Unter anderem kommt es zu unerwünschten Signaltönen, wenn die Batterie zur Neige geht. Nach einigen Jahren gelangen Staubpartikel in die Rauchkammer mit dem Sensor des Gerätes und lösen Alarm aus. Kölling weist darauf hin, dass in vielen Betriebsanleitungen der Hinweis enthalten ist, dieses Bauteil mit einem Staubsauger abzusaugen. Weitere technische Defekte können durch krabbelnde Insekten, Dunst oder Temperaturschwankungen auftreten.

Wie Kölling erklärt, habe sich die Zahl der Einsätze der Feuerwehr auch wegen der Fehlalarme von Rauchwarnmeldern erhöht. Dies geschehe aber nicht in einem solchen Umfang, dass der Betriebsablauf der Feuerwehr beeinträchtigt werde. Übrigens: Wer auf einen Fehlalarm eines Rauchmelders reagiert und die Feuerwehr alarmiert, muss für den Einsatz nicht aufkommen.

Copyright © Mindener Tageblatt 2021
Texte und Fotos von MT.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.
Weiterlesen in Minden