KOMMENTAR: SCHARN-AUSBAU Nimmermehr Von Monika Jäger Monate-, sogar jahrelang zog sich zu Beginn der Wahlperiode des gegenwärtigen Rats der Streit darüber hin, welche Kompetenzen der Bauausschuss hat, und was der Betriebsausschuss beraten oder gar entscheiden darf. Monate-, sogar jahrelang lief das Gezerre um Macht und Einfluss.Die Lösung, die letztlich nach langem Hin und Her gefunden wurde, funktioniert nicht.Die Theorie: Der Bauausschuss befasst sich mit der Vorentwurfs- und Entwurfsplanung, der Betriebsausschuss mit der Ausführungsplanung. Wem das nichts sagt: egal. Der Punkt ist: Die Aufgaben sollten zwischen den Gremien klar verteilt sein und für flüssige Abläufe sorgen.Die Praxis: Jeder möchte alles entscheiden. Ausschussmitglieder erklären Mitglieder anderer Ausschüsse für schlecht informiert, sprechen ihnen gerne auch mal die Kompetenz zu fachgerechten Entscheidungen ab und gebaren sich alles in allem wie kleine Diven.Warum kann eine große Fraktion wie zum Beispiel die CDU nicht innerhalb ihrer Reihen erst einmal grundsätzlich das Thema Scharn-Ausbau klären, sondern kommt in letzter Minute kurz vor Schluss mit grundsätzlichen Bedenken? Warum verabschieden Ausschussmitglieder einstimmig eine Planung, die dann sie selbst und andere Fraktionsmitglieder in den Folgemonaten Stück für Stück genüsslich wieder in Frage stellen?Unverständlich. Und langsam drängt sich das Gefühl auf, dass es nach Lampen, Platanen, Bänken, Pflaster keinen neuen Scharn geben wird. Nimmermehr.
KOMMENTAR: SCHARN-AUSBAU

Nimmermehr

Monate-, sogar jahrelang zog sich zu Beginn der Wahlperiode des gegenwärtigen Rats der Streit darüber hin, welche Kompetenzen der Bauausschuss hat, und was der Betriebsausschuss beraten oder gar entscheiden darf. Monate-, sogar jahrelang lief das Gezerre um Macht und Einfluss.

Die Lösung, die letztlich nach langem Hin und Her gefunden wurde, funktioniert nicht.

Die Theorie: Der Bauausschuss befasst sich mit der Vorentwurfs- und Entwurfsplanung, der Betriebsausschuss mit der Ausführungsplanung. Wem das nichts sagt: egal. Der Punkt ist: Die Aufgaben sollten zwischen den Gremien klar verteilt sein und für flüssige Abläufe sorgen.

Die Praxis: Jeder möchte alles entscheiden. Ausschussmitglieder erklären Mitglieder anderer Ausschüsse für schlecht informiert, sprechen ihnen gerne auch mal die Kompetenz zu fachgerechten Entscheidungen ab und gebaren sich alles in allem wie kleine Diven.

Warum kann eine große Fraktion wie zum Beispiel die CDU nicht innerhalb ihrer Reihen erst einmal grundsätzlich das Thema Scharn-Ausbau klären, sondern kommt in letzter Minute kurz vor Schluss mit grundsätzlichen Bedenken? Warum verabschieden Ausschussmitglieder einstimmig eine Planung, die dann sie selbst und andere Fraktionsmitglieder in den Folgemonaten Stück für Stück genüsslich wieder in Frage stellen?

Unverständlich. Und langsam drängt sich das Gefühl auf, dass es nach Lampen, Platanen, Bänken, Pflaster keinen neuen Scharn geben wird. Nimmermehr.

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