Neues energetisches Konzept für das Rechte Weserufer: Ein Quartier plant seine Zukunft mit Minden (mt/mob). Ein ganzer Stadtbezirk soll in den nächsten Wochen daran mitarbeiten, wie vor Ort Energie gespart und das Wohnumfeld verbessert werden kann. Und damit alle, die auf dem Rechten Weserufer wohnen, auch dabei mitmachen können, gibt es nicht nur eine interaktive Webseite, sondern die ist auch in vielen verschiedenen Sprachen aufgelegt. Dabei ist die Überschrift zu diesem gesamten Projekt leicht irreführend. Denn es geht nicht nur um Energie- und Klimaschutz, sondern auch um soziale Aspekte, um Städtebau und Wohnen und um klimafreundliche Mobilität, Stadtplaner wissen: Es ist leicht, in Quartieren beispielsweise für energie- und kostensparende Eigenheimsanierungen zu werben, in denen die Bewohner schon lange leben und wo viele sowieso regelmäßig in ihre Immobilie investieren. Das ist in dem Stadtteil, der jetzt im Fokus steht, jedoch überwiegend nicht der Fall. Das Rechte Weserufer ist sowohl sozial als auch städtebaulich sehr vielseitig. Hier leben jüngere und ältere Menschen, manche mit, manche ohne Migrationshintergrund. Hier gibt es viele verschiedene Lebens- und Wohnsituationen, Mehrfamilien- und Einfamilienhäuser. Und da ein großer Teil der Gebäude noch aus den 50er und 60er Jahren stammt, gibt es hier auch ein großes Potenzial für Verbesserungen im energetischen Bereich. So einen Weg für ein ganzes Quartier wählt die Stadt Minden hier zum ersten Mal. Zielsetzungen sind neben Energie- und CO2-Einsparungen auch der Umstieg auf eine langfristig kostengünstigere und klimaschonendere Energieversorgung der Haushalte sowie die Aufwertung des gesamten Quartiers. Der Bereich, um den es geht, befindet sich in östlicher Stadtlage im Stadtbezirk Rechtes Weserufer. Es liegt innerhalb der Bahnstraße (nördlich), Emmeliusstraße (östlich), Bachstraße (südlich) und der Kleinen Dombrede (westlich). Er repräsentiert viele andere Areale in Minden, und die Ergebnisse können daher als Blaupause für weitere Quartiere dienen. „Das Projekt ermöglicht uns, neben dem Klimaschutz auch andere relevante Themen mitzudenken“, erläutert Klimaschutzmanagerin Inna Sawazki. „Das Ergebnis ist dann eine Win-Win-Situation – für das Klima, aber auch für das Quartier“. Die Maßnahmen selbst sollen gemeinsam mit den Mindenern im Quartier erarbeitet werden. Eine digitale Beteiligung soll in Corona-Zeiten dafür sorgen, dass die Menschen selbst mitbestimmen dürfen, wie es zukünftig sein soll. „Die Einbeziehung und Aktivierung der Menschen vor Ort und ihr Wissen spielen für die Konzepterstellung eine besondere Rolle, denn sie kennen ihre Umgebung am besten. Für ein lebendiges und lebenswertes Quartier braucht es Bewohnerinnen und Bewohner, die es selbst mitgestalten wollen“ so Erik Hasse, Quartiersmanager für die Rechte Weserseite. Ob Beratungsangebote oder Straßenbeleuchtung, ob Hausmodernisierungen oder Begrünung – jede Idee hat Platz im Quartierskonzept und kann vom 15. Februar bis zum 14. März online eingereicht werden. Alle Informationen zum Projekt und zur Beteiligung sind online unter www.minden.de/klimaschutz und dem Reiter „Energetisches Quartierskonzept Rechtes Weserufer“ zu finden. Die Ergebnisse der Online-Befragung werden anschließend auf der Internetseite veröffentlicht. Hervorgegangen ist das Projekt aus der Teilnahme am European Energy Awards-Prozess, im Rahmen dessen die Stadt im Jahr 2019 für ihr überdurchschnittliches Engagement im Klimaschutz ausgezeichnet wurde. Die Erstellung des integrierten energetischen Quartierskonzeptes wird im Rahmen des vom Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung über die KfW-Bankengruppe ausgeschriebene Förderprogramm 432 „Energetische Stadtsanierung“ zu 65 Prozent gefördert. Das Konzept erstellt die Stadt Minden gemeinsam mit einem externen Büro, die Energielenker Projects GmbH. www.minden.de/klimaschutz

Neues energetisches Konzept für das Rechte Weserufer: Ein Quartier plant seine Zukunft mit

Für dieses Gebiet soll das energetische Konzept erstellt werden. Grafik: Energielenker Projects GmbH. © Energielenker Projects

Minden (mt/mob). Ein ganzer Stadtbezirk soll in den nächsten Wochen daran mitarbeiten, wie vor Ort Energie gespart und das Wohnumfeld verbessert werden kann. Und damit alle, die auf dem Rechten Weserufer wohnen, auch dabei mitmachen können, gibt es nicht nur eine interaktive Webseite, sondern die ist auch in vielen verschiedenen Sprachen aufgelegt.

Dabei ist die Überschrift zu diesem gesamten Projekt leicht irreführend. Denn es geht nicht nur um Energie- und Klimaschutz, sondern auch um soziale Aspekte, um Städtebau und Wohnen und um klimafreundliche Mobilität,

Stadtplaner wissen: Es ist leicht, in Quartieren beispielsweise für energie- und kostensparende Eigenheimsanierungen zu werben, in denen die Bewohner schon lange leben und wo viele sowieso regelmäßig in ihre Immobilie investieren. Das ist in dem Stadtteil, der jetzt im Fokus steht, jedoch überwiegend nicht der Fall. Das Rechte Weserufer ist sowohl sozial als auch städtebaulich sehr vielseitig. Hier leben jüngere und ältere Menschen, manche mit, manche ohne Migrationshintergrund. Hier gibt es viele verschiedene Lebens- und Wohnsituationen, Mehrfamilien- und Einfamilienhäuser. Und da ein großer Teil der Gebäude noch aus den 50er und 60er Jahren stammt, gibt es hier auch ein großes Potenzial für Verbesserungen im energetischen Bereich.

So einen Weg für ein ganzes Quartier wählt die Stadt Minden hier zum ersten Mal. Zielsetzungen sind neben Energie- und CO2-Einsparungen auch der Umstieg auf eine langfristig kostengünstigere und klimaschonendere Energieversorgung der Haushalte sowie die Aufwertung des gesamten Quartiers.

Der Bereich, um den es geht, befindet sich in östlicher Stadtlage im Stadtbezirk Rechtes Weserufer. Es liegt innerhalb der Bahnstraße (nördlich), Emmeliusstraße (östlich), Bachstraße (südlich) und der Kleinen Dombrede (westlich). Er repräsentiert viele andere Areale in Minden, und die Ergebnisse können daher als Blaupause für weitere Quartiere dienen.

„Das Projekt ermöglicht uns, neben dem Klimaschutz auch andere relevante Themen mitzudenken“, erläutert Klimaschutzmanagerin Inna Sawazki. „Das Ergebnis ist dann eine Win-Win-Situation – für das Klima, aber auch für das Quartier“.

Die Maßnahmen selbst sollen gemeinsam mit den Mindenern im Quartier erarbeitet werden. Eine digitale Beteiligung soll in Corona-Zeiten dafür sorgen, dass die Menschen selbst mitbestimmen dürfen, wie es zukünftig sein soll. „Die Einbeziehung und Aktivierung der Menschen vor Ort und ihr Wissen spielen für die Konzepterstellung eine besondere Rolle, denn sie kennen ihre Umgebung am besten. Für ein lebendiges und lebenswertes Quartier braucht es Bewohnerinnen und Bewohner, die es selbst mitgestalten wollen“ so Erik Hasse, Quartiersmanager für die Rechte Weserseite.

Ob Beratungsangebote oder Straßenbeleuchtung, ob Hausmodernisierungen oder Begrünung – jede Idee hat Platz im Quartierskonzept und kann vom 15. Februar bis zum 14. März online eingereicht werden.

Alle Informationen zum Projekt und zur Beteiligung sind online unter www.minden.de/klimaschutz und dem Reiter „Energetisches Quartierskonzept Rechtes Weserufer“ zu finden. Die Ergebnisse der Online-Befragung werden anschließend auf der Internetseite veröffentlicht.

Hervorgegangen ist das Projekt aus der Teilnahme am European Energy Awards-Prozess, im Rahmen dessen die Stadt im Jahr 2019 für ihr überdurchschnittliches Engagement im Klimaschutz ausgezeichnet wurde.

Die Erstellung des integrierten energetischen Quartierskonzeptes wird im Rahmen des vom Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung über die KfW-Bankengruppe ausgeschriebene Förderprogramm 432 „Energetische Stadtsanierung“ zu 65 Prozent gefördert.

Das Konzept erstellt die Stadt Minden gemeinsam mit einem externen Büro, die Energielenker Projects GmbH.

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