Neues Wärmebettchen für die Babyklappe Minden (mt/hy). Aufgrund eines technischen Defekts musste das Wärmebett der Babyklappe ausgetauscht werden. Um das Angebot zu erhalten, hat sich insbesondere die Schwesternschaft der Diakonie Stiftung Salem eingesetzt. Sie kann der letzte Ausweg sein: In der Babyklappe der Diakonie Stiftung Salem können Mütter, die selbst nicht Sorge für ein Kind tragen können, ihr Neugeborenes anonym ablegen. Sechs Mal wurde seit der Eröffnung vor 20 Jahren das kleine Fenster zur Babyklappe von verzweifelten Müttern geöffnet, der stille Alarm ausgelöst und wahrscheinlich sechs junge Leben gerettet, teilt Pressesprecher Christian Niemann mit. Aus diesem Grund ist die Babyklappe für Schwester Andrea Brewitt, Oberin der Diakonissengemeinschaft der Diakonie Stiftung Salem, unverzichtbar. Als sie und ihre Mitschwestern erfuhren, dass das alte Wärmebett ersetzt werden muss, sammelten sie Spenden. Mit Erfolg: Das neue Wärmebettchen konnte Schwester Andrea Brewitt an Leona Schoppengerd-Brast übergeben, die als Leiterin Sozialraum Innenstadt für die Babyklappe verantwortlich ist. Betrieben wird die Babyklappe von der Beratungsstelle „die fam.“. Die Beraterinnen und Berater erleben in ihrer Arbeit immer wieder werdende Mütter und Väter in Extremsituationen. Sie bieten etwa die Schwangerschaftskonfliktberatung an, für Frauen, die über einen Abbruch ihrer Schwangerschaft nachdenken. Und als Schwangerenberatungsstelle begleitet „die fam.“ vertrauliche Geburten, bei der werdende Mütter ihr Kind anonym, aber medizinisch versorgt in einer Klinik zur Welt bringen können. „Manch eine ungewollt schwangere Frau ist aber so verzweifelt, hat so viel Angst und Scham, dass sie es nicht schafft die Möglichkeit zu nutzen“, erzählt Leona Schoppengerd-Brast. So wurden vier der sechs Babys in der Babyklappe abgelegt. „Leider erreicht das Angebot der vertraulichen Geburt nicht alle“, sagt Leona Schoppengerd-Brast. Deshalb ist sie froh, dank des neuen Bettchens die Babyklappe weiter vorhalten zu können. Die Babyklappe befindet sich in der Straße „Am Brühl“, nahe der Mindener Innenstadt. Wird die Klappe geöffnet, löst ein stiller Alarm aus, der die Mitarbeitenden des benachbarten Albert-Nisius-Hauses informiert. Mitarbeitende der Pflegeeinrichtung – die rund um die Uhr besetzt ist – kümmern sich sofort um das Baby. Die anonym abgelegten Kinder werden zunächst in der Kinderklinik versorgt und anschließend vom Jugendamt in Obhut genommen.

Neues Wärmebettchen für die Babyklappe

Wärmebett Babyklappe © Foto: Diakonie

Minden (mt/hy). Aufgrund eines technischen Defekts musste das Wärmebett der Babyklappe ausgetauscht werden. Um das Angebot zu erhalten, hat sich insbesondere die Schwesternschaft der Diakonie Stiftung Salem eingesetzt.

Sie kann der letzte Ausweg sein: In der Babyklappe der Diakonie Stiftung Salem können Mütter, die selbst nicht Sorge für ein Kind tragen können, ihr Neugeborenes anonym ablegen. Sechs Mal wurde seit der Eröffnung vor 20 Jahren das kleine Fenster zur Babyklappe von verzweifelten Müttern geöffnet, der stille Alarm ausgelöst und wahrscheinlich sechs junge Leben gerettet, teilt Pressesprecher Christian Niemann mit.

Aus diesem Grund ist die Babyklappe für Schwester Andrea Brewitt, Oberin der Diakonissengemeinschaft der Diakonie Stiftung Salem, unverzichtbar. Als sie und ihre Mitschwestern erfuhren, dass das alte Wärmebett ersetzt werden muss, sammelten sie Spenden. Mit Erfolg: Das neue Wärmebettchen konnte Schwester Andrea Brewitt an Leona Schoppengerd-Brast übergeben, die als Leiterin Sozialraum Innenstadt für die Babyklappe verantwortlich ist.

Betrieben wird die Babyklappe von der Beratungsstelle „die fam.“. Die Beraterinnen und Berater erleben in ihrer Arbeit immer wieder werdende Mütter und Väter in Extremsituationen. Sie bieten etwa die Schwangerschaftskonfliktberatung an, für Frauen, die über einen Abbruch ihrer Schwangerschaft nachdenken. Und als Schwangerenberatungsstelle begleitet „die fam.“ vertrauliche Geburten, bei der werdende Mütter ihr Kind anonym, aber medizinisch versorgt in einer Klinik zur Welt bringen können. „Manch eine ungewollt schwangere Frau ist aber so verzweifelt, hat so viel Angst und Scham, dass sie es nicht schafft die Möglichkeit zu nutzen“, erzählt Leona Schoppengerd-Brast. So wurden vier der sechs Babys in der Babyklappe abgelegt. „Leider erreicht das Angebot der vertraulichen Geburt nicht alle“, sagt Leona Schoppengerd-Brast. Deshalb ist sie froh, dank des neuen Bettchens die Babyklappe weiter vorhalten zu können.

Die Babyklappe befindet sich in der Straße „Am Brühl“, nahe der Mindener Innenstadt. Wird die Klappe geöffnet, löst ein stiller Alarm aus, der die Mitarbeitenden des benachbarten Albert-Nisius-Hauses informiert. Mitarbeitende der Pflegeeinrichtung – die rund um die Uhr besetzt ist – kümmern sich sofort um das Baby. Die anonym abgelegten Kinder werden zunächst in der Kinderklinik versorgt und anschließend vom Jugendamt in Obhut genommen.

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