Neues Programm: Umweltthemen sind Landfrauen wichtig Christine Riechmann Minden. Schwer liegt das neue Jahresprogramm des Kreislandfrauenverbandes Minden-Lübbecke in den Händen. Von einem „gestrafften Programm“, wie es Vorsitzende Iris Niermeyer zumindest im Vorfeld angedacht hatte, ist auf den ersten Griff nicht viel zu spüren. Allerdings kann die vermeintliche Fülle der aktuellen Auflage auch dem Umweltpapier geschuldet sein, auf dem das Programm in diesem Jahr – angelehnt an den Nachhaltigkeitsgedanken, der die Landfrauen seit Jahren in ihrem Wirken begleitet – gedruckt ist. „Unser neues Programmheft ist jetzt klimaneutral hergestellt, mit Biofarben gedruckt und besteht zu hundert Prozent aus Recyclingpapier“, berichtet Niermeyer. Damit sind sie einer von zwei der 20 Kreisverbände, der sich entschieden hat, das Heft auf Umweltpapier zu drucken. „Man muss auch an den kleinen Schrauben drehen“, ist die Landfrauen-Vorstandssprecherin überzeugt. Und so würden die Landfrauen auch inhaltlich auf Umweltthemen setzen. Die beiden 2018 vom Bundesverband festgelegten Leitthemen „Wir geben Plastik einen Korb“ und „Wasser – wir machen die Welle“, ziehen sich auch in diesem Jahr durchs Programm. Nachhaltigkeit, Klimawandel und Ernährungskompetenzen – das sind die großen Schlagworte der Landfrauen, die sich in ihrem aktuellen Programm wiederfinden. „Und das alles spielte bei uns schon eine Rolle, bevor die Begriffe in Mode kamen“, meint Vanessa Fenn aus dem Vorstandsteam. „Da müssen wir nicht viel an unserem Programm ändern“, ergänzt Iris Niermeyer. In diesem Jahr seien sie froh, dass sie überhaupt wieder Veranstaltungen anbieten können. Wichtig sei, dass man sich wieder treffen und das Vereinsleben in Gang bringen könne. „Da muss gar nicht ein Highlight das andere jagen“, meint Vanessa Fenn. Durch Corona habe man gemerkt, dass es eigentlich in allen Bereichen ein Überangebot gebe, findet auch ihre Vorstands-Kollegin Iris Niermeyer. „Und das ist nicht unbedingt nur gut.“ Prall gefüllt mit einer Vielzahl an unterschiedlichen Veranstaltungen, Seminaren und Tipps ist das aktuelle Programmheft der Landfrauen trotzdem. Den Auftakt des Landfrauenjahres macht wie immer der Kreislandfrauentag. In diesem Jahr wird er am 17. September in der evangelischen Kirche in Hartum stattfinden. Margot Käßmann wird dort lesen und gemeinsam mit ihrer Tochter Sarah Rahe aus ihrem Leben erzählen. „Leider ist die Veranstaltung schon komplett ausverkauft“, berichtet Iris Niermeyer. Wie Landwirtschaft und Hofvermarktung funktioniert, das können sich junge Landfrauen und Interessierte am 23. September in Oberbauerschaft anschauen. Die Jungen Landfrauen laden zu einer Besichtigung auf dem Hof Oevermann ein. Nach einer Führung durch Betrieb und Hofladen wird es einen gemütlichen Ausklang in der Skihütte „Talstation“ geben. „Die Idee, den Jungen Landfrauen einen eigenen Rahmen durch spezielle Veranstaltungen zu geben, wurde deutschlandweit vor zwei Jahren initiiert“, erzählt Iris Niermeyer davon, junge Mitglieder gewinnen zu wollen. Die Idee sei bereits 20 Jahre alt – „und nun beißen die jungen Frauen langsam an.“ Die Landfrau vermutet, dass ihnen der Zeitgeist dabei in die Karten spiele. Eine alte Tradition führt der Kreislandfrauen-Verband in diesem Jahr mit der Übergabe der Erntekrone fort. Die ging in den vergangenen Jahren schon mal an einen Bürgermeister, an Banken oder auch an das Kaufhaus Hagemeyer. „Sie ist Dank und Auszeichnung zugleich“, erklärt Iris Niermeyer. In diesem Jahr bekommt sie die neue Landrätin Anna Bölling. „Das Schöne ist, dass man bei der Übergabe auch mal seine Anliegen unterbringen kann“, so Niermeyer. Wie in jedem Jahr ist das Landfrauenprogramm gefüllt mit einer Vielzahl unterschiedlicher Angebote auf Kreis- und Ortsverbandsebene. Es wird wieder zwei Kulturveranstaltungen geben, die kreisweite Adventsfeier wird in diesem Jahr in der Sekundarschule Lahde vom Ortsverband Windheim ausgerichtet und der Neujahrsempfang findet am 15. Januar im Bürgerhaus in Espelkamp statt. Das Herzstück des Landfrauenprogramms bildet das vielfältige Angebot der einzelnen Ortsteile. Ob spontane Fahrradtouren der Landfrauen Preußisch Oldendorf, die sich von Corona nicht abschrecken lassen und je nach Wetterlage immer wieder samstags gegen 13 Uhr aufs Rad steigen, ob Zumba-Schnupperkurs oder Pickertessen der Landfrauen Rahden, ob Landfrauenfrühstück mit dem Landsatiriker Udo Reineke der Landfrauen Petershagen oder „Eine kleine Auszeit“ für Menschen, die Entspannung im Alltag suchen, organisiert von den Landfrauen Hille. Unter www.wllv.de/kreisverband/minden-luebbecke ist das gesamte Programm auch in digitaler Form zu finden.

Neues Programm: Umweltthemen sind Landfrauen wichtig

© Foto: Lehn

Minden. Schwer liegt das neue Jahresprogramm des Kreislandfrauenverbandes Minden-Lübbecke in den Händen. Von einem „gestrafften Programm“, wie es Vorsitzende Iris Niermeyer zumindest im Vorfeld angedacht hatte, ist auf den ersten Griff nicht viel zu spüren. Allerdings kann die vermeintliche Fülle der aktuellen Auflage auch dem Umweltpapier geschuldet sein, auf dem das Programm in diesem Jahr – angelehnt an den Nachhaltigkeitsgedanken, der die Landfrauen seit Jahren in ihrem Wirken begleitet – gedruckt ist. „Unser neues Programmheft ist jetzt klimaneutral hergestellt, mit Biofarben gedruckt und besteht zu hundert Prozent aus Recyclingpapier“, berichtet Niermeyer.

Damit sind sie einer von zwei der 20 Kreisverbände, der sich entschieden hat, das Heft auf Umweltpapier zu drucken. „Man muss auch an den kleinen Schrauben drehen“, ist die Landfrauen-Vorstandssprecherin überzeugt. Und so würden die Landfrauen auch inhaltlich auf Umweltthemen setzen. Die beiden 2018 vom Bundesverband festgelegten Leitthemen „Wir geben Plastik einen Korb“ und „Wasser – wir machen die Welle“, ziehen sich auch in diesem Jahr durchs Programm.

Nachhaltigkeit, Klimawandel und Ernährungskompetenzen – das sind die großen Schlagworte der Landfrauen, die sich in ihrem aktuellen Programm wiederfinden. „Und das alles spielte bei uns schon eine Rolle, bevor die Begriffe in Mode kamen“, meint Vanessa Fenn aus dem Vorstandsteam. „Da müssen wir nicht viel an unserem Programm ändern“, ergänzt Iris Niermeyer.


In diesem Jahr seien sie froh, dass sie überhaupt wieder Veranstaltungen anbieten können. Wichtig sei, dass man sich wieder treffen und das Vereinsleben in Gang bringen könne. „Da muss gar nicht ein Highlight das andere jagen“, meint Vanessa Fenn. Durch Corona habe man gemerkt, dass es eigentlich in allen Bereichen ein Überangebot gebe, findet auch ihre Vorstands-Kollegin Iris Niermeyer. „Und das ist nicht unbedingt nur gut.“

Prall gefüllt mit einer Vielzahl an unterschiedlichen Veranstaltungen, Seminaren und Tipps ist das aktuelle Programmheft der Landfrauen trotzdem. Den Auftakt des Landfrauenjahres macht wie immer der Kreislandfrauentag. In diesem Jahr wird er am 17. September in der evangelischen Kirche in Hartum stattfinden. Margot Käßmann wird dort lesen und gemeinsam mit ihrer Tochter Sarah Rahe aus ihrem Leben erzählen. „Leider ist die Veranstaltung schon komplett ausverkauft“, berichtet Iris Niermeyer.

Wie Landwirtschaft und Hofvermarktung funktioniert, das können sich junge Landfrauen und Interessierte am 23. September in Oberbauerschaft anschauen. Die Jungen Landfrauen laden zu einer Besichtigung auf dem Hof Oevermann ein. Nach einer Führung durch Betrieb und Hofladen wird es einen gemütlichen Ausklang in der Skihütte „Talstation“ geben. „Die Idee, den Jungen Landfrauen einen eigenen Rahmen durch spezielle Veranstaltungen zu geben, wurde deutschlandweit vor zwei Jahren initiiert“, erzählt Iris Niermeyer davon, junge Mitglieder gewinnen zu wollen. Die Idee sei bereits 20 Jahre alt – „und nun beißen die jungen Frauen langsam an.“ Die Landfrau vermutet, dass ihnen der Zeitgeist dabei in die Karten spiele.

Eine alte Tradition führt der Kreislandfrauen-Verband in diesem Jahr mit der Übergabe der Erntekrone fort. Die ging in den vergangenen Jahren schon mal an einen Bürgermeister, an Banken oder auch an das Kaufhaus Hagemeyer. „Sie ist Dank und Auszeichnung zugleich“, erklärt Iris Niermeyer. In diesem Jahr bekommt sie die neue Landrätin Anna Bölling. „Das Schöne ist, dass man bei der Übergabe auch mal seine Anliegen unterbringen kann“, so Niermeyer.

Wie in jedem Jahr ist das Landfrauenprogramm gefüllt mit einer Vielzahl unterschiedlicher Angebote auf Kreis- und Ortsverbandsebene. Es wird wieder zwei Kulturveranstaltungen geben, die kreisweite Adventsfeier wird in diesem Jahr in der Sekundarschule Lahde vom Ortsverband Windheim ausgerichtet und der Neujahrsempfang findet am 15. Januar im Bürgerhaus in Espelkamp statt.

Das Herzstück des Landfrauenprogramms bildet das vielfältige Angebot der einzelnen Ortsteile. Ob spontane Fahrradtouren der Landfrauen Preußisch Oldendorf, die sich von Corona nicht abschrecken lassen und je nach Wetterlage immer wieder samstags gegen 13 Uhr aufs Rad steigen, ob Zumba-Schnupperkurs oder Pickertessen der Landfrauen Rahden, ob Landfrauenfrühstück mit dem Landsatiriker Udo Reineke der Landfrauen Petershagen oder „Eine kleine Auszeit“ für Menschen, die Entspannung im Alltag suchen, organisiert von den Landfrauen Hille.

Unter www.wllv.de/kreisverband/minden-luebbecke ist das gesamte Programm auch in digitaler Form zu finden.

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