Neues Konzept: Teich im Fischerglacis rückt in den Fokus der Planer Monika Jäger Minden. Mehr Bänke und Papierkörbe, die Marienquelle als Highlight, teilweise andere Führung der Wege und vor allem eine übergreifende Pflege von Bäumen und Sträuchern: Ab Herbst geht es mit den Arbeiten im Fischerglacis los. Als erster Bereich wird hier das Pflege-und Entwicklungskonzept umgesetzt – dieses war in vielen Veranstaltungen mit Bürgern diskutiert und politisch beschlossen worden. Damit im Oktober auch klar ist, was genau zu tun ist, sichten die Mitarbeiter der Städtischen Betriebe Minden (SBM) zurzeit die Situation vor Ort. Dazu gehört auch festzulegen, welche Bäume herausgenommen werden müssen, berichtete Denis Rinne, der bei den SBM für Grünanlagen und Bestattungswesen zuständig ist, jetzt im Klimaschutzausschuss. Absehbar ist, dass Bürger dann fragen werden, warum gesunde Ahornbäume gefällt werden. Rinne, der unter anderem Arboristik studiert hat und Experte für Pflege und Management von Stadt-Bäumen ist, erläuterte im Fachausschuss erneut, dass es darum gehe, junge und schnell wachsende Bäume immer dann zu entfernen, wenn sie den Altbestand gefährden. Täte man das nicht, würde sich beispielsweise die Lebensdauer alter Eichen deutlich verringern. Die Fällarbeiten beginnen im Oktober, wie viele Bäume herausgenommen werden, steht noch nicht fest. Auch Gehölze, Freiflächen, Sträucher und Kräuter werden zurzeit gesichtet. Dabei haben sich bereits Folgen für den Verlauf der Wege ergeben. Nach aktuellsten Plänen soll es einen neuen Weg geben, der dann Spaziergängern, die von oben aus Richtung Marienstraße kommen, einen wunderbaren Blick in das Tal unter ihnen ermöglicht, so Rinne. Fußwege werden mit wassergebundenen Decken befestigt, Radwege gepflastert. Da, wo extreme Steigungen sind, sollen auch Ruhezonen eingerichtet werden, die es Menschen mit Behinderungen einfacher machen, diese Strecke zu bewältigen. Wo genau Bänke und Papierkörbe hin kommen, wird sich danach zeigen, es sollen aber mehr als jetzt werden. Auch wie genau der Übergang an der Goebenstraße aussieht, wird zurzeit noch erarbeitet. Bau-Beigeordneter Lars Bursian erinnerte an Beschlüsse der Politik, nach denen es möglichst wenig Glacis-Unterbrechungen geben und die Straßen dafür angehoben werden sollen. Dafür müsse hier aber noch mal in etwas größerem Rahmen geplant werden. Auch die zurzeit sehr zugewucherte Marienquelle wird freigelegt und der Teich verschönert. Den Teich einmal abzupumpen könnte helfen um zu klären, woher das Wasser sich speist. Die Stadt Minden lädt Samstag,14. Mai, ab 10 Uhr ein, den Infostand unter den Rathausarkaden am Markt zu besuchen und sich über das Glacis und seine künftige Entwicklung sowie die Umgestaltung der Weserpromenade zu informieren. Unter anderem gibt es eine Fahrradführung (Teilnehmerzahl begrenzt), die um 11.30 Uhr beginnt. Treffpunkt ist der Infostand unter den Rathausarkaden.

Neues Konzept: Teich im Fischerglacis rückt in den Fokus der Planer

m Fischerglacis sollen im Herbst die Arbeiten zur Umgestaltung beginnen. Zurzeit untersucht das Team der Städtischen Betriebe Minden, wie künftig der Baumbestand aussehen sollte. ?Grafik: SBM/Rinne © stkoch

Minden. Mehr Bänke und Papierkörbe, die Marienquelle als Highlight, teilweise andere Führung der Wege und vor allem eine übergreifende Pflege von Bäumen und Sträuchern: Ab Herbst geht es mit den Arbeiten im Fischerglacis los. Als erster Bereich wird hier das Pflege-und Entwicklungskonzept umgesetzt – dieses war in vielen Veranstaltungen mit Bürgern diskutiert und politisch beschlossen worden.

Damit im Oktober auch klar ist, was genau zu tun ist, sichten die Mitarbeiter der Städtischen Betriebe Minden (SBM) zurzeit die Situation vor Ort. Dazu gehört auch festzulegen, welche Bäume herausgenommen werden müssen, berichtete Denis Rinne, der bei den SBM für Grünanlagen und Bestattungswesen zuständig ist, jetzt im Klimaschutzausschuss. Absehbar ist, dass Bürger dann fragen werden, warum gesunde Ahornbäume gefällt werden. Rinne, der unter anderem Arboristik studiert hat und Experte für Pflege und Management von Stadt-Bäumen ist, erläuterte im Fachausschuss erneut, dass es darum gehe, junge und schnell wachsende Bäume immer dann zu entfernen, wenn sie den Altbestand gefährden. Täte man das nicht, würde sich beispielsweise die Lebensdauer alter Eichen deutlich verringern. Die Fällarbeiten beginnen im Oktober, wie viele Bäume herausgenommen werden, steht noch nicht fest.

Auch Gehölze, Freiflächen, Sträucher und Kräuter werden zurzeit gesichtet. Dabei haben sich bereits Folgen für den Verlauf der Wege ergeben. Nach aktuellsten Plänen soll es einen neuen Weg geben, der dann Spaziergängern, die von oben aus Richtung Marienstraße kommen, einen wunderbaren Blick in das Tal unter ihnen ermöglicht, so Rinne. Fußwege werden mit wassergebundenen Decken befestigt, Radwege gepflastert. Da, wo extreme Steigungen sind, sollen auch Ruhezonen eingerichtet werden, die es Menschen mit Behinderungen einfacher machen, diese Strecke zu bewältigen. Wo genau Bänke und Papierkörbe hin kommen, wird sich danach zeigen, es sollen aber mehr als jetzt werden. Auch wie genau der Übergang an der Goebenstraße aussieht, wird zurzeit noch erarbeitet. Bau-Beigeordneter Lars Bursian erinnerte an Beschlüsse der Politik, nach denen es möglichst wenig Glacis-Unterbrechungen geben und die Straßen dafür angehoben werden sollen. Dafür müsse hier aber noch mal in etwas größerem Rahmen geplant werden.


Auch die zurzeit sehr zugewucherte Marienquelle wird freigelegt und der Teich verschönert. Den Teich einmal abzupumpen könnte helfen um zu klären, woher das Wasser sich speist.

Die Stadt Minden lädt Samstag,14. Mai, ab 10 Uhr ein, den Infostand unter den Rathausarkaden am Markt zu besuchen und sich über das Glacis und seine künftige Entwicklung sowie die Umgestaltung der Weserpromenade zu informieren. Unter anderem gibt es eine Fahrradführung (Teilnehmerzahl begrenzt), die um 11.30 Uhr beginnt. Treffpunkt ist der Infostand unter den Rathausarkaden.

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