Neuer Vorsitz im Kreisjugendhilfeausschuss Jürgen Langenkämper Minden. Der bisherige Vorsitzende des Kreisjugendhilfeausschusses und sein Stellvertreter haben die Positionen getauscht. In der konstituierenden Sitzung am Montag schlug Reinhard Wandtke (SPD) Sven Öpping (CDU) als neuen Vorsitzenden vor. Der revanchierte sich mit dem Gegenvorschlag, Wandtke zu seinem Vize zu wählen. So geschah es dann einstimmig, nur die AfD enthielt sich. Als es im weiteren Verlauf darum ging, wie in früheren Wahlperioden auch einen Unterausschuss für Jugendhilfeplanung zu bilden, einigten sich alle ebenso einvernehmlich auf dasselbe Spitzenduo, dieses Mal aber mit Wandtke als Vorsitzendem und Öpping als Stellvertreter. Beide kommen aus Hüllhorst. Bei der zu Beginn einer neuen Sitzungsperiode üblichen Darstellung des Zuständigkeitsbereiches des Fachausschusses, also des Jugendamtes und der Beratungsstelle für Schul- und Familienfragen, wies Jugendamtsleiter Andreas Schädler auf jüngst erfolgte Veränderungen und Umstrukturierungen unter den vier Arbeitsgruppen innerhalb des Amtes hin. Nicht besetzt ist derzeit die Leitung der Arbeitsgruppe Fachdienste, zu der unter anderem die Drogenberatungsstelle, die Betreuungsstelle sowie Amtsvormundschaften und Amtspflegschaften gehören. Die interne Ausschreibung für die Position läuft noch. Spannung kam beim Bericht von Regina Reichart-Corbach über die von ihr geleitete Beratungsstelle für Schul- und Familienfragen auf. Denn der frischgewählte Vorsitzende wollte wissen, ob beim ersten Lockdown im Frühjahr einen Anstieg des Beratungsbedarfs gab. Das Gegenteil war der Fall. „Es wurde ruhiger, weil die Schulen geschlossen waren“, so Reichart-Corbach. Doch danach gingen die Zahlen bis August rauf – sogar stärker als im Vorjahr –, aber im Anschluss wieder runter. Insgesamt habe es rund 200 Anfragen weniger gegeben als 2019. Insgesamt besteht für rund 1.300 Familien Beratungs- und Betreuungsbedarf. Für das Jugendamt ergänzte Schädler, dass bislang kein signifikanter Anstieg von Fällen zu verzeichnen sei. Reichart-Corbach stellte am Anfang sogar positive Effekte durch „Entspannung und Entschleunigung“ fest. Seit die Beratungsstelle das Bürgertelefon des Kreises übernommen hat, haben die Mitarbeiter damit alle Hände voll zu tun. 250 bis 300 Anrufe sind pro Tag zu bewältigen.

Neuer Vorsitz im Kreisjugendhilfeausschuss

Der Lockdown hatte keine Auswirkungen auf die Beratung in Schul- und Familienfragen. Foto: dpa © Ina Fassbender

Minden. Der bisherige Vorsitzende des Kreisjugendhilfeausschusses und sein Stellvertreter haben die Positionen getauscht. In der konstituierenden Sitzung am Montag schlug Reinhard Wandtke (SPD) Sven Öpping (CDU) als neuen Vorsitzenden vor. Der revanchierte sich mit dem Gegenvorschlag, Wandtke zu seinem Vize zu wählen. So geschah es dann einstimmig, nur die AfD enthielt sich.

Als es im weiteren Verlauf darum ging, wie in früheren Wahlperioden auch einen Unterausschuss für Jugendhilfeplanung zu bilden, einigten sich alle ebenso einvernehmlich auf dasselbe Spitzenduo, dieses Mal aber mit Wandtke als Vorsitzendem und Öpping als Stellvertreter. Beide kommen aus Hüllhorst.

Bei der zu Beginn einer neuen Sitzungsperiode üblichen Darstellung des Zuständigkeitsbereiches des Fachausschusses, also des Jugendamtes und der Beratungsstelle für Schul- und Familienfragen, wies Jugendamtsleiter Andreas Schädler auf jüngst erfolgte Veränderungen und Umstrukturierungen unter den vier Arbeitsgruppen innerhalb des Amtes hin. Nicht besetzt ist derzeit die Leitung der Arbeitsgruppe Fachdienste, zu der unter anderem die Drogenberatungsstelle, die Betreuungsstelle sowie Amtsvormundschaften und Amtspflegschaften gehören. Die interne Ausschreibung für die Position läuft noch.

Spannung kam beim Bericht von Regina Reichart-Corbach über die von ihr geleitete Beratungsstelle für Schul- und Familienfragen auf. Denn der frischgewählte Vorsitzende wollte wissen, ob beim ersten Lockdown im Frühjahr einen Anstieg des Beratungsbedarfs gab. Das Gegenteil war der Fall. „Es wurde ruhiger, weil die Schulen geschlossen waren“, so Reichart-Corbach. Doch danach gingen die Zahlen bis August rauf – sogar stärker als im Vorjahr –, aber im Anschluss wieder runter. Insgesamt habe es rund 200 Anfragen weniger gegeben als 2019. Insgesamt besteht für rund 1.300 Familien Beratungs- und Betreuungsbedarf.

Für das Jugendamt ergänzte Schädler, dass bislang kein signifikanter Anstieg von Fällen zu verzeichnen sei. Reichart-Corbach stellte am Anfang sogar positive Effekte durch „Entspannung und Entschleunigung“ fest.

Seit die Beratungsstelle das Bürgertelefon des Kreises übernommen hat, haben die Mitarbeiter damit alle Hände voll zu tun. 250 bis 300 Anrufe sind pro Tag zu bewältigen.

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