Neuer Tauschring soll Nachbarschaftshilfe aktivieren Sabine Häderle Minden (hae). Hilfe beim Fensterputzen oder der Gartenarbeit, ein Kuchen für die Geburtstagsfeier, kleinere Reparaturen…. – jeder braucht mal Unterstützung. Nach dem Vorbild des Vereins „Tauschrausch“ soll eine ähnliche Initiative in Minden entstehen. Das Ziel: Die Nachbarschaft kennenlernen und sich gegenseitig geldfrei auszuhelfen. Das System basiert auf Tauschpunkten. Die Initiatoren trafen sich jetzt zu einer ersten Informationsveranstaltung im Aktivitätszentrum Altendorf. Im Juli und August sind zwei weitere Treffen geplant (Termine siehe unten). Vor Jahren gab es schon einmal einen Tauschring in Minden, den „Talente-Tauschring um die Porta“. Dieser hat inzwischen seine Arbeit eingestellt. Nun soll nach dem Vorbild des Vereins „Tauschrausch“ in Bünde ein neuer Versuch gestartet werden und auch in Minden ein Tauschring entstehen. Tauschring heißt, dass interessierte Menschen Dinge oder Dienstleistungen tauschen, ohne dass Geld fließt. Ziel ist es, dabei Nachbarschaften zusammen zu führen, sich gegenseitig kostenlos zu unterstützen und neue Freundschaften entstehen zu lassen. Getauscht werden kann alles, was angeboten und gefragt ist: Kuchen backen, Rasen mähen, Bilder aufhängen, bügeln und mehr. Waren können getauscht werden (wie Obst aus dem eigenen Garten), Geräte können verliehen werden (wie eine Bohrmaschine) oder man kann Zeit tauschen, als Begleitung bei Arztbesuchen, beim Blumen gießen während des Urlaubs oder bei Fahrdiensten. Gaby Hartmann ist Mitglied bei „Tauschrausch“ und stellte den Verein vor. 60 Mitglieder hat der Verein in Bünde und inzwischen schon Untergruppen in Löhne und Bad Oeynhausen. Auch in Minden soll erst einmal eine Untergruppe entstehen. Ob sich später ein eigener Verein entwickelt, wird man sehen. Zuerst könnte man die Internetplattform von „Tauschrausch“ mitnutzen. Denn alles läuft über Tauschpunkte. Diese werden auf der Website von „Tauschrausch“ verrechnet. Für eine Stunde Einsatz werden 20 Punkten angerechnet. Auf der Website werden auch die Listen mit Suchanfragen und Angeboten geführt. „Die Internetplattform ist ganz einfach zu bedienen“, beruhigt die Initiatorin. „Auch Ungeübte kommen damit klar“. Damit sich die Mitglieder kennenlernen können, gibt es monatlich einen Brunch, außerdem Sommerfeste und Weihnachtsfeiern. Die Altendorfstiftung unterstützt die Initiative und stellt ihre Räumlichkeiten im Aktivitätszentrum kostenlos zur Verfügung. Bei den Treffen sollen persönliche Kontakte gefördert werden – man will ja nicht jeden in den eigenen Haushalt lassen. Aber wenn dann Vertrauen gefasst ist, kann getauscht werden. Es können nicht nur zwei Personen miteinander tauschen. Dies ist möglich, aber der Kreis kann auch größer sein. Ein Mitglied backt einer anderen Person einen Kuchen und ein Dritter hilft dafür bei der Gartenarbeit. Dringend gesucht werden noch männliche Interessenten. Um mehr Menschen ansprechen zu können, soll in diesem Sommer noch zweimal eine Infoveranstaltung stattfinden, am 6. Juli im Aktivitätszentrum der Alterdorfstiftung Am Goethepark und am 31. August im BF in der Alten Kirchstraße 11.

Neuer Tauschring soll Nachbarschaftshilfe aktivieren

Die Initiatoren des neuen Tauschrings (von links): Ingrid Kiffin, Swetlana Riesen (Leiterin des Aktivitätszentrums Am Goethepark), Gaby Hartmann, Ortsvorsteher Athanasios Vlachos und Karin Petrick. © Foto: Sabine Häderle

Minden (hae). Hilfe beim Fensterputzen oder der Gartenarbeit, ein Kuchen für die Geburtstagsfeier, kleinere Reparaturen…. – jeder braucht mal Unterstützung. Nach dem Vorbild des Vereins „Tauschrausch“ soll eine ähnliche Initiative in Minden entstehen. Das Ziel: Die Nachbarschaft kennenlernen und sich gegenseitig geldfrei auszuhelfen.

Das System basiert auf Tauschpunkten. Die Initiatoren trafen sich jetzt zu einer ersten Informationsveranstaltung im Aktivitätszentrum Altendorf. Im Juli und August sind zwei weitere Treffen geplant (Termine siehe unten).

Vor Jahren gab es schon einmal einen Tauschring in Minden, den „Talente-Tauschring um die Porta“. Dieser hat inzwischen seine Arbeit eingestellt. Nun soll nach dem Vorbild des Vereins „Tauschrausch“ in Bünde ein neuer Versuch gestartet werden und auch in Minden ein Tauschring entstehen.

Tauschring heißt, dass interessierte Menschen Dinge oder Dienstleistungen tauschen, ohne dass Geld fließt. Ziel ist es, dabei Nachbarschaften zusammen zu führen, sich gegenseitig kostenlos zu unterstützen und neue Freundschaften entstehen zu lassen. Getauscht werden kann alles, was angeboten und gefragt ist: Kuchen backen, Rasen mähen, Bilder aufhängen, bügeln und mehr. Waren können getauscht werden (wie Obst aus dem eigenen Garten), Geräte können verliehen werden (wie eine Bohrmaschine) oder man kann Zeit tauschen, als Begleitung bei Arztbesuchen, beim Blumen gießen während des Urlaubs oder bei Fahrdiensten. Gaby Hartmann ist Mitglied bei „Tauschrausch“ und stellte den Verein vor. 60 Mitglieder hat der Verein in Bünde und inzwischen schon Untergruppen in Löhne und Bad Oeynhausen. Auch in Minden soll erst einmal eine Untergruppe entstehen.

Ob sich später ein eigener Verein entwickelt, wird man sehen. Zuerst könnte man die Internetplattform von „Tauschrausch“ mitnutzen. Denn alles läuft über Tauschpunkte. Diese werden auf der Website von „Tauschrausch“ verrechnet. Für eine Stunde Einsatz werden 20 Punkten angerechnet. Auf der Website werden auch die Listen mit Suchanfragen und Angeboten geführt. „Die Internetplattform ist ganz einfach zu bedienen“, beruhigt die Initiatorin. „Auch Ungeübte kommen damit klar“.

Damit sich die Mitglieder kennenlernen können, gibt es monatlich einen Brunch, außerdem Sommerfeste und Weihnachtsfeiern. Die Altendorfstiftung unterstützt die Initiative und stellt ihre Räumlichkeiten im Aktivitätszentrum kostenlos zur Verfügung. Bei den Treffen sollen persönliche Kontakte gefördert werden – man will ja nicht jeden in den eigenen Haushalt lassen. Aber wenn dann Vertrauen gefasst ist, kann getauscht werden. Es können nicht nur zwei Personen miteinander tauschen. Dies ist möglich, aber der Kreis kann auch größer sein. Ein Mitglied backt einer anderen Person einen Kuchen und ein Dritter hilft dafür bei der Gartenarbeit.

Dringend gesucht werden noch männliche Interessenten. Um mehr Menschen ansprechen zu können, soll in diesem Sommer noch zweimal eine Infoveranstaltung stattfinden, am 6. Juli im Aktivitätszentrum der Alterdorfstiftung Am Goethepark und am 31. August im BF in der Alten Kirchstraße 11.

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