Neue Wartungshalle für die Westfalenbahn fast fertiggestellt Stefan Koch Minden (mt). Die Arbeiten für die neue Wartungshalle der Westfalenbahn neben dem Betriebsgelände der Mindener Kreisbahnen (MKB) an der Karlstraße 48 sind fast schon in den letzten Zügen. Die Fundamente für je ein Gruben- und Instandhaltungsgleis sind noch in Arbeit und die Fassaden der Halle strahlen in Rot. Es fehlen noch das Rolltor und die Bodenplatte. Im Rohbau steht das Büro, das zukünftig 15 Mitarbeiter beherbergen soll, die mit den späteren Instandsetzungsarbeiten beschäftigt sind. „Wir liegen gut im Zeitplan“, sagen der beratene Ingenieur Dipl.-Ing. Detlev Zache und Dorothea Benub, die bei den MKB für Technik und Einkauf zuständig ist. „Auf jeden Fall ist mit der Investition und dem Bau das Gebiet in diesem Teil der Stadt aufgewertet“, bestätigt auch Dietmar Schweizer, Geschäftsführer der MKB, die Bauherr und der spätere Eigentümer der Halle mit den Außenanlagen ist.Es ist die größte Investition in der Geschichte der MKB seit dem Bau des Eisenbahnnetzes im Jahr 1898. Zehn Millionen Euro hat das Unternehmen für sein Objekt an der Festungsstraße investiert, das nach der Fertigstellung die postalische Nummer 1 bekommt.Die MKB vermieten es als Bahnbetriebswerk II an die Westfalenbahn (Mehr zum Hintergrund lesen Sie hier: Drei Netze in der Hand der Westfalenbahn). Diese lässt dort Schienenfahrzeuge des Personen- und Güterverkehrs instandsetzen. Dreizehn sechsteilige doppelstöckige KISS-Triebwagen sind dazu eingeplant - hinter der Abkürzung verbirgt sich der Begriff „komfortabler innovativer spurtstarker S-Bahnzug“ des Fahrzeugherstellers Stadler Pankow GmbH. Seit drei Jahren werden die Fahrzeuge bereits in der Schweiz eingesetzt.Wie Rainer Blüm, Geschäftsführer der Westfalenbahn - übrigens ein Tochterunternehmen der MKB - bereits zum Spatenstich für die Wartungshalle Ende September vergangenen Jahres erklärte, sei Minden für sein Unternehmen ein wichtiger Stützpfeiler des Eisenbahnbetriebes (das MT berichtete).Im November begannen dann die Bauarbeiten, um aus einer ehemaligen Stückguthalle der MKB die mehr als 170 Meter lange Wartungshalle mit den zwei Gleisen zu bauen. Laut MKB-Geschäftsführer Schweizer sollen bereits im August die ersten Fahrzeuge aus Berlin eintreffen. Im dritten Quartal wird das neue Bahnbetriebswerk dann in Betrieb genommen. Derzeit steht noch die Fertigstellung der äußeren Infrastruktur wie Leitungen und der Gleisanschluss aus.Mit dem Bau sind auch Veränderungen im Verkehr auf dem Schienenweg in der Region verbunden. Die blauen Doppelstocktriebwagen der Westfalenbahn lösen Ende des Jahres die roten der DB Regio auf der Regionalexpresslinie ab. Hintergrund: Vor zwei Jahren wurde bei einer europaweiten Ausschreibung das sogenannte Mittelland-Netz an die Westfalenbahn vergeben. Ab Ende Dezember 2015 wird deshalb die Westfalenbahn den Schienenpersonennahverkehr auf der Linie Bielefeld/Rheine-Minden-Hannover-Braunschweig von der Deutschen Bahn AG übernehmen.

Neue Wartungshalle für die Westfalenbahn fast fertiggestellt

Derzeit läuft der Innenausbau der neuen Wartungshalle auf Hochtouren. Schon im dritten Quartal soll der Betrieb beginnen. MT-Foto: Stefan Koch

Minden (mt). Die Arbeiten für die neue Wartungshalle der Westfalenbahn neben dem Betriebsgelände der Mindener Kreisbahnen (MKB) an der Karlstraße 48 sind fast schon in den letzten Zügen. Die Fundamente für je ein Gruben- und Instandhaltungsgleis sind noch in Arbeit und die Fassaden der Halle strahlen in Rot. Es fehlen noch das Rolltor und die Bodenplatte. Im Rohbau steht das Büro, das zukünftig 15 Mitarbeiter beherbergen soll, die mit den späteren Instandsetzungsarbeiten beschäftigt sind. „Wir liegen gut im Zeitplan“, sagen der beratene Ingenieur Dipl.-Ing. Detlev Zache und Dorothea Benub, die bei den MKB für Technik und Einkauf zuständig ist. „Auf jeden Fall ist mit der Investition und dem Bau das Gebiet in diesem Teil der Stadt aufgewertet“, bestätigt auch Dietmar Schweizer, Geschäftsführer der MKB, die Bauherr und der spätere Eigentümer der Halle mit den Außenanlagen ist.

Es ist die größte Investition in der Geschichte der MKB seit dem Bau des Eisenbahnnetzes im Jahr 1898. Zehn Millionen Euro hat das Unternehmen für sein Objekt an der Festungsstraße investiert, das nach der Fertigstellung die postalische Nummer 1 bekommt.

Die MKB vermieten es als Bahnbetriebswerk II an die Westfalenbahn (Mehr zum Hintergrund lesen Sie hier: Drei Netze in der Hand der Westfalenbahn). Diese lässt dort Schienenfahrzeuge des Personen- und Güterverkehrs instandsetzen. Dreizehn sechsteilige doppelstöckige KISS-Triebwagen sind dazu eingeplant - hinter der Abkürzung verbirgt sich der Begriff „komfortabler innovativer spurtstarker S-Bahnzug“ des Fahrzeugherstellers Stadler Pankow GmbH. Seit drei Jahren werden die Fahrzeuge bereits in der Schweiz eingesetzt.

Wie Rainer Blüm, Geschäftsführer der Westfalenbahn - übrigens ein Tochterunternehmen der MKB - bereits zum Spatenstich für die Wartungshalle Ende September vergangenen Jahres erklärte, sei Minden für sein Unternehmen ein wichtiger Stützpfeiler des Eisenbahnbetriebes (das MT berichtete).

Im November begannen dann die Bauarbeiten, um aus einer ehemaligen Stückguthalle der MKB die mehr als 170 Meter lange Wartungshalle mit den zwei Gleisen zu bauen. Laut MKB-Geschäftsführer Schweizer sollen bereits im August die ersten Fahrzeuge aus Berlin eintreffen. Im dritten Quartal wird das neue Bahnbetriebswerk dann in Betrieb genommen. Derzeit steht noch die Fertigstellung der äußeren Infrastruktur wie Leitungen und der Gleisanschluss aus.

Mit dem Bau sind auch Veränderungen im Verkehr auf dem Schienenweg in der Region verbunden. Die blauen Doppelstocktriebwagen der Westfalenbahn lösen Ende des Jahres die roten der DB Regio auf der Regionalexpresslinie ab. Hintergrund: Vor zwei Jahren wurde bei einer europaweiten Ausschreibung das sogenannte Mittelland-Netz an die Westfalenbahn vergeben. Ab Ende Dezember 2015 wird deshalb die Westfalenbahn den Schienenpersonennahverkehr auf der Linie Bielefeld/Rheine-Minden-Hannover-Braunschweig von der Deutschen Bahn AG übernehmen.

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