Neue Sporthalle und mehr Platz für den Ganztag: Richtfest an der FES-Grundschule Minderheide Anja Peper Minden. Kurz vorm Start ins Wochenende haben die Kinder der Freien Evangelischen Grundschule (FES) Minderheide etwas Besonderes erlebt: Das Richtfest für den etwa 1.200 Quadratmeter großen Neubau. Das Highlight wird die Sporthalle. Sie löst das vielleicht schon hundert Jahre alte, nicht schallgedämmte und auch ziemlich winzige Vorgängermodell ab. Dazu entstehen im hinteren Teil des Geländes am Petershäger Weg zusätzliche Räume für Bibliothek, Kunst sowie ein Forum als Treffpunkt. So gibt es auch mehr Platz für den Offenen Ganztag. Nach der Schule in die Nachmittagsbetreuung – diese Möglichkeit soll von 2026 an gesichert sein. Alle Grundschüler sollen auch nachmittags betreut werden können. Dazu brauchen die Grundschulen mehr Platz und oft auch mehr Personal. Die Fertigstellung der neuen Halle ist zum Sommer 2022 geplant. Dann stehen die neuen Räume den rund 200 Schülern und etwa 15 Lehrern zur Verfügung. Auch örtliche Sportvereine und Gruppen soll die Halle in den Nebenzeiten nutzen können. Schüler, Eltern, Lehrer und einige geladene Gäste trafen sich im Inneren der künftigen Sporthalle. Hingucker war natürlich die leuchtend orangefarbene Hebebühne. Mit deren Hilfe erreichte Bauleiter Gennadi Unruh den Punkt in sieben Metern Höhe, an dem er den Richtbaum anbringen konnte. Die Kinder halfen lautstark mit, den mit bunten Bändern geschmückten Ast gerade anzubringen, indem sie von unten Tipps gaben. An deren Adresse richtete Vorstandsmitglied Eduard Reimer auch ein Lob: „Ihr habt viel Geduld, dass Ihr die Bauarbeiten ertragt.“ Der erste Spatenstich für die neue Sporthalle war im September 2020. Durch Lieferengpässe wurden auch hier die Arbeiten verzögert. Die neue Halle wird nicht nur groß und modern, sie liegt auch im Grünen. Gleich nebenan ist eine Pferdekoppel, von wo man über die Felder hinweg bis zur Stemmer Landstraße sehen kann. In ihren Grußworten erwähnte die stellvertretende Bürgermeisterin Renate Müller den Ginkgo-Baum auf dem Gelände. Er ist in vielerlei Hinsicht eine der wohl interessantesten Pflanzen, die man sich in den Garten holen kann. Der Baum ist ein Stück Erdgeschichte, ein sogenanntes „lebendes Fossil“: Weil er kaum natürliche Feinde hat, gibt es diese botanische Besonderheit schon Millionen Jahre. „Möge dieser Ginkgo ein zusätzlicher Schutzschirm sein“, so Renate Müller. Die Grundschule gehört zum Verbund der FES Minden, zu dem neben zwei weiteren Grundschulen – Haddenhausen und Stemwede – auch die Gesamtschule und das Gymnasium am Standort Kingsleyallee in Minderheide gehören. Ergänzt wird das Angebot mit zwei Kitas in Espelkamp und Minderheide. „Wir verstehen uns als Ergänzung zum bestehenden guten Bildungsangebot im Kreis Minden-Lübbecke und bieten als evangelische Bekenntnisschulen in freier Trägerschaft ein Bildungsangebot, das allen Familien offen steht“, sagt Eduard Reimer, Geschäftsführer des Christlichen Schulvereins Minden. „Aktuell lernen etwa 1.650 Kinder und Jugendliche an unseren Schulen.“ Die alte Turnhalle im vorderen Bereich wird übrigens nicht abgerissen, sondern aufwendig saniert. Dort soll eine zweite Kita-Gruppe einziehen. Unter der neuen Dachmarke „Credo“ möchte der Verein neben Schulen und Kitas künftig auch soziale Einrichtungen führen, erläutert Eduard Reimer. Der Begriff Credo kommt aus dem Lateinischen und bedeutet „Ich glaube“. Weitere Informationen: credo-minden.de

Neue Sporthalle und mehr Platz für den Ganztag: Richtfest an der FES-Grundschule Minderheide

Gemeinsam mit einem Kollegen verlas Bauleiter Gennadi Unruh den Richtspruch in luftiger Höhe. Die FES-Grundschule Minderheide bekommt nächstes Jahr eine moderne Sporthalle. MT-Foto: Alex Lehn

Minden. Kurz vorm Start ins Wochenende haben die Kinder der Freien Evangelischen Grundschule (FES) Minderheide etwas Besonderes erlebt: Das Richtfest für den etwa 1.200 Quadratmeter großen Neubau. Das Highlight wird die Sporthalle. Sie löst das vielleicht schon hundert Jahre alte, nicht schallgedämmte und auch ziemlich winzige Vorgängermodell ab. Dazu entstehen im hinteren Teil des Geländes am Petershäger Weg zusätzliche Räume für Bibliothek, Kunst sowie ein Forum als Treffpunkt. So gibt es auch mehr Platz für den Offenen Ganztag.

Nach der Schule in die Nachmittagsbetreuung – diese Möglichkeit soll von 2026 an gesichert sein. Alle Grundschüler sollen auch nachmittags betreut werden können. Dazu brauchen die Grundschulen mehr Platz und oft auch mehr Personal.

Die Fertigstellung der neuen Halle ist zum Sommer 2022 geplant. Dann stehen die neuen Räume den rund 200 Schülern und etwa 15 Lehrern zur Verfügung. Auch örtliche Sportvereine und Gruppen soll die Halle in den Nebenzeiten nutzen können.

Malina Reckordt

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Schüler, Eltern, Lehrer und einige geladene Gäste trafen sich im Inneren der künftigen Sporthalle. Hingucker war natürlich die leuchtend orangefarbene Hebebühne. Mit deren Hilfe erreichte Bauleiter Gennadi Unruh den Punkt in sieben Metern Höhe, an dem er den Richtbaum anbringen konnte. Die Kinder halfen lautstark mit, den mit bunten Bändern geschmückten Ast gerade anzubringen, indem sie von unten Tipps gaben. An deren Adresse richtete Vorstandsmitglied Eduard Reimer auch ein Lob: „Ihr habt viel Geduld, dass Ihr die Bauarbeiten ertragt.“ Der erste Spatenstich für die neue Sporthalle war im September 2020. Durch Lieferengpässe wurden auch hier die Arbeiten verzögert.

Die neue Halle wird nicht nur groß und modern, sie liegt auch im Grünen. Gleich nebenan ist eine Pferdekoppel, von wo man über die Felder hinweg bis zur Stemmer Landstraße sehen kann. In ihren Grußworten erwähnte die stellvertretende Bürgermeisterin Renate Müller den Ginkgo-Baum auf dem Gelände. Er ist in vielerlei Hinsicht eine der wohl interessantesten Pflanzen, die man sich in den Garten holen kann. Der Baum ist ein Stück Erdgeschichte, ein sogenanntes „lebendes Fossil“: Weil er kaum natürliche Feinde hat, gibt es diese botanische Besonderheit schon Millionen Jahre. „Möge dieser Ginkgo ein zusätzlicher Schutzschirm sein“, so Renate Müller.

Die Grundschule gehört zum Verbund der FES Minden, zu dem neben zwei weiteren Grundschulen – Haddenhausen und Stemwede – auch die Gesamtschule und das Gymnasium am Standort Kingsleyallee in Minderheide gehören. Ergänzt wird das Angebot mit zwei Kitas in Espelkamp und Minderheide. „Wir verstehen uns als Ergänzung zum bestehenden guten Bildungsangebot im Kreis Minden-Lübbecke und bieten als evangelische Bekenntnisschulen in freier Trägerschaft ein Bildungsangebot, das allen Familien offen steht“, sagt Eduard Reimer, Geschäftsführer des Christlichen Schulvereins Minden. „Aktuell lernen etwa 1.650 Kinder und Jugendliche an unseren Schulen.“

Die alte Turnhalle im vorderen Bereich wird übrigens nicht abgerissen, sondern aufwendig saniert. Dort soll eine zweite Kita-Gruppe einziehen.

Unter der neuen Dachmarke „Credo“ möchte der Verein neben Schulen und Kitas künftig auch soziale Einrichtungen führen, erläutert Eduard Reimer. Der Begriff Credo kommt aus dem Lateinischen und bedeutet „Ich glaube“.

Weitere Informationen: credo-minden.de

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