Neue Ausstellung in der Galerie ArtMinden ist ein Who-is-Who der heimischen Kunstakteure Ursula Koch Minden. Das Who-is-Who der heimischen Kunstszene versammelt Peter Medzech aktuell in seiner Galerie ArtMinden in Todtenhausen. „Offene Galerie“ nennt er die Ausstellung schlicht, die er im Sommer gestartet hatte und jetzt mit neuen Namen und neuen Werken fortführt. Eine ganze Wand ist dem verstorbenen Benno Kersting (1929-2009) gewidmet, der viele Jahre am Gymnasium unterrichtete und als freischaffender Künstler tätig war. Er selber bezeichnete sich als magischen Realisten und Phantasten. Oft mischen sich darin Lebenslust, Tod und Zerstörung. Beim „Narrenfest“, entstanden 1983, beobachten vom Bildrand aus Tod und Teufel die nackten Tänzer unter einem rotglühenden Mond. Im Garten der Jungfrau dominiert im Vordergrund ein kahler Baum. „Es ist schwierig Bilder von Kersting zu bekommen“, erzählt der Bildhauer Peter Medzech. Er würde Kersting gerne eine Einzelausstellung widmen. Inzwischen habe er eine Familie gefunden, die seine Werke gesammelt habe. Aus deren Besitz stammen auch die beiden präsentierten Gemälde. Auch Jo Klaffki (1943-1997) ist mit einem seiner charakteristischen Mail-Art-Drucke vertreten. Von Hans Gerlhof (1927-2018) ist eine „Phantasmagorie“ zu sehen. Die Unikat-Drucke sind neben Collagen und Materialbildern charakteristisch für sein Kunstschaffen. Mit einer kleinformatigen Sandstein-Skulptur ist der Bildhauer Reinhard Buxel (1953-2016) vertreten, der an der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig Meisterschüler bei Emil Cimiotti war und im Kreis Paderborn lebte. Mit von der Partie sind aber auch zahlreiche Künstler, die mit ihren Arbeiten in den vergangenen zwei Jahrzehnten in zahlreichen Ausstellungen präsent waren. Dazu gehören Jochen Freymuth, Mitbegründer der Ateliergemeinschaft Regenbogen, der mittlerweile in Österreich lebt, Rosita Oremek, Ulrich Kügler, Dietmar Lehmann, Hartwig Reinboth, Friedgund Lapp, Bernhard und Rosemarie Sprute und Friedrich Stork (allesamt Mitglieder im Verein für aktuelle Kunst).Mit einem großen, zweiteiligen Gemälde von der Porta Westfalica ist Friedrich Stork aus Schnathorst vertreten. Der in Petershagen lebende Maler Bernd Spriewald hat ein kleinformatiges Landschaftsgemälde zur Verfügung gestellt. Zu den bereits häufiger in Todtenhausen gezeigten Künstlern zählen der Holzbildhauer Nils Grube, die Mindenerin Antje Anderson, Karol Chrobok, Thomas Willer, Katharina Ismer, Donata Kataria, Uwe Schierholz und Medzechs Tochter Lida Lucia. Mit Thomas Modler aus Lübbecke ist auch ein Künstler vertreten, der noch nie in der Region ausgestellt hat. Mit einer grafischen Arbeit streut Christa Niestrath aus Detmold Begriffe aus dem lippischen Platt wie lawüisken (Luke), murksen (ungeschickt oder unordentlich arbeiten) oder heume (Heimat) in die Ausstellung ein. Und selbstverständlich sind auch Skulpturen des Hausherrn zu sehen. Er freue sich sehr, dass alle Künstler, die er für diese Ausstellung angesprochen habe, ganz unkompliziert Werke zur Verfügung gestellt hätten. Wegen der steigenden Infektionszahlen möchte Medzech die bereits fertig aufgebaute Ausstellung erst im Januar offiziell starten. Ein Besuch ist nur nach Anmeldung, Telefon (05 71) 9 74 26 97, möglich.

Neue Ausstellung in der Galerie ArtMinden ist ein Who-is-Who der heimischen Kunstakteure

Die Gemälde „Narrenfest“ und „Garten der Jungfrau“ schuf der Petershagener Benno Kersting in den 80er Jahren. MT-Foto: Alex Lehn

Minden. Das Who-is-Who der heimischen Kunstszene versammelt Peter Medzech aktuell in seiner Galerie ArtMinden in Todtenhausen. „Offene Galerie“ nennt er die Ausstellung schlicht, die er im Sommer gestartet hatte und jetzt mit neuen Namen und neuen Werken fortführt.

Eine ganze Wand ist dem verstorbenen Benno Kersting (1929-2009) gewidmet, der viele Jahre am Gymnasium unterrichtete und als freischaffender Künstler tätig war. Er selber bezeichnete sich als magischen Realisten und Phantasten. Oft mischen sich darin Lebenslust, Tod und Zerstörung. Beim „Narrenfest“, entstanden 1983, beobachten vom Bildrand aus Tod und Teufel die nackten Tänzer unter einem rotglühenden Mond. Im Garten der Jungfrau dominiert im Vordergrund ein kahler Baum.

„Es ist schwierig Bilder von Kersting zu bekommen“, erzählt der Bildhauer Peter Medzech. Er würde Kersting gerne eine Einzelausstellung widmen. Inzwischen habe er eine Familie gefunden, die seine Werke gesammelt habe. Aus deren Besitz stammen auch die beiden präsentierten Gemälde.

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Patrick Schwemmling

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Auch Jo Klaffki (1943-1997) ist mit einem seiner charakteristischen Mail-Art-Drucke vertreten. Von Hans Gerlhof (1927-2018) ist eine „Phantasmagorie“ zu sehen. Die Unikat-Drucke sind neben Collagen und Materialbildern charakteristisch für sein Kunstschaffen. Mit einer kleinformatigen Sandstein-Skulptur ist der Bildhauer Reinhard Buxel (1953-2016) vertreten, der an der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig Meisterschüler bei Emil Cimiotti war und im Kreis Paderborn lebte.

Mit von der Partie sind aber auch zahlreiche Künstler, die mit ihren Arbeiten in den vergangenen zwei Jahrzehnten in zahlreichen Ausstellungen präsent waren. Dazu gehören Jochen Freymuth, Mitbegründer der Ateliergemeinschaft Regenbogen, der mittlerweile in Österreich lebt, Rosita Oremek, Ulrich Kügler, Dietmar Lehmann, Hartwig Reinboth, Friedgund Lapp, Bernhard und Rosemarie Sprute und Friedrich Stork (allesamt Mitglieder im Verein für aktuelle Kunst).

Mit einem großen, zweiteiligen Gemälde von der Porta Westfalica ist Friedrich Stork aus Schnathorst vertreten. Der in Petershagen lebende Maler Bernd Spriewald hat ein kleinformatiges Landschaftsgemälde zur Verfügung gestellt. Zu den bereits häufiger in Todtenhausen gezeigten Künstlern zählen der Holzbildhauer Nils Grube, die Mindenerin Antje Anderson, Karol Chrobok, Thomas Willer, Katharina Ismer, Donata Kataria, Uwe Schierholz und Medzechs Tochter Lida Lucia.

Mit Thomas Modler aus Lübbecke ist auch ein Künstler vertreten, der noch nie in der Region ausgestellt hat. Mit einer grafischen Arbeit streut Christa Niestrath aus Detmold Begriffe aus dem lippischen Platt wie lawüisken (Luke), murksen (ungeschickt oder unordentlich arbeiten) oder heume (Heimat) in die Ausstellung ein. Und selbstverständlich sind auch Skulpturen des Hausherrn zu sehen. Er freue sich sehr, dass alle Künstler, die er für diese Ausstellung angesprochen habe, ganz unkompliziert Werke zur Verfügung gestellt hätten.

Wegen der steigenden Infektionszahlen möchte Medzech die bereits fertig aufgebaute Ausstellung erst im Januar offiziell starten. Ein Besuch ist nur nach Anmeldung, Telefon (05 71) 9 74 26 97, möglich.

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