Nächster Rekordwert: 70 Corona-Neuinfektionen im Kreisgebiet, Ausbruchsgeschehen "diffus" Minden (mt/ps). Der Kreis Minden-Lübbecke hat am Donnerstagnachmittag einen neuen Rekordwert der Corona-Neuinfektionen vermeldet. Innerhalb der letzten 24 Stunden sind nämlich 70 Neuinfektionen hinzugekommen, in den letzten sieben Tagen wurden im Kreisgebiet insgesamt 321 Neuinfektionen registriert. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt damit nach MT-Berechnungen bei 103,41. Die Werte, die der Kreis übermittelt, haben den Datenstand 29. Oktober, 0 Uhr. Also sind die 70 Neuinfektionen allesamt am Mittwoch, 28. Oktober in der Zeit von 0 bis 23.59 Uhr beim Kreis registriert worden. Als verbindlicher Wert der 7.Tages-Inzidenz gilt jedoch der des Landeszentrums Gesundheit (LZG) NRW und der liegt mit Stand 29. Oktober, 0 Uhr, bei 80,5. Der Unterschied lässt sich darauf zurückführen, dass das LZG die Lage mit Datenstand von 0 Uhr berücksichtigt. Aufgrund dieser Tatsache, wird dort der aktuellste Tag der 7-Tages-Inzidenz immer mit 0 Neuinfektionen berechnet, so dass dort viel mehr eine 6-Tages-Inzidenz abgebildet wird. Dies geht aus einer E-Mail des LZG an die MT-Redaktion hervor. Wie bereits berichtet, ist der Kreis Minden-Lübbecke offiziell seit Dienstag, 27. Oktober, 0 Uhr als ein Risikogebiet deklariert. Wie Kreis-Pressesprecherin Mirjana Lenz mitteilt, liegt die Zahl der laborbestätigten Fälle nun bei 1473, davon gelten 1079 Fälle als abgeschlossen. 16 Menschen sind im Zusammenhang mit dem Virus verstorben, sie werden die abgeschlossene Fälle eingeschlossen. Somit sind aktuell 394 Personen infiziert. Die aktuellen Infektionszahlen nach Städten und Gemeinden stellen sich wie folgt dar: Minden (97), Espelkamp (68), Bad Oeynhausen (54), Lübbecke (37), Rahden (26), Pr. Oldendorf (26), Porta Westfalica (22), Petershagen (18), Hüllhorst (16), Hille (15) und Stemwede (15). Auf der Isolierstation im Johannes Wesling Klinikum werden momentan 16 Covid-Patienten behandelt. Auf der Intensivstation im Johannes Wesling Klinikum wird aktuell ein Covid-Patient behandelt, heißt es in der Mitteilung des Kreises. Zwei Patienten befinden sich in intensivmedizinischer Behandlung im Herz- und Diabeteszentrum in Bad Oeynhausen. Der Kreis äußert sich in seiner Mitteilung auch zu dem Ausbruchsgeschehen. Dies sei schon seit einiger Zeit diffus, das heißt es treten Fälle in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens auf. Zu den aktuellen Fällen gehören weiterhin Kontaktpersonen zu bereits Infizierten, die sich in Quarantäne befinden. Gerade innerhalb von Familien erkranken sukzessive oft mehrere Personen, dazu kommen Personen aus dem Verwanden- und Freundeskreis oder Personen aus dem näheren beruflichen Umfeld. In der Folge sind Unternehmen, Kindertageseinrichtungen, Alten- und Pflegeheime oder auch Schulen betroffen. Aktuell gehören im Kreis Minden-Lübbecke zu den betroffenen Einrichtungen die bereits gestern erwähnte Kita Spatzennest in Bad Oeynhausen – diese wird bis 8.11.2020 geschlossen. Hinzu kommen nach derzeitigem Stand die Ev. Kita Isenstedt, dort ist eine Gruppe geschlossen. Bei einer weiteren Kita in Espelkamp dauern die Ermittlungen noch an. In der Alteneinrichtung St. Michaelshaus in Minden ist es zu einem Ausbruchsgeschehen gekommen. Hier werden zur Begrenzung weitere Infektions- und Isolierungsmaßnahmen innerhalb des Gebäudes geprüft, um eine weitere Ausbreitung möglichst zu verhindern. Auf MT-Anfrage bestätigt Heimleiter Stephan Kurze, dass es derzeit „sieben leichte Fälle" in der Einrichtung gebe. Hier werden zur Begrenzung weitere Infektions- und Isolierungsmaßnahmen innerhalb des Gebäudes geprüft, um eine weitere Ausbreitung möglichst zu verhindern. Das Heim stehe im engen Kontakt mit den zuständigen Behörden. Weiter teilt der Kreis mit, dass sich Testwillige am Corona-Test-Zentrum in Minden derzeit auf lange Warteschlangen von bis zu drei Stunden einrichten müssen. Das Testzentrum ist in den vergangenen Wochen in ein winterfestes Quartier auf dem Parkplatz des Johannes Wesling Klinikums umgezogen und dabei deutlich ausgeweitet worden. Eine weitere technische und personelle Vergrößerung wird angestrebt, um die Warteschlangen zu reduzieren. Aktuell wenden sich täglich knapp 800 Bürgerinnen und Bürger an das Testzentrum. Damit hat sich die Zahl innerhalb kürzester Zeit verdreifacht. Das Corona-Test-Zentrum ist täglich montags bis sonntags von 7 bis 19 Uhr geöffnet. Der größte Andrang ist erfahrungsgemäß am Anfang der Woche und in den frühen Morgenstunden. Das Ergebnis liegt aktuell nach 24 bis 36 Stunden nach Probenabgabe vor. Im Labor der Mühlenkreiskliniken werden mehr als 8.000 Tests am Tag durchgeführt. Das Ergebnis wird über eine digitale Schnittstelle übermittelt. Mithilfe eines QR-Codes und eines Passworts ist der Verlauf der Probe sowie das Ergebnis einsehbar. Der Endbefund kann als PDF heruntergeladen und ausgedruckt werden. Ein postalischer Versand findet ebenfalls statt. Dieser findet sich in der Regel einen Tag später im Briefkasten. Eine telefonische Befundauskunft ist aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht möglich. Die Corona-Warn-App ist für die Befundübermittlung nicht notwendig. Wer sein etwaiges positives Ergebnis an die Warn-App übermitteln will, wird gebeten die dortige Hotline anzurufen. Diese Regelungen gelten ab einer 7-Tages-Inzidenz von 50 – sie sind im Kreis Minden-Lübbecke seit Dienstag in Kraft. Ab einer 7-Tages-Inzidenz von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner gilt für den betroffenen Kreis bzw. die betroffene kreisfreie Stadt (als sogenannter Hotspot) die „Gefährdungsstufe 2" mit folgenden Regeln: Bei Veranstaltungen sind innen und außen maximal 100 Personen zulässig; es sei denn, die zuständige Behörde lässt Ausnahmen auf Basis eines besonderen Hygiene- und Infektionsschutzkonzeptes zu. Der Betrieb gastronomischer Einrichtungen und der Verkauf alkoholischer Getränke ist von 23 Uhr bis 6 Uhr unzulässig. An Festen aus herausragendem Anlass außerhalb einer Wohnung dürfen höchstens zehn Personen teilnehmen. In der Öffentlichkeit dürfen sich außerhalb von Familien und Personen zweier Hausstände nur noch Gruppen von höchstens fünf Personen treffen. Zusätzliche Maßnahmen für den Kreis Minden-Lübbecke: Bei Sportveranstaltungen in geschlossenen Räumen sind Fangesänge, Sprechchöre und Unterstützungsrufe nicht zulässig. Das Mitsingen sowie Sprechchöre sind bei allen öffentlichen Veranstaltungen, Aufführungen und Konzerten nicht zulässig. Dies gilt auch für Veranstaltungen und Zusammenkünfte zur Religionsausübung sowie auf Trauerfeiern.

Nächster Rekordwert: 70 Corona-Neuinfektionen im Kreisgebiet, Ausbruchsgeschehen "diffus"

Innerhalb der letzten 24 Stunden gab es im Kreis Minden-Lübbecke wieder 70 Corona-Neuinfektionen. Symbolfoto: MT-Archiv

Minden (mt/ps). Der Kreis Minden-Lübbecke hat am Donnerstagnachmittag einen neuen Rekordwert der Corona-Neuinfektionen vermeldet. Innerhalb der letzten 24 Stunden sind nämlich 70 Neuinfektionen hinzugekommen, in den letzten sieben Tagen wurden im Kreisgebiet insgesamt 321 Neuinfektionen registriert. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt damit nach MT-Berechnungen bei 103,41. Die Werte, die der Kreis übermittelt, haben den Datenstand 29. Oktober, 0 Uhr. Also sind die 70 Neuinfektionen allesamt am Mittwoch, 28. Oktober in der Zeit von 0 bis 23.59 Uhr beim Kreis registriert worden. Als verbindlicher Wert der 7.Tages-Inzidenz gilt jedoch der des Landeszentrums Gesundheit (LZG) NRW und der liegt mit Stand 29. Oktober, 0 Uhr, bei 80,5.

Der Unterschied lässt sich darauf zurückführen, dass das LZG die Lage mit Datenstand von 0 Uhr berücksichtigt. Aufgrund dieser Tatsache, wird dort der aktuellste Tag der 7-Tages-Inzidenz immer mit 0 Neuinfektionen berechnet, so dass dort viel mehr eine 6-Tages-Inzidenz abgebildet wird. Dies geht aus einer E-Mail des LZG an die MT-Redaktion hervor. Wie bereits berichtet, ist der Kreis Minden-Lübbecke offiziell seit Dienstag, 27. Oktober, 0 Uhr als ein Risikogebiet deklariert.

Wie Kreis-Pressesprecherin Mirjana Lenz mitteilt, liegt die Zahl der laborbestätigten Fälle nun bei 1473, davon gelten 1079 Fälle als abgeschlossen. 16 Menschen sind im Zusammenhang mit dem Virus verstorben, sie werden die abgeschlossene Fälle eingeschlossen. Somit sind aktuell 394 Personen infiziert.

Die aktuellen Infektionszahlen nach Städten und Gemeinden stellen sich wie folgt dar: Minden (97), Espelkamp (68), Bad Oeynhausen (54), Lübbecke (37), Rahden (26), Pr. Oldendorf (26), Porta Westfalica (22), Petershagen (18), Hüllhorst (16), Hille (15) und Stemwede (15).

Auf der Isolierstation im Johannes Wesling Klinikum werden momentan 16 Covid-Patienten behandelt. Auf der Intensivstation im Johannes Wesling Klinikum wird aktuell ein Covid-Patient behandelt, heißt es in der Mitteilung des Kreises. Zwei Patienten befinden sich in intensivmedizinischer Behandlung im Herz- und Diabeteszentrum in Bad Oeynhausen.

Der Kreis äußert sich in seiner Mitteilung auch zu dem Ausbruchsgeschehen. Dies sei schon seit einiger Zeit diffus, das heißt es treten Fälle in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens auf. Zu den aktuellen Fällen gehören weiterhin Kontaktpersonen zu bereits Infizierten, die sich in Quarantäne befinden. Gerade innerhalb von Familien erkranken sukzessive oft mehrere Personen, dazu kommen Personen aus dem Verwanden- und Freundeskreis oder Personen aus dem näheren beruflichen Umfeld. In der Folge sind Unternehmen, Kindertageseinrichtungen, Alten- und Pflegeheime oder auch Schulen betroffen.

Aktuell gehören im Kreis Minden-Lübbecke zu den betroffenen Einrichtungen die bereits gestern erwähnte Kita Spatzennest in Bad Oeynhausen – diese wird bis 8.11.2020 geschlossen. Hinzu kommen nach derzeitigem Stand die Ev. Kita Isenstedt, dort ist eine Gruppe geschlossen. Bei einer weiteren Kita in Espelkamp dauern die Ermittlungen noch an. In der Alteneinrichtung St. Michaelshaus in Minden ist es zu einem Ausbruchsgeschehen gekommen. Hier werden zur Begrenzung weitere Infektions- und Isolierungsmaßnahmen innerhalb des Gebäudes geprüft, um eine weitere Ausbreitung möglichst zu verhindern. 

Auf MT-Anfrage bestätigt Heimleiter Stephan Kurze, dass es derzeit „sieben leichte Fälle" in der Einrichtung gebe. Hier werden zur Begrenzung weitere Infektions- und Isolierungsmaßnahmen innerhalb des Gebäudes geprüft, um eine weitere Ausbreitung möglichst zu verhindern. Das Heim stehe im engen Kontakt mit den zuständigen Behörden.

Weiter teilt der Kreis mit, dass sich Testwillige am Corona-Test-Zentrum in Minden derzeit auf lange Warteschlangen von bis zu drei Stunden einrichten müssen. Das Testzentrum ist in den vergangenen Wochen in ein winterfestes Quartier auf dem Parkplatz des Johannes Wesling Klinikums umgezogen und dabei deutlich ausgeweitet worden. Eine weitere technische und personelle Vergrößerung wird angestrebt, um die Warteschlangen zu reduzieren.

Aktuell wenden sich täglich knapp 800 Bürgerinnen und Bürger an das Testzentrum. Damit hat sich die Zahl innerhalb kürzester Zeit verdreifacht. Das Corona-Test-Zentrum ist täglich montags bis sonntags von 7 bis 19 Uhr geöffnet. Der größte Andrang ist erfahrungsgemäß am Anfang der Woche und in den frühen Morgenstunden.

Das Ergebnis liegt aktuell nach 24 bis 36 Stunden nach Probenabgabe vor. Im Labor der Mühlenkreiskliniken werden mehr als 8.000 Tests am Tag durchgeführt. Das Ergebnis wird über eine digitale Schnittstelle übermittelt. Mithilfe eines QR-Codes und eines Passworts ist der Verlauf der Probe sowie das Ergebnis einsehbar. Der Endbefund kann als PDF heruntergeladen und ausgedruckt werden. Ein postalischer Versand findet ebenfalls statt. Dieser findet sich in der Regel einen Tag später im Briefkasten. Eine telefonische Befundauskunft ist aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht möglich. Die Corona-Warn-App ist für die Befundübermittlung nicht notwendig. Wer sein etwaiges positives Ergebnis an die Warn-App übermitteln will, wird gebeten die dortige Hotline anzurufen.

Diese Regelungen gelten ab einer 7-Tages-Inzidenz von 50 – sie sind im Kreis Minden-Lübbecke seit Dienstag in Kraft.

Ab einer 7-Tages-Inzidenz von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner gilt für den betroffenen Kreis bzw. die betroffene kreisfreie Stadt (als sogenannter Hotspot) die „Gefährdungsstufe 2" mit folgenden Regeln:

  • Bei Veranstaltungen sind innen und außen maximal 100 Personen zulässig; es sei denn, die zuständige Behörde lässt Ausnahmen auf Basis eines besonderen Hygiene- und Infektionsschutzkonzeptes zu.
  • Der Betrieb gastronomischer Einrichtungen und der Verkauf alkoholischer Getränke ist von 23 Uhr bis 6 Uhr unzulässig.
  • An Festen aus herausragendem Anlass außerhalb einer Wohnung dürfen höchstens zehn Personen teilnehmen. In der Öffentlichkeit dürfen sich außerhalb von Familien und Personen zweier Hausstände nur noch Gruppen von höchstens fünf Personen treffen.

Zusätzliche Maßnahmen für den Kreis Minden-Lübbecke:

  • Bei Sportveranstaltungen in geschlossenen Räumen sind Fangesänge, Sprechchöre und Unterstützungsrufe nicht zulässig.
  • Das Mitsingen sowie Sprechchöre sind bei allen öffentlichen Veranstaltungen, Aufführungen und Konzerten nicht zulässig. Dies gilt auch für Veranstaltungen und Zusammenkünfte zur Religionsausübung sowie auf Trauerfeiern.
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