Nachwirkungen: Ärger um die Impfaktion für den Rettungsdienst in der vergangenen Woche Thomas Lieske Minden/Hille-Unterlübbe. Die zahlreichen Krankmeldungen im Rettungsdienst nach einer groß angelegten Impfaktion in der vergangenen Woche (MT berichtete) sorgen weiterhin für Aufruhr. Trotz deutlicher Hinweise aus dem Gesundheitsministerium zur Impfung von Rettungsdienstpersonal hat sich offenbar unter anderem der Kreis Minden-Lübbecke für ein eigenes Vorgehen entschieden – mit Folgen. Zumindest die Stadt Porta Westfalica will diese Aktion gesondert aufarbeiten und untersucht die Vorgänge. Und auch sonst gibt es weiter schwere Vorwürfe gegen den Kreis. Ein Überblick. Was ist passiert? Nach MT-Informationen haben sich in der Nacht und am Tag nach der Impfaktion vom Donnerstag vergangener Woche mindestens 35 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Rettungswachen im Kreisgebiet aufgrund von starken Nebenwirkungen krankgemeldet – zum Teil im laufenden Dienst. Die Folge: Vorübergehend wurden mehrere Rettungsfahrzeuge aus dem Dienst genommen, weil sie eine Zeit lang nicht besetzt werden konnten. Darunter ein Krankenwagen in Minden, ein Rettungswagen in Porta Westfalica und zwei Rettungswagen in Rahden. Nach Angabe des Kreises wurden am Donnerstag 320 Impfdosen von AstraZeneca verabreicht. Insgesamt haben bis zum 17. Februar 806 Personen den Impfstoff von AstraZeneca und 2.100 Personen den von BioNTech geimpft bekommen. „Die Zahl der Impfungen im Impfzentrum des Kreises Minden-Lübbecke war in den vergangenen Tagen die höchste in Ostwestfalen-Lippe", erklärt Kreissprecher Florian Hemann. Angedacht war zunächst, die Impfdosen von AstraZeneca für den Rettungsdienst an drei Tagen in drei aufeinanderfolgenden Wochen zu verimpfen. Geimpft wurde nach Kreisangaben rund die Hälfte des Rettungspersonals im Kreis. Die andere Hälfte habe bereits zuvor durch mobile Impfteams eine Impfung erhalten. Das sagt das Gesundheitsministerium „Im Rahmen der fachlichen Beurteilung vor Ort sollte geprüft werden, wie die Belegschaft einer Einrichtung zeitlich gestaffelt sinnvoll geimpft wird, um größere Personalausfälle zu verhindern", erklärt Miriam Skroblies, Sprecherin des Gesundheitsministeriums, auf MT-Anfrage. „Nach Abklingen der Symptome können anschließend weitere Teile der Belegschaft geimpft werden." In einem schriftlichen Erlass an alle Landrätinnen und Landräte sowie Oberbürgermeisterinnen und Oberbürgermeister der Landkreise in NRW vom 5. Februar, der auch dem MT vorliegt, heißt es zudem deutlich: „Die Organisation der Impftermine ist durch den Kreis/die kreisfreie Stadt mit der jeweiligen (Träger-)Einrichtung beziehungsweise Praxis abzustimmen." Was löst den massiven Ärger aus? Mitarbeiter und Führungskräfte der Rettungswachen kritisieren, dass der Krisenstab des Kreises im Alleingang die zuvor gestaffelt geplanten Termine für den 11., 18. und 25. Februar für das Rettungsdienstpersonal kurz vor dem 11. Februar auf diesen Termin zusammengezogen hat. Auf MT-Nachfrage beteuert der Kreis: „Die Entscheidung ist mit den Leitern der Rettungswachen getroffen beziehungsweise abgestimmt worden. Seitens des Krisenstabes bestanden zum damaligen Zeitpunkt keine Bedenken." Dem MT liegen allerdings andere Informationen vor. So heißt es unter anderem in einer Dienstmail der Feuerwehr Minden, die dem MT über mehrere Kanäle zugespielt wurde: „Seitens des Krisenstabes des Kreises Minden-Lübbecke wurde entschieden, dass möglichst schnell das gesamte Personal des Rettungsdienstes geimpft wird. Dazu wurde beschlossen, ohne mit den Dienststellen zu sprechen, dass es nur noch einen Impftermin gibt." Auch eine Dienstmail der Feuerwehr Porta Westfalica, die das MT ebenfalls mehrfach erreicht hat, deutet in eine solche Richtung: „Den Unmut über den Ablauf der Impfung teilen wir als Dienststellenleitung mit euch und haben diesen gegenüber dem Kreis auch sehr deutlich gemacht." Der Kreis bezieht sich, darauf angesprochen, darauf, dass es „keine konkreten Vorgaben des Ministeriums für Gesundheit" gegeben habe. „Entsprechende Hinweise sind erst jetzt erfolgt." Durch Ministeriumsvertreter habe es „in der wöchentlich stattfindenden Telefonkonferenz mit den Kommunen und Spitzenverbänden eine allgemeine entsprechende mündliche Aussage" gegeben. „Der Krisenstab war in die Detailabsprachen nicht involviert." Allerdings: Der Erlass des Ministeriums liegt seit dem 5. Februar vor. Die Entscheidung, alle Impftermine zusammenzuziehen, erfolgte erst danach. Es gibt noch weitere Vorwürfe Auch andere Vorfälle während der zeitlich eng geplanten Impfaktion sorgen für Unmut. „Wir haben Aufklärungsbögen für den falschen Impfstoff erhalten", erklärt gleich ein Dutzend Rettungsdienstmitarbeiter nach der ersten Berichterstattung gegenüber dem MT. Auf Nachfrage nach dem richtigen Bogen habe es „patzige Antworten" gegeben. Noch schwerwiegender allerdings: „Auf den Einwilligungsbögen waren mehrere Felder bereits vom Personal des Impfzentrums ausgefüllt worden, bevor wir unterschreiben mussten", beklagen Betroffene. Konkret soll es sich dabei um die Felder „Ich habe keine Fragen" und „Ich verzichte ausdrücklich auf das ärztliche Arztgespräch". Kurios: In den Entlassungspapieren, die am Check-out ausgeteilt wurden, steht unter der Rubrik „Aufklärungsgespräch": ja. Wie kann das sein? Gesundheitsdezernent Hans-Joerg Deichholz hatte gegenüber dem MT bereits eingeräumt, dass zunächst fälschlicherweise falsche Bögen ausgeteilt worden seien. Zu den vorausgefüllten Feldern auf der Einwilligung heißt es: „Es gab lediglich Unterstützung beim Ausfüllen, um die Wartezeiten so kurz wie möglich zu halten." Und: „Im Übrigen handelt es sich bei den Bediensteten der Rettungsdienste und Feuerwehren um medizinisch vorgebildetes Personal, das in vielen Einsatzsituationen selbstständig entscheiden und tätig werden muss. Insofern darf erwartet werden, dass bei Wunsch nach einem Aufklärungsgespräch oder Fragen, die Annahme eines entsprechend ausgefüllten Aufklärungsbogens hätte verweigert werden müssen und auch ein Aufklärungsgespräch gefordert werden müssen", erklärt Hemann für den Kreis. Solche Bitten um ein Gespräch, schildern Mitarbeiter des Rettungsdienstes, habe es durchaus gegeben. Diesen sei aber, wenn überhaupt, nur „zähneknirschend und mit Unfreundlichkeit" nachgekommen worden. Frage an den Kreis: Wäre es überhaupt zeitlich möglich gewesen, alle 320 Impfdosen mit einem vorherigen Aufklärungsgespräch an diesem einen Tag zu verabreichen? „Ja", sagt der Kreis, allerdings mit erheblichem Zeitaufwand. Und diesen wollte der Kreis offenbar mit Nachdruck umgehen. Ob dies auch der Grund dafür war, weshalb bei vielen Mitarbeitern die Identität beim Einlass ins Impfzentrum nur mangelhaft oder gar nicht überprüft wurde – „auch der Kreis hat solche Hinweise erhalten", erklärt der Kreissprecher –, bleibt unklar. Indessen berichten Informanten, dass ihnen durch vorgesetzte Stellen personelle Konsequenzen angedroht würden, wenn sie weiterhin mit der Presse reden. Die Stadt Minden als Trägerin des dortigen Rettungsdienstes verweist auf MT-Anfrage auf „Hinweis" an die Bediensteten: „Die Leitung der Mindener Feuerwehr hat die Kolleginnen und Kollegen allgemein auf ihre Verschwiegenheitspflicht hingewiesen – jede und jeder ist angehalten, dienstliche Informationen nur im beruflichen Kontext zu verwenden. Des Weiteren wurde an eine dienstliche Mitteilung erinnert, die die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Stadt Minden regelt." Wie geht es nach den Vorfällen weiter? „Mit dem Wissen von heute würde der Kreis sicher anders vorgehen", erklärt Florian Hemann für den Kreis. „Genau aus diesem Grund erfolgt die Zweitimpfung bei den Mitarbeitenden des Rettungsdienstes auch gestaffelt auf mehrere Tage." So, wie es die Rettungswachen bereits vor der Impfung gefordert hatten und dem Kreis auch so mitteilten, wie aus internen Mails hervorgeht. Viel Ärger und Unverständnis bleiben dennoch zurück. Ob der Kreis womöglich nun die Chance nutzt, das Geschehen proaktiv aufzuarbeiten, um die schlechte Stimmung und verlorenes Vertrauen aufzufangen? „Der Kreis würde sich einem solchen Gespräch nicht verschließen", sagt Sprecher Florian Hemann.

Nachwirkungen: Ärger um die Impfaktion für den Rettungsdienst in der vergangenen Woche

Die Impfaktion für den Rettungsdienst im Impfzentrum Unterlübbe hat für reichlich Kritik gesorgt. Der Krisenstab des Kreises hatte entschieden, die auf drei Tage aufgeteilten Impftage auf einen zusammenzuziehen. Das hatte weitreichende Folgen. Symbolfoto: Jose Cabezas © Jose Cabezas

Minden/Hille-Unterlübbe. Die zahlreichen Krankmeldungen im Rettungsdienst nach einer groß angelegten Impfaktion in der vergangenen Woche (MT berichtete) sorgen weiterhin für Aufruhr. Trotz deutlicher Hinweise aus dem Gesundheitsministerium zur Impfung von Rettungsdienstpersonal hat sich offenbar unter anderem der Kreis Minden-Lübbecke für ein eigenes Vorgehen entschieden – mit Folgen. Zumindest die Stadt Porta Westfalica will diese Aktion gesondert aufarbeiten und untersucht die Vorgänge. Und auch sonst gibt es weiter schwere Vorwürfe gegen den Kreis. Ein Überblick.

Was ist passiert?

Nach MT-Informationen haben sich in der Nacht und am Tag nach der Impfaktion vom Donnerstag vergangener Woche mindestens 35 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Rettungswachen im Kreisgebiet aufgrund von starken Nebenwirkungen krankgemeldet – zum Teil im laufenden Dienst. Die Folge: Vorübergehend wurden mehrere Rettungsfahrzeuge aus dem Dienst genommen, weil sie eine Zeit lang nicht besetzt werden konnten. Darunter ein Krankenwagen in Minden, ein Rettungswagen in Porta Westfalica und zwei Rettungswagen in Rahden.

Nach Angabe des Kreises wurden am Donnerstag 320 Impfdosen von AstraZeneca verabreicht. Insgesamt haben bis zum 17. Februar 806 Personen den Impfstoff von AstraZeneca und 2.100 Personen den von BioNTech geimpft bekommen. „Die Zahl der Impfungen im Impfzentrum des Kreises Minden-Lübbecke war in den vergangenen Tagen die höchste in Ostwestfalen-Lippe", erklärt Kreissprecher Florian Hemann. Angedacht war zunächst, die Impfdosen von AstraZeneca für den Rettungsdienst an drei Tagen in drei aufeinanderfolgenden Wochen zu verimpfen. Geimpft wurde nach Kreisangaben rund die Hälfte des Rettungspersonals im Kreis. Die andere Hälfte habe bereits zuvor durch mobile Impfteams eine Impfung erhalten.

Das sagt das Gesundheitsministerium

„Im Rahmen der fachlichen Beurteilung vor Ort sollte geprüft werden, wie die Belegschaft einer Einrichtung zeitlich gestaffelt sinnvoll geimpft wird, um größere Personalausfälle zu verhindern", erklärt Miriam Skroblies, Sprecherin des Gesundheitsministeriums, auf MT-Anfrage. „Nach Abklingen der Symptome können anschließend weitere Teile der Belegschaft geimpft werden." In einem schriftlichen Erlass an alle Landrätinnen und Landräte sowie Oberbürgermeisterinnen und Oberbürgermeister der Landkreise in NRW vom 5. Februar, der auch dem MT vorliegt, heißt es zudem deutlich: „Die Organisation der Impftermine ist durch den Kreis/die kreisfreie Stadt mit der jeweiligen (Träger-)Einrichtung beziehungsweise Praxis abzustimmen."

Was löst den massiven Ärger aus?

Mitarbeiter und Führungskräfte der Rettungswachen kritisieren, dass der Krisenstab des Kreises im Alleingang die zuvor gestaffelt geplanten Termine für den 11., 18. und 25. Februar für das Rettungsdienstpersonal kurz vor dem 11. Februar auf diesen Termin zusammengezogen hat. Auf MT-Nachfrage beteuert der Kreis: „Die Entscheidung ist mit den Leitern der Rettungswachen getroffen beziehungsweise abgestimmt worden. Seitens des Krisenstabes bestanden zum damaligen Zeitpunkt keine Bedenken." Dem MT liegen allerdings andere Informationen vor. So heißt es unter anderem in einer Dienstmail der Feuerwehr Minden, die dem MT über mehrere Kanäle zugespielt wurde: „Seitens des Krisenstabes des Kreises Minden-Lübbecke wurde entschieden, dass möglichst schnell das gesamte Personal des Rettungsdienstes geimpft wird. Dazu wurde beschlossen, ohne mit den Dienststellen zu sprechen, dass es nur noch einen Impftermin gibt." Auch eine Dienstmail der Feuerwehr Porta Westfalica, die das MT ebenfalls mehrfach erreicht hat, deutet in eine solche Richtung: „Den Unmut über den Ablauf der Impfung teilen wir als Dienststellenleitung mit euch und haben diesen gegenüber dem Kreis auch sehr deutlich gemacht."

Der Kreis bezieht sich, darauf angesprochen, darauf, dass es „keine konkreten Vorgaben des Ministeriums für Gesundheit" gegeben habe. „Entsprechende Hinweise sind erst jetzt erfolgt." Durch Ministeriumsvertreter habe es „in der wöchentlich stattfindenden Telefonkonferenz mit den Kommunen und Spitzenverbänden eine allgemeine entsprechende mündliche Aussage" gegeben. „Der Krisenstab war in die Detailabsprachen nicht involviert." Allerdings: Der Erlass des Ministeriums liegt seit dem 5. Februar vor. Die Entscheidung, alle Impftermine zusammenzuziehen, erfolgte erst danach.

Es gibt noch weitere Vorwürfe

Auch andere Vorfälle während der zeitlich eng geplanten Impfaktion sorgen für Unmut. „Wir haben Aufklärungsbögen für den falschen Impfstoff erhalten", erklärt gleich ein Dutzend Rettungsdienstmitarbeiter nach der ersten Berichterstattung gegenüber dem MT. Auf Nachfrage nach dem richtigen Bogen habe es „patzige Antworten" gegeben. Noch schwerwiegender allerdings: „Auf den Einwilligungsbögen waren mehrere Felder bereits vom Personal des Impfzentrums ausgefüllt worden, bevor wir unterschreiben mussten", beklagen Betroffene. Konkret soll es sich dabei um die Felder „Ich habe keine Fragen" und „Ich verzichte ausdrücklich auf das ärztliche Arztgespräch". Kurios: In den Entlassungspapieren, die am Check-out ausgeteilt wurden, steht unter der Rubrik „Aufklärungsgespräch": ja. Wie kann das sein?

Gesundheitsdezernent Hans-Joerg Deichholz hatte gegenüber dem MT bereits eingeräumt, dass zunächst fälschlicherweise falsche Bögen ausgeteilt worden seien. Zu den vorausgefüllten Feldern auf der Einwilligung heißt es: „Es gab lediglich Unterstützung beim Ausfüllen, um die Wartezeiten so kurz wie möglich zu halten." Und: „Im Übrigen handelt es sich bei den Bediensteten der Rettungsdienste und Feuerwehren um medizinisch vorgebildetes Personal, das in vielen Einsatzsituationen selbstständig entscheiden und tätig werden muss. Insofern darf erwartet werden, dass bei Wunsch nach einem Aufklärungsgespräch oder Fragen, die Annahme eines entsprechend ausgefüllten Aufklärungsbogens hätte verweigert werden müssen und auch ein Aufklärungsgespräch gefordert werden müssen", erklärt Hemann für den Kreis. Solche Bitten um ein Gespräch, schildern Mitarbeiter des Rettungsdienstes, habe es durchaus gegeben. Diesen sei aber, wenn überhaupt, nur „zähneknirschend und mit Unfreundlichkeit" nachgekommen worden.

Frage an den Kreis: Wäre es überhaupt zeitlich möglich gewesen, alle 320 Impfdosen mit einem vorherigen Aufklärungsgespräch an diesem einen Tag zu verabreichen? „Ja", sagt der Kreis, allerdings mit erheblichem Zeitaufwand. Und diesen wollte der Kreis offenbar mit Nachdruck umgehen. Ob dies auch der Grund dafür war, weshalb bei vielen Mitarbeitern die Identität beim Einlass ins Impfzentrum nur mangelhaft oder gar nicht überprüft wurde – „auch der Kreis hat solche Hinweise erhalten", erklärt der Kreissprecher –, bleibt unklar.

Indessen berichten Informanten, dass ihnen durch vorgesetzte Stellen personelle Konsequenzen angedroht würden, wenn sie weiterhin mit der Presse reden. Die Stadt Minden als Trägerin des dortigen Rettungsdienstes verweist auf MT-Anfrage auf „Hinweis" an die Bediensteten: „Die Leitung der Mindener Feuerwehr hat die Kolleginnen und Kollegen allgemein auf ihre Verschwiegenheitspflicht hingewiesen – jede und jeder ist angehalten, dienstliche Informationen nur im beruflichen Kontext zu verwenden. Des Weiteren wurde an eine dienstliche Mitteilung erinnert, die die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Stadt Minden regelt."

Wie geht es nach den Vorfällen weiter?

„Mit dem Wissen von heute würde der Kreis sicher anders vorgehen", erklärt Florian Hemann für den Kreis. „Genau aus diesem Grund erfolgt die Zweitimpfung bei den Mitarbeitenden des Rettungsdienstes auch gestaffelt auf mehrere Tage." So, wie es die Rettungswachen bereits vor der Impfung gefordert hatten und dem Kreis auch so mitteilten, wie aus internen Mails hervorgeht.

Viel Ärger und Unverständnis bleiben dennoch zurück. Ob der Kreis womöglich nun die Chance nutzt, das Geschehen proaktiv aufzuarbeiten, um die schlechte Stimmung und verlorenes Vertrauen aufzufangen? „Der Kreis würde sich einem solchen Gespräch nicht verschließen", sagt Sprecher Florian Hemann.

Copyright © Mindener Tageblatt 2021
Texte und Fotos von MT.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.
Weiterlesen in Minden