Nachruf: Rolf Berkenbrink, Gründungsmitglied der Mindener Stichlinge Minden (ani). Stichlinge, Kirche, Freilichtbühne, Mindener Seniorenbeirat: Rolf Berkenbrink war in vielen Bereichen aktiv, galt als teamfähig und verlässlich. Neben seinen diversen Hobbys und Ehrenämtern war er auch ein echter Familienmensch, Opa von sechs Enkeln, der am liebsten alle um sich hatte. Am Dienstag ist er im Alter von 71 Jahren gestorben. Zur Schauspielerei war er schon in jungen Jahren bei der Freilichtbühne Porta gekommen. Seine ersten Erfahrungen in der Schauspielerei sammelte er schon als Kind. Später spielte er auch bei der VHS-Theaterwerkstatt im Kleinen Theater am Weingarten. Oft waren es große Rollen in klassischen Stücken wie dem Drama „Frühlings Erwachen“ oder der Shakespeare-Komödie „Was Ihr wollt“. Auch bei der VHS-Theaterwerkstatt war er vom ersten Tag an dabei, sie wurde 1989 gegründet.Kabarett-Fans kennen ihn durch seine Auftritte mit den Mindener Stichlingen, deren Gründungsmitglied er war. Der 13. April 1966 geht als der Tag in die Annalen ein, an dem Birger Hausmann das Kabarett gründete. Es ist das älteste aktive Amateurkabarett in Deutschland. Über die Jahrzehnte wechselten die Gesichter. Rund 75 Akteure haben seit der Gründung über die große und kleine Politik gestichelt, darunter auch Rolf Berkenbrink, den Birger Hausmann als „richtig guten Schauspieler“ bezeichnet. Erstaunlich, dass er neben Beruf und Hobbys noch Zeit fand für ausgedehnte Reisen. Zweimal flog er nach Nepal, um in der atemberaubenden Bergwelt des Himalayas Trekkingtouren zu unternehmen. Dort reihen sich Sechstausender, Siebentausender und Achttausender eng aneinander. Er habe sich damals ohne große Vorbereitung auf den Weg gemacht, erzählt seine Frau. Wenn er sich einmal etwas in den Kopf gesetzt hatte, setzte er das auch um. Rolf Berkenbrink hat Betriebswirtschaft in Bielefeld studiert. Später begann er beim Familienunternehmen Hettich in Kirchlengern zu arbeiten, einem führenden Hersteller von Möbelbeschlägen. Dort war er bis zur Rente im Außendienst. Erst Ende April dieses Jahres war Rolf Berkenbrink in den Seniorenbeirat der Stadt Minden gewählt worden. Er bekam die zweitmeisten Stimmen hinter dem langjährigen Vorsitzenden Dieter Pohl – ein Top-Ergebnis. Der Beirat hat in den vergangenen 26 Jahren viele Ideen zur Verbesserung der Lebensqualität von älteren Menschen entwickelt. Außerdem engagierte er sich in der St. Paulus-Gemeinde.

Nachruf: Rolf Berkenbrink, Gründungsmitglied der Mindener Stichlinge

Rolf Berkenbrink war Gründungsmitglied der Mindener Stichlinge. Foto: MT-Archiv/Alex Lehn

Minden (ani). Stichlinge, Kirche, Freilichtbühne, Mindener Seniorenbeirat: Rolf Berkenbrink war in vielen Bereichen aktiv, galt als teamfähig und verlässlich. Neben seinen diversen Hobbys und Ehrenämtern war er auch ein echter Familienmensch, Opa von sechs Enkeln, der am liebsten alle um sich hatte. Am Dienstag ist er im Alter von 71 Jahren gestorben.

Zur Schauspielerei war er schon in jungen Jahren bei der Freilichtbühne Porta gekommen. Seine ersten Erfahrungen in der Schauspielerei sammelte er schon als Kind. Später spielte er auch bei der VHS-Theaterwerkstatt im Kleinen Theater am Weingarten. Oft waren es große Rollen in klassischen Stücken wie dem Drama „Frühlings Erwachen“ oder der Shakespeare-Komödie „Was Ihr wollt“. Auch bei der VHS-Theaterwerkstatt war er vom ersten Tag an dabei, sie wurde 1989 gegründet.

Kabarett-Fans kennen ihn durch seine Auftritte mit den Mindener Stichlingen, deren Gründungsmitglied er war. Der 13. April 1966 geht als der Tag in die Annalen ein, an dem Birger Hausmann das Kabarett gründete. Es ist das älteste aktive Amateurkabarett in Deutschland. Über die Jahrzehnte wechselten die Gesichter. Rund 75 Akteure haben seit der Gründung über die große und kleine Politik gestichelt, darunter auch Rolf Berkenbrink, den Birger Hausmann als „richtig guten Schauspieler“ bezeichnet.

Erstaunlich, dass er neben Beruf und Hobbys noch Zeit fand für ausgedehnte Reisen. Zweimal flog er nach Nepal, um in der atemberaubenden Bergwelt des Himalayas Trekkingtouren zu unternehmen. Dort reihen sich Sechstausender, Siebentausender und Achttausender eng aneinander. Er habe sich damals ohne große Vorbereitung auf den Weg gemacht, erzählt seine Frau. Wenn er sich einmal etwas in den Kopf gesetzt hatte, setzte er das auch um.

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Patrick Schwemmling

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Rolf Berkenbrink hat Betriebswirtschaft in Bielefeld studiert. Später begann er beim Familienunternehmen Hettich in Kirchlengern zu arbeiten, einem führenden Hersteller von Möbelbeschlägen. Dort war er bis zur Rente im Außendienst.

Erst Ende April dieses Jahres war Rolf Berkenbrink in den Seniorenbeirat der Stadt Minden gewählt worden. Er bekam die zweitmeisten Stimmen hinter dem langjährigen Vorsitzenden Dieter Pohl – ein Top-Ergebnis. Der Beirat hat in den vergangenen 26 Jahren viele Ideen zur Verbesserung der Lebensqualität von älteren Menschen entwickelt. Außerdem engagierte er sich in der St. Paulus-Gemeinde.

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