Nach mehreren Verkehrsverstößen: AfD-Autokorso durch Minden aufgelöst - überraschender Gegenprotest Fabian Terwey,Thomas Lieske,Patrick Schwemling Minden. „Gemeinsam gegen den Lockdown! Gemeinsam für die Freiheit!“ Unter diesem Motto protestierte der AfD-Kreisverband Minden-Lübbecke am Freitagabend mit einem Autokorso quer durch Minden gegen die Corona-Auflagen. Dabei kam es zu einem überraschenden Gegenprotest. Rund zehn Minuten, bevor sich die mehr als 60 Fahrzeuge große Kolonne um 18 Uhr vom Simeonsplatz aus aufmachte, positionierten sich laut Polizeiangaben 14 Personen auf der Gegenseite der Portastraße und entrollten ein etwa großes Banner mit der Aufschrift „Ganz Minden hasst die AfD!“ Diese nicht angemeldete Aktion wurde von vielen Fahrzeugen und deren Insassen, die nicht an der Demo teilnahmen, mit einem Hupen und Klatschen honoriert. Die Polizei stellte die Personalien der Gegendemonstranten fest und wird laut Einsatzleiter Thomas Brakemann nun weitere Schritte gegen diese einleiten. Davon unbeeindruckt machte sich der Autokorso dann pünktlich auf den Weg durch Minden. Bereits am Startpunkt hatte es an der Portastraße einige Beinahe-Unfälle gegeben. „Am Ende ist alles jedoch ohne Unfall über die Bühne gegangen“, erklärte Brakemann. Über die Portastraße fuhr der von der Polizei eskortierte Zug über Rodenbeck und Bärenkämpen, ehe die Versammlung noch vor der Rückkehr an den Startort am der Kreuzung Ringstraße/Hahler Straße aufgelöst werden musste. Zu diesem Zeitpunkt umfasste der Autokorso noch etwa 20 der zunächst rund 65 gestarteten Fahrzeuge. „Ich habe Angst, dass einige von euch den Führerschein verlieren“, sagte AfD-Kreisvorsitzender Sebastian Landwehr per Megafon, ehe er zusammen mit dem AfD-Landtagsabgeordneten Thomas Röckemann die Teilnehmer über die Auflösung des Autokorsos informierte. Grund dafür sei laut Landwehr ein „Zwischenfall am Ende des Autokorsos“ gewesen. Diesen Vorfall konkretisierte Brakemann auf MT-Anfrage: „Einige Teilnehmer, die nicht mehr im Verbund fuhren und somit nicht mehr Teil der Versammlung waren, sind über rote Ampeln gefahren. Wir mussten deswegen mehrere Anzeigen anfertigen.“ Der Zug habe sich jedoch sehr lange zusammengehalten, ehe er in Bärenkämpen auseinanderbrach und letztlich auf der Ringstraße sein Ende fand. Zuvor hatten etliche Autos innerhalb des Zuges laut gehupt. Dass dies zu unterlassen sei, hatte der Polizei-Einsatzleiter dem Organisator Landwehr im Vorfeld mitgeteilt. Die Polizei war zunächst mit acht Fahrzeugen am Simeonsplatz. Zudem hatten Kräfte die neuralgischen Punkte, wie etwa an der Birne, gesichert.

Nach mehreren Verkehrsverstößen: AfD-Autokorso durch Minden aufgelöst - überraschender Gegenprotest

14 Unbekannte positionierten sich mit einem Anti-AfD-Banner auf der Gegenseite des Korsos. MT-Foto: © Fabian Terwey

Minden. „Gemeinsam gegen den Lockdown! Gemeinsam für die Freiheit!“ Unter diesem Motto protestierte der AfD-Kreisverband Minden-Lübbecke am Freitagabend mit einem Autokorso quer durch Minden gegen die Corona-Auflagen. Dabei kam es zu einem überraschenden Gegenprotest.

Rund zehn Minuten, bevor sich die mehr als 60 Fahrzeuge große Kolonne um 18 Uhr vom Simeonsplatz aus aufmachte, positionierten sich laut Polizeiangaben 14 Personen auf der Gegenseite der Portastraße und entrollten ein etwa großes Banner mit der Aufschrift „Ganz Minden hasst die AfD!“ Diese nicht angemeldete Aktion wurde von vielen Fahrzeugen und deren Insassen, die nicht an der Demo teilnahmen, mit einem Hupen und Klatschen honoriert. Die Polizei stellte die Personalien der Gegendemonstranten fest und wird laut Einsatzleiter Thomas Brakemann nun weitere Schritte gegen diese einleiten.

Davon unbeeindruckt machte sich der Autokorso dann pünktlich auf den Weg durch Minden. Bereits am Startpunkt hatte es an der Portastraße einige Beinahe-Unfälle gegeben. „Am Ende ist alles jedoch ohne Unfall über die Bühne gegangen“, erklärte Brakemann.


Über die Portastraße fuhr der von der Polizei eskortierte Zug über Rodenbeck und Bärenkämpen, ehe die Versammlung noch vor der Rückkehr an den Startort am der Kreuzung Ringstraße/Hahler Straße aufgelöst werden musste. Zu diesem Zeitpunkt umfasste der Autokorso noch etwa 20 der zunächst rund 65 gestarteten Fahrzeuge.

Der Autokorso musste am Ende auf der Ringstraße von Sebastian Landwehr aufgelöst werden. MT-Foto: - © Thomas Lieske
Der Autokorso musste am Ende auf der Ringstraße von Sebastian Landwehr aufgelöst werden. MT-Foto: - © Thomas Lieske

„Ich habe Angst, dass einige von euch den Führerschein verlieren“, sagte AfD-Kreisvorsitzender Sebastian Landwehr per Megafon, ehe er zusammen mit dem AfD-Landtagsabgeordneten Thomas Röckemann die Teilnehmer über die Auflösung des Autokorsos informierte. Grund dafür sei laut Landwehr ein „Zwischenfall am Ende des Autokorsos“ gewesen.

Diesen Vorfall konkretisierte Brakemann auf MT-Anfrage: „Einige Teilnehmer, die nicht mehr im Verbund fuhren und somit nicht mehr Teil der Versammlung waren, sind über rote Ampeln gefahren. Wir mussten deswegen mehrere Anzeigen anfertigen.“ Der Zug habe sich jedoch sehr lange zusammengehalten, ehe er in Bärenkämpen auseinanderbrach und letztlich auf der Ringstraße sein Ende fand.

Zuvor hatten etliche Autos innerhalb des Zuges laut gehupt. Dass dies zu unterlassen sei, hatte der Polizei-Einsatzleiter dem Organisator Landwehr im Vorfeld mitgeteilt. Die Polizei war zunächst mit acht Fahrzeugen am Simeonsplatz. Zudem hatten Kräfte die neuralgischen Punkte, wie etwa an der Birne, gesichert.

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