Nach der Sanierung soll es bunt ums Rathaus werden Monika Jäger Minden. Nicht nur Mindens Rathaus, sondern auch die Höfe ringsherum sollen schöner werden. Hier können sich künftig Menschen treffen, miteinander reden und verweilen, und wenn alles gut geht, gibt es auch Gastronomie. All das gehört zum Gesamtkonzept für einen neuen Ort der Begegnung, zu dem die bisherige Bürgerinformation, die Bürgerhalle und die Minden Marketing im neuen Rathaus zusammengelegt werden. Wie es drinnen aussieht, wurde bereits erarbeitet. Und auch die Höfe draußen sollen dazu passen, mit heller Eiche, den Farben Blau und Rot sowie dem immer wieder aufgegriffenen Mindener „Plus“. Die Vorplanungen machten bei der Stadt Minden Merle Rottmann und Evelien Nevenzeel. Im Bauausschuss stellte Rottmann die Ideen vor. Jeder der Innenhöfe wird dabei einen besonderen Charakter bekommen. Der südlichste Hof (grün in der Karte rechts) soll auch für Pausen genutzt werden können. Der Bereich grenzt zudem an die neuen Konferenzräume an. Robuste Sitzgelegenheiten und eine schattenspendende Pergola sind geplant, zudem mediterrane Pflanzen in Kübeln: Wegen der Tiefgarage kann kein Beet angelegt werden. Während hier die Planerinnen viel Gestaltungsfreiheit hatten, war das etwas weiter im Norden auf dem Platz Am Rathaus (gelb markiert) schwieriger. Dies ist auch der Anlieferbereich der Drogerie Müller, zudem ist hier ein Eingang in die Tiefgarage. Gleichzeitig besteht der Wunsch, die dunkle Dompassage aufzuwerten. So könnten rund um die Garagentreppe eine Bank und Pflanzkästen stehen, und in den Boden eingelassene Lichtelemente würden in die Dompassage fortgeführt. Dass hier Fußgängerzone ist, wird unter anderem mit Hilfe von Niveauangleichungen und der Pflasterung markiert, die sich bis zum Großen Domhof hinziehen soll. Die Bedürfnisse moderner Mobilität sollen im Bereich des jetzigen Parkplatzes für Dienstwagen berücksichtigt werden (blau markiert). Unter anderem werden hier Fahrradstellplätze eingerichtet. Wenig wird sich auf dem Großen Domhof ändern, hauptsächlich geht es hier darum, das Pflaster anzugleichen. Überall um das Rathaus herum sollen Steine verwendet werden, die dem denkmalgeschützten kleinteiligen Pflaster entsprechen. Dieser Belag soll dennoch gut zu Fuß und Rad oder per Rollator und Rolli nutzbar sein. Hier werden zudem neue Querungen geschaffen, denn auf dem Großen Domhof werden auch neue öffentliche Toiletten und Fahrradstellplätze eingerichtet. Dafür müssen fünf bis sechs Parkplätze für Autos weg fallen. Unbedingt erneuert werden müssen die Rundbänke auf dem Kleinen Domhof. Ob diese weiterhin unter allen fünf Platanen nötig sind, ist noch nicht entschieden. Auch an dieser Stelle wäre eine Außengastronomie wünschenswert. Inwieweit diese realisiert werden kann, hänge vom jeweiligen Pächter ab. Insgesamt werde so mitten in der Stadt ein neuer „Ankommensort“ (Bau-Beigeordneter Lars Bursian) entstehen. Dadurch, dass hier dann die Tourist Information ist und die Information der Verwaltung, werde an dieser Stelle in der Innenstadt viel mehr los sein als früher. Eckhard Rüter vom Beirat für Menschen mit Behinderungen merkte zufrieden an, dass hier jetzt ganz selbstverständlich Bänke geplant werden und dass alle bei inklusiver Stadtplanung ein gutes Stück weiter gekommen seien. Als es um die Neugestaltung der Fußgängerzone ging, so Rüter, „mussten wir noch um jede Bank ringen.“ Die Umgestaltung kann erst beginnen, wenn die Arbeiten am Rathaus und Deilmannbau beendet sind. Martinikirchhof: Hier wird so schnell wie möglich eine mobile Toilettenanlage aufgestellt. Für diese ist aber erst eine Baugenehmigung nötig. Wenn sich der Standort zwischen Schweden-Schänke und Keilstück bewährt, kommt die feste Anlage hier später auch hin. Großer Domhof: Wenn der Umbau des Rathauses beendet ist, geht es direkt mit dem Platz weiter. Hier gibt es dann eine neue öffentliche Anlage. Rathaus: Das WC wird später über den neuen Bereich Info/Minden Marketing erschlossen und während der Dienstzeiten geöffnet. ZOB : Diese Toilette ist jetzt schon in Betrieb und wird weiter bestehen. Sie wird zweimal täglich gereinigt und auf Beschädigungen überprüft. Dennoch ist sie immer wieder nach mutwilligen Zerstörungen geschlossen. Gaststätten: In verschiedenen Cafés und Restaurants können jetzt schon Stadt-Bummler kostenlos die Toiletten nutzen. Eine Vereinbarung mit der Stadt macht es möglich. Parkhaus Hellingstraße: In den kommenden Jahren könnte dieses neu gebaut werden; dann wird zu entscheiden sein, ob auch hier ein öffentliches WC nötig ist.

Nach der Sanierung soll es bunt ums Rathaus werden

Neuer Plan am Rathaus © Grafik: pr

Minden. Nicht nur Mindens Rathaus, sondern auch die Höfe ringsherum sollen schöner werden. Hier können sich künftig Menschen treffen, miteinander reden und verweilen, und wenn alles gut geht, gibt es auch Gastronomie. All das gehört zum Gesamtkonzept für einen neuen Ort der Begegnung, zu dem die bisherige Bürgerinformation, die Bürgerhalle und die Minden Marketing im neuen Rathaus zusammengelegt werden. Wie es drinnen aussieht, wurde bereits erarbeitet. Und auch die Höfe draußen sollen dazu passen, mit heller Eiche, den Farben Blau und Rot sowie dem immer wieder aufgegriffenen Mindener „Plus“. Die Vorplanungen machten bei der Stadt Minden Merle Rottmann und Evelien Nevenzeel. Im Bauausschuss stellte Rottmann die Ideen vor.

Jeder der Innenhöfe wird dabei einen besonderen Charakter bekommen. Der südlichste Hof (grün in der Karte rechts) soll auch für Pausen genutzt werden können. Der Bereich grenzt zudem an die neuen Konferenzräume an. Robuste Sitzgelegenheiten und eine schattenspendende Pergola sind geplant, zudem mediterrane Pflanzen in Kübeln: Wegen der Tiefgarage kann kein Beet angelegt werden.

Während hier die Planerinnen viel Gestaltungsfreiheit hatten, war das etwas weiter im Norden auf dem Platz Am Rathaus (gelb markiert) schwieriger. Dies ist auch der Anlieferbereich der Drogerie Müller, zudem ist hier ein Eingang in die Tiefgarage. Gleichzeitig besteht der Wunsch, die dunkle Dompassage aufzuwerten. So könnten rund um die Garagentreppe eine Bank und Pflanzkästen stehen, und in den Boden eingelassene Lichtelemente würden in die Dompassage fortgeführt. Dass hier Fußgängerzone ist, wird unter anderem mit Hilfe von Niveauangleichungen und der Pflasterung markiert, die sich bis zum Großen Domhof hinziehen soll.


Die Bedürfnisse moderner Mobilität sollen im Bereich des jetzigen Parkplatzes für Dienstwagen berücksichtigt werden (blau markiert). Unter anderem werden hier Fahrradstellplätze eingerichtet.

Wenig wird sich auf dem Großen Domhof ändern, hauptsächlich geht es hier darum, das Pflaster anzugleichen. Überall um das Rathaus herum sollen Steine verwendet werden, die dem denkmalgeschützten kleinteiligen Pflaster entsprechen. Dieser Belag soll dennoch gut zu Fuß und Rad oder per Rollator und Rolli nutzbar sein. Hier werden zudem neue Querungen geschaffen, denn auf dem Großen Domhof werden auch neue öffentliche Toiletten und Fahrradstellplätze eingerichtet. Dafür müssen fünf bis sechs Parkplätze für Autos weg fallen.

Der kleine Domhof wird Bäume und Brunnen behalten. Hier soll der neue Treffpunkt sich auch außen widerspiegeln. MT-Foto: Alex Lehn - © Lehn
Der kleine Domhof wird Bäume und Brunnen behalten. Hier soll der neue Treffpunkt sich auch außen widerspiegeln. MT-Foto: Alex Lehn - © Lehn

Unbedingt erneuert werden müssen die Rundbänke auf dem Kleinen Domhof. Ob diese weiterhin unter allen fünf Platanen nötig sind, ist noch nicht entschieden. Auch an dieser Stelle wäre eine Außengastronomie wünschenswert. Inwieweit diese realisiert werden kann, hänge vom jeweiligen Pächter ab.

Insgesamt werde so mitten in der Stadt ein neuer „Ankommensort“ (Bau-Beigeordneter Lars Bursian) entstehen. Dadurch, dass hier dann die Tourist Information ist und die Information der Verwaltung, werde an dieser Stelle in der Innenstadt viel mehr los sein als früher.

v - © Henning
v - © Henning

Eckhard Rüter vom Beirat für Menschen mit Behinderungen merkte zufrieden an, dass hier jetzt ganz selbstverständlich Bänke geplant werden und dass alle bei inklusiver Stadtplanung ein gutes Stück weiter gekommen seien. Als es um die Neugestaltung der Fußgängerzone ging, so Rüter, „mussten wir noch um jede Bank ringen.“

Mediterrane Bepflanzung in Kübeln, eine Pergola, die Schatten spendet, und kleinteiliges Pflaster (in Karte grün markiert). Grafik: Stadt Minden - © Henning
Mediterrane Bepflanzung in Kübeln, eine Pergola, die Schatten spendet, und kleinteiliges Pflaster (in Karte grün markiert). Grafik: Stadt Minden - © Henning

Die Umgestaltung kann erst beginnen, wenn die Arbeiten am Rathaus und Deilmannbau beendet sind.

  • Martinikirchhof: Hier wird so schnell wie möglich eine mobile Toilettenanlage aufgestellt. Für diese ist aber erst eine Baugenehmigung nötig. Wenn sich der Standort zwischen Schweden-Schänke und Keilstück bewährt, kommt die feste Anlage hier später auch hin.
  • Großer Domhof: Wenn der Umbau des Rathauses beendet ist, geht es direkt mit dem Platz weiter. Hier gibt es dann eine neue öffentliche Anlage. Rathaus: Das WC wird später über den neuen Bereich Info/Minden Marketing erschlossen und während der Dienstzeiten geöffnet.
  • ZOB
  • : Diese Toilette ist jetzt schon in Betrieb und wird weiter bestehen. Sie wird zweimal täglich gereinigt und auf Beschädigungen überprüft. Dennoch ist sie immer wieder nach mutwilligen Zerstörungen geschlossen.
  • Gaststätten: In verschiedenen Cafés und Restaurants können jetzt schon Stadt-Bummler kostenlos die Toiletten nutzen. Eine Vereinbarung mit der Stadt macht es möglich.
  • Parkhaus Hellingstraße: In den kommenden Jahren könnte dieses neu gebaut werden; dann wird zu entscheiden sein, ob auch hier ein öffentliches WC nötig ist.
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