NRW-Landtagswahl: Werner Birtsch kandidiert für die Partei „Die Basis“ Jörg Stuke Bad Oeynhausen. Bei der Bürgermeisterwahl in Bad Oeynhausen im September 2020 landete er mit 4,79 Prozent der Stimmen auf dem fünften und letzten Platz. Nun tritt Werner Birtsch erneut bei einer Wahl an. Im Wahlkreis 89 Minden-Lübbecke II, zu dem neben Minden und Porta Westfalica auch der Teil Bad Oeynhausens südlich der Werre gehört, will er als Direktkandidat der Partei „Die Basis“ in den nordrhein-westfälischen Landtag einziehen. Als reiner „Zählkandidat“ ohne Chancen mag er sich dabei aber nicht sehen – obwohl er keinen Platz auf der Landesliste seiner Partei hat. „So kann man an eine Wahl als Kandidat doch nicht rangehen“, sagt der 61-jährige Versicherungsmakler. Und versichert: „Natürlich will ich in den Landtag kommen.“ Dass Birtsch, der 2020 als unabhängiger Bürgermeisterkandidat antrat, nun für „Die Basis“ kandidiert, sei für ihn rasch klar gewesen. „Die Basis steht für die wesentlichen Punkte, die auch mir wichtig sind“, sagt der verheiratete Familienvater. Und die wiederum decken sich in weiten Teilen mit den Themen, mit denen Birtsch auch schon in den Bürgermeisterwahlkampf zog. Dabei steht ganz oben auf der Liste seiner Kernthemen die „Durchsetzung der direkten Demokratie“. „Ich stelle mir das so vor, dass sich die Bürger bei konkreten Projekten unmittelbar an den Planungen beteiligen können“, erläutert Birtsch.Und hier würde er auch als Landtagsabgeordneter den politischen Hebel ansetzen: über Landesgesetze den Bürgern mehr Möglichkeiten zur Mitbestimmung einräumen. „Das dient dem Erhalt der Demokratie“, sagt Birtsch. Und: „Das müssen wir in den Kommunen wieder vom Kopf auf die Füße stellen. Denn Demokratie funktioniert nur von unten nach oben.“Als die „Basisdemokratische Partei Deutschlands“, kurz: „Die Basis“ im Juli 2020 gegründet wurde, gehörten zu den ersten Mitgliedern laut der Bundeszentrale für politische Bildung auch „mehrere herausgehobene Personen aus der Querdenker-Bewegung“. Und auch Werner Birtsch ist regelmäßiger Teilnehmer der sogenannten „Lichterspaziergänge“, mit denen die Teilnehmer gegen Corona-Schutzmaßnahmen demonstrieren wollen. „Wir sind keine Corona-Leugner“, betont Birtsch. Aber er halte die Maßnahmen der Regierung in der Pandemie für überzogen und falsch.Dem Verdacht, dass er sich als „Spaziergänger“ in ein politisch rechtsextremes Umfeld begebe, widerspricht Birtsch. „Ich habe mich politisch immer links von der Mitte gesehen“, sagt Birtsch, der Mitglied der SPD war, bis es vor dem Hintergrund seiner Bürgermeister-Kandidatur zum Bruch kam. An seinen politischen Überzeugungen habe sich nichts geändert, aber die „Mitte“ ist nach seiner Einschätzung in den vergangenen Jahren deutlich nach links gewandert. „Sogar Merkel stand am Ende doch links von der SPD.“ Zu den Coronamaßnahmen sagt Birtsch: „Eine Regierung, die nur mit der Angst regiert, auf die kann ich verzichten. Ich bin überzeugt: Wir Bürger wissen selbst, was gut oder schlecht für uns ist.“

NRW-Landtagswahl: Werner Birtsch kandidiert für die Partei „Die Basis“

Werner Birtsch ist Landtagskandidat der Partei „Die Basis“ im Wahlkreis 89.
Foto: Jörg Stuke

Bad Oeynhausen. Bei der Bürgermeisterwahl in Bad Oeynhausen im September 2020 landete er mit 4,79 Prozent der Stimmen auf dem fünften und letzten Platz. Nun tritt Werner Birtsch erneut bei einer Wahl an. Im Wahlkreis 89 Minden-Lübbecke II, zu dem neben Minden und Porta Westfalica auch der Teil Bad Oeynhausens südlich der Werre gehört, will er als Direktkandidat der Partei „Die Basis“ in den nordrhein-westfälischen Landtag einziehen. Als reiner „Zählkandidat“ ohne Chancen mag er sich dabei aber nicht sehen – obwohl er keinen Platz auf der Landesliste seiner Partei hat. „So kann man an eine Wahl als Kandidat doch nicht rangehen“, sagt der 61-jährige Versicherungsmakler. Und versichert: „Natürlich will ich in den Landtag kommen.“

Dass Birtsch, der 2020 als unabhängiger Bürgermeisterkandidat antrat, nun für „Die Basis“ kandidiert, sei für ihn rasch klar gewesen. „Die Basis steht für die wesentlichen Punkte, die auch mir wichtig sind“, sagt der verheiratete Familienvater. Und die wiederum decken sich in weiten Teilen mit den Themen, mit denen Birtsch auch schon in den Bürgermeisterwahlkampf zog. Dabei steht ganz oben auf der Liste seiner Kernthemen die „Durchsetzung der direkten Demokratie“. „Ich stelle mir das so vor, dass sich die Bürger bei konkreten Projekten unmittelbar an den Planungen beteiligen können“, erläutert Birtsch.

Und hier würde er auch als Landtagsabgeordneter den politischen Hebel ansetzen: über Landesgesetze den Bürgern mehr Möglichkeiten zur Mitbestimmung einräumen. „Das dient dem Erhalt der Demokratie“, sagt Birtsch. Und: „Das müssen wir in den Kommunen wieder vom Kopf auf die Füße stellen. Denn Demokratie funktioniert nur von unten nach oben.“

Als die „Basisdemokratische Partei Deutschlands“, kurz: „Die Basis“ im Juli 2020 gegründet wurde, gehörten zu den ersten Mitgliedern laut der Bundeszentrale für politische Bildung auch „mehrere herausgehobene Personen aus der Querdenker-Bewegung“. Und auch Werner Birtsch ist regelmäßiger Teilnehmer der sogenannten „Lichterspaziergänge“, mit denen die Teilnehmer gegen Corona-Schutzmaßnahmen demonstrieren wollen. „Wir sind keine Corona-Leugner“, betont Birtsch. Aber er halte die Maßnahmen der Regierung in der Pandemie für überzogen und falsch.

Dem Verdacht, dass er sich als „Spaziergänger“ in ein politisch rechtsextremes Umfeld begebe, widerspricht Birtsch. „Ich habe mich politisch immer links von der Mitte gesehen“, sagt Birtsch, der Mitglied der SPD war, bis es vor dem Hintergrund seiner Bürgermeister-Kandidatur zum Bruch kam. An seinen politischen Überzeugungen habe sich nichts geändert, aber die „Mitte“ ist nach seiner Einschätzung in den vergangenen Jahren deutlich nach links gewandert. „Sogar Merkel stand am Ende doch links von der SPD.“ Zu den Coronamaßnahmen sagt Birtsch: „Eine Regierung, die nur mit der Angst regiert, auf die kann ich verzichten. Ich bin überzeugt: Wir Bürger wissen selbst, was gut oder schlecht für uns ist.“


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