Mordkommission im Einsatz: Verbrannter Leichnam am Fort C gefunden Lea Oetjen Minden (mt). Die Vögel zwitschern. Irgendwo läuft leise ein Radio. Ab und an ist eine Harke zu hören. Im ersten Moment wirkt am Kleingartenverein am Fort C in Minden alles wie immer. Alle nutzen das gute Wetter, um sich auf den Frühling und die steigenden Temperaturen vorzubereiten. Doch das Gefühl von Idylle täuscht. Nur wenige Meter entfernt ermittelt die Mordkommission. In den Morgenstunden wurde zwischen den beiden Spielplätzen dort eine Leiche gefunden. Wie Hella Christoph, Pressesprecherin der Polizei Bielefeld, mitteilt, kann ein Tötungsdelikt nicht ausgeschlossen werden. Daher ist eine Mordkommission im Einsatz, um die näheren Umstände zu klären. Bislang ist nicht bekannt, wer der oder die Tote ist. Fest steht nur, dass der Leichnam verbrannt war. „Wir ermitteln dennoch in alle Richtungen. Nur weil eine Mordkommission im Einsatz ist, heißt es noch lange nicht, dass es sich auch um ein Tötungsdelikt handelt", betont Christoph. Auch wenn eine Leiche verbrannt sei, „könnte es sich auch um einen Suizid handeln". Am Dienstag soll die Obduktion erfolgen. Weitere Informationen veröffentlicht die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen erst einmal nicht. Bei den Mindener Kleingärtnern sitzt der Schock des Leichenfunds derweil tief. Ein Mann war am Morgen für Gartenarbeiten vor Ort und von der Polizeipräsenz überrascht worden. „Gestern Abend war da noch nichts", sagt der erfahrene Kleingärtner. Währenddessen zeigt er dorthin, wo die Ermittler in weißen Overalls ein paar Fotos machen. Die Beamten haben sich in diesem Moment auf eine Grünfläche in direkter Nähe zu einer Sitzgelegenheit konzentriert – relativ mittig zwischen den Schienen und der Kleingärtneranlage. „Es ist irgendwie gruselig. Da bin ich gestern noch mit meiner Frau spazieren gegangen", erzählt er. Der Mann ist nur einer von wenigen unbeteiligten Personen vor Ort. Viele Schaulustige gibt es nicht. Lediglich einige Fahrradfahrer, die das gute Wetter für einen Ausflug nutzen wollten, muss die Polizei umleiten. Das hat auch eine Kleingärtnerin beobachtet. „Ich hätte eigentlich mit vielen Gaffern gerechnet. Der Leichenfund war ja schon am Morgen in allen Medien Thema", erzählt sie. Auch einen Hubschrauber hatte die Frau beobachtet. Dieser hatte am Morgen Aufnahmen aus der Luft von der Fundstelle und der näheren Umgebung gemacht, teilt die Polizei mit. „Wir sind geschockt. Wir fanden es hier immer so schön ruhig und idyllisch", sagt der Mann eines Ehepaars aus Dortmund, das seit Kurzem ebenfalls im Kleingartenverein ist. Am Wochenende, vor allem am Sonntag, seien noch viele Familien mit ihren Kindern zum Spielen auf den Spielplätzen gewesen. Nur nach Einsetzen der Dunkelheit habe er in der Gegend schon mal „komische Gestalten" herumlaufen sehen. „Das ist schon gruselig", sagt er. Seine Frau nickt nur, ehe sie nach der Tasche mit den Gartensachen greift und sich auf den Weg in die Anlage macht.

Mordkommission im Einsatz: Verbrannter Leichnam am Fort C gefunden

Leiche am Fort C gefunden. © Alex Lehn

Minden (mt). Die Vögel zwitschern. Irgendwo läuft leise ein Radio. Ab und an ist eine Harke zu hören. Im ersten Moment wirkt am Kleingartenverein am Fort C in Minden alles wie immer. Alle nutzen das gute Wetter, um sich auf den Frühling und die steigenden Temperaturen vorzubereiten. Doch das Gefühl von Idylle täuscht. Nur wenige Meter entfernt ermittelt die Mordkommission.

In den Morgenstunden wurde zwischen den beiden Spielplätzen dort eine Leiche gefunden. Wie Hella Christoph, Pressesprecherin der Polizei Bielefeld, mitteilt, kann ein Tötungsdelikt nicht ausgeschlossen werden. Daher ist eine Mordkommission im Einsatz, um die näheren Umstände zu klären. Bislang ist nicht bekannt, wer der oder die Tote ist.

Fotostrecke 5 Bilder

Fest steht nur, dass der Leichnam verbrannt war. „Wir ermitteln dennoch in alle Richtungen. Nur weil eine Mordkommission im Einsatz ist, heißt es noch lange nicht, dass es sich auch um ein Tötungsdelikt handelt", betont Christoph. Auch wenn eine Leiche verbrannt sei, „könnte es sich auch um einen Suizid handeln". Am Dienstag soll die Obduktion erfolgen. Weitere Informationen veröffentlicht die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen erst einmal nicht.

Bei den Mindener Kleingärtnern sitzt der Schock des Leichenfunds derweil tief. Ein Mann war am Morgen für Gartenarbeiten vor Ort und von der Polizeipräsenz überrascht worden. „Gestern Abend war da noch nichts", sagt der erfahrene Kleingärtner. Währenddessen zeigt er dorthin, wo die Ermittler in weißen Overalls ein paar Fotos machen. Die Beamten haben sich in diesem Moment auf eine Grünfläche in direkter Nähe zu einer Sitzgelegenheit konzentriert – relativ mittig zwischen den Schienen und der Kleingärtneranlage. „Es ist irgendwie gruselig. Da bin ich gestern noch mit meiner Frau spazieren gegangen", erzählt er.

Der Mann ist nur einer von wenigen unbeteiligten Personen vor Ort. Viele Schaulustige gibt es nicht. Lediglich einige Fahrradfahrer, die das gute Wetter für einen Ausflug nutzen wollten, muss die Polizei umleiten.

Das hat auch eine Kleingärtnerin beobachtet. „Ich hätte eigentlich mit vielen Gaffern gerechnet. Der Leichenfund war ja schon am Morgen in allen Medien Thema", erzählt sie. Auch einen Hubschrauber hatte die Frau beobachtet. Dieser hatte am Morgen Aufnahmen aus der Luft von der Fundstelle und der näheren Umgebung gemacht, teilt die Polizei mit.

„Wir sind geschockt. Wir fanden es hier immer so schön ruhig und idyllisch", sagt der Mann eines Ehepaars aus Dortmund, das seit Kurzem ebenfalls im Kleingartenverein ist. Am Wochenende, vor allem am Sonntag, seien noch viele Familien mit ihren Kindern zum Spielen auf den Spielplätzen gewesen. Nur nach Einsetzen der Dunkelheit habe er in der Gegend schon mal „komische Gestalten" herumlaufen sehen. „Das ist schon gruselig", sagt er. Seine Frau nickt nur, ehe sie nach der Tasche mit den Gartensachen greift und sich auf den Weg in die Anlage macht.

Copyright © Mindener Tageblatt 2021
Texte und Fotos von MT.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.
Weiterlesen in Minden