"Mit weiteren Steigerungen zu rechnen": Theater-Sanierung jetzt schon eine halbe Million Euro teurer Ursula Koch Minden. Steigende Baukosten sind aktuell Normalität. Das trifft auch die geplante Sanierung des Stadttheaters, für die 9,7 Millionen Euro im Haushalt veranschlagt sind. Auf MT-Anfrage erläutert die Stadt die Hintergründe. „Aufgrund der aktuell feststellbaren allgemeinen Verteuerung im Bausektor sind Kostensteigerungen im Bereich der Kostengruppe 400 (Technische Anlagen) auf Grundlage der tatsächlichen Ausschreibungsergebnisse beziehungsweise Beauftragungen in der Höhe von 585.000 Euro zu verzeichnen", heißt es in der Antwort der Pressestelle, die sich auf Angaben des Kämmerers und der Gebäudewirtschaft beruft. Diese Kostensteigerungen seien durch Einsparungen im Bereich der Kostengruppe 300 (Architektur) nicht vollständig aufzufangen. Damit sei die Projektreserve für „Unvorhergesehenes" aufgebraucht, heißt es weiter. „Bisher liegen wir aber bei bereits mehr als 80 Prozent erfolgter Ausschreibungen noch nicht über dem Haushaltsansatz von 9,730 Millionen Euro!" Weil es sich beim Stadttheater um ein mehr als 100 Jahre altes Gebäude handelt, sei mit weiteren Kostensteigerungen zu rechnen, heißt es in der Mitteilung. Da der sehr enge Zeitplan für die Arbeiten in der Theaterpause zwischen April und Oktober stete Handlungsfähigkeit erfordere, werde im Rahmen der Änderungsliste zum Haushalt 2022 seitens der Verwaltung vorgeschlagen, die bereits erkannten Mehrkosten im Bereich der Kostenstelle 400 (aufgerundet 600.000 Euro) komplett zusätzlich im Haushalt hinterlegen. Auf diesem Weg soll die Reserve für unvorhergesehene Arbeiten wieder frei werden. Auch mit dem finanziellen Puffer bestehe wegen der Marktsituation im Bausektor das Risiko, dass Preise steigen könnten. Die Sanierung des Stadttheaters hatte im Dezember für Diskussionen in den politischen Gremien gesorgt, weil mitgteilt wurde, dass eine in Aussicht gestellte Förderung der Sanierungsarbeiten aus Bundesmitteln in Höhe von 4,4 Millionen Euro, nicht fließen wird. Auf die Risiken dieses Förderbescheides hatte Kämmerer Norbert Kresse die Politiker mehrfach hingewiesen und betont, dass von Anfang an die Kosten in voller Höhe im Haushalt der Stadt eingeplant waren.

"Mit weiteren Steigerungen zu rechnen": Theater-Sanierung jetzt schon eine halbe Million Euro teurer

Weil es sich beim Stadttheater um ein mehr als 100 Jahre altes Gebäude handelt, sei mit weiteren Kostensteigerungen zu rechnen, teilt die Stadt Minden mit. Foto: © MT

MindenSteigende Baukosten sind aktuell Normalität. Das trifft auch die geplante Sanierung des Stadttheaters, für die 9,7 Millionen Euro im Haushalt veranschlagt sind. Auf MT-Anfrage erläutert die Stadt die Hintergründe.

„Aufgrund der aktuell feststellbaren allgemeinen Verteuerung im Bausektor sind Kostensteigerungen im Bereich der Kostengruppe 400 (Technische Anlagen) auf Grundlage der tatsächlichen Ausschreibungsergebnisse beziehungsweise Beauftragungen in der Höhe von 585.000 Euro zu verzeichnen", heißt es in der Antwort der Pressestelle, die sich auf Angaben des Kämmerers und der Gebäudewirtschaft beruft.

Diese Kostensteigerungen seien durch Einsparungen im Bereich der Kostengruppe 300 (Architektur) nicht vollständig aufzufangen. Damit sei die Projektreserve für „Unvorhergesehenes" aufgebraucht, heißt es weiter. „Bisher liegen wir aber bei bereits mehr als 80 Prozent erfolgter Ausschreibungen noch nicht über dem Haushaltsansatz von 9,730 Millionen Euro!"

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Patrick Schwemmling

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Weil es sich beim Stadttheater um ein mehr als 100 Jahre altes Gebäude handelt, sei mit weiteren Kostensteigerungen zu rechnen, heißt es in der Mitteilung. Da der sehr enge Zeitplan für die Arbeiten in der Theaterpause zwischen April und Oktober stete Handlungsfähigkeit erfordere, werde im Rahmen der Änderungsliste zum Haushalt 2022 seitens der Verwaltung vorgeschlagen, die bereits erkannten Mehrkosten im Bereich der Kostenstelle 400 (aufgerundet 600.000 Euro) komplett zusätzlich im Haushalt hinterlegen. Auf diesem Weg soll die Reserve für unvorhergesehene Arbeiten wieder frei werden. Auch mit dem finanziellen Puffer bestehe wegen der Marktsituation im Bausektor das Risiko, dass Preise steigen könnten.

Die Sanierung des Stadttheaters hatte im Dezember für Diskussionen in den politischen Gremien gesorgt, weil mitgteilt wurde, dass eine in Aussicht gestellte Förderung der Sanierungsarbeiten aus Bundesmitteln in Höhe von 4,4 Millionen Euro, nicht fließen wird. Auf die Risiken dieses Förderbescheides hatte Kämmerer Norbert Kresse die Politiker mehrfach hingewiesen und betont, dass von Anfang an die Kosten in voller Höhe im Haushalt der Stadt eingeplant waren.

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