Mit Tests ins neue Jahr: So ist die Corona-Lage an den Schulen in Minden Christine Riechmann,Anja Peper Minden. Besser als erwartet: Die Schulen in Minden sind mit dem Beginn des Präsenzunterrichts am Montag zufrieden. Auch die beiden großen Berufskollegs – mit gemeinsam 5.500 Schülern am Campus – haben nur jeweils fünf Corona-Fälle nach den Weihnachtsferien zu verzeichnen. Das ist für Knut Engels (Leo-Sympher-Berufskolleg) und seinen Kollegen Carsten Mittelberg (Freiherr-vom-Stein-Berufskolleg) eine richtig gute Nachricht. Gerade weil die hoch ansteckende Omikron-Variante die Infektionszahlen schnell nach oben treiben kann, waren die Testergebnisse am Montag eine Erleichterung. Alle Schüler mussten sich testen – unabhängig von ihrem Immunisierungsstatus. „Nach zwei Jahren Pandemie haben wir alle reichlich Routine“, sagt Knut Engels. Wenn die Berufsschüler in ihrem privaten Umfeld einen positiven Corona-Fall haben und Kontaktperson sind, melden sie sich telefonisch und bleiben zuhause. Die Impfquote unter den Lehrern sei hoch. Außerdem haben die beiden Schulleiter auf eigene Faust Impfaktionen organisiert, indem sie Ärzte aus ihrem Bekanntenkreis abtelefoniert haben. Jetzt erkundigen sich die Schüler, ob so etwas auch für die Booster-Impfung möglich ist. Was etwaige Skeptiker betrifft, haben die beiden Schulleiter festgestellt: „Wenn das direkte Umfeld gute Erfahrungen mit dem Impfen macht, hinterlässt das einen stärkeren Eindruck als gegenteilige Informationen, die zum Beispiel über Telegram im Umlauf sind.“ Die Schüler überzeugen sich gegenseitig davon, dass die Vorteile überwiegen.Wenig Einfluss haben die Lehrer darauf, ob die Schüler die Abstände in den Pausen einhalten. Essen und Trinken möchten alle lieber in Gesellschaft. Die Schulleitungen der beiden Mindener Berufskollegs setzen darauf, dass sich die Schüler auch in den Pausen umsichtig verhalten. Das Berufskolleg in Lübbecke hat anders entschieden: „Das Einnehmen von Speisen und Getränken erfolgt nur im Außenbereich der Schulgelände. Hierbei ist auf einen Abstand von mindestens 1,5 Metern zu achten“, ist dort die Regel. Einen guten Start nach den Ferien hatten auch Ria Urban (Freiherr-von-Vincke-Realschule) und Heiko Seller (Besselgymnasium). „Besser als erwartet“, sagt Ria Urban, an deren Schule drei Corona-Tests positiv ausgefallen sind. Um welche Variante es sich handelt – Delta oder Omikron – stellt sich erst heute heraus. 16 Schüler hatten sich vorab in Quarantäne abgemeldet. Bereits Mitte Dezember hatten sich zwei Kinder einer fünften Klasse mit der Omikron-Variante infiziert. Umso mehr freut sich Ria Urban, wenn sich Eltern vorausschauend verhalten und das Kind schon sonntags zuhause testen. Heiko Seller hat überhaupt keinen einzigen neuen Corona-Fall zum Schulstart. „Wir sind positiv überrascht.“ Und auch an den Grundschulen überraschen viele negative Pools die Rektorinnen äußerst positiv. „Damit habe ich nicht gerechnet“, sagt zum Beispiel Katja Jansen, Leiterin der Michael-Ende-Schule in Hahlen. Der erste Test-Tag am Montag sei schon sehr aufregend gewesen. „Und dann waren nur vier Schüler positiv“, berichtet die Lehrerin. „Das wirft uns noch nicht um.“ Weitere drei Schüler hätten sich bereits am Sonntag coronabedingt abgemeldet. Auch bei den Lehrern gebe es keine Ausfälle. „Der Präsenzunterricht kann derzeit ohne Einschränkungen laufen“, so die Rektorin. Allerdings glaubt sie, dass das womöglich nur die Ruhe vor dem Sturm ist. „Ich bin Realistin, das werden schon noch mehr Fälle werden“, meint sie. Aber nicht, weil sich die Schüler in der Schule infizieren würden. „Hier funktioniert das Hygienekonzept sehr gut.“ „Bammel“ hatte auch Britta Gundermann, Rektorin der Grundschule Holzhausen in Porta Westfalica. Allerdings waren dort von 17 abgegebenen Pools nur zwei positiv. „Und das wussten wir bereits am frühen Montagabend“, so die Lehrerin. Die Poolauflösung mit der detaillierten Aufschlüsselung, welche Kinder genau betroffen sind, sei zwar erst am Dienstagmorgen um acht Uhr eingetroffen, aber das sei immer noch rechtzeitig gewesen.Auch an der Grundschule in Petershagen sind die Corona-Fälle nicht explodiert. „Wir haben positive Pools, aber nicht in jeder Klasse“, so Rektorin Katharina Brandhorst. Das sei alles im Verhältnis. Und da es auch unter den Lehrern keine Ausfälle gebe, könnte auch der Präsenzunterricht normal laufen. „Unterricht muss nicht ausfallen.“ Mehr positive Fälle gibt es an der Hohenstaufeschule. Dort nehmen aktuell 22 Kinder nicht am Präsenzunterricht teil, seit Montag positiv getestet wurden allerdings nur fünf. Der Rest hatte sich bereits in den Ferien angesteckt und ist gar nicht erst zur Schule gekommen.

Mit Tests ins neue Jahr: So ist die Corona-Lage an den Schulen in Minden

Viele Schüler sind routiniert im Umgang mit den Tests, hier Hannah und Albion (WG 23, Wirtschaftsgymnasium). MT-Foto: Alex Lehn

Minden. Besser als erwartet: Die Schulen in Minden sind mit dem Beginn des Präsenzunterrichts am Montag zufrieden. Auch die beiden großen Berufskollegs – mit gemeinsam 5.500 Schülern am Campus – haben nur jeweils fünf Corona-Fälle nach den Weihnachtsferien zu verzeichnen. Das ist für Knut Engels (Leo-Sympher-Berufskolleg) und seinen Kollegen Carsten Mittelberg (Freiherr-vom-Stein-Berufskolleg) eine richtig gute Nachricht. Gerade weil die hoch ansteckende Omikron-Variante die Infektionszahlen schnell nach oben treiben kann, waren die Testergebnisse am Montag eine Erleichterung. Alle Schüler mussten sich testen – unabhängig von ihrem Immunisierungsstatus.

„Nach zwei Jahren Pandemie haben wir alle reichlich Routine“, sagt Knut Engels. Wenn die Berufsschüler in ihrem privaten Umfeld einen positiven Corona-Fall haben und Kontaktperson sind, melden sie sich telefonisch und bleiben zuhause. Die Impfquote unter den Lehrern sei hoch. Außerdem haben die beiden Schulleiter auf eigene Faust Impfaktionen organisiert, indem sie Ärzte aus ihrem Bekanntenkreis abtelefoniert haben. Jetzt erkundigen sich die Schüler, ob so etwas auch für die Booster-Impfung möglich ist. Was etwaige Skeptiker betrifft, haben die beiden Schulleiter festgestellt: „Wenn das direkte Umfeld gute Erfahrungen mit dem Impfen macht, hinterlässt das einen stärkeren Eindruck als gegenteilige Informationen, die zum Beispiel über Telegram im Umlauf sind.“ Die Schüler überzeugen sich gegenseitig davon, dass die Vorteile überwiegen.

Wenig Einfluss haben die Lehrer darauf, ob die Schüler die Abstände in den Pausen einhalten. Essen und Trinken möchten alle lieber in Gesellschaft. Die Schulleitungen der beiden Mindener Berufskollegs setzen darauf, dass sich die Schüler auch in den Pausen umsichtig verhalten. Das Berufskolleg in Lübbecke hat anders entschieden: „Das Einnehmen von Speisen und Getränken erfolgt nur im Außenbereich der Schulgelände. Hierbei ist auf einen Abstand von mindestens 1,5 Metern zu achten“, ist dort die Regel.

Einen guten Start nach den Ferien hatten auch Ria Urban (Freiherr-von-Vincke-Realschule) und Heiko Seller (Besselgymnasium). „Besser als erwartet“, sagt Ria Urban, an deren Schule drei Corona-Tests positiv ausgefallen sind. Um welche Variante es sich handelt – Delta oder Omikron – stellt sich erst heute heraus. 16 Schüler hatten sich vorab in Quarantäne abgemeldet. Bereits Mitte Dezember hatten sich zwei Kinder einer fünften Klasse mit der Omikron-Variante infiziert. Umso mehr freut sich Ria Urban, wenn sich Eltern vorausschauend verhalten und das Kind schon sonntags zuhause testen.

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Patrick Schwemmling

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Heiko Seller hat überhaupt keinen einzigen neuen Corona-Fall zum Schulstart. „Wir sind positiv überrascht.“

Und auch an den Grundschulen überraschen viele negative Pools die Rektorinnen äußerst positiv. „Damit habe ich nicht gerechnet“, sagt zum Beispiel Katja Jansen, Leiterin der Michael-Ende-Schule in Hahlen. Der erste Test-Tag am Montag sei schon sehr aufregend gewesen. „Und dann waren nur vier Schüler positiv“, berichtet die Lehrerin. „Das wirft uns noch nicht um.“ Weitere drei Schüler hätten sich bereits am Sonntag coronabedingt abgemeldet. Auch bei den Lehrern gebe es keine Ausfälle. „Der Präsenzunterricht kann derzeit ohne Einschränkungen laufen“, so die Rektorin. Allerdings glaubt sie, dass das womöglich nur die Ruhe vor dem Sturm ist. „Ich bin Realistin, das werden schon noch mehr Fälle werden“, meint sie. Aber nicht, weil sich die Schüler in der Schule infizieren würden. „Hier funktioniert das Hygienekonzept sehr gut.“

„Bammel“ hatte auch Britta Gundermann, Rektorin der Grundschule Holzhausen in Porta Westfalica. Allerdings waren dort von 17 abgegebenen Pools nur zwei positiv. „Und das wussten wir bereits am frühen Montagabend“, so die Lehrerin. Die Poolauflösung mit der detaillierten Aufschlüsselung, welche Kinder genau betroffen sind, sei zwar erst am Dienstagmorgen um acht Uhr eingetroffen, aber das sei immer noch rechtzeitig gewesen.

Auch an der Grundschule in Petershagen sind die Corona-Fälle nicht explodiert. „Wir haben positive Pools, aber nicht in jeder Klasse“, so Rektorin Katharina Brandhorst. Das sei alles im Verhältnis. Und da es auch unter den Lehrern keine Ausfälle gebe, könnte auch der Präsenzunterricht normal laufen. „Unterricht muss nicht ausfallen.“

Mehr positive Fälle gibt es an der Hohenstaufeschule. Dort nehmen aktuell 22 Kinder nicht am Präsenzunterricht teil, seit Montag positiv getestet wurden allerdings nur fünf. Der Rest hatte sich bereits in den Ferien angesteckt und ist gar nicht erst zur Schule gekommen.

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