Mit Impfpass in die Geisterbahn? Das ist für die Herbstmesse geplant Lea Oetjen Minden. Das Konzept steht – zumindest soweit es die anhaltende Corona-Pandemie zulässt: Vom 6. bis 14. November soll in diesem Jahr erneut die Herbstmesse auf Kanzlers Weide stattfinden. Mehr als 100 Schausteller aus ganz Deutschland haben schon zugesagt. Und wenn es nach der Minden Marketing geht, darf 2021 auch gerne das traditionelle Rahmenprogramm wieder über die Bühne gehen. Denn: „Wir möchten die Messe gerne so eng wie nur möglich am Originalformat halten“, erklärt Dr. Jörg-Friedrich Sander im MT-Gespräch. Der Chef der Minden Marketing wünscht sich ein bisschen Normalität zurück. Deshalb soll – nach aktuellem Stand – das Gelände auch nicht eingezäunt werden. „Mal schauen. Wir befinden uns da gerade noch in Abstimmung mit den zuständigen Behörden, ob es Kontrollen geben wird und wenn ja, wie diese dann aussehen“, erläutert Sander. Denkbar sei, dass etwa vor Fahrgeschäften kontrolliert wird. „Also dass zum Beispiel ein Impfnachweis oder Ähnliches vorgelegt werden muss, wenn jemand gerne Geisterbahn fahren möchte.“ Sander betont allerdings unmissverständlich, dass sich konkrete Aussagen zu Kontrollen und Regeln aktuell noch nicht treffen lassen. „Dafür müssen wir erst einmal die neue Corona-Schutzverordnung abwarten, die am 29. Oktober vom Land Nordrhein-Westfalen veröffentlich werden soll“, erklärt er. Erst wenn diese veröffentlicht ist, könnte die Minden Marketing die Planung umsetzen. Es ist allerdings nicht unwahrscheinlich, dass der angedachte Familientag am 10. November und das Feuerwerk am 12. November stattfinden können. „Das wäre natürlich schön, weil die Herbstmesse so der bewährten Form sehr nah kommen würde. Aber wie gesagt: Das ist momentan wirklich noch alles unter Vorbehalt“, wiederholt Sander einmal mehr. Nur die Öffnungszeiten seien bereits klar: Montags bis donnerstags ist die Messe von 15 bis 22 Uhr geöffnet, freitags von 15 bis 22 Uhr, samstags von 14 bis 23 Uhr und sonntags von 14 bis 22 Uhr. Konkreter wird der Chef der Mindener Marketing auch beim Angebot an Fahrgeschäften, das gemeinsam mit dem Schaustellerverein Minden-Lübbecke zusammengestellt wurde: So soll etwa der „Fly Over“ viele Gäste locken. Das ist ein riesiges Turm-Kettenkarussell, das bis zu 40 Meter hoch ausgefahren werden kann. Neben einer Vielzahl an Rundfahrgeschäften soll auch „Die verrückte Farm“, ein dreistöckiges Lauf-und Scherzgeschäft, wieder aufgebaut werden. Fast alle Schaustellerplätze sind laut Dr. Jörg-Friedrich Sander inzwischen belegt. Sein persönlicher Fahrgeschäft-Wunsch hat sich in diesem Jahr nicht umsetzen lassen. „Ich hätte gerne mir mal wieder ein Riesenrad auf Kanzlers Weide gewünscht“, gesteht er. Einen entsprechenden Plan habe es auch längere Zeit gegeben. Aber: „Aber leider hat das dann Last-Minute doch nicht mehr geklappt“, bedauert er. Nichtsdestotrotz freut sich der Geschäftsführer der Minden Marketing, dass so viele andere Schausteller „endlich wieder ihre Arbeit machen dürfen. Darauf haben wir gemeinsam lange hingearbeitet“, sagt Sander. Seiner Einschätzung nach seien die Schausteller von der Pandemie mit am stärksten betroffen gewesen. „Deshalb ist es nun umso schöner, dass wir ihnen eine Perspektive geben können.“ Er hofft, dass das auch besser gelingt, als zuletzt etwa der Kirmespark im Sommer. „Damit waren wir leider nicht ganz so zufrieden“, sagt Sander. Die ersten Wochenenden seien zwar noch recht gut besucht worden. „Dann kam aber die Testpflicht für die Gäste und die Zahlen sind sofort spürbar eingebrochen.“ Der Aufwand, einen solchen Kirmespark in Minden auf die Beine zu stellen, sei enorm groß, wie Dr. Jörg-Friedrich Sander betont. „Daher ist es natürlich sehr schade, wenn dann die Umsätze der Schausteller durch die Testpflicht in den letzten Wochen komplett einbrechen.“ Übrigens: Bei der Planung des Weihnachtsmarktes vom 23. November bis 30. Dezember gibt es keinen neuen Stand. Es sei weiterhin das Ziel, den Budenzauber in gewohnter Form stattfinden zu lassen – „aber auch in dieser Angelegenheit müssen wir auf die Corona-Schutzverordnung warten“, betont Sander. Mit Blick auf die begrenzten Kontrollmöglichkeiten in der Innenstadt, setzt er auf einen weiteren Impffortschritt. „Ich hoffe einfach, dass die Zeit ein bisschen für uns spielt. Irgendwann müssen die Zahlen ja sinken.“

Mit Impfpass in die Geisterbahn? Das ist für die Herbstmesse geplant

Ein Riesenrad wird es bei der Herbstmesse nicht geben – „leider“, wie Dr. Jörg-Friedrich Sander betont. Ein entsprechender Plan habe sich kurzfristig wieder zerschlagen. Archivfoto: Alex Lehn © Alex Lehn

Minden. Das Konzept steht – zumindest soweit es die anhaltende Corona-Pandemie zulässt: Vom 6. bis 14. November soll in diesem Jahr erneut die Herbstmesse auf Kanzlers Weide stattfinden. Mehr als 100 Schausteller aus ganz Deutschland haben schon zugesagt. Und wenn es nach der Minden Marketing geht, darf 2021 auch gerne das traditionelle Rahmenprogramm wieder über die Bühne gehen. Denn: „Wir möchten die Messe gerne so eng wie nur möglich am Originalformat halten“, erklärt Dr. Jörg-Friedrich Sander im MT-Gespräch.

Der Chef der Minden Marketing wünscht sich ein bisschen Normalität zurück. Deshalb soll – nach aktuellem Stand – das Gelände auch nicht eingezäunt werden. „Mal schauen. Wir befinden uns da gerade noch in Abstimmung mit den zuständigen Behörden, ob es Kontrollen geben wird und wenn ja, wie diese dann aussehen“, erläutert Sander. Denkbar sei, dass etwa vor Fahrgeschäften kontrolliert wird. „Also dass zum Beispiel ein Impfnachweis oder Ähnliches vorgelegt werden muss, wenn jemand gerne Geisterbahn fahren möchte.“

Sander betont allerdings unmissverständlich, dass sich konkrete Aussagen zu Kontrollen und Regeln aktuell noch nicht treffen lassen. „Dafür müssen wir erst einmal die neue Corona-Schutzverordnung abwarten, die am 29. Oktober vom Land Nordrhein-Westfalen veröffentlich werden soll“, erklärt er. Erst wenn diese veröffentlicht ist, könnte die Minden Marketing die Planung umsetzen.


Es ist allerdings nicht unwahrscheinlich, dass der angedachte Familientag am 10. November und das Feuerwerk am 12. November stattfinden können. „Das wäre natürlich schön, weil die Herbstmesse so der bewährten Form sehr nah kommen würde. Aber wie gesagt: Das ist momentan wirklich noch alles unter Vorbehalt“, wiederholt Sander einmal mehr. Nur die Öffnungszeiten seien bereits klar: Montags bis donnerstags ist die Messe von 15 bis 22 Uhr geöffnet, freitags von 15 bis 22 Uhr, samstags von 14 bis 23 Uhr und sonntags von 14 bis 22 Uhr.

Dr. Jörg-Friedrich Sander, Chef der Minden Marketing, steckt mit seinem Team in den Planungen für die Herbstmesse. Foto: pr - © atelier pfleiderer- FOTOGRAFIE
Dr. Jörg-Friedrich Sander, Chef der Minden Marketing, steckt mit seinem Team in den Planungen für die Herbstmesse. Foto: pr - © atelier pfleiderer- FOTOGRAFIE

Konkreter wird der Chef der Mindener Marketing auch beim Angebot an Fahrgeschäften, das gemeinsam mit dem Schaustellerverein Minden-Lübbecke zusammengestellt wurde: So soll etwa der „Fly Over“ viele Gäste locken. Das ist ein riesiges Turm-Kettenkarussell, das bis zu 40 Meter hoch ausgefahren werden kann. Neben einer Vielzahl an Rundfahrgeschäften soll auch „Die verrückte Farm“, ein dreistöckiges Lauf-und Scherzgeschäft, wieder aufgebaut werden. Fast alle Schaustellerplätze sind laut Dr. Jörg-Friedrich Sander inzwischen belegt. Sein persönlicher Fahrgeschäft-Wunsch hat sich in diesem Jahr nicht umsetzen lassen. „Ich hätte gerne mir mal wieder ein Riesenrad auf Kanzlers Weide gewünscht“, gesteht er. Einen entsprechenden Plan habe es auch längere Zeit gegeben. Aber: „Aber leider hat das dann Last-Minute doch nicht mehr geklappt“, bedauert er.

Nichtsdestotrotz freut sich der Geschäftsführer der Minden Marketing, dass so viele andere Schausteller „endlich wieder ihre Arbeit machen dürfen. Darauf haben wir gemeinsam lange hingearbeitet“, sagt Sander. Seiner Einschätzung nach seien die Schausteller von der Pandemie mit am stärksten betroffen gewesen. „Deshalb ist es nun umso schöner, dass wir ihnen eine Perspektive geben können.“

Er hofft, dass das auch besser gelingt, als zuletzt etwa der Kirmespark im Sommer. „Damit waren wir leider nicht ganz so zufrieden“, sagt Sander. Die ersten Wochenenden seien zwar noch recht gut besucht worden. „Dann kam aber die Testpflicht für die Gäste und die Zahlen sind sofort spürbar eingebrochen.“ Der Aufwand, einen solchen Kirmespark in Minden auf die Beine zu stellen, sei enorm groß, wie Dr. Jörg-Friedrich Sander betont. „Daher ist es natürlich sehr schade, wenn dann die Umsätze der Schausteller durch die Testpflicht in den letzten Wochen komplett einbrechen.“

Übrigens: Bei der Planung des Weihnachtsmarktes vom 23. November bis 30. Dezember gibt es keinen neuen Stand. Es sei weiterhin das Ziel, den Budenzauber in gewohnter Form stattfinden zu lassen – „aber auch in dieser Angelegenheit müssen wir auf die Corona-Schutzverordnung warten“, betont Sander. Mit Blick auf die begrenzten Kontrollmöglichkeiten in der Innenstadt, setzt er auf einen weiteren Impffortschritt. „Ich hoffe einfach, dass die Zeit ein bisschen für uns spielt. Irgendwann müssen die Zahlen ja sinken.“

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