Regioport Mit Faltblatt und Internetauftritt gegen neuen Mindener Containerhafen Bürgerinitiative Bicon wählt härtere Gangart Cammer (hz). Fünf Jahre nach ihrer Gründung legt die Bürgerinitiative Containerhafen (Bicon) eine wesentlich härtere Gangart an den Tag als in ihrer Anfangszeit. Während die als Verein organisierte Gemeinschaft in früheren Veröffentlichungen betonte, "gegen den Bau des neuen Containerhafens Minden nach dem jetzigen Planungsstand" zu sein, wird nun Klartext gesprochen. "Regioport? - Nein Danke", heißt es in einem während der im Cammeruner Dorfgemeinschaftshaus abgehaltenen Hauptversammlung vorgestellten Faltblatt. Die Publikation greift in erster Linie die Themenfelder Lärm, Verkehr und Geld auf. Zum Punkt "Lärm" schreiben die Verfasser: "Im Containerhafen soll 24 Stunden am Tag, an 365 Tagen, ein Umschlag der Waren erfolgen. Dann ist es vorbei mit der Ruhe, auch an Sonn- und Feiertagen und in jeder Nacht."Unter dem Punkt "Verkehr" ist zu lesen: "Da Minden keine direkte Autobahnanbindung bietet, wird die Warenverteilung über unsere örtlichen Straßen erfolgen und somit auch an den Bushaltestellen unserer Kinder vorbei." Die Verteilung der Waren erfolge ausschließlich per Lkw; eine Bahnanbindung sei zwar geplant, deren Umsetzung aber fraglich.Beim Punkt "Geld" führt die Initiative Angaben der Regioport GmbH ins Feld, denen zufolge die Gesellschaft "17 Jahre lang Verluste von über 15,5 Millionen Euro" einfahre. Schlussfolgerung der Bicon: "Somit fehlen Minden 15,5 Millionen Euro für den Ausbau von Sozialstätten und Kindergärten." Käme hinzu, dass die Gewinnprognosen den noch zu bauenden Gleisanschluss vernachlässigten. "Hierdurch fallen noch zusätzlich 30 Millionen Euro an Investitionskosten an", halten die Autoren fest.Aufkleber ist ein weiterer BestandteilDas Faltblatt ist Teil einer Aktion, die im Verlauf der Versammlung als "Bicon 2.0 - Die Bicon 2013" vorgestellt wurde. Weitere Bestandteile dieser Aktion sind eine Plakatkampagne, ein neuer Internetauftritt und ein Aufkleber. Auf der Webseite regioport-nein-danke.de erklärt der Verein: "Die Bürgerinitiative Containerhafen ist gegen den Bau des neuen Containerhafens, da er überflüssig ist, keinen wirtschaftlichen Nutzen für Minden und Umgebung bedeutet und wertvolle Naturflächen für immer zerstört." Ein "völlig an jedem Bedarf vorbei geplantes Großprojekt" solle "wieder einmal ein Grab vieler Steuermillionen werden".Die Optik des Aufklebers lehnt sich an die der Mitte der 1970er Jahre in Dänemark entworfenen Anti-Atomkraft-Sonne an. Anstelle der Sonne zeigt er einen von einem Verbotszeichen umrahmten, stilisierten Containerkran. Im Dorfgemeinschaftshaus ergänzten Vorstandsmitglieder die Aussagen von Flyer und Webseite mit der Feststellung: "Der Regioport ist kein Hafen und wird kein Hafen werden." In der von Gabriele Schmidt und Uwe Tönsing gezogenen Jahresbilanz kamen die Teilnahme an der Regioport-Verbandsversammlung, ein in Evesen organisierter Stammtisch zum Thema "Lärm macht krank", ein Vortrag bei der Partei "Die Piraten" und eine Anzeigenaktion im Mindener Tageblatt ebenso zur Sprache wie die Präsentation des Vereins im Rahmen der Cammeruner 450-Jahr-Feier, die Teilnahme am örtlichen Erntefest und ein Rundfunkinterview.Als nächstes gemeinsames Vorhaben der rund 100 Mitglieder zählenden Gemeinschaft kündigten Schmidt und Tönsing eine Neuauflage des im vergangenen Jahr erstmals organisierten Grünkohlessens an. Treffpunkt ist am Freitag, 23. November, um 19.30 Uhr erneut die Bückeburger Gaststätte "Brauhaus".
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Mit Faltblatt und Internetauftritt gegen neuen Mindener Containerhafen

Cammer (hz). Fünf Jahre nach ihrer Gründung legt die Bürgerinitiative Containerhafen (Bicon) eine wesentlich härtere Gangart an den Tag als in ihrer Anfangszeit. Während die als Verein organisierte Gemeinschaft in früheren Veröffentlichungen betonte, "gegen den Bau des neuen Containerhafens Minden nach dem jetzigen Planungsstand" zu sein, wird nun Klartext gesprochen.

Die Bicon-Vorstandsmitglieder Gabriele Schmidt (v. l.), Uwe Tönsing, Gisela Lindenthal, Rudi Krüger und Rainer Schulze geben zu verstehen: "Regioport? - Nein danke". - © Foto: hz
Die Bicon-Vorstandsmitglieder Gabriele Schmidt (v. l.), Uwe Tönsing, Gisela Lindenthal, Rudi Krüger und Rainer Schulze geben zu verstehen: "Regioport? - Nein danke". - © Foto: hz

"Regioport? - Nein Danke", heißt es in einem während der im Cammeruner Dorfgemeinschaftshaus abgehaltenen Hauptversammlung vorgestellten Faltblatt. Die Publikation greift in erster Linie die Themenfelder Lärm, Verkehr und Geld auf. Zum Punkt "Lärm" schreiben die Verfasser: "Im Containerhafen soll 24 Stunden am Tag, an 365 Tagen, ein Umschlag der Waren erfolgen. Dann ist es vorbei mit der Ruhe, auch an Sonn- und Feiertagen und in jeder Nacht."

Unter dem Punkt "Verkehr" ist zu lesen: "Da Minden keine direkte Autobahnanbindung bietet, wird die Warenverteilung über unsere örtlichen Straßen erfolgen und somit auch an den Bushaltestellen unserer Kinder vorbei." Die Verteilung der Waren erfolge ausschließlich per Lkw; eine Bahnanbindung sei zwar geplant, deren Umsetzung aber fraglich.

Beim Punkt "Geld" führt die Initiative Angaben der Regioport GmbH ins Feld, denen zufolge die Gesellschaft "17 Jahre lang Verluste von über 15,5 Millionen Euro" einfahre. Schlussfolgerung der Bicon: "Somit fehlen Minden 15,5 Millionen Euro für den Ausbau von Sozialstätten und Kindergärten." Käme hinzu, dass die Gewinnprognosen den noch zu bauenden Gleisanschluss vernachlässigten. "Hierdurch fallen noch zusätzlich 30 Millionen Euro an Investitionskosten an", halten die Autoren fest.

Aufkleber ist ein weiterer Bestandteil

Das Faltblatt ist Teil einer Aktion, die im Verlauf der Versammlung als "Bicon 2.0 - Die Bicon 2013" vorgestellt wurde. Weitere Bestandteile dieser Aktion sind eine Plakatkampagne, ein neuer Internetauftritt und ein Aufkleber. Auf der Webseite regioport-nein-danke.de erklärt der Verein: "Die Bürgerinitiative Containerhafen ist gegen den Bau des neuen Containerhafens, da er überflüssig ist, keinen wirtschaftlichen Nutzen für Minden und Umgebung bedeutet und wertvolle Naturflächen für immer zerstört." Ein "völlig an jedem Bedarf vorbei geplantes Großprojekt" solle "wieder einmal ein Grab vieler Steuermillionen werden".

Die Optik des Aufklebers lehnt sich an die der Mitte der 1970er Jahre in Dänemark entworfenen Anti-Atomkraft-Sonne an. Anstelle der Sonne zeigt er einen von einem Verbotszeichen umrahmten, stilisierten Containerkran. Im Dorfgemeinschaftshaus ergänzten Vorstandsmitglieder die Aussagen von Flyer und Webseite mit der Feststellung: "Der Regioport ist kein Hafen und wird kein Hafen werden." In der von Gabriele Schmidt und Uwe Tönsing gezogenen Jahresbilanz kamen die Teilnahme an der Regioport-Verbandsversammlung, ein in Evesen organisierter Stammtisch zum Thema "Lärm macht krank", ein Vortrag bei der Partei "Die Piraten" und eine Anzeigenaktion im Mindener Tageblatt ebenso zur Sprache wie die Präsentation des Vereins im Rahmen der Cammeruner 450-Jahr-Feier, die Teilnahme am örtlichen Erntefest und ein Rundfunkinterview.

Als nächstes gemeinsames Vorhaben der rund 100 Mitglieder zählenden Gemeinschaft kündigten Schmidt und Tönsing eine Neuauflage des im vergangenen Jahr erstmals organisierten Grünkohlessens an. Treffpunkt ist am Freitag, 23. November, um 19.30 Uhr erneut die Bückeburger Gaststätte "Brauhaus".

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